Virtuelle Metaebene
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Die virtuelle Ebene ist der Versuch durch den Einsatz von Technik Parteitage entspannter und flüssiger im Ablauf zu machen. Dies soll dadurch geschehen, dass alle Geschäftsordnungsanträge und Teile des Versammlungsablauf über eine virtulle Plattform realisiert werden. Dies macht es möglich, Quoren festzulegen, die eine flüssige Organisation der Veranstaltung gewährleisten, dennoch aber die demokratischen Rechte der Teilnhemer sicherstellen. Auch können bestimmte Anträge durch eine kollaborative Arbeit (mittels Aggregationssysteme) ersetzt werden (zB Tagesordnung), ohne dasss eine Abstimmung nötig ist.
Falls sich ein solches System auf einem Parteitag bewährt, wäre es ein leichtes, dieses zu dezentralisieren (zB über VPN).
Inhaltsverzeichnis
Interessierte
Das hier soll keine AG oÄ darstellen, sondern dient erstmal nur der ergebnisoffenen Erstellung eines Konzepts. Später könnte ein solches System durch eine AG programmiert oder propagiert werden.
Interessentenliste:
Bestandsaufnahme
In jahrelanger Praxis auf Parteitagen und anderen Versammlungen haben sich eien Vielzahl von Anträgen herausgebildet, über die ein Teilnehmer seine Rechte wahrnehmen kann. Diese sind üblicherweise in einer Geschäftsordnung niedergeschrieben:
- Antrag auf Einholung Meinungsbild
- Meinungsbilder selbst
- Antrag auf Änderungen der Tagesordnung
- Antrag auf Schließung der Rednerliste
- Antrag auf Redeerlaubnis für Gastredner
- Antrag auf Nennung der anwesenden Stimmberechtigten
- Antrag auf Ablehnung eines Wahlhelfers
- Antrag auf geheime Abstimmung
- Antrag auf Wiederholung der Wahl
- Antrag auf Auszählung
- Antrag auf getrennte Wahlgänge
- Antrag auf Änderung der Reihenfolge der Wahlgänge
- Antrag auf Alternativantrag
- Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung
- Antrag auf Vertagung der Sitzung
- Antrag auf Begrenzung der Redezeit
- Parteitagsinterne Debatte über Chat/Twitter/etc
nicht Teil der virtuellen Metaebene sollen sein:
- Abstimmungen und Wahlen von Personen
All diese Anträge haben ihren Sinn, jedoch stößt eine solche Geschäftsordnung an einigen Stallen an natürliche Grenzen:
- Es ist eine hohe Disziplin und Kenntnis der GO bei den Teilnehmern vorauszusetzen.
- Es ist nur serielles (nacheinander) Arbeiten möglich
- Bestimmte Minderheiten werden in ihren Rechten beschränkt (zum Beispiel Taubstumme)
- rethorisch begabte Redner haben bessere Chancen gegenüber Schüchtereren
- Eine Versammlung ist durch Einzelne leicht blockierbar
- teilweise harsche Rechteinschränkung (Rederecht) möglich/nötig um den Ablauf der Versammlung zu gewährleisten
- schlechte Skalierbarkeit: Je größer die Versammlung, desto weniger Rechte können dem einzelnen Mitglied gegeben werden.
- Dezentralisierung nur schwer möglich.
- keine automatische Protokollierung möglich
- hohe Verantwortung auf wenige Einzelpersonen (Protokollant, Versammlungsleiter, Wahlleiter)
- Versammlung ist stark ortsgebunden, kurze Pausen einzelner für diese problematisch.
Konzept
Es wird nicht möglich sein, das derzeitige, Jahrzehnte erprobte System 1:1 auf ein virtuelles System umzusetzen. Teilweise sind Einschränkungen nötig, meist aber kann eine bessere demokratische Mitarbeit gewährleistet werden. Die Vorteile eines soclhes System wäre mehr direkte Einwirkung auf den Ablauf und die Möglichkeit größere Versammlungen abzuhalten. Eine Dezentralisiereung ist ebenfalls einfacher denkbar als dies bei normalen Versammlung der Fall wäre.
to be continued. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut :).
Bedenken
Durch Technik kann man keine sozialen Probleme lösen
Stimmt, aber liegt denn überhaupt ein soziales Problem vor? Unser Problem bei Parteitag ist nicht, dass wir uns hoffnungslos zerstreiten (hoffentlich; es mag manchmal so aussehen) sondern dass wir durch die schiere Größe Skalierungsprobleme kriegen. Parteitag mit bis zu 50 Teinehmer gehen meist ohne Probleme über die Bühne, bei 300 wird er sich schon deutlich in die Länge ziehen, bei 500 spätestens müssen Rederechte und andere Rechte der Teilnehmer beschnitten werden, bei 700 ist eine Versammlung nur noch bei großer Disziplin möglich und bei 1000 Teilnehmer funktionieren Parteitage nur noch wenn das meiste vorher schon abgesprochen ist oder keine echte Entscheidung ansteht.
Das Problem was wir hier lösen ist also ein Skalierungsproblem. Wir lösen nicht, dass die Menschen sich untereinander nicht kennen oder nicht mögen (was weiterhin nicht gut ist).
Technik ist manipulierbar
Stimmt, deswegen ist es essentiell, dass die Stimmen niemals geheim sind und jede Aktion nachvollziehbar ist. Dies muss natürlich nicht für alle Welt bekannt sein, aber zumindest für die Teilnehmer ersichtlich sein. Mögliche Manipulationen werden so nicht verhindert, aber zumindest erschwert. Sollte das System durch einen Hackerangriff nachhaltig beschädigt werden, bleibt noch der Fallback in das klassische System.
Ein solches System macht abhängig
Ja, das stimmt, aber wir sind auch abhängig von Beleuchtung, Belüftung, Lautsprecher & Mikrofon, Stromversorgung, Wikipedia, Internet, diverse Lieferanten, freiwillige Helfer, evtl. Bewirtung, Wetter. Zwar macht diesen Mix eine virtuelle Metaebene nicht sicherer, aber die Vorteile sollten die Nachteile aufwiegen. Natürlich muss der Einsatz auf einer professionellen Basis erfolgen.
Jeder muss einen Computer/Handy haben um an diesem System teilzunehmen
Das ist richtig, und die CDU wird sich sicher schwer tun ein solches System einzuführen. Aber mehr und mehr kann man eine "technische Alphabetisierung" voraussetzen. Bestimmte Minderheiten werden durch ein solches System sogar wieder integriert, wie zB Taubstumme, Blinde, Analphabethen (die könnten automatische Screenreader oÄ nutzen). Da immer mehr günstige Handys Internet unterstützen, kann man davon ausgehen, dass der Zugang zu einem Netzwerk keine Hürde mehr darstellt.