Bundestrojaner

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Kommt der Bundestrojaner durch die firewall?

Der Bundestrojaner ist ein Ausdruck im Netzjargon und bezeichnet ein Computerprogramm zum heimlichen Ausspähen von Daten zum Zwecke der Strafverfolgung, die sogenannte Online-Durchsuchung mittels Trojaner durch staatliche Ermittlungsbehörden in Deutschland.

Warum lehnt die Piratenpartei diesen ab

Geheime Online-Durchsuchungen verstoßen gegen das Grundrecht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung, der Staat hat hier massive Eingriffe in die Grundrechte vor. Die Begründungen sind weder formuliert noch ist eine Erfolgsaussicht vorhanden. Das einzige was von den Befürwortern kommt sind Killerphrasen wie Terrorabwehr und Kindesmissbrauch, diese Themen sind uns aber wesentlich wichtiger als das wir diese durch unausgegorene, verfassungsfeindliche, gefährliche Eingriffe in unsere demokratische Werteordnung, behandelt wissen wollen.

Das Gefasel von Online-Durchsuchungen ist der ein realitätsfremder Aktionismusversuch. Der weder die beschworene Gefahren, noch der Sicherheit im allgemeinen dient.

Im Gegenteil Online-Durchsuchungen, wie sie derzeit vorgeschlagen werden, bedrohen unsere Demokratie in ihren Grundwerten.

Initiativen im LQFB

Folgende Initiativen zum Bundestrojaner im Liquid Feedback bearbeitet:

Analyse des Bundestrojaners

Am 8.10.2011 veröffentlichte der Chaos Computer Club (CCC) eine detaillierte Analyse einer Software, die offensichtlich von einer deutschen Behörde zum Ausspähen eines Computers über Internet verwendet wurde.

Dabei wurde festgestellt, dass die Funktionalität weit über die vom Verfassungsgericht gesetzten Grenzen hinausgeht. Weiterhin öffnet er im infizierten Betriebssystem diverse Sicherheitslücken. Schadsoftware kann mit den eingebauten Befehlen nachgeladen werden.

Es gibt ein dreieinhalb Minuten langes allgemeinverständliches Video von Alexander Svensson, welches nicht so technikaffinen Menschen die Funktionsweise und die Risiken der gefundenen Trojanersoftware erklärt.

Bundestrojaner für das bayerische Innenministerium

Der Bundestrojaner auf dem Weg zum Innenministerium

Der bayerische Innenminister ist einer derer die sich den Bundestrojaner am meisten wünschen. Drum haben sich die bayerischen Piraten es zu Aufgabe gemacht ihm einen zu schenken.

Aktion

Trojaner parkplatz.jpg

Am Montag 19. März 2006 trafen wir uns kurz vor dem Innenministerium, bauten auf und liefen die letzten Meter mit dem Trojaner auf den Armen.

So fragten wir dann an der Pforte, wo wir unser Geschenk denn abgeben könnten. Leider wurde nach einem hin und her mitgeteilt, dass wir mit unserem Anliegen nicht eingelassen werden und bekamen auch keinen Ansprechpartner.

So wurde uns von einem Polizeibeamten gesagt, dass wir bitte weiter zu gehen hätten, dieser Aufforderung leisteten wir natürlich sofort Folge.


Pressemeldung

Der geplante Einsatz des Bundestrojaners ruft nicht nur sämtliche Datenschützerverbände auf den Plan, auch die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) sieht sich zum Handeln veranlasst. Also drehten sie den Spieß einfach um: eine kleine Delegation des bayerischen Landsverbandes der PIRATEN stellte gestern Nachmittag eine ungewöhnliche Lieferung im bayerischen Staatsministerium zu: ein über 2 Meter großes „Trojanisches Pferd“ aus Pappkarton und Alufolie, verkleidet mit Computerplatinen und Telefonhörern. Was das soll erklärt Daniel Albert, erster Vorsitzender des Landesverbandes. mehr

  1. de.indymedia.org
  2. openpr.de
  3. businessportal24.com

News

  1. gulli.com: Vorbildliche Berichterstattung ;-)
  2. yigg.de Kurzmeldung
  3. Chiemgau-Online Meldung - ist eigentlich "Trostberger Tagblatt" möglicherweise also "Print" (k.A.) (= Traunreuter Anzeiger/Trostberger Tagblatt, Regionalzeitung aus dem Chiemgau)

!!! Wehren gegen Bundestrojaner und Vorratsdatenspeicherung !!! www.entern.org[1]

Andere Parteien

Blogs

Foren

  • board.gulli.com: Thread zur gleichnamigen Nachricht. Bis auf einige Ausrutscher erwartungsgemäß sehr positives Feedback.
  • forum.golem.de Pressemitteilung

TV

  • Die Zukunft der Kommunikation: Im letzten Part (Gesellschaft 2.0) des Dreiteilers "Die Zukunft der Kommunikation", der auf BR Alpha gelaufen ist, kommt die Trojaneraktion vor.