| | Dieser Artikel ist keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland, sondern hier findet gerade eine offene Diskussion des Themas statt. Wenn du meinst diese Idee erweitern zu können tu es aber bitte beachte die Diskussionsregeln. Ist die Idee mehr als Einzelmeinungen und tragfähig, so kann man das ganze auch als Entwurf kennzeichnen. |
Diese Seite widmet sich einem allgemeinen Konzept der 'Liquid Democracy'. Eine innerparteiliche Umsetzung von Liquid Democracy bei den PIRATEN wird auch im Rahmen der AG Liquid Democracy (vorläufiger Name) unter Innerparteiliche Demokratie diskutiert.
Es gibt weiterhin einen Liquid-Democracy-Squad in Berlin, der sich mit der Umsetzung von Liquid Democracy innerhalb des Landesverbandes Berlin beschäftigt.
Inhaltsverzeichnis |
Unter "Liquid Democracy" versteht man eine Mischform zwischen indirekter und direkter Demokratie. Während bei indirekter Demokratie ein Delegierter zur Vertretung der eigenen Interessen bestimmt wird und bei direkter Demokratie alle Interessen selbst wahrgenommen werden müssen, ergibt sich bei Liquid Democracy ein fließender Übergang zwischen direkter und indirekter Demokratie. Jeder Teilnehmer kann selbst entscheiden, wie weit er seine eigenen Interessen wahrnehmen will, oder wie weit er von anderen vertreten werden möchte. Insbesondere kann der Delegat jederzeit sein dem Delegierten übertragenes Stimmrecht zurückfordern, und muss hierzu nicht bis zu einer neuen Wahlperiode warten.
Das Konzept des "direkten Parlamentarismus" vom Liquid Democracy e.V. (siehe auch Vortragsnotizien vom Vortrag am 11.12.2009 in Darmstadt) stellt eine von vielen möglichen theoretischen Umsetzungen dar. Konkrete Implementierungen, die sich nicht am Konzept des "direkten Parlamentarismus" orientieren, sind z.B. Adhocracy oder LiquidFeedback. LiquidFeedback wird im Januar 2010 für einen Testlauf im Landesverband Berlin eingesetzt werden.
Die verschiedenen Ideen zu Liquid Democracy sind mittlerweile relativ umfangreich, und gehen über ein einfaches e-Voting oder ein "Delegated Voting" hinaus.
Da wir in dem etablierten Parteiensystem den eigentlichen Anspruch der Demokratie nicht verwirklicht sehen. Demokratie bedeutet, zu jeder Zeit gezielt zu einzelnen Themen verbindlich Stellung beziehen zu können und nicht nur alle vier Jahre die Wahl zwischen Parteien mit unverbindlichen Parteiprogrammen zu haben. Im Informationszeitalter haben sich die Voraussetzungen so verändert, dass demokratischer Diskurs auch in großen Gesellschaften potentiell möglich ist. An der Verwirklichung dieses Zieles arbeiten wir unter dem Titel "Liquid Democracy".
Vorsicht: Dieser Abschnitt beschreibt vor allem das Wahlverfahren "Delegated Voting", welches nur einen Teilaspekt verschiedener Umsetzungsideen zu Liquid Democracy darstellt.
Jeder Teilnehmer kann zu jedem Zeitpunkt für sich selbst entscheiden, wo auf dem Kontinuum zwischen repräsentativer und direkter Demokratie er sich aufhalten möchte. Jederzeit. Das bedeutet, dass ich als Teilnehmer beispielsweise sagen kann:
Dieses Mix-Prinzip ist entscheidend, da man sich nicht mehr für ein Bündel von Prinzipien entscheiden muss, wie es beispielsweise eine Partei bietet, sondern man sich je nach Thema die Experten aussuchen kann, denen man vertraut - oder selbst entscheiden kann. Essentiell dabei ist auch, dass man diese "Stimmvergabeentscheidung" jederzeit ändern kann und sein Stimmgewicht umverteilen kann.
Um das Ganze noch anschaulicher zu machen, soll "Delegated Voting" mit Hilfe einer neuen Grafik erklärt werden.
Anhand einer Abstimmung zur Akzeptanz von Liquid Democracy soll das Konzept praktisch erprobt und für jeden unmittelbar erlebbar werden. Jeder interessierte ist aufgerufen sich daran zu beteiligen. Man kann seine Stimme entweder selbst abgeben, sie an jemanden Delegieren, man hat jederzeit die Möglichkeit seine Entscheidung zu ändern und kann sich dabei aktiv oder passiv an der Diskussion beteiligen.
Der Hauptartikel zur Umsetzung ist unter Liquid Democracy/Weitere Gedanken zur Umsetzung.
Auf dieser Testseite machen wir uns Gedanken, wie so etwas im Wiki aussehen könnte.
Ok, wie wollen wir das in der Piratenpartei umsetzen?
Der Punkt 4 ist kein zwingender Punkt hierbei. Ich stelle dies hier heraus, da es nur einen potentiellen und keinen zwingenden Punkt darstellt. Liquid Democracy ließe sich auch ohne Software in Papierform durchführen.Aloa5 16:29, 26. Feb 2007 (UTC)
Ebenfalls zu Punkt 4 möchte ich gerne auf die (von mir/uns Dortmundern) schon seit langem geplante Integration in eine GroupWare-Lösung hinweisen, welche ich z.B. jetzt gerade wieder evaluiere. Erste Testläufe wurden schon vor ca. einem halben Jahr mit befriedigendem Ergebnis bereits durchgeführt. -- Telsh 15:21, 17. Jun 2007 (CEST)
Siehe auch Innerparteiliche Demokratie.
Zum Piratenkongress bereiten wir einen Vortrag und Workshop dazu vor.
Ziel des ganzen ist einerseits das Lobbywesen in seinen Grundfesten anzugreifen, und andererseits die anderen Parteien unter moralischen Druck zu setzen, wieso sie so etwas nicht anbieten - schließlich ist jeder Wähler in irgendeiner Hinsicht mit seiner gewählten Partei unglücklich. Außerdem sind wir der Meinung, dass so ein System ein echter Grund ist, die Piratenpartei zu wählen. Schließlich 'verliert' man so seine Stimme nicht, sondern kann selbst abstimmen - wenn man das möchte.
Auf jeden Fall müssen wir diese Ideen sorgfältig ausformulieren, schließlich sind wir nicht nur für Datenschutz und Datensparsamkeit, sondern auch gegen die nahezu dilettantischen Fehler, die bei der Implementierung von Wahlcomputern gemacht wurden. Die wollen wir nicht wiederholen. Elektronische Demokratie darf nicht 'zentrale Wahl-Manipulation' bedeuten.
Hier gibt es eine separate Seite für Ausführliches! Liquid Democracy Einwände
Siehe auch: Abstimmtool, Diskussionsplattform