Themenfelder der AG Bildung
| Zur Vorgehensweise:
1. Diese Seite befindet sich in der Entwicklung und dient als Arbeitsfläche der AG Bildung. 2. Weitere Punkte bitte in ähnlicher Nummerierungsweise einordnen. 3. Strittige Punkte bitte auf der Diskussionsseite unter der jeweiligen Nr. besprechen (bitte mit Angabe Eures Namen). |
Cluster/Themengebiete des Bildungsprogramms der AG Bildung
Inhaltsverzeichnis
Warum Cluster?
Ziel der AG Bildung ist es einen Programmentwurf im Bildungssektor zu erarbeiten, der auf der nächsten Bundesmitgliederversammlung als mögliche Ergänzung zum Parteiprogramm diskutiert und eventuell verabschiedet werden soll. Die Clusterung der Themengebiete hat in zweierlei Hinsicht einen Vorteil. Zum einen erleichtert sie die systematische Bearbeitung der Themenfelder und zweitens kann man auf der Bundesmitgliederversammlung einzelne Cluster zur Abstimmung stellen, um so eventuelle Diskussionen an bestimmten Inhalten festhalten zu können. Die folgende Clusterung ist als Vorschlag anzusehen und soll weiter bearbeitet und strukturiert werden.
Clusterung der Themengebiete
Allgemeine Bildungsaussagen
Allgemeine Absichten
- Bildung im 21. Jahrhundert (in Bezug zur technischen Entwicklung)
- Partizipation und Transparenz im Bildungswesen
- Gleichberechtigte Lernchancen
Bewertungsproblematik
- Problematik des Bewertungssystems (Subjektivität der Notengebung)
- Möglichkeiten der Objektivierbarkeit in Bezug auf Noten (Beispiel Schweden: anonymisierte Bewertung)
- Abbau latenter Benotungssyteme aufgrund des damit verbundenden Abschwächens von Gesamtleistungen
Lehrplanung & Bildungsstandards, sowie Evaluation & Bildungsmonotoring
- Einführung von Kerncurricula an Stelle von Rahmenrichtlinien und Lehrplänen (Input=Steuerung)
- Erforschung und Erarbeitung nationaler Bildungsstandards (Klieme Expertise)
- von Bewertung und Benotung unabhängige Evaluation und Monotoring, die der empirischen Erfassung der tatsächlichen Leistungen im Bildungssektor dienen (Output=Steuerung)
Open Access und Erarbeitung freier Informations- und Lehrmaterialien
Nachhaltigkeit von Bildungsprozessen
Praktische Aussagen im schulischen Sektor
Vorschulischer Bereich
- Möglichkeiten zur frühen Förderung von Vorschulkindern (spielrisches Lernen)
- Stellungsnahme gegen jegliche Ansichten der Bewertung und des Lerndrucks für Vorschulkinder
- soziales Lernen und Partizipationsmöglichkeiten für Kleinkindern (frühe Formen des demokratischen Lernens)
- Kritischer Umgang mit Informationen --> Warum ist "Warum" so wichtig?
- Ausbau von Kita= und Krippenplätzen mit gleichzeitigem Förderungsprogramm für einkommensschwache Familien
Primarstufe (Klasse 1-4)
- gemeinsamer Unterricht aller Schulkinder
- Erwerb elementarer Befähigungen (Lesen, Schreiben und Rechnen) und natürlich den Spass und das Interesse am Lernen selbst
- Förderung von Neugierde, Zweifel und Hinterfragungstechniken bei Kindern / Befähigung der Pädagogen zur diesbezüglichen Förderung
- Professionalisierung von Unterrichtsfächern z.B. im Bereich des Sachunterricht/Heimatkunde durch bessere Mögllichkeiten der Fortbildung Lehrkräfte
- Ausbau der Strukturen der SchülerInnenmitverwaltung (Stichwort: Partizipation der Kinder bei der Gestaltung des Schulprofils)
- Testverfahren am Ende der 2. und 4. Klasse, welche der Abprüfung von erlernten Kompetenzen dienen sollen. Stichwort: Evaluation und Bildungsmonotoring (diese Verfahren sollten nach der Klieme=Expertise unabhängig von der Notengebung geschehen)
- Möglichkeiten für Lehrer eröffnen, Kinder mit Lernschwächen oder auch Hochbegabung speziell zu fördern
Sekundarbereich I (5-10)
- Aufbruch überholter Strukturen im Dreigliedrigen Schulsystem (damit verbunden aber keine Forderung nach der Errichtung neuer Einheitsschulen)
- Einführung eines einheitlichen und gemeinsamen Grundunterrichtes, der sich an für alle SchülerInnen verbindlichen Kernkompetenzen bzw. Mindeststandards orientiert. (siehe Standards)
- Forderung nach zusätzlichem Aufbau kursdynamischer Strukturen, damit SchülerInnen eigenverantwortlich über Mindesstandards heraus Fachkompetenzen und spezielle Befähigungen erwerben können (Stichwort Wahlpflichtkurse)
- Gestaffelte, aufeinander aufbauende Kurssysteme (Beispiel: Anfängerkurs A, Fortgeschrittender Kurs B...)
- Förderung von kritischem Hinterfragen zu schulischen Sachverhalten --> wertungsfreies Angebot von mehreren Lösungswegen/Sichtweisen durch die Pädagogen.
- Abbau des Frontalunterrichts in Fächern, welche großes Diskussionspotential bieten. Animation der Schüler Diskussionen zur Meinungsbildung zu nutzen.
Sekundarbereich II
Gymnasiale Oberstufen
- Ausbau von Kurssystemen und spezifischen Wahlmöglichkeiten
- Möglichkeit der Spezialisierung als Vorbereitung auf anschließendes Studium
- Ausbau von praxisnahen Fachgymnasien im Kontext einer berufsqualifizierenden Ausbildung
Berufschulwesen
- Ausbau besserer Möglichkeiten eines berufsqualifizierenden Studiums
Universitärer Sektor
Allgemeine Grundsätze
- Wiedereinführung eines universitären Studiums im Sinne Humboldts (Allgemeinbildung)
- keine Verschulung universitärer Bildung
- praxisnahe und zügige Ausbildung an Fachhochschulen und Fachschulen
- Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit der Wissenschaft (Selbstverwaltung der Hochschulen)
- mit öffentlichen Geldern erzeugte Erkenntnisse, Wissen und Know-How sind öffentliches Gut
Praktische Forderungen
- Möglichkeiten eines gebührenfreien Studiums
- Weiterentwicklung und Förderung des Bereichs Open Access an Universitäten und Fachhochschulen zum Ausbau des kulturellen Allgemeingutes der Gesellschaft
Erwachsenenbildung
Grundbildung
- Migration
- Analphabetentum
Berufsbildung
- Umschulung
- Internationalisierung
- ausserbetriebliche Weiterbildung
- innerbetriebliche Weiterbildung
Allgemeinbildung
- kulturelle Bildung
- politische Bildung
- Bildung im Alter