1. Geld entsteht aus Schulden, deshalb sind Schulden erstmal kein Problem.
2. Schulden können zu einem Problem werden, wenn sie nicht zu mehr
Einkommen führen, sondern nur Vermögensblasen erzeugen.
3. Dies passiert dann, wenn nicht in die Produktion neuer Güter
investiert wird, sondern in bestehende Vermögenswerte (bspw. Häuser
oder Finanzanlagen).
4. Das Problem an Vermögensmärkten ist, dass sie nicht, wie
Gütermärkte, zu einem Gleichgewicht neigen, sondern selbstverstärkend
sind.
5. In der Folge kommt es immer wieder zum Boom-Bust-Zyklus.
6. Das Problem ist, dass in der Boom-Phase immer mehr Schulden
aufgenommen werden, die den Schuldendienst massiv erhöhen und so das
verfügbare Einkommen reduzieren.
7. Im Boom ist das kein Problem, weil die dadurch fehlende Nachfrage
durch weitere Schulden kompensiert werden kann. Jetzt tritt der
Nachfragemangel zu Tage und es kommt zu Rezession.
8. Reduziert der Staat in einer solchen Situation auch noch seine
Ausgaben, um zu sparen, verschärft er die Rezession.
9. In einer solchen Situation hilft es nicht, die Realität zu
leugnen. Viele Kredite können nicht zurückgezahlt werden. Je länger
man sich dieser Einsicht verweigert, desto länger wird die Stagnation.
10. Es hilft vor allem nicht, den Finanzsektor "retten" zu wollen,
denn der Großteil der Kredite, die gerettet werden sollen, haben
sowieso keinen realwirtschaftlichen Hintergrund. Der Finanzsektor ist
einfach zu groß.
Daher fordern wir Piraten ...
Antragstext Antrag 008 Banken in die Schranken
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