Benutzer:PiratinNEA/Kandidatur2012/Vorstellung
Inhaltsverzeichnis
Vorstellung und Bewerbung für das Amt der Bundesschatzmeisterin 2011
Zur Person
Mein Name ist Renée Brosig. Ich wurde 1976 in Leipzig geboren. Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau bin ich 1996 nach Nürnberg gezogen. Da sich die Sachsen und Franken in Ihrer Mentalität sehr ähnlich sind, fühlte ich mich in Mittelfranken gut aufgehoben. Ich wohne jetzt in einem kleinen Dorf im Steigerwald, unweit der Brauerei Loscher, dem Hersteller von Club Mate. Das Dorf liegt etwa auf halber Strecke zwischen Nürnberg und Würzburg. Ich habe keine Kinder und bin glücklich verheiratet.
Zu meinen positiven Eigenschaften zähle ich vor allem Gelassenheit und Zielstrebigkeit. Ich sehe mich selbst gern als Stoiker, der sich weniger durch Emotionen, dafür aber mehr durch logische Argumente in seinen Entscheidungen beeinflussen lässt. Wie in der Stoa beschrieben, gehe ich auch davon aus, dass jede Entscheidung mehr Konsequenzen hat, als auf den ersten Blick erkennbar sind. Ich neige daher dazu, Entscheidungen gründlich zu überdenken und wenig impulsiv zu reagieren. Diese Sichtweise der Dinge ermöglicht es mir auch, meine eigene Meinung in Frage zu stellen, ohne dabei emotional betroffen zu sein. Auch in aufgeladenen Situationen bleibe ich meist ruhig und zielorientiert, oder wie es Terry Goodkind formuliert hat: "Ich konzentriere mich auf die Lösung, nicht auf das Problem".
Meine Sichtweise übertrage ich gern auf andere Menschen. Ich hinterfrage deren Argumente, um die Logik dahinter zu erkennen. Nicht wenige Menschen fühlen sich dadurch herabgesetzt, so das mir zuweilen Überheblichkeit oder Taktlosigkeit nachgesagt wird. Es ist aber keineswegs meine Absicht meine Meinung oder mich selbst über andere zu stellen. Ich versuche vielmehr die Argumente beider Seiten gegeneinander abzuwägen. Leider gelingt es mir nicht immer, mich mit meinen Rückfragen im gebotenen Takt zurückzuhalten und auf die Gefühle meiner Mitmenschen ausreichend Rücksicht zu nehmen. An diesem Punkt arbeite ich noch.
Berufliche Entwicklung
Ich arbeite seit 19 Jahren für einen internationalen Konzern. Die meiste Zeit davon im Rechnungswesen, wo ich nahezu alle Stationen durchlaufen habe. Angefangen bei der Kontenbearbeitung und Kassenprüfung, über Belegprüfung, Liquiditätsrechnung und Kontokorrent, bis hin zum Abschluß und zur Prozessgestaltung. Aktuell bin ich als Referentin für Bilanzierung tätig. Ich erstelle Richtlinien und überwachen deren Einhaltung. Zudem bin ich dafür verantwortlich, dass der Abschluß unserer Tochtergesellschaften innerhalb des Terminplanes und in der geforderten Qualität abgeliefert wird.
Ich habe diverse Projekte in Prozess-, Bilanzierungs- und Systemfragen begleitet. Unter anderem Ein- und Ausgliederungen, Systemumstellungen, Hauswährungskonvertierung und die Änderung von Rechnungslegungsgrundsätzen (HGB/US-GAAP/IFRS). Prozesskontrollen und Qualitätssicherungen sind mir ebenfalls vertraut. (IKS/SOX)
Zudem habe ich mehrere Jahre Erfahrung als Verwaltungshelferin (Amtsbezeichnung im THW OV Stab) im THW-Ortsverband Nürnberg-Nord.
Um das Bild abzurunden und um bei den Piraten nicht ganz aus dem Rahmen zu fallen, habe ich auch knapp 2 Jahre in der IT als Modulverantwortlicher für SAP-FI gearbeitet.
Warum kandidiere ich?
Leider konnte ich viele Themen, die ich im letzten Jahr begonnen habe, noch nicht vollständig umsetzen. Ich sehe mich in der Verantwortung die Verwaltungssoftware, das Fundraising und die Revision vollständig zu implementieren und ein Schatzmeisterhandbuch mit Prozessbeschreibungen zu erstellen. Die meisten Themen kann ich natürlich auch ohne Amt bearbeiten, jedoch möchte ich ungern halbfertige Sachen übergeben.
Die Arbeit im Bundesvorstand ist alles andere als einfach. Es kostet eine Menge Zeit und Energie. Doch ich glaube an die Ziele der Piratenpartei und bin bereit diese Verantwortung ein weiteres mal zu übernehmen, damit wir gut gerüstet in den Wahlkampf 2013 gehen können.
Ziele
An meinen Zielen aus dem letzten Jahr hat sich wenig geändert:
Oberstes Ziel meiner Tätigkeit ist eine Professionalisierung der Buchhaltung und der Berichterstattung in der Piratenpartei. Unsere heterogene Buchführung führt dazu, daß sich Schatzmeister kaum gegenseitig vertreten können. Übergaben sind von persönlichen Befindlichkeiten abhängig und letztlich ist jeder Schatzmeister auf seine eigene Interpretation der Geschäftsvorfälle angewiesen. Es ist ein unhaltbarer Zustand, daß eine übergeordnete Gliederung unterjährig keine Auskunft zur finanziellen Situation der gesamten Gliederung geben kann.
Um das zu ändern werde ich folgende Themen vorantreiben:
- Standardsoftware
- SAGE geht in Kürze produtkiv, muss aber vermutlich im laufenden Betrieb noch auf weitere Anforderungen angepasst werden.
- Die bestehende Abwicklung mit unserer Steuerberaterin wird in Absprache mit Ihr geändert. Sie betreut uns weiterhin, jedoch werden unsere Daten ausschließich in SAGE geführt.
- Standardprozesse
- Das von den Schatzmeistern zusammengetragene Wissen möchte ich ergänzen und in ein Regelwerk einfließen lassen, welches in Kombination mit der Standardsoftware einem neuen Schatzmeister eine zügige, unabhängige Einarbeitung ermöglicht.
- Die Abwicklung von Geschäftsvorfällen soll in den verschiedenen Gliederungen der Piratenpartei nach dem gleichen Muster erfolgen. Das reduziert unsere Prüfungskosten und ermöglicht ein gegenseitige Unterstützung der Schatzmeister.
- Berichterstattung
- Wird durch die Einführung von SAGE mit Standardberichten erfolgen. Die Hirarchie der Berechtigung ermöglicht den Blick auf alle Untergliederungen.
- Austausch
- Ich möchte eine regelmäßige Runde (ev. 4 Wochen Rhythmus) der Schatzmeister etablieren. Das Treffen in Hamm hat gezeigt, daß es dafür ausreichend Bedarf gibt. Über das Medium bin ich mir noch nicht im Klaren, wobei sich Mumble in meinen Augen bereits für solche Treffen bewährt hat.
- Revision
- Ich möchte eine Idee der Schatzmeisterkonferenz aufgreifen und eine bundesweite Revision in der Piratenpartei einführen. Fünf unabhängige Piraten, mit Erfahrung im Rechnungswesen, sollen sporadisch in den Gliederungen Prüfungen durchführen, um die Einhaltung der GOB und unserer Richtlinien zu gewährleisten.
Zusammenfassung
Ich kandidiere erneut als Bundesschatzmeisterin, da ich auf diese Weise meinen Beitrag zur Weiterentwicklung der Piratenpartei leisten kann. Ich biete eine fundierte Erfahrung im Rechnungswesen und in der Prozessgestaltung, sicheres und distinguiertes Auftreten, Mobilität sowie eine kompromissfähige Grundeinstellung.
Nach innen und außen handle ich gemäß meiner Überzeugung, welche sich nicht immer mit der mehrheitlichen Meinung decken muss. Von meiner persönlichen Meinung abweichende Statements der Partei kann ich vertreten und begründen, wobei ich immer darauf hinweisen werde, daß diese nicht meiner persönlichen Meinung entsprechen. Stehen die Ziele beider Positionen konträr zueinander, wähle ich den goldenen Weg des Schweigens bzw. der Delegation.
Ich verspreche nicht, dass ich als Bundesschatzmeisterin Wunder vollbringe. Ich werde meine Aufgaben und Ziele aber mit größtmöglichem Einsatz (bei ca. 30-40 Stunden pro Woche) verfolgen. Ob ich damit den Anforderungen gerecht werde, kann erst der nachfolgende Bundesparteitag feststellen.
gez. Renée Brosig
Münchsteinach im Januar 2012 Fetter Text