BY:Landesparteitag 2012.2/Antragsfabrik/Einführung einer Bildungswährung 2.0

Aus Piratenwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tango-preferences-system.svg Dies ist ein Programmantrag (im Entwurfsstadium) für den BY:Landesparteitag_2012.2 von MarcoZ.

Bitte hilf mit diesen Antrag zu verbessern und zu erweitern. Bitte bekunde auch Deine Unterstützung oder Ablehnung auf dieser Seite. Eine Übersicht aller Anträge findest Du in der BY:Landesparteitag_2012.2/Antragsfabrik.

Änderungsantrag Nr.
BF01
Beantragt von
MarcoZ
Programm

Wahlprogramm Bayern 2013

Schlagworte Pro
Schlagworte Contra
Beantragte Änderungen

Der bayerische Landesparteitag möge folgenden Text als Programmantrag verabschieden. Ergänzend zu diesem Antrag wird hiermit ein Geschäftsordnungsantrag (GO-Antrag) auf Auszählung gestellt, um festzustellen, ob dieser Antrag als Programmantrag oder als Positionspapier angenommen werden kann.

Text:
Der bayerische Landesverband der Piratenpartei unterstützt die Einführung einer Bildungswährung 2.0 auf Basis einer geldfreien Komplementärwährung um Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für sozial schwache Kinder sicherzustellen.

Begründung

Die Grundlagen für Bildung finden überwiegend durch das soziale Miteinander, ausserhalb der Schule, statt. Dieses soziale Miteinander ist durch die Auflösung familiärer Strukturen, zum Schaden der Gesellschaft, massiv gefährdet, weshalb es gilt diese schnellstmöglich wieder zu beleben bzw. neu zu aktivieren.

Soziale Kälte und Gleichgültigkeit gegenüber der wichtigsten Ressource des Landes sind nicht hinnehmbar und müssen schnellstmöglich beseitigt werden. Lehrer müssen von unnötigem Balast befreit und in Ihrer täglichen Arbeit unterstützt werden. Kinder müssen wertgeschätz und mit Leistungsanreiz- und Belohnungssystemen motiviert werden, dass Beste aus Ihren Talenten zu machen, sodass sich ein selbstmultiplizierender positiver Sog entfacht.

Jedes Kind, das eine Stunde gesund und gutgenährt, ausreichend gekleidet und frohen Mutes zur Schule gehen kann, schöpft reale Werte für die Gesellschaft, und erhöht damit den volkswirtschaftlichen Multiplikator für die Zukunft des Landes nachhaltig !

Eine Bildungswährung ermöglicht es, soziale Betreuungsnetze nachbarschaftlicher Verantwortung geldfrei mittels Sach- und Dienstleistungen von jederman, wie Stadtteilmutter/Oma, Stadtteil-vater/Opa, Nachhilfe-Coach, Mathematik-Coach, Sport-Coach, Hol- und Bring-Coach, Vereins-Coach, Kultur-Coach, Freizeit-Coach, Musik-Coach, Koch-Nachbar, Schul-Koch, Betreuungs-Coach, Tagesmutter, Pflegeeltern, Noteltern, Hebammen, Kinderärzte, Paten und Mentoren auf einfachste Weise zu initieren und zu organisieren, und damit im Interesse des Gemeinwohls für nachhaltige reale soziale Bindungen und Sicherheit zu sorgen.

Sicherheit gibt es nur in der entanonymisierten Gemeinschaft und im gegenseitigen angstfreien Vertrauen; Vertrauen ist die neue Währung. Vertrauen ist Risiko für den, der den Anfang macht, und für den, der es verspielt. Jedes Kind wird, über die begrenzten gesetzlichen Möglichkeiten hinaus, durch die Bildungswährung mit dem Nötigsten wie Aufmerksamkeit, Zeit, Zuwendung, Kleidung, Ernährung, Gesundheit, Zahnmedizin, Spielzeug, Schulbedarf, Musikkurse, Bücher, Mitgliedsbeiträge etc. ausreichend durch die Gemeinschaft und die direkte Nachbarschaft versorgt um somit optimale Bildungsvoraussetzungen überhaupt erst zu schaffen.

Bildungspunkte "eMark" (EducationMark) können auf vielfältigste Art und Weise erworben und dem persönlichen Bildungskonto (Meine-Perspektive.de) bis zum 18ten Lebensjahr gutgeschrieben und für zusätzliche Bildungs- und Freizeitangebote reinvestiert, oder für das spätere Auslandspraktikum oder Studium angespart werden.

Bildung wird mit Bildung belohnt; eine Art "Zinseszins-Effekt" mit maximaler Hebelwirkung und sozialer Rendite für die Nachhaltigkeit und Qualität einer modernen Gesellschaft.

Ob ein Schüler in seinem Lieblingsfach selbst Nachhilfe anbietet, sich als Sportcoach für gleichaltrige Bewegungsmuffel einsetzt, oder jeden Tag über die virtuelle Anwesenheitsliste des Lehrers Punkte für Teilnahme und soziales Verhalten sammelt, bringt ihn seinen selbst gesetzten Zielen und Wünschen näher und regt ihn über Anreiz- und Belohnungssysteme weiter an, seine Talente zu erproben und dadurch die Eigenmotivation zu steigern.

Mitglieder der Gesellschaft, die sich für Bildungsgerechtigkeit einbringen wollen, können eMark erwirtschaften, indem sie sich als z.B: Stadtteilmutter/Oma, Stadtteilvater/Opa, Nachhilfe-Coach, Mathematik-Coach, Sport-Coach, Hol- und Bring-Coach, Vereins-Coach, Kultur-Coach, Freizeit-Coach, Musik-Coach, Koch-Nachbar, Schul-Koch, Betreuungs-Coach, Tagesmutter, Pflegeeltern, Noteltern, Hebammen, Kinderärzte, Paten und Mentoren freiwillig engagieren, und wiederum mit nachbarschaftlichen geldfreien Hilfsangeboten, zum eigenen Nutzen, verrechnen können.

Dabei gilt, je geopgraphisch näher sich die Beteiligten untereinander helfen und je mehr persönliche Zeit investiert wird, also der persönliche Kontakt vorort gelebt wird, desto höher fallen Anreize und Belohnung in Form von eMark aus, sodass der Engagierte seine soziale Reputation /Socialrating nachhaltig aufbauen kann.

Das könnte in der Praxis bedeuten, dass die rüstige Rentnerin mal auf das Kind der alleinerziehenden Mutter aufpasst, oder das Mittagessen für das Nachbarskind kocht, damit selbst eMark erwirbt, die sie wiederum mangels Mobilität für Einkaufshilfsdienste einsetzen kann. Unzählige SINNergieeffekte lassen sich somit im Sinne einer Mehrgenerationengesellschaft initieren und effektiv organisieren.