HH:HowTo Themenarbeit

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Themenarbeit in Hamburg - Wie organisieren?

Bisheriges Konzept (Stand September 2011)

Themenarbeit war in Arbeitsgemeinschaften organisiert, die jeweils ein großes Themenspektrum abdecken.

  • AG Digitale Gesellschaft
  • AG Umwelt, Energie, Verkehr
  • AG Stadtentwicklung
  • AG Gesellschaft und Teilhabe

Es ergeben sich aufgrund der Benennung Themenzuordnungen, z. B.

  • HVV für lau -> AG Umwelt, Energie, Verkehr
  • Bildung -> Gesellschaft und Teilhabe
  • Netzpolitik -> Digitale Gesellschaft
  • Nacktscanner -> Digitale Gesellschaft

Hierbei gibt es natürlich Überschneidungen.

Wer thematisch arbeiten wollte, schloss sich einer AG an, mit monatlichen Treffen und einer längeren Verbindlichkeit bezüglich des AG-Themas. Dies hat nicht funktioniert. Stattdessen arbeiteten viele allein an einem Thema, was meist bis zur ersten Abstimmung in Liquid Feedback unbemerkt blieb.

=> Das System der AGs ist für Piraten momentan unattraktiv.

Konzept: Themenarbeit informeller gestalten

Die AGs bleiben wie bisher bestehen. Bei regem Interesse an einem Teilbereich ist die Neugründung einer AG möglich (AG Gesellschaft und Teilhabe -> AG BGE; AG Digiale Gesellschaft -> AG Netzpolitik), durch die das Thema aus der AG ausgegliedert wird, der es bisher zugeordnet war.

Daneben wollen wir jeden, der thematisch arbeiten möchte, ermutigen, dies auch außerhalb einer AG zu tun, wie dies inzwischen üblich wurde. Doch wo ist da der Unterschied?

Assoziation mit einer AG

Wer allein oder in einer informellen Gruppe ein Thema bearbeiten möchte, sollte dies im Wiki dokumentieren. Dies sollte zunächst auf der Wiki-Seite der AG geschehen, der das Thema zugeordnet ist (als Wiki-Link). Für das Thema selbst wird eine neue Seite aufgemacht (für Zwischenergebnisse, Konzepte etc.). Für die aktuelle Arbeit bietet sich die Diskussionsseite oder auch ein Pad an. Dies wird natürlich auch verlinkt, sodass Interessenten, aber auch der Koordinator der AG sich informieren können. (AG Digitale Gesellschaft -> Thema Nacktscanner, wird von Leuten bearbeitet, die keine AG-Mitglieder sind). Ebenso sollten Themen dokumentiert werden, die innerhalb der AG von deren Mitgliedern bearbeitet werden.

Hilfe und Diskussion

Wer Mitstreiter sucht, Hilfe braucht oder möchte, dass sein Thema in kleinem oder größerem Kreis diskutiert wird, kann dies selbst über die Mailingliste kundtun oder gezielt nach Kompetenzen in dem Bereich fragen. Ansprechpartner sind im Zweifelsfall der Koordinator (Diskussion innerhalb der AG organisieren, kompetente Ansprechpartner finden) oder auch der politische Geschäftsführer. Dies gilt vor allem, wenn man allein nicht weiterkommt, länger abwesend ist oder sein Thema nicht selbst in einer Runde vorstellen möchte.

In diesem Zusammenhang soll ein Pool von Leuten gefunden werden, der Themenarbeitern zuarbeiten möchte. Das können Übersetzungshilfen sein, stilistisch einwandfreie Ausformulierungen oder auch Recherchen - bis hin zur Hilfe bei der Pflege der Wiki-Seiten.

Das Thema soll nicht nur über Wiki-Seiten einem größeren Themenbereich zugeordnet und dokumentiert werden, sondern auch - wenn gewünscht - aktiv beworben werden. Dies ist meist sinnvoll, wenn ein gewisser Ansatz sichtbar ist, man weiß, wo das Thema hinführen soll oder die Meinung der Mitpiraten zu einem bestimmten Thema erfahren will. Sinnvollerweise geschieht das über die Mailingliste ("Aktive Hamburg"), über eine entsprechend beworbene Liquid-Feedback-Initiative. Live-Diskussionen können für einen kleineren Kreis im Rahmen eines AG-Treffs stattfinden oder auch an einem Dienstag in der Geschäftsstelle nach dem Orga-Teil. Natürlich kann auch ein anderer Termin dafür gefunden und genutzt werden.

Wichtig ist, das Thema innerhalb der Hamburger Piratenpartei sichtbar zu machen, als Angebot zur Mitarbeit oder Diskussion. Auch Zwischenergebnisse sollten daher dokumentiert werden. Das Maß der Kooperation mit der AG, der das Thema zugeordnet ist, bestimmt der, der das Thema bearbeitet.

Einzelpiraten und informelle Gruppen

Neben denen, die ein Thema allein bearbeiten, gibt es die, die im Team arbeiten wollen. Durch Veröffentlichung und Bewerbung soll es leichter werden, Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls an diesem Thema interessiert sind. Diese informellen Gruppen sollten mit ihrer Arbeit und den Ergebnissen umgehen wie oben beschrieben. Informations- und Sammelpunkt ist auch hier die Seite der AG sein, der das Thema zugeordnet ist.

Koordinatoren und der politische Geschäftsführer

Koordinatoren können, entsprechende personelle Besetzung der AG vorausgesetzt, gemeinschaftlich mit dem Mitgliedern Themen erarbeiten. Sie sind für die Pflege der Wiki-Seite verantwortlich, können die Aufgabe aber selbstverständlich delegieren. Außerdem sollten sie den Überblick über die Themen, die gerade bearbeitet werden, behalten und sind Ansprechpartner für alle, die ein Thema bearbeiten, ohne Mitglied der AG zu sein. Zuletzt bewerben sie die aktuellen Themen, um weitere Interessenten zu finden oder eine Diskussion zu initiieren.

Der politische Geschäftsführer ist der Ansprechpartner für die Koordinatoren, wenn diese Unterstützung benötigen. Ebenso für alle Themenarbeiter (oder solche, die es werden wollen), die sich nicht sicher sind, wen sie fragen sollen. Er organisiert größere Themencamps, hilft (wenn gewünscht) bei der Organisation von Arbeitstreffen und Programmklausuren. Er MUSS zwangsläufig einbezogen werden, wenn etwas mit Kosten verbunden ist, die die Partei tragen soll (braucht einen Vorstandsbeschluss).

FAQ

  • Ich bin neu, habe keine Ahnung, was ein Wiki ist und weiß auch nicht, welcher AG das Thema zugeordnet wird -> frage den politischen Geschäftsführer
  • Ich möchte allein arbeiten, suche aber jemanden, der für mich etwas übersetzt. -> frage über die Mailingliste, am Dienstagstreffen oder den Koordinator der AG
  • ich möchte meine Ergebnisse einer kleineren Runde vorstellen, weiß aber nicht, wer sich dafür interessieren könnte -> frage den Koordinator oder auf der Mailingliste
  • ich möchte meine Ergebnisse einer großen Runde vorstellen, kenne aber keinen und möchte nicht fragen -> frage im Zweifelsfall den politischen Geschäftsführer
  • ich möchte mein Thema vorstellen, bin aber nicht in Hamburg oder spreche nicht gern vor vielen Menschen -> frage den Koordinator der AG, den politischen Geschäftsführer oder einen beliebigen Piraten
  • ich bin kein Parteimitglied, möchte aber eine Liquid-Feedback-Umfrage starten -> frage einen Piraten nach Wahl und bitte ihn, das Thema für dich zu übernehmen und dort einzustellen. Oder frage den Koordinator oder das gewählte Mädchen für alles im Bereich Themenarbeit (genannt politischer Geschäftsführer)
  • ich möchte mich mit ein paar Interessierten in die Einöde begeben, um dort konzentriert an einem Thema zu arbeiten, weiß aber nicht wo -> frage die AG Bootcamp.

Schlusswort

Dieses Konzept wurde im Rahmen des 1. Themencamps der Hamburger Piraten von Mitgliedern und Nichtmitgliedern gemeinsam erarbeitet. Es ist ein Vorschlag, wie man den aktuellen Bedürfnissen der Themenarbeiter nach informelleren Strukturen und Einzelarbeit entgegenkommen kann und gleichzeitig die thematische Arbeit sichtbar zu machen. Wir erhoffen, so mehr Leute für die Themenarbeit zu interessieren und vielversprechende Ideen und Ansätze aktiv zu unterstützen. Ob es funktioniert, werden wir sehen.

Natürlich gibt es keine Garantie, Mitstreiter für ein bestimmtes Thema zu finden, und vielleicht gibt der eine oder andere das Thema auf, weil es momentan für einen Einzelnen zu komplex oder zeitaufwändig erscheint. Bei einer übersichtlichen Dokumentation ist es später anderen möglich, das Thema aufzureifen oder die bisherigen Ergebnisse anderweitig zu verwenden.

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