Benutzerseite   Diskussion   Quelltext anzeigen   Versionen/Autoren   

Benutzer:Udolihs

Aus Piratenwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Kurzprofil
Normal.jpg
Persönlich
Nick: Udolihs
Geburtstag: 24.09.1978
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Landesverband: Berlin
politischer Kompass:
mein politischer Kompass
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Blog: udolihs.de
Twitter: udolihs
Facebook: udolihs
 


Inhaltsverzeichnis

udolihs

Persönliches

  • Name: Udo Lihs
  • Alter: 33
  • Sternzeichen: Waage
  • Geboren in: Greifswald
  • Gewohnt in:
    • Greifswald (1978-1998)
    • Potsdam Eiche (1998 - 2003)
    • Brunssum (Niederlande, 2003-2004)
    • Berlin Neukölln (2004)
    • Berlin Hohenschönhausen (2005-2006)
  • Wohnhaft in: Berlin Kreuzberg (2007 bis jetzt)
  • Ausbildung: Erzieher (2003)
  • Studium: Lehramt für Sek. I und Primarstufe, Fächer Deutsch und Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Bachelor of Education (2009), Master of Education (2011), Uni Potsdam

Mitarbeit in der Piratenpartei

Icon 48x48 Liquid Feedback.png Dieser Pirat im Liquid Feedback: udolihs


Politisches

Ich denke stets sozialliberal, d.h. ich suche in politischen Diskursen den Ausgleich zwischen der individuellen Freiheit (der Emanzipation des Einzelnen von sozialen oder staatlichen repressiven Zwängen) und der sozialen Gerechtigkeit (der Gleichverteilung der Zugangsmöglichkeiten zu den notwendigen Grundgütern für die individuell zu entscheidende Entfaltung von Lebenschancen). So halte ich viel von Eigenverantwortung. Ich sage: "Willst du etwas verändern, musst du dich selbst verändern." oder "Willst du etwas verändern, tu etwas dafür." Ich halte aber auch viel von Demokratie und Solidarität. Ich sage auch: "Willst du etwas verändern, finde Verbündete und Mehrheiten." oder "Menschen, insb. junge, vermeintlich unmündige Menschen und unterdrückte Minderheiten brauchen auf ihrem Weg zur Emanzipation Unterstützung, Hilfe und Begleitung."

Ich bin für den durch Moral und Ethik kontrollierten Kapitalismus, ich bin dafür, dass jeder handeln darf und soll, wie er will, solange er hierbei nicht die Grundlagen des Guten missachtet. Darüber, was das Gute ist, darüber darf gestritten werden. Grenzenlose turbokapitalistische Habgier gehört für mich nicht dazu. Grenzenlose kommunistische Enteignung aber auch nicht. Ich finde: Unternehmen müssen wieder moralische Akteure werden.

Beides, die gute Mischung aus Liberales und Soziales, jene Sozialliberalität finde ich nur in der Piratenpartei wieder. In allen anderen Parteien wird entweder nur sozial gerecht (SPD, LINKE, GRÜNE, ...) oder nur liberal (FDP, ...) oder gar konservativ (CDU, CSU...) gedacht.

Letzteres, Konservativismus, lehne ich strikt ab. Das Leben ist keine Konservenbüchse. Das Leben, die Gesellschaft, die Welt verändert sich ständig. Die Politik muss sich hier an die Veränderungen in der Gesellschaft anpassen und den Mut haben, soegenanntes "Bewährtes", "Tradtionelles", kurz: Veraltetes zu reformieren, zu veränderen, letztlich: weiterzuentwickeln, um Stillstand zu verhindern. Alles in allem nennt man das wohl progressives Denken.

Um dieser Idee der Progressivität gerecht zu werden, halte ich die Forderung nach Transparenz und Bürgerrechten in einer postmodernen vernetzten Kultur und Gesellschaft für notwendig, denn a) nur wer weiß, was er wo wie konkret verändern kann, wer Zugang zu Dokumenten und Verträgen hat (Open Data) und b) wer in seinem Versuch, Gesellschaft zu verändern, nicht vom Staat durch repressive Exekutivorgane blockiert oder in seinen Rechten eingeschränkt wird kann etwas verändern.

Laut politicaltest.net bin ich ein "sozialdemokratischer Weltbürger". Tatsächlich war ich von 2009 bis 2011 Mitglied der SPD. Dort bin ich inzwischen ausgetreten. Über die Gründe habe ich in meinem Blog geschrieben, siehe hier.

Ich bin seit dem 5.10.2011 Mitglied in der Piratenpartei.

Interessen und Standpunkte

Aufgrund meiner Ausbildung und meines Studium habe ich ein großes Interesse an den Themen Erziehung, Sozialisation, Bildung, Schule, Kindheit und Jugend. Als Reformpädagoe bin ich der Meinung, dass der Staat verpflichtet werden muss, vielfältige Bildungsangebote gebührenfrei zur Verfügung zu stellen, sodass jedes Kind, jeder Jugendliche und jeder Erwachsene gemäß seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Interessen nicht nur sein Wissen, auch seine Kompetenzen und letztlich seine Persönlichkeit weiterentwickeln, letztlich seine Mündigkeit ausbilden kann.

Mit "vielfältige Bildungsangebote" meine ich, dass es neben der allgembildenden, staatlichen Schule, die individualisiert, flexiblisiert, kurz: reformiert werden muss, auch freie, d.h. unabhängige, spezialbildende alternative Schulen geben sollte, die der Individualität des Einzelnen gerecht werden.

In diesem Sinne sollte es auch möglich sein, dass Schüler per Fernschule oder auch zuhause lernen, wenn die Eltern hierbei ihren Kindern nicht schaden. Ich kämpfe nicht nur für Bildungsvielfalt, letztlich auch für Bildungsfreiheit, für die Legalisierung von Homeschooling in Deutschland.

Weiterhin bin ich der Meinung, dass jedes Kind, jeder Jugendliche und jeder Erwachsene in der Gesellschaft, in der Politik mitbestimmen dürfen sollte. Dabei ist die politische, interkulturelle, soziale und moralisch-ethische Bildung von Schülern, von Kindern und Jugendlichen zu fördern und Schulen sind zu demokratisieren. Das heißt: Schülerkonferenzen, Schülervertretungen, Schüler, Kinder- und Jugendparlamente sind zu unterstützen. Das Wahlrecht Kindern und Jugendlichen zu verweigern halte ich für antiquiert. Ich befürworte die Projekte U18 und mitbestimmen-in-berlin.de sowie das Jugendforum im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Ich kämpfe gegen den naiven Kinder- und Jugendschutz, der glaubt, mit Sanktionen und Verboten sich der Aufklärung von Kindern und Jugendlichen und letztlich der Verantwortung zu entziehen. Ich stehe der kulturpessimistischen Ideologie kritisch gegenüber, die besagt, der Zugang Jugendlicher zu Hip Hop, zu Computerspielen etc... würde Amokläufe oder Jugendgewalt befördern. Jugendgewalt entsteht nachweislich durch Frust und Versagensängste. Frustgefühle und die Angst, im System der Schule und in der Gesellschaft zu versagen, diese Emotionen und Resignationen lassen sich mit den Begriffen Zukunfts- und Perspektivlosigkeit sehr gut beschreiben. Jene Perspektivlosigkeit ist letztlich ein Effekt einer mangelnden oder fehlenden Jugend-, Migrations- und Bildungspolitik.

Ich stehe der Psychologie, insb. der klinischen Diagnostik kritisch gegenüber. Die vorschnellen und naiven Diagnosen "ADHS" und "Depression" und der Trend, sogenannte "Verhaltensauffälligkeiten" medikamentös zu lösen, zerstören häufig kindliche und jugendliche Identitäten und versperren den Blick auf alternative, pädagogische Wege, zu helfen.

Ich halte den Feminismus und Genderdebatten für überbewertet. Menschen sollten nach ihrer Leistung beurteilt werden und nicht nach ihrem Geschlecht. Ich lehne Männer- und Frauenquoten konsequent ab. Insofern Frauen meinen, sie würden sich benachteiligt fühlen, so bin ich der Meinung, man müsse prüfen, ob jene Frauen ggf. zu wenig Leisung eingebracht haben oder ob sie schlicht nicht die Qualifikation mitbringen, die nachgefragt wird.

Ich finde, dass der Nationalismus, der Faschismus und der Rechtspopulismus eine Gefahr für die progressive Gesellschaft ist. Globale Probleme müssen global gelöst werden und nicht national.

Schließlich besitze ich bedingt durch mein LER-Studium ein großes Interessen an rechts-, sozial- und moralphilosophischen, ethischen Debatten. Mich interessen Fragen zur Genethik, zur Wirtschaftsethik, zur Abtreibung, zur Todesstrafe, zu Krieg und Frieden. Fragen und Diskurse zur Religion, zum Laizismus und zur Integration finde ich interessant.

Letztlich fotografiere ich gerne, schaue gerne gute Filme und besitze eine umfangreiche DVD Sammlung.

Mitgliedschaften

Ich bin Mitglied in den folgenden Gruppen, Gewerkschaften und Vereinen:

Persönliche Werkzeuge
Werkzeuge