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Benutzer:Reginald/FragenBuVo

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Du bist seit einem Monat Parteimitglied, hast noch 0 Parteiarbeit geleistet, 0 Parteiämter gehabt und bist 0 vernetzt. Überhaupt scheint es, als ob du nicht die Piratenpartei unterstützen willst, sondern eine Basis zur Verbreitung deiner eigenen provokanten Thesen suchst. Wie wärs wenn du nicht die sowieso knappe Zeit unseres BPTs verschwendest und deine sinn- und chancenlose Kandidatur zurückziehst? Versuch dich doch erstmal in deinem Kreis- und Landesverband zu bewähren, schau ob du wirklich zur Piratenpartei passt und komm dann in 3 Jahren wieder! Caladan 21:59, 1. Apr. 2012 (CEST)

Du hast Recht. Ich habe auch zurückgezogen. Aber du hast den Sinn meiner geplanten Kandidatur nicht verstanden. Ich wusste natürlich, dass ich chancenlos bin. Mir ging es vor allem darum, ein Warnsignal auszusenden, dass die derzeitige Repräsentation der Piraten durch inkompetente und meinungslose Vorstände und Mandatsträger fatale Konsequenzen haben wird. Und du wirst dich an mich erinnern, denn in diesem Fall behalte ich Recht.

Du bist seit Februar 2012 Mitglied der Piratenpartei? und kandidierst für den Bundesvorstand? Fändest du es merkwürdig, wenn das jemand merkwürdig fände? Schmilgus

  • Nein. Da ich auch ohne die Piratenpartei schon ein Pirat war und bin, wundere ich mich nicht, wenn die Geenterten überrascht sind. Das ist doch das schöne am Piratenleben! Ich wende die Prinzipien der Piratenpartei nur auf sie selbst an.

Warum bist du erst jetzt beigetreten, wenn Du die Partei schon so lange und intensiv verfolgst? Was hat sich geändert? Rebecca

  • Ich habe aus beruflichen und persönlichen Gründen wieder mehr Zeit. Aber der wirkliche Anlass war, dass ich gesehen habe, wie die Piratenpartei jetzt schon von zwei farblosen Technokraten ins Abseits geführt wird, bevor es richtig losgeht. Der Vorsitzende tritt doch heute schon auf wie ein ein pensionierungsreifer CSU-Hinterbänkler. Und vor allem redet er auch so, allerdings nur, wenn er einen Beschluss der Basis hinter sich weiß.
  • Ist das Basisdemokratie als organisierter Irrsinn oder einfach nur kaschierte Inkompetenz? Dazu kann man noch nichts sagen, es gibt noch keinen Beschluss.
  • Mein Ton wird jetzt, nachdem ich versucht habe, mit den Vorständen Kontakt aufzunehmen (siehe unten), deutlich schärfer, da ich in der ZEIT gelesen habe, wir Nerz dieses außerparteiliche Medium genutzt hat, um herablassend über einzelne Personen zu fabulieren, die über die Partei angeblich schnell an die Macht kommen oder ihr eine neue Richtung geben wollen. Wen kann er wohl gemeint haben? Es könnte sehr wohl ein Mitkandidat um den Vorstand sein, den er damit denunziert hat. Piratenehre? Keine Spur. Nerz und Schlömer haben auf meine Vorstellung bisher nicht reagiert, ziehen aber alle Register, wie diese fiesen Parteisoldaten, die man in allen etablierten Parteien in der zweiten oder dritten Reihe findet, und benutzen die Medien gegen andere Parteimitglieder.
  • Piratenwürdig wäre es gewesen, wenn sie das Interview abgelehnt hätten mit dem Hinweis, sie seien nicht die einzigen Kandidaten. Oder das wenigstens innerhalb des Interviews zu erwähnen. Stattdessen sitzen dort zwei frühvergreisende Politokraten, schaukeln sich gegenseitig die Eier und kanzeln ihre Herausforderer ab. Damit ziehen sie die Wahl zum Bundesvorstand auf ein sehr niedriges Niveau, was ich bedauere, denn das macht ein mögliche zukünftige Zusammenarbeit schwierig.

Wie gut kennst du dich mit den technischen Arbeits- und Kommunikationsmitteln der Piraten aus: Wiki, Pad, Twitter, Blogs, Podcast, Mailinglisten, Mumble, usw.?Schmilgus

  • Wiki benutze ich offensichtlich, da ich mein Benutzerprofil und meine Kandidatur darin editiert habe; für die Nutzung von Pad hatte ich noch keine Gelegenheit, Twitter ist zeitkonsumierender und ineffektiver Quatsch; die Mailinglisten der Berliner Piraten habe ich seit Mitte 2009 abonniert; statt Mumble benutze ich Skype, aber das schaue ich mir gerade an, denn Mumble scheint für Teamkommunikation besser geeignet zu sein; zu LiquidFeedback siehe weiter unten.


Wie hast du Dir ein Bild über die tatsächliche Arbeit im Bundesvorstand gemacht? Mit wem aus dem aktuellen BuVo hast du gesprochen oder kontakt?Schmilgus

  • Ich verfolge die Arbeit des BuVo schon seit längerem über die Medien, wobei mich gerade die Interna interessierten. Besonders aufschlussreich waren die Berichte des Vorsitzenden Sebastian Nerz, der dazu kluge Gedanken und scharfsinnige Beobachtungen formuliert hat. Ich habe mich bei Sebastian und Bernd per Email vorgestellt und ihnen mein Buch als EPUB geschickt. Hier der Text der Email:

Ihr könnt dieses Buch auch gerne an andere Piraten weitergeben, ich bitte sogar darum.

Inhaltlich habe ich mit euren politischen Ansichten und Zielen überhaupt kein Problem. Deinen Ansatz, lieber Bernd, einen echten Liberalismus wiederzubeleben in Deutschland finde ich gut nachvollziehbar und die Stelle ist auch wirklich unbesetzt bis heute. Deine Kritikpunkte und Ideen, lieber Sebastian, betreffend die Organisation und Kommunikation der Piratenpartei finde ich klug und äußerst aufschlussreich.

Den bisher einzigen und manifesten Dissens habe ich mit der Position, lieber Sebastian, die du in der Bundespressekonferenz vertreten hast. Dass der Vorsitzende, überhaupt die Delegierten und Mandatsträger, der Partei, also der Basis gehören und gehorchen, dass halte ich als politische Ansicht für einen GAU. Dieser Aussage von dir werde ich mit allen politischen und rhetorischen entgegentreten, denn die Piratenpartei wird als Bettvorleger landen, wenn sie jetzt schon das Muster der Basisdiktatur und des imperativen Mandats einführt. Es ist Insgeheim doch genau das, was bei den anderen Parteien schon längst herrscht, lies dazu die Abschnitte über die Grünen und vor allem über die SPD in dem Kapitel „Die etablierten Parteien – Abgesang auf ein Suchtopfer“. Deshalb bin ich ganz auf deiner Seite, wenn du ohne Rücksprache mit der Basis laut über Wunsch-Koalitionspartner nachdenkst, was dir wohl einigen Ärger eingebracht hat. Die Piratenpartei soll nicht ihren Mitgliedern gehören, sondern den Wählern. Insofern werde ich eine Position vertreten, die eine starke Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Vorstands, aller Delegierten und Mandatsträger verteidigt.

Ich wünsche euch viel Erfolg und sehe spannenden Diskussionen entgegen

Mit besten Grüßen

Reginald"}}


Bisher noch keine Antwort, aber das ist auch noch zu früh.


Welche Landesmitgliederversammlung und Bundesparteitage hast du bereits besucht?Schmilgus

  • Bisher keine. Ich nehme an der LMV Berlin 2012.1 teil.

Bist du im LiquidFeedback aktiv und hast du eigene Initiativen (mit-)eingebracht?Schmilgus

  • Noch nicht, aber das werde ich jetzt machen. Ich kenne Liquidfeedback länger als die meisten Piraten, die damit heute arbeiten, denn ich hatte mein Probeaccount schon in der frühesten Testphase 2009. Bei einem Squad-Treffen in Kreuzberg hatte ich Andreas Nitsche von der Flexiguided GmbH kennengelernt, der mir das System bei einem weiteren Treffen ausführlich erklärt hat. Ich war sehr begeistert von den Prinzipien dieses Systems und habe in der 2. Ausgabe meines Buches in dem neuen Kapitel "Demokratie ist (auch) Software" darüber geschrieben, hier der Text: Datei:Demokratie ist auch Software.pdf.
  • Wenn ich das richtig sehe, habe ich damit schon vor der Piratenpartei formuliert, dass es um ein gesellschaftliches Betriebssystem und dessen Probleme geht.

Woraus nährt sich deine Annahme, die angestrebt Verfassungsänderung könnte ein Anliegen der Piratenpartei sein?Schmilgus

  • Es geht nicht um eine "Verfassungsänderung", das wäre trivial, sondern um eine neue Verfassung, um eine demokratische Revolution. Und das ist ein Vorschlag, den ich einbringen will in die Programmentwicklung der Piraten. Doch unabhängig ob die Piraten das jemals in ein Partei- oder Wahlprogramm aufnehmen, mein Ziel wird es bleiben.


Du Twitterst nicht - aus welchem Grund?Schmilgus

  • Twittern nervt.

Zerstreue bitte folgende Vermutung: du willst nicht der Partei dienen, sonder sie nach deinen Zielen steuern.Schmilgus

  • Keinesfalls werde ich diese Vermutung zerstreuen, denn ich bin ein Pirat und niemals der Diener einer Partei. Wer einen selbstlosen Diener und Partei-Untertanen ohne eigene Meinung will, der soll unbedingt am aktuellen Vorsitzenden Sebastian Nerz festhalten - und die Piratenpartei auf Misserfolg programmieren. Selbstverständlich werde ich meine eigenen politischen Ziele versuchen, mit der Piratenpartei durchzusetzen, denn weder diese, noch irgendeine andere Partei ist ein Selbstzweck. Parteien sind Instrumente zur politischen Meinungsbildung, zur Rekrutierung und Auswahl der fähigsten politischen Mandatsträger sowie Mittel zum Zweck im Kampf um politischen Einfluss und Macht, um den Mandatsrägern zu ermöglichen, die besten Ideen in Legislative und Exekutive umzusetzen.


Wie lautet das piratische Mandat und was bedeutet es für dich?Schmilgus

  • Das piratische oder piratige Mandat sollte wohl lauten: Wenn du eine Idee hast, die nichts kostet und positiv für die Partei ist, setze sie um! Stand April 2011, abgestimmt in LiquidFeedback von 32 gegen 2 Piraten und/oder Nicht-Piraten.

Ich halte ein solches Mandat als politisches Handlungsmantra grundsätzlich für eine gute Idee, aber bestimmt nicht in dieser Form. Deshalb bin ich froh, dass es außerhalb der kleinen Diskussion bisher keinerlei Bedeutung hatte, denn: "Solange kein Organ dem Antrag zugestimmt hat, stellt er keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland oder der Piratenpartei Deutschland Berlin dar."

Welche Eigenschaften qualifizieren dich für den Bundesvorsitz? Sylvia

Ich hoffe, dass das vor allem aus dem hervorgeht, was ich bisher getan und veröffentlicht habe. Als Skorpion (16.11) kann ich es nicht leiden, mich selbst so darzustellen und zu loben, aber das ist wohl unvermeidlich an dieser Stelle.
  • Ich bin vom ganzen Wesen her ein Pirat und führe schon lange ein leidenschaftliches und vorbildliches Piratenleben. Es gibt, glaube ich, nicht viele, die das so glaubwürdig verkörpern könnten wie ich.
  • Zum Enthusiasten, Ideengeber und Motivator kommt bei mir dazu, dass ich auch im Organisieren und Umsetzen nicht untalentiert bin.
  • Politische Positionen kann ich gut integrieren, da ich mit Realo und Idealo, Links, Öko, Liberal und Konservativ keine Probleme habe, weil ich in all diesen Ansichten immer etwas Wahres, Interessantes und Praktisches finde. Und dann kommt es auf die einzelnen Menschen an. Persönlich bin ich linksliberal gestimmt, aber mein Thema "neue Verfassung" ist in diesem Sinne überpolitisch, weil es um einen neuen Rahmen geht, in dem sich das ganze politische Spektrum ausdrücken kann.
  • Muss ich noch dazusagen, dass ich polyglott bin (sechs Sprachen) und einen immensen Fundus an politischem Wissen (historisch, philosophisch, praktisch) mitbringe? Dass ich unsere politischen Gegner intellektuell ohne Schwierigkeiten ziemlich alt aussehen lassen kann?
  • Außerdem bin ich eine Rampensau, fühle mich auf der Bühne und vor vielen Menschen wohl und rede gerne frei. Ich werde nie eine Rede vom Blatt ablesen.
  • Dann gibt es natürlich (viele?) Leute, die sich durch jemanden wie mich politisch-inhaltlich oder persönlich provoziert fühlen und auf Angriff schalten, sachlich oder bösartig. Da kommt mir eine wichtige Eigenschaft zugute: ich bin nicht empfindlich, sogar ziemlich dickhäutig, und im Kampf um die Sache blühe ich richtig auf. Ich gehe keinem Streit aus dem Weg, aber es doch schön, wenn man sich danach wieder in die Augen sehen und die Hände schütteln kann.
  • Und schließlich: Ich bin beeinflussbar, kann meine Meinung ändern - vor allem wenn die Fakten sich geändert haben (J. M. Keynes)-, sehe Fehler schnell ein und entschuldige mich, wenn es angebracht ist. Wie Sokrates freue ich mich immer wieder, wenn ich von einem Irrtum befreit werde.
So, und um das im Sinne der Transparenz (s. u.) glaubhaft zu machen, hier zwei Referenzen:
  • Referenz der Norddeutschen Affinerie, dem größten Kupferhersteller Europas, heute Aurubis AG, für die ich ein Berliner Entwicklungsprojekt für Solarzellen über 7,5 Millionen DM gemanagt habe und schließlich eine eigene Corporate Venture Capital Gesellschaft für die Finanzierung weiterer Beteiligungen konzipiert und aufgebaut habe. Das Solarzellenprojekt ist übrigens erfolgreich verlaufen und heißt heute CIS Solartechnik.

Welche Ziele hast du vor in deiner Amtszeit zu erreichen? Sylvia

  • Das Charisma der Piratenpartei erhalten, denn die aktuellen Sympathiewerte sind alles andere als eine stabile Basis. Sie sind wie eine Hängebrücke, in der noch viele Latten fehlen.
  • Das bedeutet: Die Piratenartei als eine (immer noch) neue und junge Form politischer Intelligenz repräsentieren, in der sich Enthusiasmus, politische Kampfgeist und Kompetenz verbinden.
  • Vorbereitung auf dem Bundestagswahlkampf 2013, inhaltlich und organisatorisch. Vorher wird der BuVo ja noch einmal neu gewählt, und ich fände es gut, wenn bis dahin die wichtigsten Pflöcke gesetzt sind.

Welche Themen bzw. Kernthemen interessieren dich besonders? Sylvia

Meine Interessengebiete erstrecken sich sehr weit, aber ich hebe mal ein paar hervor:
  • Alles, was das Grundgesetz und das Verfassungsrecht angeht
  • Die Kolonisierung der Gesellschaft und des Staates durch die etablierten Parteien bekämpfen
  • Staatsverschuldung - da kenne ich mich sehr gut aus, und auch wenn ich nicht sofort Lösungen parat hätte, wäre ich ein kompetenter Ansprechpartner in solchen Situationen wie der gegenwärtigen europäischen Verschuldungskrise
  • Direkt Demokratie - auch wenn ich grundsätzlich ein Vertreter der repräsentativen Demokratie bin, so brauchen wir doch wesentlich mehr direkt-demokratische Elemente, vor allem auf bundesebene
  • Europa - es tut mir in der Seele weh, wie die politischen Eliten dieses großartige Projekt systematisch versaut haben. Ich bin ein wirklicher Herzens-Europäer, aber ich verstehe alle, die davon die Schnauze voll haben.
  • Geheimdienste und Verfassungsschutzorganisationen - ich verachte diese Organisationen und finde, dass sie in modernen Demokratien nichts zu suchen haben
  • Bildung, Schulwesen, Wissenschaft, Forschung und Universitäten (ich habe mal eine mitgegründet, das war eine großartige Erfahrung!)

Was ist deine Haltung zum Urheberrecht? Sylvia

  • Da bin ganz auf der offiziellen Piraten-Linie, halte das alte "analoge" Urheberrecht für dringend erneuerungsbedürftig, weil es an die digitale Welt angepasst werden muss. Auch im Patentrecht - ich habe selbst bisher 8 deutsche, europäische und amerikanische Patente geschrieben - bin ich völlig einverstanden, dass Trivialpatente und das patentieren von Geschäftsmodellen und Software nicht möglich sein sollten.

Was sind deine Vorstellungen von innerparteilicher und außerparteilicher Transparenz? Wie willst du diese persönlich umsetzen? Sylvia

  • Das ist ein weites Feld, aber sagen wir mal so: Ich finde den Ansatz der Berliner Piraten im Abgeordnetenhaus richtig, Nebeneinkünfte freiwillig offenzulegen, Vorstands-, Fraktions-, Squad- und Crew-Meetings für alle offen zu halten und eine Anti-Klüngel-Ethik und -Praxis zu pflegen. Ansonsten bin ich schon lange eine weitgehend "öffentliche" und transparente Person, da als überzeugter Individualist alle meine Publikationen und Webauftritte höchst persönlich gehalten sind und auch manchen Einblick in mein Privatleben geben.

Wie willst Du die innerparteiliche Basisdemokratie in Einklang bringen mit Deiner Absicht, Deine eigenen politischen Ziele mit der / in der Piratenpartei als BuVor durchzusetzen? Wäre es bei einer basisdemokratischen Partei nicht sinnvoller und für die Basisdemokratie nachhaltiger, Basismitglied zu bleiben und als solches für die eigenen Ideen zu werben und in der Partei eine Mehrheit zu suchen? Oibelos

  • Du willst mir die "Ochsentour" empfehlen. Schon richtig, das ist ein Weg, und er ist in anderen Parteien wie der SPD der einzige, den es gibt. Das Sympathische an den Piraten ist, dass es auch anders geht, und das nutze ich. Ich werde das noch genauer ausführen, aber ich denke NICHT daran, meine Ziele und Vorstellung ohne die Unterstützung oder sogar gegen die Basis durchzusetzen. Vom BuVor aus kann ich nur viel besser in die Partei hinein dafür werben. Solange es keinen Beschluss der Basis GEGEN ein Verfassungsprojekt gibt, halte ich es für unbedingt zulässig, als Bürger und politische Privatperson auch öffentlich dafür zu stehen und dafür zu werben. Ganz nach dem Motto, erlaubt ist, was nicht verboten ist. Was persönliche Ansichten und was offizielle Parteiansicht ist, das ist, anders als der Vorsitzende Nerz es darstellt, ganz leicht zu unterscheiden. Was NICHT geht, das ist im BuVor Ansichten zu vertreten, die gegen tatsächlich von der Basis wirksam gefasste Beschlüsse laufen, etwa Sebastians Haltung zum BGE Bedingungslosen Grundeinkommen. Da muss man/frau dann schon entweder
  • ein sacrificium intellectus bringen und sich mit der eigenen Meinung zurückhalten;
  • dagegen handeln und mit der vorzeitigen Abwahl oder Nichtwiederwahl rechnen;
  • oder zurücktreten.
: Das ist eine gute und wichtige Frage, die ich noch in Kürze weiter ausführen werde.

Willst du die Kandidatur dazu nutzen um dein Buch weiter zu pushen (es liest sich so)? Fussfall

  • Nein, mir geht es um die Inhalte und Ideen, von denen viele auch schon von den Piraten vertreten werden. Ich beende gerade ein viel größeres und vor allem literarisches Buchprojekt, einen historischen Japanroman, und habe weitere Romane in der Pipeline. Da könnte mir das Buch, das du meinst, sogar ein Hindernis sein. Außerdem überlege ich schon seit einiger Zeit, es ganz kostenlos zur Verfügung zu stellen, also auch außerhalb der Piratenpartei, damit ich in diese Diskussion gar nicht erst reinkomme. Ich bin da vertraglich noch gebunden, aber das läuft in Kürze aus.

In wie weit ist Dir klar, dass in einer basisdemokratischen Partei die Basis der Chef ist und den Vorständen hauptsächlich verwaltende und repräsentative Aufgaben zufallen? Du schreibst hier, dass Du Deine Ziele und Vorstellungen nicht "ohne die Unterstützung oder sogar gegen die Basis" durchsetzen willst. Kannst Du verstehen, dass diese erstmal doch recht positiv klingende Aussage in einer basisdemokratischen Partei trotzdem sehr seltsam wirkt? Leapfrog

Hierzu ein paar Fragen vorausgeschickt:
  • Steht etwas über "Basisdemokratie" in der Parteisatzung der Piraten?
  • Nein.
  • Vielleicht im Parteiprogramm?
  • Nein.
  • Ist der Begriff sonstwo von den Piraten verbindlich definiert worden?
  • Nein.
::: Wikipedia wäre dazu schon ein guter Anfang, vielleicht gerade weil er dort als "diffuser Sammelbegriff" bezeichnet wird ...
  • Steht irgendwo geschrieben, dass "Vorständen hauptsächlich verwaltende und repräsentative Aufgaben zufallen"?
  • Nein,
jedenfalls nicht, soweit ich es bisher recherchieren konnte. Und was bedeutet "hauptsächlich"? Heißt das, dass sie "nebensächlich" unabhängig sind in ihren Meinungen? Bedeutet "repräsentativ", dass sie auch mit ihrer Persönlichkeit für die Piratenpartei stehen? Dann bin ich damit sehr einverstanden.
  • Jetzt zu den verschiedenen Sichtweisen auf das Konzept der Basisdemokratie:
  • Sind die Piraten bisher (Europa und Berlin) gewählt worden für "basisdemokratische" Ideen und Praktiken? Nein, zumindest ist es bisher nicht nachweisbar. Die Gründe für die Wahl der Piratenpartei liegen ganz woanders.
  • Haben die Piraten Aussichten auf Erfolg, wenn sie eine Art von Basisdemokratie etablieren, in der "die Basis der Chef ist" und die ihre Repräsentanten zu Sprechpuppen dieser Basis machen (siehe z. B. den aktuellen Vorsitzenden S. Nerz)?
  • Nein.
  • Ist der Ausdruck "die Basis ist der Chef" verträglich mit der Gewissensfreiheit von parlamentarischen Mandatsträgern und der Idee der Piraten, den Fraktionszwang bzw. -disziplin abzuschaffen (die ich außerordentlich begrüße)?
  • Nein.
  • Ist es eine gute Idee, die Parteivorstände zu reinen Sprechern der Basis zu machen, die langsam ist und ewig diskutieren kann, während in den Fraktionen der Länderparlamente und des Bundestags manchmal extrem schnell Entscheidungen gefällt werden müssen?
  • Nein,
denn dadurch würde eine Zwei-Welten-Modell von Partei einerseits und Fraktionen und Mandatsträgern andererseits geschaffen.
Und nun zurück zur gestellten Frage:
  • Ja, ich verstehe es, wenn meine Ansichten seltsam wirken in einem Umfeld, das "Basisdemokratie" für eine Zauberformel hält. Dabei bin ich mit der gesamten Organisation des innerparteilichen Diskurses, wie die Piraten ihn bereits umsetzen, völlig einverstanden, ich finde das sogar großartig. Ich möchte nur, dass wir den gewählten Repräsentanten auf allen Ebenen die FREIHEIT lassen, ihr Wissen und ihre Talente kreativ einzusetzen im demokratischen Kampf um Mehrheiten mit dem politischen Gegner und mit den Medien.
  • Übrigens sehe ich mich selbst als einen entschlossenen Basisdemokraten, da ich mir eine Verfassung wünsche, die "basisdemokratisch" legitimiert ist.
BauerJup hat hier ein bisschen Kosmetik gemacht, falls nicht im Allgemeinen Intresse Diese Version Zurück setzen
  • Ist dir klar, dass du dich hier gerade selbst völlig demontierst in deinen Sichtweisen und was piratiges Engagement entspricht?

R.G,: Argument? Habe keine Ahnung, was du meinst.

  • Ist dir unter anderem klar, dass du m.E. absolut keine Ahnung davon hast was die Politik der Piraten betrifft, indem du von Deligierten sprichst und Aufhebung der Basisdemokratie?

R.G.: Argument? Du hast es wohl nicht richtig verstanden: die Basisdemokratie, was auch immer das sein soll, wurde noch nie eingeführt. Es ist eine fixe Idee ohne Substanz bei den Piraten. Du solltest mir danken, dass ich darauf hinweise.

An BenutzerBauerJup: Dass du sinnlose Fragen stellst ist eine Sache; damit habe ich kein Problem. Dass du meine Fragen-Seite nach deinem Gusto umformatierst eine andere; damit habe ich ein Problem, denn das geht gar nicht. Meine Empfehlung: Trink weniger, bevor du dich an den Rechner setzt! Du missbrauchst die ganze Idee und Einrichtung dieser Frageseite, die nicht von mir kommt.

ist dir die Bedeutung von Kosmetik Bewust? diese hat keiner lei Inhalt, und diente einzig un allein der Übersichtlicheren Gestaltung ...--BauerJup 23:02, 22. Feb. 2012 (CET)
Ich hab noch keine Einzige Frage gestellt, SieheHistory --BauerJup 23:02, 22. Feb. 2012 (CET)
ich muss allerdings Zugeben ich hatte/habe fest vor, provokative Fragen zu stellen , dies Ist aber im Ramen Des sogenanten "Kandidaten Grillen" auch nicht unüblich. --BauerJup 23:02, 22. Feb. 2012 (CET)


Szenario: Du machst für Deine Ideen innerparteiliche Werbung, vielleicht auch über einen längeren Zeitraum, und schreibst dafür Anträge. Wirst Du Pirat bleiben, wenn Deine Vorschläge bei Deinen Mitpiraten keinen Anklang finden oder Deine Anträge abgelehnt werden? Leapfrog
Ganz klares ja. Das ist ein sehr realistisches Szenario. Die Piraten sind auch ohne meine Thesen gut. Den Deutschen ihr Pouvoir constituant zurückzugeben, die verfassungsgebende Gewalt, ist einerseits ja nur ein Thema unter vielen, andererseits aber auch wieder ein Thema, das mit vielen anderen wichtigen politischen Themen unmittelbar verbunden ist.
Auf deiner Profilseite steht, dass du die Parteiendemokratie ablehnst. Was soll die jetzige Form der Meinungs- und Politikfindung ersetzen?-- Taltos 23:42, 22. Feb. 2012 (CET)

Das ist ein gravierendes Missverständnis! Ich bin fest überzeugt, dass es bisher keine Alternativen zu Parteien gibt. Das Problem ist nur die Form von Parteienherrschaft, die sich in Deutschland - ganz gegen den Willen der Väter und Mütter (es war nur eine) des Grundgesetzes - mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichts etabliert hat. Meine Hoffnung ist ja gerade, dass die Piraten in diese Maschine nicht reinkommen und sich von ihr nicht korrumpieren lassen. Ich möchte dazu gerne auf einen Ausschnitt aus meinem Buch hinweisen, wo es um das Thema "Postdemokratie" und "Postdemokraten" geht, denn mit denen habe ich nichts zu tun. Mehr dazu auf meinem Blog in dem Posting Die deutschen Postdemokraten I

Ganz klar, ich bin ein Anhänger der Parteiendemokratie!

In meinen Augen ist gerade die dezentralistische Ausrichtung der BRD ein Schutz vor einem übermächtigen Einheitsstaat. Besteht mit der Abschaffung der Bundesländer nicht die Gefahr, dass dieses Gleichgewicht kippt und die Kommunen nun diesem Einheitsstaat ausgeliefert sind? -- Taltos 23:42, 22. Feb. 2012 (CET)

Das kann ich hier nicht ausführen, aber du liegst grundfalsch. Die Länder ersticken die Kommunen und ihr Potential in vielfacher Weise, politisch, finanziell und verwaltungstechnisch. Hier nur so viel: Die CDU-Bürgermeisterin von Frankfurt a. M. und langjährige Vorsitzende des deutschen Städterates, Petra Roth, forderte letzten August die Abschaffung der Bundesländer. Aber ich schicke dir gerne mein Buch, da wird ausführlich geschildert, warum die heutigen Bundesländer nur aus einer Interessengemeinschaft des Beamtentums und der etablierten Parteien noch existieren.

Wie können wir als Piraten vertreten, dass es trotz des grundgesetzlichen Gebots der Herstellung einheitlicher Lebensverhältnisse im ganzen Bundesgebiet inzwischen 16 verschiedene Schul- und Bildungssysteme gibt? Dabei geht es um den einzigen Rohstoff den wir haben, nämlich Kreativität, handwerkliches Können und Intelligenz. Und ausgerechnet das legen wir in die Hände der komplett unfähigen Bundesländer? Das ist für mich ein Skandal seit ich politisch denken kann.

Übrigens interessant, dass die Frage von einem Bayern kommt. Für die Bayern ist der Föderalismus in seiner "hergebrachten Form" (wie das Beamtentum) ein goldenes Kalb. Doch der Lack ist schon längst ab, es war nur teuer vergoldet.

Würdest du als Piratenparteimitglied und Bundesvorsitzender eine Initative unterstützen,die jeden BuVo Kanditaten ein psychologisches Gutachten abverlangt,welches vor jeder Wahl an jedes Parteimitglied geschickt werden muß?

Keine Antworten auf anonyme Fragen. War ja sowieso nur 'n Witz, nicht wahr.

Welchen Fokus siehst du in der Vorstandsarbeit (bitte verwaltungstechnisches, politisches, etc abgrenzen) Rico 'mc' Gloeckner sprichmitmir

Gib mir für diese Antwort bitte noch etwas Zeit. Ich lerne gerade extrem viel und viel Interessantes im Rahmen der LMV Berlin. Ich muss mein Profil dafür noch schärfen, aber ich sehe viele Dinge, die ich NICHT und NIEMALS unterstützen würde.

Was hast Du vor im Bundesvorstand zu leisten, was Du in der Basis nicht machen kannst, unter besonderer Berücksichtigung des Umstandes, dass bei uns die Politik ausdrücklich nicht durch Vorstände gemacht wird und eine Vorstandsfunktion auch kein geeignetes Sprungbrett für evtl. Kandidaturen zu öffentlichen Ämtern sind? --Cymaphore 09:31, 19. Mär. 2012 (CET)

Ein öffentliches Amt interessiert mich überhaupt nicht. Ich habe viel zu wilde Nächte und schlafe viel zu lange. Mein ganzes Leben ist nicht für so eine arme, freudlose Politikerexistenz eingerichtet, wie Kollege Nerz sie sich wohl erhofft. Was ich als Vorstand machen könnte? Ich könnte die Piraten repräsentieren, und zwar als ein GLAUBHAFTER Pirat, randvoll mit Lebenserfahrung, frech, rhetorisch unschlagbar und intellektuell unbezwingbar. Ich will uns vor allem davor bewahren, dass wir Teil der Polit-Bürokratie werden.

Und nun zu deinem Punkt, dass "die Politik ausdrücklich nicht durch Vorstände gemacht wird". Wo hast du das gelesen? Denn ich finde es nirgends. Es gehört, wie so manche Dinge - z. B. Basisdemokratie - , zu den romantischen Piraten-Phantasien. Entweder wir rekrutieren spannende, faszinierende und kompetente Persönlichkeiten, oder wir sind in zwei Jahren Geschichte. Denn die Nischenthemen Netzpolitik und Urheberrecht übernehmen die anderen in einem Handstreich.

Die Erwartung und die Behauptung, dass Vorstände nur vermittelnde Organe seien, ist besonders absurd nach dem riesigen Erfolg, den die Piraten in der öffentlichen Meinung mit der Tätigkeit von M. Weisband erfahren haben. Schnallt ihr wirklich noch nicht, wie das funktioniert?


Ist dir bewusst das deine Antworten und Ansichten das sind was du Tirsales und BuBernd vorwirfst? -- Fussfall 22:01, 19. Mär. 2012 (CET)

Was soll diese Frage? Die beiden sind Verräter der piratischen Ideale und sie werden politische Versager sein. Kann ich's noch deutlicher sagen/schreiben? Wählt T. und B., dann werdet ihr zehn Jahre lang das erleben, was die Grünen in ihrer Gründungsphase erlebt haben: Schweiß und Tränen. Es geht mir nicht darum, dass ihr mich wählt, sondern darum, dass ihr von eurerem beschissenen Trip runterkommt: "Die Basis ist der Chef" und wählt sich einen Untertanen (wie Nerz). Das ist dumm, illiberal und totalitär. Vertraut auf die Menschen! Sucht die richtigen dafür aus! Das ist unsere Aufgabe.

Fragen von Thomas(OHV)

Wie stehst du zu dem Thema Umsetzung des basisdemokratischen Gedankens durch Briefwahlmöglichkeit für alle Stimmberechtigten bei innerparteilichen Personenwahlen?

Grundsätzlich bin ich für eine maximale Nutzung der digitalen Kommunikationswege. Was den "basisdemokratischen Gedanken" angeht, so glaube ich, dass wir Piraten noch eine Menge Hausaufgaben haben, denn das ist bislang nirgends auch nur annähernd definiert.

Was ist für dich von größerer Bedeutung, das individuelle Recht Einzelner auf Spontankandidatur zu oder das basisdemokratische Recht aller Stimmberechtigten auf Beteiligung an parteiinternen Personenwahlen? Bitte begründe deine Ansicht.

Warum soll ich darauf antworten? Erstens ist das bereits durch die Satzung geregelt, zweitens hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

Sorry, die zwei folgenden Fragen sich versehentlich noch nicht gestellt worden.

Was spricht aus deiner Sicht gegen eine Satzungsänderung, die Briefwahlen bei innerparteilichen Personenwahlen ermöglicht? Bitte begründe deine Ansicht.
Was spricht aus deiner Sicht für eine Satzungsänderung, die Briefwahlen bei innerparteilichen Personenwahlen ermöglicht? Bitte begründe deine Ansicht

3 Fragen

Hallo,

Du kandidierst auf dem BPT 12 in Neumünster. Gern möchte ich Dir hierzu Fragen stellen, damit ich mir schon im Vorfeld Gedanken machen kann und bitte Dich um Beantwortung.

  • Warum bist Du der geeignetste Kandidat für die Position, die Du anstrebst?
  • Wie willst Du die Piratenpartei Deutschland führen und Deinen Einfluss auf politische Ziele ausüben?
  • Durch welche Aktivitäten hast Du Dich bis heute in die politische Arbeit der Piratenpartei (Bezirk/Kreis, Land, Bund) eingebracht?

Viele Grüße

Rudi

M.01773336332 T.03085018293 Twitter: @piratenraz Piratenraz LV Berlin

Fragen von Sylvia

  • In welchen Vereinen oder Organisationen warst oder bist du Mitglied?
  • Wie viel Zeit kannst/willst du für diesen Job aufbringen?
  • Womit verdienst du dein Geld?
  • Wieviel Erfahrung hast du mit Pressevertretern, was ist da deine Philosophie?
  • Welche Aufgaben willst du schwerpunktmäßig übernehmen?
  • Was sind die aktuellen Aufgabengebiete des Vorsitzenden? Was willst du anders oder besser machen?
  • Der Bundestagswahlkampf muss in dieser Amtszeit vorbereitet werden inwieweit willst du dich da einbringen?
    • Wenn du dich dafür verantwortlich fühlst, wie willst du den Wahlkampf organisieren (lassen) oder organisiert bekommen? Was wären gewisse Grundprinzipien?
  • Das Wahlprogramm ist aktuell sehr dünn, was schlägst du vor?
  • Zu welchen Zeiten willst du wie erreichbar für Mitglieder, Presse, Vorstandskollegen + den Rest sein?
  • Wirst du regelmäßig Parteitage besuchen?
  • Der Vorsitzende ist ja auch für die Organisation innerhalb des vorstands verantwortlich, wie willst du hier vorgehen?
  • Wie würdest du dich im Fernsehen (z.B. in einer talkshow) verhalten? Bisst du eher der Wadenbeißer oder die Ruhige sorte?
  • Wie willst du dich zu Sachen äußern, die noch nicht im Programm stehen?
  • Was ist deine Meinung zum ESM? Was würdest du zu dem Thema in der Öffentlichkeit sagen?
  • Hast du dich mit den Piraten auf Internationaler Ebene beschäftigt? Wen kennst du, was sagst du zu einer PP-EU?
  • Was willst du auf dieser internationalen Ebene voranbringen?

Danke für deine ausführlichen und guten Fragen. Sie sind allerdings offensichtlich C&P übertragen worden, denn auf das meiste hatte ich weiter oben schon geantwortet. Nun, das hat sich vorläufig erledigt.