BE:Parteitag/2012.1/Kandidaten/Hase

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Zu mir:

  • Hase
  • www.hase.net/blog
  • www.piratenadvent.de (schon älter aber verrät viel über mich)

und:
Ja, ich weiss, ich rede zu viel. Leider nicht nur gelegentlich.
Teils, weil ich meine/fühle, dass ich wirklich was zu sagen habe aber auch um Klarheit zu erzeugen, die aus dürren Worten nicht zu gewinnen ist.
Ich kann aber auch zuhören und ich kann mich in jede gut begründete Lage hineinversetzen.
Meine meine Führungsfertigkeiten setzen langsam Flugrost an; was bei den Piraten ja gottlob nicht so wichtig ist, die machen das selber.
Meine Fähigkeiten im Aktiven Zuhören habe ich schon beruflich eingesetzt (Auditor und QualityEngineer, gelegentlich Schlichter) und das haben auch Piraten schon genutzt.
Ein offenes Ohr für jeden, Erdung in Freiheitlichkeit und Sehnsucht nach Renaissance der Demokratie halte ich für gute Voraussetzungen für einen Repräsentanten der Berliner Piraten. Bin gespannt, inwieweit der LV mir genau das attestieren wird. Hase 20:51, 15. Jan. 2012 (CET)

Habe grad Feedback zu meiner Kandidatenvorstellung hier bekommen und da wurde bemängelt, dass da irgendwie die Visionen fehlten.
In der Tat kann ich hier keine Visionen für die Piraten verkünden oder Pläne, was ich im Vorstand alles tun und machen und reissen und stemmen werde.

  • Wahlversprechen liegen mir nicht.
    • besonders nicht die Sorte "naiv" und die Sorte "gelogen", aber auch nicht die, die mir immer wie Eigenlob oder Angeberei vorkommen
  • ich sehe den Vorstand als rein verwaltend.
    • Das heisst: Reagieren auf das, was die Piraten tun, ist angesagt
    • Vorgaben machen ist nicht angesagt.
Wo man keine Vorbaben machen - also Weisungen erteilen kann - da kann man auch nicht gestalten oder Visionen umsetzen.

Ich habe recht klare Vorstellungen davon, was die Piraten machen sollten, was ich bei den Piraten machen will und wofür ich mich einsetze. Meine politische Arbeit entsteht aus diesen Visionen und die Motivation, meine komplette Freizeit in Piratenarbeit zu stecken, kommt daher, dass ich von meiner Vision getrieben bin.
Aber: als _Vorstand_ hat das Pause zu haben!
Wer einen Vorstandsposten zum Pushen der eigenen Agenda benutzt - der ist bei der CDU womöglich goldrichtig, bei den Piraten kommt mir das aber falsch vor.

Konsequenterweise ist hier wenig über meine Vorstellungen zur Zukunft der <Beschreibung, die als Agenda verstanden werden könnte gelöscht> Partei zu lesen.
Die Balance (jeder Vorstand ist auch Basispirat und darfals solcher eine Meinung haben und äussern) will ich zwar probieren, aber wenn das kippt, dann soll es in die Richtung der basisdemokratischen Partei kippen: ich habe dann mit meiner Meinung Pause bis ich genau weiss, was die Parteibasis beschlossen hat.
To err on the side of caution, nennt man das auf englisch.

Dennoch werde ich die Ergebnisse meiner Selbst-Positionsbestimmung aus 2009 auf www.piratenadvent.de oder meine gelegetlichen Artikel von www.hase.net/blog nicht entfernen, auch wenn daraus meine Vision herleitbar ist: einmal publiziert hat das da zu bleiben.

Hase 21:34, 11. Feb. 2012 (CET)

Fragen

Wie viele Jahre wird es deiner Schätzung nach noch dauern, bis das bedingungslose Grundeinkommen in Deutschland eingeführt wird? Bitte gib auch einen Wert an, wenn du dich mit dem Thema nicht so genau auskennst. (Natürlich darfst du auch der Meinung sein, dass es nie dazu kommen wird. ☺) --Helge Eichelberg 18:55, 15. Jan. 2012 (CET)

"Vorhersagen sind schwierig, speziell wenn sie sich auf die Zukunft beziehen".
Aber auch ohne weise Zitate ist das knifflig zu beantworten, selbst einen Zeitkorridor anzugeben, fällt mir schwer.
Die Einführung in Deutschland allein sehe ich sehr kritisch, hier denke ich, dass - vorausgesetzt die Piraten erhalten entsprechenden Einflus und Unterstützung nach dem Einzug in den Bundestag in '13 - zunächst in der 13-17er Legislatur Ansätze umgesetzt werden können: ein Energiegeld für deutsche Haushalte zum Beispiel.
Ich sehe auch die Umsetzung eines Sozialsystems, das um ein Grundeinkommen herum angeordnet ist, nciht isoliert: Steuersystem und Finanzierung des Gesundheitswesens sind parallel vom Kopf auf die Füsse zu stellen.
So gesehen als Schätzung: 10 bis 20 Jahre dafür, diese dicken Bretter komplett zu bohren. 5 Jahre für erste Schritte auf dem Weg. Hase 20:41, 15. Jan. 2012 (CET)


Kandidierst du weiterhin, auch wenn auf der LMV beschlossen werden sollte, den Vorstand nur alle 2 Kalenderjahre neu zu wählen? Tharon 08:52, 16. Jan. 2012 (CET) ja Hase 09:07, 16. Jan. 2012 (CET)

Huhu hase Würdest du dich verpflichten, solltest du in den Vorstand gewählt werden, an einem Wochenende an einer Vorstandsklausur teilzunehmen, bei der sich die zukünftigen Vorstandsmitglieder gegenseitig besser kennenlernen? Stephan 17:37, 24. Jan. 2012 (CET)

Ja, eine Klausur mache ich gerne mit.

Welche Eigenschaften machen dich zum geeignetsten Kandidaten für den Vorstand? Mermaid 11:34, 30. Jan. 2012 (CET)

Da ist ein Superlativ in der Frage, das ist eine böse Falle: ich werde hier aufgefordert, Eigenlob zu verbreiten. Nichts läge mir ferner.
Ich kenne nicht alle anderen Kandidaten und kann daher nicht bewerten, ob ich der geeignetste bin; ich halte mich aufgrund meiner Lebens- und Berufserfahrung selbst für geeignet und so wie ich meine Interaktion mit anderen Berliner Piraten sehe und bewerte halte ich mich auch für respektiert; ich denke, diesen Respekt habe ich mir erarbeitet und hoffe, ihn auch zu verdienen.
Und einen, der sich Respekt erarbeiten kann, halte ich selbst für geeignet, meine persönlichen Wahlentscheidungen sind jedenfalls von diesem Faktor wesentlich bestimmt.
Aber eines darf ich über mich sagen: selbst wenn ich mal wieder unbequem bin oder wenn ich mit meinen Ansichten mal wieder komplett neben der Mainstream-Spur liege, mit mir konnte bisher immer jeder vernünftig reden, auch wenn er inhaltlich das Gegenteil meiner Position vertrat.
Das kann nicht jeder von sich behaupten und das halte ich für eine gute Voraussetzung für einen, der den LV nach aussen vertreten und nach innen arbeitsfähig halten soll.
Die Bewertung meiner Eignung im Vergleich mit allen anderen überlasse ich aber getrost dem LV Berlin.
Hase 12:25, 30. Jan. 2012 (CET)

Aus welchen Personen würde sich dein Lieblingsvorstand (samt Schiedsgericht und Rechnungsprüfern) zusammensetzen? Ennomane 16:54, 4. Feb. 2012 (CET)
Sorry, ich beantworte Fragen zu mir, aber ich gebe keine Wahlempfehlungen für andere Personen - oder gegen sie.
Ich rühme mich, das man mit mir klarkommen kann, ich denke also, dass ich mit jedem Mitglied im Vorstand zusammenwirken kann. Dafür wünsche ich mir einfach vernünftige Leute, die das Vertauen des LV geniessen.

Ich habe unter http://wiki.piratenpartei.de/BE:Parteitag/2012.1/Kandidaten/Enno_Park#Agenda aufgeschrieben, was ich im LaVo machen möchte. Wie lauten deine Ziele konkret? Ennomane 21:12, 4. Feb. 2012 (CET)

tja, schwer zu sagen, wie man konkrete Ziele für die Vorstandsarbeit beschreiben soll, ausser, die Arbeit der Piraten zu ermöglichen und das Geld zusammenzuhalten.
Ein Beisitzer oder stellv. Vorsitzender hat nun mal diese Aufgaben.
Danben ist die neue Verwaltungssoftware einzuführen.
Wir haben nun mal das piratische Mandat und Piraten machen. Selber. Es ist nicht Aufgabe des Vorstandes, das zu "bewirken" sondern zu ermöglichen: wenn Hindernisse auftauchen, dann räumt man sie weg. Und baut keine auf, wie das andernorts zur "Optimierung" gemacht wird.
Mehr kann ich als "Ziel" nicht formulieren.
Meine Arbeit an P9live werde ich nicht einstellen, andere Arbeiten ggf. zurückfahren wo das nötig ist und eventuell Wochenends meinen Twitterclient gelegentlich laufen lassen.


Vergleiche Frage von Ennomane: Welches Ziel wäre Dein vorrangiges bzw. 2 bzw. 3 Ziel, welches Du im neuen Vorstand versuchst zu verfolgen? Beschreibe zu dem jeweiligen Ziel mindestens eine Maßnahme, mit der Du dieses Ziel versuchst zu erreichen. Michael73 18:43, 5. Feb. 2012 (CET)

Wie stellst Du Dir eine Kommunikation Basis <> Vorstand vor? Hierbei soll "Kommunikation" nicht als Einbahnstraße verstanden werden. Michael73 18:43, 5. Feb. 2012 (CET)

Die Frage verstehe ich nicht ganz.
Irgendwie klingt das nach einem Vorwurf an den alten Vorstand, nur unidirektional zu kommunizieren, was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn der Vorstand war immer auch im zuhören und reagieren auf Anfragen aktiv.
Was überhaupt auch die Aufgabe ist: die Willensbildung wie Aktivität geht ja von den Basispiraten aus, also einfach den Mitgliedern (Vorstandsmitglieder sind bisher imemr auch Baisspiraten gewesen, wir hatten m.W. noch keine Nicht-Piraten im Vorstand).
Ich kann mir nicht vorstellen, das ändern zu wollen, das allgemeine piratische Mandat wird es weiter geben, LF wird es weiter geben, öffentliche Vorstandssitzungen werden weiter die Regel (Klausuren die Ausnahme) sein.
Klausuren halte ich für absolut erforderlich für zwei Zwecke:

  • Kennenlernen des neuen Vorstandes untereinander
  • Beschluss über Ordnungsmassnahmen

Und daher werde ich mich an der Stelle auch dafür einseitzen, diese geshclossen zu halten. Alles andere bleibt nach meine Vorstellungen wie gehabt offen und ansprechbar.
Hase 09:41, 6. Feb. 2012 (CET)</p>

Hallo Martin,
Kommunikation hat meiner Einschätzung nichts mit Willensbiuldung zutun, wie Du es beschreibt. Ich dneke hier daran, wie der LaVo eben in die Bezirke kommuniziert, was ist also Dein Selbstverständnis ? Nach dem Motto "guck doch ins Wiki" oder "Bringschuld" - anders herum, daher keine Einbahnstraße natürlich, wie bekommt aus Deiner Sicht der LaVo die Stimmungslage in den Bezirken mit?! Hierzu haben Deine Konkurrenten ganz klare Ideen, und meine Frage zielt in die Richtung: Welche Ideen hast Du?! Michael73 23:19, 8. Feb. 2012 (CET)
Ich weiss nicht, wer dieser Martin ist, der hier auf meiner Kandidatenseite gefragt wird, aber ich antworte mal.
Ich werde jetzt keine regelmässigen Crew-Besuche in allen Crews zusagen und auch nicht versprechen irgendwelche Bezirksverordneten regelmässig zu pollen.
Der Piratenvorstand versteht sich für mich verwaltend. Jede Kommunikatin, die Du ansprichst muss sich also auf die verwaltung des Landesverbandes beziehen.
Du scheinst mir das Wort "Bezirke" zu verwenden, als wären das Untergliederungen. Mir ist bisher keine Gründung eines Bezirksverbandes bekannt, die nach der Satzung erfolgt wäre (der Gründungsversuch in Reinickendorf war ein klarer Satzungsverstoss, daher nichtig). Folgerung: der LaVor muss nicht mit Bezirken kommunizieren sondern mit Piraten.
Und da habe ich in der Tat genau gar keine feste Vorstellung davon, wie ich Deine Ansprüche erfüllen soll: der LV wird weiter wachsen, die Amtszeit beträgt womöglich 2 Jahre und aktuell sind schon Vorhersagen über 6 Monate nicht treffsicher möglich (wie wir an der Saar grad handfest erleben dürfen).
Also: von mir gibt es keine Wahlverspechen sondern ich bleibe einfach wie bisher für alle Piraten ansprechbar und reagiere wie bisher zeitnah auf Anfragen.

Hallo Hartmut,

die Tempelhof-Schöneberger Piraten möchten eine Gebietsversammlung für den 17.03.2012 beantragen. Blöd ist, dass wir einen Termin beim aktuellen Vorstand beantragen, den der neue Vorstand wahrnehmen muss. Solltest du im neuen Vorstand vertreten sein, könntest du diesen Termin (Akkreditierung 10:30) als Vertreter des Vorstandes wahrnehmen? AlohaHe Jan 22:27, 06. Feb. 2012 (CET)<p>

nun, Samstage sind für mich etwas knifflig, da ich mit p9live befasst bin und daher der Tag idR. voll ist.
Aber ich könnte zu,indest die Akkreditierung zusagen, danach übergäbe ich die Versammlung dann dem gewählten Versammlungsleiter, falls nicht einer der Kollegen ohnehin da sein wird.

Was hältst du davon, die interne Mailingliste des Landesvorstandes öffentlich lesbar zu machen? --Helge Eichelberg 11:36, 9. Feb. 2012 (CET)

Nicht viel.
Klar kann man sowas machen und als Symbol wäre das womöglich sogar nicht schlecht. Vor allem wkönnte so jeder direkt verfolgen, mit wieviel Zeuch der Vorstand zugekippt wird; allerdings würde die wünschenswerte moderieren Wirkung so einer Tatsache wohl eher gering.
Wenn man die interne Liste öffnete müssten alle Diskussionen, die schlicht nicht in die Öffentlichkeit gehören, wieder anders geführt werden, dafür würde sich ein neuer Kommunikationsweg etablieren und gewonnen wäre ausser einem Symbol genau gar nichts.
Jedenfalls wäre das meine Vermutung, genährt nicht nur durch 2 Jahre Piratenarbeit sondern auch aus Vereinserfahrung und Jahrzehnten im Beruf...

Wärst du grundsätzlich bereit, als Vorstandsmitglied die Verantwortung für die Mitgliederverwaltung zu übernehmen? --Helge Eichelberg 13:41, 10. Feb. 2012 (CET)
ja

In der Geschäftsordnung des Landesvorstandes befinden sich im Moment folgende Geschäftsbereiche: Finanzen, Formalitäten, IT, Liquid Democracy, Mitgliederverwaltung, Mitschuld, Organisation, Presse, Rechtliches, Schuld, Teilschuld, Überblick und Moderation, Vorsitz. Würdest du daran Änderungen vornehmen, wenn sich der neue Vorstand eine neue Geschäftsordnung gibt? Wenn ja: Welche? Bitte bringe außerdem alle Geschäftsbereiche (inkl. deiner eigenen Vorschläge, falls vorhanden) in eine Präferenzreihenfolge, beginnend mit dem, den du am Liebsten übernehmen würdest. --Helge Eichelberg 13:41, 10. Feb. 2012 (CET)
keine Änderungen zum aktuellen Zeitpunkt.
Schuld, Teilschuld, Mitschuld, Überblick und Moderation, Organisation, Mitgliederverwaltung, Rechtliches, Formalitäten, IT, Liquid Democracy. Fur Finanzen undnVorsitz trete ich nixht an.<p> Aus welchen Gründen kandidierst du nicht auch für den Vorsitz? --Helge Eichelberg 13:41, 10. Feb. 2012 (CET)
um bei der wAhl nicht gegen mich stimmen zu müssen. <p> Wie lautet deine Meinung zur Idee, Bruttonationalglück statt Wirtschaftswachstum als Kriterium politischen Handelns zu nehmen? --Helge Eichelberg 13:41, 10. Feb. 2012 (CET)
Nun, das ist nicht viel, aber dennoch schwerer quantifizierbar. Die qUantifizierungsreglen für Wachstum basieren zwar auch mehr auf Gefühl,und Wellenschlag denn messbarem, aber Glück ist noch schwerer messbar. Daher wäre so eine Bewertung nicht ganz einfach.
Sinnvoll,dagegen ist die Idee schon, denn Glück ist ein wertvolen, Geld ein widersinniges Ziel, weswegen Glück das bessere Bewertungskriterium für staat iches wie privates Handeln ist.

Ist die Landesmitgliederversammlung am 25. und 26. Februar 2012 die erste Landesmitgliederversammlung der PIRATEN, an der du teilnehmen wirst? --Helge Eichelberg 13:41, 10. Feb. 2012 (CET) nein, ich war schon ein paar mal dabei, if memory serves alle seit meinem Beitritt im August 2009.

Was hat sich deiner Ansicht nach im Landesvorstand von 2011 bewährt? Was gilt es noch zu verbessern? --Helge Eichelberg 13:41, 10. Feb. 2012 (CET) Verbessern muss man aktuell nichts, anpassen an die wachsende Partei und zunehmende Vernetzung mit anderen LV vermutlich schon einiges. Sehr bewährt haben sichnticketsystem undnwiki-umlaufbeschluss, denke ich. Falls was zu ändern wäre: ein grösserer Raum für die öffentl. Sitzungen wäre schön.


Der alte Landesvorstand hat ein PAV gegen ein Mitglied eingereicht, das sich auch öffentlich gegen Mobbing und Erpressung innerhalb der Piratenpartei geäußert hat. Anscheinend ist der Betroffene zu transparenter und öffentlicher Auseinandersetzung bereit. Hat für Dich der geheimgehaltene Ausschlussantrag des alten Vorstandes weiterhin Bestand? Wirst Du (nicht auf twitter) für die Entscheidung auf Einleitung eines PAV einstehen und sie begründen (so du sie mitträgst)? --Phil-Wendland 12:32, 23. Feb. 2012 (CET)

Hmm.
Der Frage nach soll ich mich zu einem laufenden Verfahren äussern.
Dazu fällt mir grad nur ein "gehts noch?".
Ich bin ja imemr geneigt, im schlechten auch das Gute zu suchen: Schiesse mag zwar stinken, taugt aber auch prima als Dünger (wenn nciht zu sehr mit Fremdstoffen verunreinigt). Und als Sohn eines Landwirtes kenne ich auch Shitstorms seit fühester Jugend: das ist das, was aus dem Güllefass rauskommt, kurz an Ankunft auf dem Acker.
Ja, ich bin entschlossen, alle (!) laufenden, vom Vorgänger-Vorstand ererbten Verfahren vor dem LSG durchzuführen. Und zwar so, wie wir das bisher imemr gemacht haben: nichtöffentlich.
Der Grund ist sehr einfach: Öffentlichkeit schadet so einem Verfahren immer. Unausweichlich.
Das klingt jetzt nach "fieser Intransparenz", aber "alles gestreamt" ist eben nicht "Transparenz" sondern idR. nur "mit zuviel Info zuscheissen".
Die letzten Tage habe ich - z.B. auch auf der Berliner ML - sehr viel über Transparenz und Vertraulichkeit diskutiert und auch nachgedacht.
Meine Schlüsse sind klar: Öffentlichkeit schadet. Immer.
Und zwar deshalb, weil diese Öffentlichkeit immer allerhöchstens 20% der relevanten Informationen hat. Die Lücke wird dann sehr gern und sehr schnell mit irrelevantem und mit Emotionen und Skandalisierung gefüllt.</p>

Gegen mich hat vor einiger Zeit der Bundesvorstand eine Ordnungsmassnahme verhängt.
Vorangegangen war ein relativ marginaler (wie später auch der Chefankläger mirgegenüber äusserte) Fehler, den ich als Richter am BSG gemacht hatte, nachdem ich ein Verfahren von einem anderen (lange verhinderten) Berichterstatter an mich gezogen hatte.
Ein Ergebnis dieses Fehlers war, dass mit in einer öffentlichen (hochfrequentierten) Website unter Nennung des vollen Namens und meiner Anschrift ein Verbrechen vorgeworfen wurde(!).
Ich habe darauf nicht mit PAV oder Strafanzeige wegen Verleumdung reagiert, und ich habe auch nicht eine "ich werde gemobbt"-Kampagne losgetreten.
Einfach deshalb, weil sowas nicht in die Öffentlichkeit gehört, die immer höchstens teilinformiert ist.
Denn damit würde ein vernünftiges Verfahren mindestens behindert, vermutlich verunmöglicht. Der Fall Kachelmann verdeutlicht sehr schön die Behinderung durch die öffentlichen Vorverurteilungen, scherenschnittartige Vereinfachungen und Tatbestandsverkürzungen und so fort: selbst Profi-Richter haben da Schwierigkeiten, noch ein faires Urteil zu fällen; Laienrichter wie in den LSG noch viel mehr.

Daher steht meine Haltung zu Ordnungsmassnahmen fest: nicht öffentlich.
Der Vergleich zur öffentlichen Anklage, wie sie im Strafrecht vorgesehen ist, geht fehl, ja leitet in die Irre.
Dieser Rechtsanspruch dient dem Schutz des Angeklagten vor Geheimprozessen und vor Scheinprozessen, die nur der Diskreditierung dienen. Das Dritte Reich liefert (viel zu) viele abschreckende Beispiele für diese Formen der Rechtsbeugung.
Die Justiz und Polizei sind nicht gewählt, müssen aber als Träger von Monopolen demokratisch überwacht werden - also überwachbar gestaltet werden.
Die Parteiorgane werden gewählt, die demokratische Überwachung kann hier auf andere Weise sichergestellt werden
Öffentlichkeit-um-jeden-Preis stellt in Meinen Augen ebenfalls eine Rechtsbeugung her.

Ich bin überzeugt, dass wir in politischen Entscheidungsprozessen von "alles gestreamt, full big brother" in Summe profitieren, auch wenn dieses Schwert nicht nur eine Schneide hat.
Aber selbst wenn sich ein Tool an einer Stelle als sehr nützlich erwiesen hat muss es nicht für jeden Zweck automatisch perfekt geeignet sein.

Ich präzisiere meine Frage gerne noch einmal. Ich frage nicht, ob Du Dich im Falle Deiner Wahl zu einem laufenden Verfahren des LSG äußern wirst, sondern ob für Dich der Beschluss des vorherigen Vorstandes (Antrag auf Einleitung PAV) Bestand hat und (wenn ja) ob Du diesen Beschluss (diese Anklage) vertreten, begründen und verteidigen wirst?--Phil-Wendland 18:49, 23. Feb. 2012 (CET)
auch diese "Präzisierung" fragt nach einem aktuell laufenden Verfahren und ich soll mich dazu äussern, wie ich im Falle eine Wahl in den Vorstand damit umginge.
Es wird also eine Wertung des laufenden Verfahrens verlangt.
ich kann nur sagen: sollte aus dem Geschriebenen, mit dem ich mich bereits viel zu weit aus dem Fenster lehne, aber imA klar Position bezogen habe, meine Haltung nicht hervorgehen, dann tut es mir leid.
zu laufenden Verfahren, die ich "erben" könnte, gibt es hier keine Wertung.

Herzlichen Glückwunsch, lieber Hartmut, zur Wahl als Vorstandsvorsitzender von der Neupiratensquad und Crew Graf Luckner. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du uns trotz der Zeitbelastung im Vorstand auch hin und wieder für unsere Squad zur Verfügung stehen würdest. Marc3006