Benutzer:FJ

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Kurzprofil
Persönlich
Name: Franz-Josef Schmitt
Nick: FJ
Berufl. Qual.: Physiker
Tätigkeit: Wissenschaftler, Pirat und Hochschulpolitiker
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Eintrittsdatum: September 2011
Landesverband: Berlin
Squad: Finanzen, Haushalt, Steuern
Crew: Prometheus Serenity
Funktion: Politischer Geschäftsführer der PIRATEN Berlin
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Mail-Adresse: fjthephysiker@gmx.de
Skype: fjthephysiker


Was mache ich und was kann ich?

Ich bin neben meiner Arbeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin bisher vor allem dort an der TU Berlin auf politischer Ebene bei den Piraten und auch an der TU Berlin hochschulpolitisch tätig gewesen, in der Ausbildungskommission für Physik und Chemie, im Institutsrat für Optik und Atomare Physik, im Fakultätsrat der Fakultät II (Mathematik und Naturwissenschaften), im Akademischen Senat der TU Berlin und in zahlreichen Kommissionen. Im erweiterten Akademischen Senat der TU Berlin bin ich zur Zeit Vorsitzender. Auf landespolitischer Ebene habe ich mich 2011 stärker mit der Politik der Piraten auseinandergesetzt und bin Pirat geworden. Eine Einarbeitung in die Politik auf Bundesebene stellt für mich kein Problem dar. Derzeit bearbeite ich ein großes Projekt zur Digitalisierung in der Lehre. Dazu kommen Hochschulpolitik und Piraten, so dass ich eine hohe Arbeitsbelastung gewohnt bin. Wer mich kennt weiss, dass ich auf persönliche Ansprache immer unmittelbar reagiere und auch immer erreichbar bin. Seit 2011 wünsche ich mir immer stärker, mehr Zeit für die Dinge verwenden zu können, die für uns als Gesellschaft und Menschen von größter Wichtigkeit sind - und das ist, so meine Überzeugung, die politische Organisation unseres zukünftigen Zusammenlebens. Deshalb habe ich das Ziel, mich vollständig auf die Politik zu konzentrieren.

Im Landesverband Berlin der Piraten bin ich seit dem 18.9.2011 Mitglied und war von Herbst 2011 bis 2016 Bürgerdeputierter im Ausschuss für Gesundheit und Inklusion der Fraktion+ in Friedrichshain Kreuzberg. Von Oktober 2015 bis Oktober 2016 arbeitete ich als Beisitzer im Landesvorstand der Berliner Piraten, seit Oktober 2016 als politischer Geschäftsführer.

Wir haben zur Zeit große neue Herausforderungen in der Geflüchtetenpolitik, durch TTIP und Vorratsdatenspeicherung. Dabei ist bemerkenswert, wie verschiedene Überthemen, wie zur Zeit die Geflüchteten, weiterhin bestehende Probleme in der Finanz- und Informationspolitik in den Schatten gestellt haben. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir müssen weiterhin gegen die Überwachung eintreten und aufzeigen, dass es bessere Wege gibt, sie Sicherheitslage zu erhöhen, zum Beispiel durch eine engere Zusammenarbeit mit unseren geflüchteten Mitmenschen in Berlin und Deutschland. Hier müssen wir Blinkwinkel erweitern und neue Ideen vorschlagen. Integration muss als Bildungsprojekt für Geflüchtete wie Nichtgeflüchtete gleichermaßen verstanden werden, als Herausforderung, aber nicht als Kostenfaktor.

Die SPD hat unter Sigmar Gabriel TTIP an die Menschen verschachert. Martin Schulz als Kanzlerkandidat ist als Demonteur des Sozialstaates untragbar. Es gibt zur Zeit keine Alternativen sondern nur die eingefahrene Struktur der etablierten Parteien - und uns.


Die Piraten sind mir eine Herzensangelegenheit, da sie sich mit Überzeugung für benachteiligte Gruppen engagieren.

Hochschulpolitik ist Landespolitik, aber die Fragen, die wir uns allgemein zur Bildung stellen, sind allgemeiner: Wie unser Projekt "Bildungsgänge für Geflüchtete", das ich seit November 2015 bei den Piraten initiiert habe, mit dem Ziel, Geflüchteten leichteren Universitätszugang und schnellen Bezug von BAföG zu ermöglichen und die Universitäten zu demokratisieren.

Durch die Arbeit unseres neuen Vorstands, oft im Hintergrund, haben wir politische Verwaltungsarbeit hoffentlich so weit eingetütet, dass im heißen Wahlkampfjahr 2017 wieder die Zeit für laute politische Forderungen anbrechen wird, innerhalb derer wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir können gute Politik, weil beides gemeinsam funktionieren wird, die trockenere Parteiarbeit und die politische Arbeit.


Kernkompetenz, inhaltlich

  • Bildungspolitik / Hochschulpolitik
  • digitale Lehre
  • Migration und Geflüchtete
  • Haushalt
  • Inklusion

Kernkompetenz, nicht inhaltlich

  • Wissenschaftler
  • Hobbymusiker
  • seit 15 Jahren politisch aktiv, vornehmlich an der Hochschule, seit 5 Jahren in der Landespolitik


  • Hast Du ein politisch - philosophisches Statement parat ?


Allgemeinpolitisch vertrete ich die Ansicht, dass die Piraten in einem politischen Gefüge, welches durch Interessenlobbyismus in weiten Teilen handlungsunfähig geworden ist, neue Formen der politischen Mitgestaltung präsentieren, die helfen können, uns in politischem Aktionismus außerhalb konditionaler Sachzwänge zu bewegen. Wir müssen die Finger genau in die Wunden legen, an denen unsere Bezirke, das Land Berlin, Europa und die Welt wirklich leiden. Dies sind weniger kleinteilige politische Entscheidungsprozesse als mehr die sogenannten "Grundsatzthemen": Die Würde und das Leben vieler Menschen wird immer noch nicht hinreichend geachtet. Daneben existieren immer noch keine wirklich basissozialen Strukturen, die als ein Umverteilungskonzept in einem beschränkten System existieren müssten. Derzeit erleben wir das maßlose Abschöpfen aus einem begrenzten, aber offenen System, wie wir es derzeit mit Ressourcen, Finanzen, Bildung bis hin zu Nahrungsmitteln tun. Dies kann so auf Kosten der Weltbürger nicht weiter betrieben werden.

Von der Piratenpartei wünsche ich mir noch mehr Einsatz für eine Verbesserung der Lage bedürftiger und unterdrückter Menschen. Dies betrifft im weitesten Sinne die Weltpolitik im Umgang mit den Menschen, die von Krisen betroffen sind.

Das Grundgesetz, Artikel 1, der Verfassung wird immer wieder missachtet. Staaten, die ihr Volk mit Unterdrückung, Krieg und Verschleppung unterziehen, bereiten der Menschheit ein unerträgliches Elend an Verfehlungen hinsichtlich jeder Moralvorstellung.

Wir müssen uns bereit sein zum Teilen der vorhandenen und verfügbaren Ressourcen und Mittel in einem Maß, das die Sicherung von Grundbedürfnissen für alle Menschen ermöglicht.

Ein Kernproblem der Weltpolitik ist die Toleranz gegenüber der Anwendung vielseitiger Formen von Gewalt, Unterdrückung und Manipulation als Druckmittel, eine unerträgliche Unverhältnismäßigkeit der Bewertung von Gewalt als Rechtfertigung derselben zur Durchsetzung persönlicher Interessen.

Wir müssen über unsere fachlichen wie psychologischen Fehler und Lücken sprechen und die Messlatte auf ein hohes Niveau legen, was den Umgang und das Schließen unserer Bildungslücken betrifft. Dies kann nicht durch eine reine Informationsbeschaffung geschehen, sondern vollzieht sich nur im Zusammenspiel mit einem produktiven Element, einem tool, mit welchem es möglich wird, ein bisher der Menschheit verwehrtes Gefühl von Gerechtigkeit zu vermitteln und dabei die begrenzten Ressourcen zu achten. Dieses "tool" sehe ich im Internet. Dazu gehört natürlich insbesondere die SMV, ein Innovationswerkzeug für politische Meinungsbildung, das es bisher noch nicht gegeben hat. So etwas brauchen wir jetzt.

Ich habe Angst davor, dass wir es einfach nicht schaffen, dass wir Menschen es nicht schaffen, eine etwas gerechtere Welt zu entwickeln, in einem System, welches derzeit nicht gerade Ehrlichkeit und Gerechtigkeit fördert.

Ein Faktum in unserem jetzigen System ist stark davon geprägt, dass die eigentliche Orientierung nicht der Sache an sich zugewandt ist, sondern der geldwerten Vergütung. Faktisch sollte sich niemand in seinem Tun überhaupt davon „beirren“ lassen, welche Vergütung mit der Tätigkeit einhergeht. Leider jedoch hat das materialistische Prinzip einen Antriebsfaktor für die Menschen, der dazu führt, dass das Ziel des Gelderwerbs über die eigentlichen Ideale gestellt wird. Dadurch entstehen Wirtschaftsfaktoren wie Patente, Urheberrechte, Streit, Zwietracht und Missgunst.

Dieses „Problem“ wird in der heutigen Zeit verschärft „gezüchtet“ durch eine Förderung der leistungsbezogenen Vergütung. Dadurch verstärkt sich der Fokus auf das Geldelement. Als Folge aber steigt die Leistung nicht, sondern sinkt ! Dies stellt zum Beispiel auch unsere produktbezogene Haushaltsführung in Frage. Hier können wir zusammen mit den Grünen daran arbeiten, die Haushaltsführung zu reformieren. Technokratisierung und Regulierung als Faktoren, die die Menschen abhängig machen von einem engmaschig gewebten vorgegebenen Weg im Geflecht der Möglichkeiten. Das sollte aufgeweicht werden zu einem freiheitlich bestimmten Lebenswandel.

Die materialistische Technokratie, in welcher wir leben, blendet die Menschen vor den eigentlichen Weltproblemen und kann virtuelle Abhängigkeitsverhältnisse schaffen, die den Menschen ihre Freiheit rauben.

Die Entwicklung der neuen Medien bewirkt möglicherweise eine Strukturveränderung im Denken der Menschen. Und Wir haben jetzt die Chance, meinen Traum zu leben, dass eine informationsfreie Gesellschaft mit sozialer Gerechtigkeit funktionieren kann. Ehrlichkeit muss zu einem grundsätzlichen Ziel in der Politik werden. Keine Vorratsdatenspeicherung sondern vielmehr eine Erwartung von beständiger und nach bestem Gewissen offenbarter Ehrlichkeit.

In Zukunft muss es verstärkt ein Vertrauen oder eine Überprüfbarkeit der Ehrlichkeit zum Zeitpunkt der ersten Informationsbeschaffung geben, in Politik, in Wirtschaft, im Zwischenmenschlichen. Diese Ad hoc Überprüfbarkeit ist gerade im Moment der Auseinandersetzung zu ermöglichen und ihre Konsequenzen sind grundsätzlich im Einvernehmen aller Beteiligten zu berücksichtigen. Das ist dann Transparenz.

Noch Fragen?

Bitte schreibt Eure Fragen hier hinein oder sendet mir welche über Twitter (@fjthephysiker), fb (Franz-Josef Schmitt) oder per mail (franz-josef.schmitt@berlin.piratenpartei.de), dann beantworte ich diese hier.