Benutzer:Cathy
Aus Piratenwiki
| Kurzprofil | |
|---|---|
| Persönlich | |
| Name: | Katja Triebel |
| Nick: | Cathy |
| Wohnort: | Berlin |
| Berufl. Qual.: | Kauffrau |
| Tätigkeit: | Geschäftsführerin und Mitinhaberin eines KUK |
| Familienstand: | verheirat, zwei Kinder |
| Geburtstag: | in den 60ern |
| Politisch | |
| Partei: | Piratenpartei Deutschland |
| Eintrittsdatum: | November 2011 |
| Landesverband: | Berlin |
| AG: | AG Waffenrecht AG Jagd AG Tier, Halter und Recht |
| politischer Kompass: | |
| Kontakt | |
| Webmail: | Form-Mailer |
| Mail-Adresse: | katja at triebel punkt de |
| Fax: | 030 3366231 |
Inhaltsverzeichnis |
Beruflich
Ich bin Mitinhaberin eines Fachhandels für Sport- und Jagdwaffen in der vierten Generation in Berlin. Meine Familie ist seit 250 Jahren im Büchsenmacherhandwerk tätig. Unser Betrieb ist ein Kleinstunternehmen. Wir dürfen und wollen nur mit zivilen Schusswaffen für Jäger und Sportschützen handeln, die dem Waffengesetz unterliegen. Rüstungsgüter, zu denen vollautomatische Kriegswaffen wie das G36 oder die AK47 gehören, unterliegen dem Kriegswaffenkontrollgesetz und dürfen nicht von uns gehandelt werden. (Und ich habe auch keine Absicht daran, irgendetwas an dieser Vorschrift zu verändern).
Persönliches
In eigenen Worten: liberal, Transparenz-Fan, lt. Politiktest: neoliberale Demokratin. Ich interpretiere dies wie folgt: soviel Staat wie nötig (um Oligarchien und Monopole zu unterbinden), sowenig Staat wie möglich (hierbei schränke ich ein, dass Arbeitnehmer von ihrem Lohn leben können müssen und die begrenzten Ressourcen für die nachfolgenden Generationen erhalten werden müssen, d.h. ein Ausbeutung des humanistischen Kapitals und der Ressourcen zur Profitsteigerung muss m.E. durch staatliche Kontrolle unterbunden werden).
Bin ich eine Lobbyistin? Sofern darunter der ehrenamtliche Kampf zum Erhalt der Eigeninteressen verstanden wird, ja. Sofern darunter die bezahlte Arbeit von Interessengemeinschaften oder Wirtschaftsverbänden verstanden wird, nein. Legale Waffenhändler in Deutschland haben zivile Kunden und müssen hunderte von Vorschriften beachten. Dabei wird man nicht reich. Zudem gibt es in unserer exportorientierten Branche keine Hersteller, die uns unterstützen. Und unser Verband, dem lediglich 1000 Mitglieder angehören, ist zu klein, um etwas zu bewirken. Warum engagiere ich mich? Weil die Eingriffe des Staates in die Grundrechte der Bürger immer mehr zunehmen. Da Waffen und Jagd die Grundlagen meines Lebensunterhalts sind, engagiere ich mich hier. Wäre dies anders, würde ich mich für Datenschutz, Inneres oder Umwelt einsetzen.
Am 22.04.2012 wurde ich, zusammen mit dem Piraten Ernst Bader in das Direktorium von prolegal - Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V.gewählt und bin seitdem auch im Vorstand. Prolegal ist mit 5000 Mitgliedern der Pirat unter den Waffenbesitzer-Vereinen. Auch das Engagement im Direktorium findet ehrenamtlich statt.
Piratische Aktivitäten
Seit Oktober 2011 bin in Mitglied der AG Waffenrecht, seit November auch Parteimitglied geworden, weil ich es gut finde, dass die Piraten nicht ideologisch, sondern auf Fakten basierende Entscheidungen treffen wollen, ich vielen der Top-40-Anträge zum BPT 2011/2 zustimmen konnte, insbesondere BGE, Drogen und in Berlin den kostenlosen ÖPNV. Zudem liebe ich die basisdemokratische Mitarbeit, die mittels der "Schwarmintelligenz" auch nicht medial veröffentlichte Fakten berücksichtigt und kritisch beide Seiten jeder Medaille betrachtet. Seit 2012 bin ich Mitglied der AG Jagd, obwohl ich selber weder jage noch schieße.
AG Waffenrecht
Als Waffenbefürworterin stehe ich auf der Seite des garantierten Eigentums in den Händen von staatlich kontrollierten Bürgern, jedoch gegen eine totale Liberalisierung. Dass ich vielen der seit 2003 beschlossenen Verschärfungen kritisch gegenüberstehe bedeutet nicht, dass ich Maßnahmen, die das Sicherheitsrisiko tatsächlich vermindern (wie z.B. die Normen für die sichere Aufbewahrung und Prüfung der Zuverlässigkeit des legalen Besitzers), negiere. Die Maßnahmen, die 2001 von den betroffenen Verbänden und der Polizei am "Runden Tisch" ausgearbeitet wurden, unterstütze ich. Die danach von den Innenministerien geforderten und gesetzlich niedergelegten zusätzlichen Restriktionen sind auf Erforderlichkeit und Gleichheitsgebot zu überprüfen und gegebenenfalls zurückzunehmen.
Ich bin ehrenamtliche "Waffenlobbyistin" ohne finanzielle Unterstützung seitens der betroffenen Hersteller und Verbände, zum Teil sogar gegen deren Willen(siehe drittletzter Absatz). Seit Winnenden beschäftige ich mich mit Waffenrecht und Waffenkontrolle und habe umfangreiche Researches betrieben, Dossiers publiziert und in Wikipedia Artikel zu zivilen Schusswaffen verfasst, die dort mehr als kritisch zensiert wurden.
AG Jagd
Als Jagdprüfungs-Absolventin (Grünes Abitur) ohne Passion vor über 30 Jahren interessiere ich mich nicht für den Abschuss von Trophäenträger, sondern für die Hege der Jäger, die vom Wildtiermanagement, über Verbesserung von Biotopen für die Biodiversität bis hin zur Aufklärung insbesondere für Kinder (Stichwort Lernort Natur) reicht. Die Jagd steht nicht generell im Widerspruch zum Natur-, Umwelt- und Tierschutz, sondern ist in vielen Fällen sogar eine Verfechterin dieser Beschützer gegen die (kapitalistischen) Forderungen der der Forst- und Landwirtschaft. Hierbei ist zu beachten, dass insbesondere der Staat Waldeigentümer ist und daher ist die Wald-vor-Wild Strategie staatlicher Aktionisten besonders kritisch zu betrachten.
Nicht alle Jäger sind Natur-/Umweltschützer, aber vielen Jägern und Jagdpächtern ist daran gelegen, eine natürliche Wildpopulation in ihrem Pachtrevier zu erhalten. Diese natürliche Wildpopulation ist durch unsere Kulturlandschaft (Land-/Forstwirtschaft) bedroht. Wildtiere vermehren sich überproportional durch vermehrte Futterangebote/fehlende Beutegreifer (Wildschwein/Reh). Andere sterben aus wegen fehlendem Futter/Rückzugsmöglichkeiten/zuvielen Beutegreifen (Fasan/Hase/Rebhuhn). Waldbesitzer benennen Rehwild (=Bambi) als Schädlinge, Naturschützer empfinden Rabenvögel und Füchse (=Beutegreifer) als bedrohte Arten. Jäger möchten Rehe erhalten und Beutegreifer, wie Rabenvögel und Füchse dezimieren.
Meine Vision sind "Runde Tische", die die Anforderungen aller Nutzer berücksichtigen (Landbau/Forstbau/Jagd/Tourismus/Naturschutz/Tierschutz) in Betracht ziehen. Dazu gehören u.a auch Reiter, Spaziergänger, Pilzsammler und Geocacher, die - sofern sie sich an Absprachen halten - auch ihre berechtigten Interessen an der Nutzung der Naturräume haben. Aus diesem Grund bin ich auch der AG Tier, Halter und Recht beigetreten, die die Rechte der Bürger gegen den Staat und den Grundeigentümern von Wald und Flur verteidigen möchte.

