Benutzer:HumanEconomy

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Als ich 2012 in die Piratenpartei eingetreten bin hatte ich die Hoffnung, dass sie sich zu einer demokratischen Kraft entwickeln lässt, die die Stimme der Bürger stärkt und die ein politisches Programm der Vernunft anbietet. Diese Hoffnung musste ich inzwischen aufgeben und bin deshalb aus der Partei ausgetreten. Ich wünsche allen Menschen, die eine Verbesserung des politischen Systems anstreben, dass sie/wir einen Weg finden, der eine echte Alternative zu der Entwicklung der letzten Jahre darstellt und eine am Mensch orientierte Gesellschaft manifestiert.

Kurzprofil
ChristophUlrichMayer.jpg
Persönlich
Name: Christoph Ulrich Mayer
Nick: HumanEconomy
Wohnort: Augsburg
Berufl. Qual.: Dipl.-Ing(FH), Autor
Tätigkeit: Selbständig, Fa. Evult,
Familienstand: ledig
Geburtstag: 1968
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Eintrittsdatum: 01/2012
Landesverband: Bayern
Bezirksverband: Schwaben
Ortsverband: Augsburg
AG: AG Geldordnung und Finanzpolitik AG Wirtschaft
Stammtisch: Augsburg
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Mail-Adresse: cu_mayer@menschen-gerechte-gesellschaft.de
Website: www.Menschen-gerechte-Gesellschaft.de
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=i55AA6d0xRs
Blog: http://menschen-gerechte-gesellschaft.blogspot.de



Mein Anliegen ist es, an einer Gesellschaft mitzuwirken, die menschengerecht ist und in der wir unsere Grundwerte verwirklichen.

Dafür gibt es Voraussetzungen. Vor allem ist es derzeit notwendig, unser Wirtschaftssystem so zu verändern, dass es dem Menschen dient (und nicht umgekehrt) und unsere Werte unterstützt. Zur Verwirlichung dieses Ziels habe ich 5 Jahre in mein Buch investiert ("Goodbye Wahnsinn - Vom Kapitulismus und Kommunismus zum menschengerechten Wirtschaftssystem"). Aus demselben Grund wirke ich seit Januar sehr intensiv in den AGs der Piraten zum Thema Wirtschaft und Finanzordung mit.

Ebenfalls sehr hohe Priorität hat für mich die Durchsetzung direkter Demokratie, also die Verankerung von Volksentscheiden auf Bundesebene.


Über mich:

Ich bin 1968 in Krumbach (Schwaben) geboren, arbeite als Selbständiger Ingenieur, Unternehmensberater, Systemischer Coach und Buchautor in Augsburg.


Warum ich Pirat bin:

Mir liegt daran, an der Schaffung einer Welt mitzuarbeiten, in denen die Werte der Menschen verwirklicht sind, wo Menschen in Freiheit leben und in echten Demokratien.

Ich glaube, der einzige Weg aus den Miseren der heutigen Zeit führt über das gemeinschaftliche Wirken der Bürger. Nur wenn mindestens 10% der Menschen Verantwortung für die positive Gestaltung unserer Gesellschaft übernehmen, können wir eine Zukunft schaffen, die uns wirklich entspricht. Die Einzelorganisationen wie heutige Parteien, finanziell abhängige Medien usw. werden keinen Wandel zugunsten der Bevölkerung bewirken. Dieser Wandel kann nur aus der Bevölkerung selbst kommen.
Die Piraten sind diese Organisation, die die Bürger organisiert, in der jeder eine Stimme hat, mit der er mitwirken und mitentscheiden kann. Sie sind sozusagen die derzeit wichtigste Einrichtung zur Umsetzung einer möglichen modernen, echten Demokratie.

Schwerpunkte:

  • Entwicklung der Menschen und der Gesellschaft im Sinne ihrer eigenen Werte
  • Wirtschaftssystem
  • Finanz- und Geldsystem
  • Direkte Demokratie, Volksentscheid auf Bundesebene
  • Friedenspolitik


Ich freue mich über Ihr Feedback.

Gerne lese/ höre ich Eure Meinungen, Anliegen und Wünsche. Dazu habe ich ein Pad eingerichtet: http://piratenpad.de/p/FragenAnChristophUlrichMayer


Mein Hauptanliegen ist, die Werte der Gesellschaft realpolitisch umzusetzen. Jedes System muß dem Mensch dienen und nicht umgekehrt. Erst wenn alle Systeme dem Mensch dienen, also v.a. das politische, das Rechtssystem und das Wirtschaftssystem, können unsere Werte im Alltag umgesetzt werden.

Ich beschäftige mich seit meiner Kindheit mit der Entfaltung des Menschen und damit, wie ein positives Leben gelingt. Seit dem Jahr 2000 bin ich nebenberuflich Coach, analysiere die Gründe, warum wir uns eine Welt schaffen, die so anders ist wie das, was wir wollen - und arbeite an Konzepten, wie wir eine Welt schaffen können, die unseren Wünschen und unserer Natur entspricht.

Das war auch die Motivation, als ich 2006 anfing, mein Buch zu schreiben. Es hat mich viel Entbehrung gekostet, u.a. habe ich 1 1/2 Jahre keine Aufträge angenommen, um es fertigzustellen und hatte daher auch kein Einkommen. 2007/2008 habe ich es thematisch auf das Wirtschaftssystem eingegrenzt, weil hier die wichtigsten Ursachen der heutigen Probleme zu finden sind und die stärksten Hebel zur Veränderung betätigt werden können. Ein Kernpunkt meiner politischen Arbeit ist daher die Wirtschaftspolitik. Dazu unten ein paar Lösungskonzepte.

Wir leben in einer Zeit, in der weitreichende Weichen gestellt werden. Die Finanzkrise 2008 ist die Spitze eines Eisbergs, dessen wahre Konturen immer deutlicher werden. Hier liegen deshalb meine aktuellen Prioritäten.


Einige Punkte, für die ich eintrete

Grundsätzte der Politik

  • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) 
  • Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
 Grundgesetz, v.a. Artikel 1,2 
  • Politik muss nach den Werten der Gesellschaft ausgerichtet sein. Das Ergebnis einer Umfrage dazu:
 Werte-Umfrage

Dass sich Politik an den Menschenrechten orientieren soll, mag sich in gewissem Sinn banal anhören. Doch sie müssen auch realpolitisch umgesetzt werden und nicht hinter scheinbaren Notwendigkeiten zurückgestellt werden. Genau zu dieser Frage habe ich sehr viele Überlegungen angestellt und biete Lösungesansätze an.


Werteorientierte Politik

Der Weg werteorientierter Politik ist weder die Freiheit, die zur Willkür macht und Teile der Menschen zu Opfern oder zu Siegern macht, noch eine totale Kontrolle durch eine zentralistische Macht (Staat oder Oligarchien). Was wir brauchen, sind gemeinsam vereinbarte Regeln, die für jeden gleich gelten und durch eine starke Gemeinschaft durchgesetzt werden. Der Staat hat die Aufgabe, die Regeln unseres Zusammenlebens so zu bestimmen, dass die Werte Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Anerkennung, Frieden usw. herrschen. Der Staat jedoch hat sich auf der anderen Seite aus allem herauszuhalten, das nicht gegen diese Werte verstößt. Ebenso sind Anreizsysteme immer gegenüber Zwangssystemen und Verboten zu bevorzugen.

Was ich auch noch als Teil sinnvoller Politik ansehe ist das Prinzip der Einfachheit. Nicht immer mehr komplexe Gesetze schaffen mehr Gerechtigkeit sondern einfache Gesetze und Regeln, die auch ohne mehrjähriges Studium verschiedener Gesetzesbücher aus verschiedenen Jahrhunderten und Präzendenzfällen verständlich und befolgbar sind. Die gilt insbesondere für das Steuerrecht.


Volks-Souveränität

Wären "die Nichtwähler" eine Partei, würden sie in den meisten Wahlen in Deutschland zwischen 30% und 50% der Parlamentssitze bekommen. Das ist Ausdruck einer Politikverdrossenheit, die nicht von ungefähr kommt. Beispielsweise in einer Umfrage der ARD Ende 2006 gefragt wurden, ob sie die Situation in unserer Demokratie als gerecht empfinden, antworteten 27% mit ja, 66% beurteilten die Situation als ungerecht. Bürger werden bei wichtigsten Fragen übergangen und auch immer wieder gegen bekannte Meinungen des Volkes entschieden. Es ist meiner Ansicht nach geradezu skandalös, dass über den Lissabonner Vertrag, der in einigen Punkten über dem Grundgesetz steht und faktisch eine neue Teilverfassung darstellt, die die Exekutive der Länder über deren Legislative stellt, in Deutschland keine Volksabstimmung durchgeführt wurde. Kein Volksabstimmung über die deutsche Verfassung bei der Wiedervereinigung, keine zur Euro-Einführung, keine zum ESM usw.

Obwohl 2/3 der Bevölkerung für einen bundesweiten Volksentscheid sind, gibt es bis heute keine Rechtsgrundlage dafür, weil die Politik sie verweigert.

Ich setze mich für das Einrichten des Instruments Volksabstimmung auf Bundesebene ein. Dies ist einer der wichtigsten und dringlichsten Punkte, die umgesetzt werden müssen. Zur demokratischen Mitwirkung stellen die Piraten zum Glück bereits heute eine Plattform dar, in der jeder Bürger gehört wird. Wir müssen dieses Prinzip weiter verbessern.

Einige Grundsätze der Wirtschaftspolitik

  • Stephane Hessel beschreibt die Ziele der damaligen französischen Exilregierung unter Charles De Gaulle:
„die Errichtung einer echten wirtschaftlichen und sozialen Demokratie unter Ausschaltung des Einflusses 
der großen im Wirtschafts- und Finanzbereich bestehenden privaten Herrschaftsdomänen auf 
die Gestaltung der Gesellschaft“  und weiter: 
„Eine rationelle Wirtschaftsverfassung, in der die Individualinteressen 
dem Allgemeininteresse untergeordnet sind, 
ohne Diktatur der Sachzwänge nach dem Vorbild faschistischer Staaten.“ [Hessel, 2011, S. 8]
Diese Grundsätze sollten auch heute noch Geltung haben.
 Artikel 151:   Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, 
 insbesondere der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle 
 und der allmählichen Erhöhung der Lebenshaltung aller Volksschichten.“
 .....  Gemeinschädliche und unsittliche Rechtsgeschäfte, insbesondere alle wirtschaftlichen Ausbeutungsverträge 
 sind rechtwidrig und nichtig. 
 Artikel 157: ...Kapitalbildung ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur Entfaltung der  Volkswirtschaft. 
 Das Geld- und Kreditwesen dient der Werteschaffung und der Befriedigung der Bedürfnisse aller Bewohner.

Refinanzierung der Staatsfinanzen durch die EZB statt einer ESM-Organisation

Derzeit ist die Zukunft Griechenlands, Spaniens, der Euro-Zone und über die Währungs- und evlt. Schuldenunion die Finanzen aller Euro-Staaten gefährdet. Damit besteht die Gefahr der noch größeren Fremdbestimmung der Finanzbranche über die Staaten. Mit dem ESM ist bereits in Bundestag und Bundesrat die Einrichtung einer Organisation beschlossen worden, die außerhalb demokratischer Kontrolle liegt und keinerlei Transparenzpflicht hat. Sie kann in hohem Maß über die Finanzen der Staaten verfügen. Siehe z.B. [1]


Es gibt sehr viele mögliche Alternativen zum Konstrukt "ESM".

Eine Möglichkeit ist, Staatsfinanzen über die Zentralbank zu finanzieren statt über Finanzmärkte. Die Behauptung, dies sei bezieht sich auf einen singulären Fall, als Deutschland bis 1923 aufgrund der Reparationszahlungen übermäßig viel Geld druckte und so eine Hyperinflation auftrat. Diese Sondersituation kann nicht auf die heutige übertragen werden. Dazu ist der Paragraf 123 des Lissabonner Vertrags nivellieren, was eine einfache Paragrafenänderung darstellt und ein vergleichsweise kleinerer Eingriff ist (die Grundsätze der Demokratie und des Grundgesetzes bleiben dadurch absolut unberührt).

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass alle Regierungen der Eurozone die Schulden ihrer öffentlichen Haushalte über die EZB zum gegenwärtig gültigen Zinssatz von 0,75% refinanzieren. Damit würden z.B. in Deutschland die jährlichen Zinszahlungen von 65 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Euro reduziert werden, was sofort einen ausgeglichenen öffentlichen Haushalt bzw. einen Haushaltsüberschuss ermöglicht. Die Zinseinnahmen (hier 15 Mrd. Euro) fließen als Seigniorage an die EZB, welche diese wiederum nach heutiger Rechtslage an die Staaten ausschüttet und damit Geld für evtl. notwendige vorübergehende Ausgleichszahlungen zur Verfügung stellen kann.

Nahezu alle Staaten der Eurozone hätten einen Haushaltsüberschuss, wenn sie keine Zinsen zu bezahlen hätten. Z.B. in Deutschland lagen die Zinszahlungen in den letzten 20 Jahren stets über der Neuverschuldung. Das bedeutet, ohne Zinszahlung hätten Staatsschulden abgebaut werden können statt sie auszuweiten.

Nach dieser Refinanzierung kann deshalb auch ein Stopp jeglicher Neuverschuldung der Staaten beschlossen werden. Damit ist auch die Nachhaltigkeit dieser Lösung sichergestellt. Die Ausweitung der Staatsverschuldung ist dann gestoppt, die Staaten sind vor drohender Insolvenz bewahrt, der Euro gesichert, die Souveränität der Staaten und der Völker wird auf aktuellem Stand gewahrt.

Die volkswirtschaftliche Argumentation bezüglich der Bedeutung der Staatsanleihen für die (privaten) Rentenkassen ist ebenso unrichtig, denn die durch eine Refinanzierung frei werdenden Gelder können alternativ angelegt werden. Z.B. können sie bei der EZB hinterlegt werden. Auch könnten damit z.B. Aufbauprojekte in Griechenland oder Spanien, ähnlich dem KfW Konzept in Deutschland, finanziert werden. Die Kreditnehmer dort würden dann z.B. gegenüber dem Staat haften, der Staat wiederum gegenüber den Versicherungsgesellschaften haften. So würden die Gelder sinnvoll in den realwirtschaftlichen Kreislauf gebracht werden und gleichzeitig die Renten abgesichert werden.


Viele weitere Lösungen im gültigen rechtsrahmen und im Sinne der Demokratie sind möglich, z.B. die Veränderung des Geld-- und Kreditsystems usw., hier sei nur aufgezeigt, dass es sie gibt und dass sie nachhaltig (und nachhaltiger als der ESM) sind. Es besteht keine politische, wirtschaftliche, finanzielle oder staatsrechtliche Notwendigkeit für den ESM.


Staatsfinanzierung

Wenn der Staat "bei den Märkten" verschuldet ist und erst recht, wenn er "an den Märkten" Geld aufnehmen muss, um den aktuellen Haushalt zu bestreiten, dann verliert er seinen Souveränität. Man sieht am Beispiel Griechenland und Spanien, wie sich die Finanzwelt in die Souveränität der Regierungen einmischt, in Griechenland und Italien wurde sogar ein ehemaliger Mitarbeiter der Bank Goldman Sachs zum Premierminister gemacht [2]. Das ist nicht duldbar. Es muss daher ein langfristiges Ziel sein, die Staatsverschuldung zu beenden. Das geht jedoch nicht über Sparmaßnhahmen - die erzeugen ein Nachfrageproblem in der Volkswirtschaft - sondern über eine Änderung im Finanzsystem (siehe oben, jedoch gibt es dafür auch andere Modelle, die hier auszuführen würden den Platz deutlich sprengen).


Werte-Siegel

Heute müssen wir mit einer internationalen Wettbewerbssituation umgehen, über die wir in zu hohem Maß schlechte Arbeitsbedingungen importieren, umweltschützende Maßnahmen unfinanzierbar werden usw. Doch es gibt auch den umgekehrten Weg: Wir können über unser Konsumverhalten gute Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und andere Werte exportieren. Dazu ist es notwendig, dass die Bedingungen, unter denen ein Produkt oder eine Dienstleistung entsteht, beim Kauf transparent sind.

Ein Werte-Siegel garantiert die Einhaltung gesellschaftlicher Werte, damit auch Ethik und Nachhaltigkeit in allen Gebieten der Wirtschaft. Wir haben Macht über das, was wir kaufen und wem wir unser Geld geben. Der Europäische Markt ist der bis heute insgesamt größte Markt weltweit, nur der US-Markt hat ähnlich große Bedeutung. Solange dies so ist, wirkt sich das, was in Europa gekauft bzw. bezahlt wird, stark auf die ganze Welt aus. Selbst, wenn ein einzelnes Land wie Frankreich oder Deutschland (größte Märkte Europas) das Siegel im Alleingang einführen würden, wäre das uneingeschränkt machbar und würde für dieses Land keinen Nachteil, sondern einen Vorteil bedeuten.

Weitere Details und eine Aufstellung über die möglichen Siegel-Kriterien finden Sie unter diesem Link: Werte-Siegel im Piraten-Wiki oder hier

Eine alternative Möglichkeit ist die Gemeinwohl-Ökonomie, hierzu auch der Link: [3]

Es ist letztlich sogar die Umsetzung der Bayerischen Verfassung [4], Artikel 151: “Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl”

Wie die Lösung hier genau aussieht, wird das Ergebnis eines demokratischen Prozesses sein. Ich setze mich dafür ein, dass dieser vorangetrieben wird und dass es eine Lösung geben wird.

Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen

Herleitung:

Wir fordern mehr Demokratie und die meisten Menschen sind der Ansicht, dass Demokratie die beste Form eines Staatssystems ist. Geht es aber um das Wirtschaftssystem und seine Unternehmen, ziehen viele einen geistigen Trennstrich und argumentiere entgegengesetzt. Doch es gibt sehr fruchtbare gemeinsame Wege für Unternehmen und seine Mitarbeiter. Karl Marx hat seinerzeit als einen der Hauptgründe für die Ausbeutung der „Arbeiterklasse“ die Trennung der Arbeiter von den Produktivmitteln ausgemacht. Das bedeutet: Arbeitskräfte könnten zwar selbst und ohne Arbeitgeber arbeiten, hätten dann aber keine Produktivmittel, die Maschinen usw. sind zu teuer für den Einzelnen. Seine Schlussfolgerung war, dass man die Produktivmittel zu Gemeinschaftseigentum machen könnte. Leider haben die Umsetzer dieser Idee das Gemeinschaftseigentum als Staatseigentum definiert und damit hatte sich die Situation noch verschlimmert: Arbeiter waren von den Produktivmitteln und Strukturen abhängig, die von einer zentralen Stelle aus gesteuert wurden, der Staatsverwaltung. Es bildete sich ein Staats- und Parteiklüngel, der zu noch mehr Unfreiheit führte als im Kapitalismus.

Gemeinschaftseigentum kann aber auch als Eigentum der Mitarbeiter des Unternehmens gesehen werden und da sind wir bei einer sinnvollen Lösung. Wenn Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt werden und damit Demokratie in die Unternehmen kommt, dann löst sich das Problem. Wohlgemerkt brauchen Unternehmen nach wie vor strategische und organisatorische Einheiten, die den Kurs bestimmen, man kann nicht von jedem Mitarbeiter diese Kompetenzen und Informationsbeschaffung erwarten. Jedoch werden die Personen, die sich die Richtung ausdenken gewählt und über Kernpunkte wird abgestimmt.

In Jugoslawien gab es eine „Arbeitnehmer-Selbstverwaltung“, die dem Ideal schon nahe kam und in den ersten Jahren auch gut funktionierte. http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Jugoslawiens#Wirtschaft Durch einige Konstruktionsfehler und die Zerstörung von außen scheiterte das Modell jedoch später. Das Eigeninteresse der Arbeitnehmer ist oft nicht deckungsgleich mit dem Interesse der Kunden und der Notwendigkeit des Geschäfts, z. B. wäre Investition wichtig gewesen, stattdessen würden die Löhne erhöht. Es stand die Kurzsichtigkeit des Einzelnen dem Gesamtnutzen entgegen. Auch Haftung für Betriebsvermögen ist nicht jedermanns Sache – und wenn das Unternehmen schlecht läuft, tendieren einige Arbeiter dazu, es zu verlassen, was die finanziell Last auf noch weniger Schultern verteilt. (sinngemäß nach: [Vanek, 1970 \238])

Man muss also eine Bindung des Mitarbeitereigentums über die Kündigung hinaus einbauen, damit dies funktionieren kann.

Modernes Modell: Aktienbeteiligung:

Ein modernes Modell könnte sein, dass Mitarbeiter Anteile an dem Wertzuwachs des Unternehmens in Form von Unternehmensanteilen wie Aktien bekommen. Aktien gelten rechtlich als Eigenkapital. Ein Teil der Mitarbeiterentgelts kann also in Firmenanteile umgewandelt werden. Diese können frühestens 5 Jahre nach dem Ausscheiden verkauft werden. Ansonsten dienen sie als Rentenvorsorge. Sobald die Mitarbeiter über 50% des Unternehmenswertes halten, wird u.a. die Unternemensführung gewählt (sieh unten „volldemokratische Unternehmen“).Wichtig dabei: Unternehmertum soll weiterhin gefördert und dadurch nicht untergraben werden. Unternehmer behalten bis zu einem z.B. Umsatz von 3 Mio. € die alleinige Leitung und durch ihren stets höheren Stimmrechtsanteil behalten sie eine Sonderstellung im Unternehmen. Machen sie ihren Job gut, werden sie auch dann ihre Führungsposition behalten, wenn sie eine guten Job machen. Unternehmerisches Aktivität und unternehmerisches Risiko müssen weiterhin angemessen belohnt werden, sonst geht diese wertvolle Kraft der Volkswirtschaft verloren. Die Idee, Mitarbeiter zu beteiligen, findet durchaus Unterstützung bei großen Arbeitgebern. So sagt Reinhard Mohn, der frühere Bertelsmann-Konzern-Chef „Volkswirtschaftlich gesehen wäre es sicher viel leichter, auch einmal auf Lohnerhöhungen zu verzichten oder sie zu reduzieren, wenn die Mitarbeiter flächendeckend am Produktivkapital beteiligt wären. Dann hätten sie neben dem Lohn und später neben der Rente noch eine andere Einkommensquelle. Wir stünden bei den Arbeits- und Sozialkosten besser da und wären konkurrenzfähiger auf der Welt.“ [Stern, 1998\240] Würden also die Arbeitnehmer am Unternehmen beteiligt sein, könnten geringere Löhne für den Lebensunterhalt reichen. Das Unternehmen könnte in Krisenzeiten besser überleben und Mitarbeiter mehr von florierenden Unternehmen profitieren.


Heute schon:

Der Grundgedanke wurde schon des öfteren per Mitarbeiteraktien verwirklicht: Z.B: Siemens gibt Mitarbeiteraktien heraus. Die Mitarbeiter könen entscheiden ob sie welche wollen und bekommen sie zu einem vergünstigten Preis, dieser wird vom Gehalt abgezogen. Die Aktien liegen dann im Kundendepot der Mitarbeiter bei einer Bank.

Vorteil: Mitarbeiter bekommen Stimmrechte UND das Unternehmen behält Gelder, die sonst als Gehalt ausbezahlt worden wären für Investitionen im Unternehmen.


Mögliche Wege der Mitarbeiterbeteiligung:

Mitarbeiteraktien

Der Grundgedanke wurde schon des öfteren per Mitarbeiteraktien verwirklicht: Z.B: Siemens gibt Mitarbeiteraktien heraus. Die Mitarbeiter könen entscheiden ob sie welche wollen und bekommen sie zu einem vergünstigten Preis, dieser wird vom Gehalt abgezogen. Die Aktien liegen dann im Kundendepot der Mitarbeiter bei einer Bank.

Investivlohn

Ein Teil des Lohnes kann als Investivlohn bezahlt werden. Es gibt dann einen Konsumlohn, der als Geld ausbezahlt wird, und einen Investivlohn, der nicht ausbezahlt wird. Die Mitarbeiter bekommen dadurch einen Anteil am Wert der Investitionsgüter im Unternehmen und damit gleichzeitig mehr Mitbestimmung.

Erbschaftssteuer-Umlage (

Die Vererbung von Unternehmen und Immobilien ist heute problematisch, wenn die Erben kein Geld zur Bezahlung der Erbschaftsteuer haben. In diesen Fällen - oder auch generell - kann die Erbschaft auch über Geschäftsanteile bzw. Immobilienanteile bezahlt werden. Diese werden öffentliches Eigentum oder werden der Belegschaft zuteil. Damit würde auch die Vererbung von Macht stark reduziert, „ein noch ausständiger Schritt aus dem feudalen Zeitalter“ [Felber, 2010 \189, S. 74]

Wertschöpfungsentgelt-Umwandlung

Ein weiterer Weg wäre, das Wertschöpfungsentgelt in Unternehmensanteile umzuwandeln. Die Mitarbeiter erhalten dadurch Eigentums- und Stimmanteile im Unternehmen und die Firma erhält akut verfügbares Geld zum Wirtschaften, wird dadurch ebenfalls konkurrenzfähiger und kann mittelfristig mehr Menschen Arbeit geben. Man könnte dieses Konzept mit Aktien und dem zugehörigen Recht umsetzen. Statt einen Treuhänder zu wählen, würde die Belegschaft direkt abstimmen können.

Eine Mitarbeiterbeteiligung nach diesem Modell hat mehrere Vorteile:

Für Mitarbeiter:

  • Mitarbeiter bekommen mehr Mitbestimmungsrecht, es gibt mehr Demokratie in Unternehmen
  • Mitarbeiter investieren in die Realwirtschaft, in ihr eigenes Unternehmen
  • Arbeitsbedingungen in Unternehmen werden verbessert und soziale Strukturen gefördert
  • Die menschliche Werte der Mitarbeiter werden besser verwirklicht
  • Das Sacheigentum der Mitarbeiter steigt und dadurch entsteht ein Einkommen, das unabhängig vom Lohn- und später vielleicht Renteneinkommen exitstiert
  • Langfristigere Arbeitsverhältnisse werden gefördert

Für Unternehmen:

  • Die Unternehmen haben mehr Eigenkapital fuer Investitionen und brauchen dafür kein Fremdkapital aufnehmen
  • Damit werden Unternehmen unabhängiger von Vorgaben und Erfordernissen der Finanzwirtschaft
  • Die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens steigt
  • Mitarbeiter tragen Mitverantwortung und sind engagierter
  • Geschäftsführung und Arbeitnehmer arbeiten Hand in Hand
  • Die Mitbestimmung wächst natürlich und kommt erst dann voll zur Geltung, wenn eine Unternehmensmindestgröße erreicht ist
  • Eine Motivation für langfristigeres Engagement der Mitarbeiter wird gefördert (Teillösung für das Demografieproblem)

Für die Volkswirtschaft:

  • Die Realwirtschaft wird unabhängiger von Fremdkapital und von Fremdbestimmung
  • Die Bedeutung der Finanzwirtschaft wird dadurch kleiner, die der Realwirtschaft größer
  • Die Früchte der Wertschöpfung werden fairer verteilt, dadurch wird das heutige Verteilungsproblem teilweise entschärft
  • Die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft wird verbessert
  • Mehr Menschen sind engagiert für den Erfolg der Unternehmen
  • s.o.

Es gibt natürlich auch Einschränkungen, die nicht unerwähnt bleiben sollen:

  • Mitarbeiter müssen in dem Modell letztlich auch mehr Verantwortung tragen.
  • Mitarbeiter müssen bei ihren Entscheidungen auch andere Interessen berücksichtigen. Wenn sich die Mitarbeiter z.B. zu hohe Löhne und Gehälter zuweisen, kann das Unternehmen gefährdet werden. Rückt der Kunde zu weit aus dem Fokus, ebenfalls. Wie schon erwähnt schwinden die Gegensätzlichkeiten zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitern. Mitarbeiter profitieren erheblich mehr als vorher, da die Kosten des Fremdkapitals schwinden und stattdessen zu Arbeitseinkommen werden. Die andere Seite ist kleiner aber muss trotzdem erwähnt werden:
  • Es besteht das Risiko eines Verlustes der Unternehmensanteile, falls die Firma in Konkurs gehen würde.Ebenso braucht man Regelungen für Fälle der Fusion mit anderen Unternehmen.
  • Bei Leiharbeitern ist das Modell schwerer anzuwenden. Eine Beteiligung wäre zeitlich begrenzt und würde dann zu Fremdeigentum werden. Hierfür muss man noch eine gute Regelung finden, indem man die möglichen Fälle durchdenkt.
  • Wenn das Stimmrecht auf Anteile bezogen wird, dann ist es kein Stimmrecht wie in der Demokratie (eine Person, eine Stimme) sondern das Stimmrecht wächst mit der Zugehörigkeit in der Firma. Letzteres entspricht der sozialen Struktur in Unternehmen.
  • Es bestünde die Gefahr, dass Mitarbeiter mit hohem Einkommen mehr Stimmrechte dazugewinnen wie welche mit niedrigeren Einkommen. Hierfür muss wohl auch eine Regelung getroffen werden. Der Unternehmer hat zurecht eine Sonderstellung im Unternehmen, die erst langfristig zurückgehen soll. Jedoch sollte das Stimmrecht nicht an die Höhe der Einkommen gekoppelt werden. Denkbar wäre hier, für jeden Mitarbeiter die gleiche Menge stimmberechtigter Anteile anzubieten (z.B. Stammaktien). Evtl. zusätzlich nicht stimmberechtigte Anteile (z.B. Vorzugsaktien).

Tiefergehende Informationen unter [5]

Erfahrung mit Mitarbeitermodellen: [6]

Wie volldemokratische Unternehmen heute funktinieren: [7] (Volldemokratische Unternehmen machen erst ab einer Unternehmensmindestgröße Sinn, hier ist beschrieben, wie sie bereits heute erfolgreich mit Mitarbeiterbeteiligung arbeiten)

Erste Verarbeitung im Liquid Feedback: [8]

Bildung

Am Schulsystem ist einiges grundsätzlich zu bemängeln und zu beheben. Dort wird zwar fachliches unterrichtet, jedoch wird den Schülern nicht beigebracht, wie man richtig und effektiv lernt. Ganz zu schweigen vom erlernen menschlicher und sozialer Kompetenzen wie das Bewältigen von Ängsten oder der Umgang mit familiären Situationen und Konflikten im Freundeskreis. All das gehört ein Stück weit in ein Bildungssystem. Je mehr unterschiedliche Familien aus verschiedensten kulturellen Hintergründen, Lebenssituationen wie (60%) Scheidungen, Eltern, die tagsüber beide arbeiten usw. es gibt, desto wichtiger wird es, dass in Schulen soziale Kompetenz und Rückhalt aufgebaut wird.

Zudem war die Reform der Gymnasien (G8) und der Hochschulen leider mehr als unzufriedenstellend. Die Gymnasialzeit wurde zwar verkürzt, der Lernstoff jedoch nicht. Gymnasiasten müssen heute teilweise 40 Schulstunden pro Woche leisten. Das, so zeigt die moderne Gehirnforschung, ist nicht nur für das innere Gefühl von Kindern und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihres Selbstbildes schlecht, sondern auch für die Verarbeitung des Lernstoffes. Dazu kommen dann noch Lernzeiten daheim und sozialer Druck, etwas zusätzliches zu leisten, wie Musikunterricht oder im Fußballverein zu spielen, die kaum mehr Raum für Ruhezeiten lässt.

Die Hochschulreform sollte eine Vereinheitlichung mit internationalen Standards bewirken, tatsächlich aber weiß ein Unternehmen heute nicht mehr, was ein Bachelor oder Master eines Fachs tatsächlich kann oder nicht. Sie muss bei jeder einzelnen Hochschule nachprüfen, was dort Lehrinhalt war. Einige Firmen müssen Studienabgänger (neue Mitarbeiter) ein Jahr lang nachschulen, um auf den vorher selbstverständlichen Wissensstand bauen zu können.

Es bedarf also im Bildungsbereich umfangreiche Reformen. Schulen, die menschliche und soziale Kompetenzen fördern, die Schulzeiten müssen eine menschliche Entwicklung und ein familiäres Leben ermöglichen. Der Unterricht und die Rahmengestaltung muss an die Erkenntnisse moderner Gehirnforschung angepasst werden. Für Hochschulen sollten gemeinsame Grundstandards festgelegt werden usw.

Weiteres

Es ist kaum möglich, alles wichtige auf eine Profilseite zu packen. Gerne erteile ich weitere Auskünfte.

Herzliche Grüße Christoph Ulrich Mayer.

[www.Menschen-gerechte-Gesellschaft.de]


Meine Kandidatur zur Bundestagswahl habe ich aus verschiedenen Gründen zurückgezogen.


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