Bundesparteitag 2012.1/Antragsfabrik/Programmänderung 049
Inhaltsverzeichnis
Antragstitel
Gleichstellung von psychischen und physischen Erkrankungen - Grundsatzprogramm Antragsteller
PirateJoker Antragstyp
Programmänderung Antragstext
Der Bundesparteitag der PIRATEN möge folgenden Antrag ins Grundsatzprogramm aufnehmen: Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Während körperliche Erkrankungen eher als Normalität akzeptiert sind, werden Menschen mit psychischen Erkrankungen stigmatisiert und ausgegrenzt. Ihnen wird somit eine gesellschaftliche Teilhabe entweder erschwert oder sogar vollständig verwehrt. Die Gleichstellung von psychischen und physischen Erkrankungen ist in Deutschland immer noch nicht erreicht, auch wenn der Gesetzgeber schon wichtige Weichen gestellt hat. Das gesellschaftliche Leben und die Arbeitswelt sind häufig nicht auf die gesundheitlichen Einschränkungen der Betroffenen eingerichtet. Vorurteile überwiegen das Wissen um die seelischen Krankheitsbilder. Auch die soziale Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist noch nicht umfassend gelungen. Sie sehen sich in der Gesellschaft häufig dem Anspruch gegenüber, sich anpassen zu müssen. Ziel ist es, die Akzeptanz von psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft zu fördern und somit auch die Teilhabe in vollem Umfang zu ermöglichen. Dabei ist es die Aufgabe der Gesellschaft sich an die Bedürfnisse der Betroffenen anzupassen, nicht etwa umgekehrt. Die PIRATEN fordern deshalb eine stärkere Aufklärung über psychische Erkrankungen. Sie setzen sich dafür ein, Maßnahmen zu ergreifen, um das Bewusstsein und die Akzeptanz für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu stärken, mit dem Ziel sowohl das Bewusstsein zu erhöhen als auch über psychische Erkrankungen zu informieren. Zusätzlich regen die PIRATEN an, Konzepte sowohl in der Partei als auch in der Gesellschaft zu erarbeiten und in den politischen Prozess zu bringen, um Betroffenen eine soziale Inklusion im gesamten gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Als zweiten Weg sehen und fordern wir die Verbesserung der psychiatrischen und psychologischen Versorgung sowohl im Hinblick auf therapeutische Angebote für die Betroffenen als auch auf die Aus- und Weiterbildung sowie die Einkommenssituation des Pflegepersonals und der Ärzte. Die PIRATEN stehen grundsätzlich für die Gleichstellung von seelischen und körperlichen Erkrankungen und setzen sich für eine stärkere Aufmerksamkeit für diese Problematik in der Gesundheitspolitik ein. Die Gleichstellung soll nicht nur in den ärztlichen Behandlungen oder juristisch erfolgen, sondern auch in der gesamten Gesellschaft und so auch in der Arbeitswelt durchgesetzt werden. Die PIRATEN bekennen sich deshalb auch zur Integration, Inklusion und Förderung von Menschen mit psychischen und physischen Erkrankungen.
Antragsbegründung
Menschen mit psychischen Erkrankungen erleben heute noch Stigmatisierungen auf Grund ihrer Erkrankungen, dies können die PIRATEN als Grundrechtspartei nicht ignorieren. Therapeutische Angebote gibt es nur unzureichend. Aufklärung wird kaum praktiziert. Wir Piraten sollten uns zu diesem Themenfeld grundsätzlich positionieren und deshalb stelle ich diesen Antrag für den Bundesparteitag in Neumünster. LiquidFeedback
Piratenpad
Datum der letzten Änderung
31.03.2013 |
Anregungen
Bitte hier Tipps zur Verbesserung des Antrages eintragen.
- Hier wird davon ausgegangen, dass psyschiche Erkrankungen naturgegeben sind. Sind sie aber ńicht, sie sind hausgemacht von einer krankmachenden Gesellschaft. Es ist keinem damit geholfen, dass dies so akzeptiert wird und jedem Deutschen sein Psychologe garantiert wird und Betroffene zugedopt werden = ruhiggestellt, dass ihnen die Lebenskraft zu einem erfüllten Leben fehlt.
Entstressung der Gesellschaft, schaffen von attraktiven Lebensräumen zur Gesundung und geschütze anspruchsvolle Arbeitspläte zur Wiedereingliederung statt Verwahrung und anspruchslose Arbeiten auf niedrigstem Niveau, wo jeder normale Mensch den Burn-out der Langeweile ereilen würde. Wir sollten uns davor hüten, gnädig die armen Kranken zu integrieren. Dieser arrogante Anspruch diskriminiert sie zu Almosenempfänger und entlastet die Gesellschaft als Verursacher von psyschochen Krankheiten, klingt wie eine Alibi-Funktion. --Wika 15:40, 1. Apr. 2012 (CEST)
- @Wika Wenn Du die dazugehörige LQFB-Initiative gelesen hättest, wovon ich nach dieser Anregung nicht ausgehe, hättest Du sehen können, dass mit diesem Programmantrag ein humanistischer Anspruch verbunden ist. Auch in der LQFB-Ini verweise ich darauf, dass die Ini mit Betroffenen geschrieben und gegengelesen wurde. Aus diesem Antrag herauszulesen, dass wir Verwahrung statt Inklusion wollen, ist absurd, aber sowas von!--PirateJoker 16:22, 1. Apr. 2012 (CEST)
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Diskussion
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Pro/Contra-Argument: ...
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Unterstützung / Ablehnung
Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen
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Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen
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Piraten, die sich vrstl. enthalten
- --Wika 15:40, 1. Apr. 2012 (CEST)
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