Benutzer:CSteinbrenner/Energiepolitik

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Energiepolitik

aktuelle Forderungen

Energie- und Umweltpolitisch sehe ich bei vielen Menschen folgende Ziele im Fokus:

  • Ablösung der Energiegewinnung in veralteten Kernspaltungsanlagen bis Generation III
  • Ablösung der Energiegewinnung in Kohle-, Öl-, Gaskraftwerken
  • Ablösung von fossiler Energie (Öl, Gas) zu Heizzwecken im Winter
  • Ablösung von fossiler Energie bei Individual- und Güterverkehr
  • Dezentrale Energieversorgung
  • Energieversorgung in öffentlicher Hand statt Abhängigkeit von Konzernen
  • Versorgung aller Menschen weltweit mit ausreichend Energie
  • Vernichtung von Waffenfähigen Plutonium
  • Lösung der Endlagerung angefallenen radioaktiven Materials

Kritik am Fokus auf Wind, Sonne, Wasserkraft

Bei all diesen Anspüchen komme ich nicht umhin zu bezweifeln, dass eine ausreichende konstante Energieversorgung mit einem erträglichen Maß an Flächennutzung und Kosten durch renegerative Energien wie Wind, Sonne, Wasserkraft alleine erreicht werden kann. Ebenso bieten diese Technologien keine Lösung für den Umgang mit hergestelltem waffenfähigen Plutonium und dem bereits gewonnen, in den bisherigen Kernspaltungsanlagen nicht verwertbaren Isotopen von Uran.

Alternativer Lösungsansatz - Kernspaltungsanlagen der Generation IV

All diese Ziele zu erreichen ist jedoch möglich, indem man Scheuklappen ablegt und das Thema Atomkraft differenzierter und sachlicher betrachtet als es aufgrund der "German Angst" und der dadurch geschürten Anti-Atomkraft-Bewegung bisher von einer Mehrheit der Bevölkerung wahrgenommen werden konnte.


Daher schliesse ich mich inhaltlich der AG Nuklearia an.

AG Nuklearia Wiki AG Nuklearia Website

Berechenbare Kernkraft vs. nicht berechenbare CO2-Freisetzung

Zur German Angst vor nuklearen Unfällen sei gesagt, dass die neuen Anlagen der Generation IV durchwegs so konstruiert sein werden, dass ein außer Kontrolle geraten oder Austreten von radioaktivem Material konstruktionsbedingt ausgeschlossen sein wird. Zumal sind die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Atomspaltung hinlänglich fundiert und die Abläufe sind berechenbar.

Im Unterschied dazu ist es nicht berechenbar, was eine immer weiter voranschreitende Freiseitzung von CO2 aus fossilen Energieträgern bewirken wird. Vor noch wenigen Jahren wurde im Rahmen der globalen Erwärmung prognostiziert, dass es in Europa deutlich wärmer werde. Mittlerweile vertritt der Mainstream der Klimaforscher die Position, dass es in Europa durch die Abschwächung des Golfstromes zu einer deutlichen Abkühlung kommen wird. Was ich damit sagen will ist, dass das Wissen über die Folgen der Fortgesetzen Freisetzung von CO2 genauso vage ist, wie das Wissen über Kernspaltung fundiert ist.

Zudem sind die Anlagen der Generation IV darauf ausgelegt das bisher bereits vorhandene Material vollständig zu nutzen um letzten Endes nur geringen Menge an Radio-Isotopen mit Halbwertszeiten von wenigen Jahrzehnten als tatsächliche Abfälle zu hinterlassen. Das Problem der Endlagerung, das bei Uran und Plutonium mit Halbwertszeiten von hundertausenden bzw. millionen Jahren nicht fassbar erscheint, ist letztlich keines mehr, wenn Die Endlagerung deutlich geringerer Mengen nur maximal 300 Jahre beträgt. Sowohl Menge als auch Zeuitraum sind handhabbar.

Kriterien für die Weiternutzung von Atomkraft

Künftige Kernspaltungsanlagen zur Energiegewinning sehe ich anders als bisherige ausschliesslich in der Hand von nicht profitorientierten NGOs bzw. in nationalstaatlicher oder kommunaler Hand. Der private Betrieb der bisherigen Anlagen hat gezeigt, dass die Sicherheit zu gunsten des Profits vernachlässigt wird. Zudem Entstehen Abhängigkeiten die sich unsere Gesellschaft nicht weiter gefallen lassen sollte.

Zusammengefasst:

  • kostendeckender Betrieb um Vorrang von Sicherheit vor Profit zu schaffen
    statt Profitorientierung
  • dezentrale kleinere Einheiten in kommunaler Hand um Abhängigkeiten aufzulösen
    statt von zentralen Großanlagen in privater Hand
  • Standardisierung und industrielle Fertigung der Anlagen zu Reduzierung der Kosten und Erleichterung der Wartung
    statt individuelle Konstruktion.

Fazit

Meine Forderung ist daher neben der Nutzung aller weiteren Möglichkeiten der regenerativen Energiegewinnung die Nutzung der Kernspaltung nicht auszuschliessen. Eine berechenbare und handhabbare Gefahr, wie sie im übrigen von jeder anderen Industrieanlage auch ausgeht, ist mir lieber als ein unberechnbares nicht handhabbares Risiko durch weitere CO2 Freisetzung aus fossiler Energie. Zudem helfen die neuen Kernspaltungsanlagen dabei das Problem mit dem sogenannten Müll der alten Anlagen zu lösen indem dieser zum Brennstoff der neuen Anlagen wird.