BY:Landesparteitag 2012.2/Antragsfabrik/Schulartenvielfalt

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Tango-preferences-system.svg Dies ist ein Programmantrag (im Entwurfsstadium) für den BY:Landesparteitag_2012.2 von MrBirdy.

Bitte hilf mit diesen Antrag zu verbessern und zu erweitern. Bitte bekunde auch Deine Unterstützung oder Ablehnung auf dieser Seite. Eine Übersicht aller Anträge findest Du in der BY:Landesparteitag_2012.2/Antragsfabrik.

Änderungsantrag Nr.
SS01
Beantragt von
MrBirdy
Programm

Landesprogramm Bayern

Schlagworte Pro
flexible, fair, hohe Durchlässigkeit
Schlagworte Contra
Organisatorischer Aufwand, Kosten
Beantragte Änderungen

Die bayrische Kultur und ihre Menschen sind sehr vielfältig. Jeder Mensch und damit Schüler hat die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Interessen. Ziel sollte es sein, die Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten und Begabung optimal zu fördern, damit sie später bestmöglich ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten können. Eine einzige Schulart wird diesen Anforderungen nicht gerecht.

Die Piratenpartei Bayern unterstützt deshalb die Entstehung einer staatlichen Schullandschaft, die eine Vielzahl von verschiedenen Schulmodellen mit flexiblen Schulzeiten zu einem bestimmten Bildungsziel zulässt.

Der Wechsel unter den Schularten soll einfach und unkompliziert möglich sein. Eine Schulart- und Schulzeitempfehlung soll durch pädagogisch geschultes Fachpersonal mehrfach während der Schullaufbahn gegeben werden.

Begründung
  • Die aktuelle Diskussion über die „eine“ richtige Schulart und die passende Schulzeit (z.B. G8 oder G9) für alle Schüler ist nicht zielführend. Ein kompletter Umbruch des Schulsystems zu einem neuen Modell hingegen auch nicht. Dieser zeigt erst in vielen Jahren ob die Umstellung erfolgreich war und würde Generationen von Schülern zu Testpersonen machen. Ein möglicher Misserfolg kann durch eine „bunte“ Schullandschaft umgangen werden.
  • Jeder Schüler besitzt verschiedenste Stärken und Schwächen. Dies äußert sich insbesondere durch den eigenen Lernfortschritt bzw. das eigene Lerntempo des Schülers unter bestimmten Lernbedingungen oder durch bestimmte Lernmethoden. Dieser Unterschiedlichkeit muss in der Lernlandschaft und der Schulzeitlänge Rechnung getragen werden. Ein Angebot von unterschiedlichen Schularten ist somit zu bevorzugen.
  • Welche Schulart/-modell für einen Schüler den größeren Lernerfolg erzielt, soll in verschiedenen Phasen der Schullaufbahn durch geschultes Fachpersonal überprüft werden. Diese Überprüfung kann durch den Lehrer über längere Zeiträume oder durch externes Personal (zu bevorzugen) geschehen.
  • Durch den Pluralismus der Schularten entsteht zwischen diesen eine Konkurrenzsituation, da auf lange Sicht bestimmte Schulmodell weniger Zulauf verzeichnen und somit zu Verbesserungen gezwungen werden.

Anmerkungen

  • In ländlichen Gebieten müssen aufgrund der geringeren Schulzahldichte verschiedene Schulmodelle in der gleichen Schule angeboten werden, dies führt evtl. zu günstigeren Schüler-Lehrer-Verhältnissen, was die geringere Schulartenauswahl ausgleicht.
  • Durch eine Vorgabe von Lernzielen anstatt von Lehrplänen für bestimmte Klassenstufen, z.B. entsprechend der KMK-Vereinbarung[1], wird die Durchlässigkeit des Schulsystems ermöglicht. Die Schüler erhalten bei Bedarf einen bis zu zwei wöchigen Aufbaukurs zur Unterstützung.
  • Die aktuellen Schularten bleiben erhalten, müssen aber in den bekannten Kritikpunkten, z.B. Klassengröße, Systemdurchlässigkeit, soziale Gerechtigkeit angepasst werden, da sie sonst nicht konkurrenzfähig bleiben.
  • Durch regelmäßige Überprüfung des einzelnen Schülers auf seine besonderen Lern- und Arbeitsweisen und die Durchlässigkeit des Systems kann der Schüler z.B. zum Jahreswechsel auf eine Schule mit für ihn bessere Lernumgebung wechseln.
  • Flexiblere Schulzeiten erlauben die Lerngeschwindigkeit besser an den Schüler anzupassen.
  • Zur Umsetzung werden die Ausgaben für das Bildungswesen vermutlich steigen, dies wurde aber bereits als Ziel des „Dresdner Bildungsgipfel“ (2008) ausgeschrieben.
  • Der Antrag macht keine Aussage zu Notenvergabe, Durchfallen, Ganztagsschule, Gesamtschule usw.; diese Entscheidungen werden in den entsprechenden zulässigen Schulmodellen gefällt.

[1] Vorgaben der Kultusministerkonferenz siehe http://www.kmk.org/bildung-schule/qualitaetssicherung-in-schulen/bildungsstandards/ueberblick.html






Antrag

Programmanträge an den Landesparteitag sollten für Landes-Themen gestellt werden. Es können aber durchaus auch Anträge einer Art sein, welche Landes-, Bundes- oder EU-Angelegenheiten zum Thema haben. Bei Annahme werden diese dem Bundesparteitag vorgelegt, Antragsteller ist dann das Landesverband Bayern.

Unterstützung / Ablehnung

Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen

  1. MrBirdy
  2. harald vauk (als fernziel unterstütze ich es gerne, weil sinnvoll. der weg dorthin muss gut durchdacht werden)
  3. ansgarhone: (Das ist aber nicht die überarbeitete Fassung vom 30.8.2012)

Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen

  1. cmrcx Neue Konzepte finde ich gut, das totale Chaos nicht.
  2. Umrath Bin kein Freund dieses zerklüfteten Systems.
  3. Astrid Semm Siehe Diskussion
  4. ValiDOM (siehe Diskussion, erstmal dagegen weil nur staatliches Schulsystem)
  5. wigbold #Der Staat hat die Schul-Aufsicht! Es ist nicht Aufgabe des Staates eine staatliche Schullandschaft herzustellen.
  6. Thomas 22:22, 13. Sep. 2012 (CEST) Gründe haben andere schon genannt
  7. KollegeJansen
  8. ...

Piraten, die sich vrstl. enthalten

  1.  ?
  2.  ?
  3. ...

Diskussion

Bitte hier das für und wieder eintragen.

  • Mich stört zunächst die Empfehlung durch pädagogisch geschultes Fachpersonal. Einerseits ist mir der Begriff zu schwammig, andererseits läßt die Formulierung das Verfahren zu offen. Mir wäre es lieber, wenn die Einbeziehung der Eltern hier deutlich betont würde. Dann ist der Antrag insgesamt für meinen Geschmack einfach zu diffus. So, wie er dasteht, ist er von der Intention her wirklich gut, muss aber dringend noch ausgearbeitet werden, bevor er ins Programm kann. --Esmeralda 10:15, 7. Sep. 2012 (CEST)
    • In welcher Form sollten deiner Meinung die Eltern bei der Entstehung der pädagogischen Empfehlung mitwirken? MrBirdy 12:18, 9. Sep. 2012 (CEST)
      • Antwort zu 1.1
    • noch eine Antwort zu 1
  • Politik wird auch durch nicht-Erwähnung gemacht. Wieso wird hier nur ein staatliches Schulsystem erwähnt, private Träger aber komplett außen vor gelassen? Ich spreche da nicht über die teuren "Eliteschulen" sondern ganz normale Schulen in privater Trägerschaft: unter staatlicher Aufsicht und Erhalt der staatlichen Gelder wie sie für den Schuldbetrieb einer staatlichen Schule gängig wären. Beispiele hierfür sind nicht nur Schulen in kirchlicher Trägerschaft (die ja den staatlichen Lehrplan übernehmen und daher schon fast staatlich sind..) sondern auch die Montessori-Schulen mit eigenem, staatlich anerkannten Konzepten. ValiDOM
  • Argument 2
    • ...
      • ...