SN:Kreisverband/Görlitz/AG Freifunk Zittau

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AG Freifunk Zittau

Ansprechpartner: Niels Seidel (-ns) Beteiligte: Stephan, Dave

Treffen

Der Termin für das nächste Treffen der AG: 3. oder 7. Dezember 2009, 19 Uhr (genauer Termin wird bekannt gegeben)

Ort des nächsten Treffens wird wieder der Wissenschaftsladen (Innere Weberstr. 28) sein.

Ziel / Vision der Arbeitgruppe

Freier Zugang zu Bildung und Wissen durch einen kostenfreien und flächendeckenden Internetzugang im Stadtzentrum von Zittau.

Philosophie

Jeder Bürger hat das Recht auf ein menschenwürdiges, selbst bestimmtes Leben in Freiheit. Dies kann nur in einer Gesellschaft geschehen, die Bürgern Orte für die Entfaltung der Persönlichkeit und ein menschenwürdiges Leben zur Verfügung stellt, unabhängig von Einkommen und Status. Der freie Zugang zu Wasser, Luft, Strom, öffentlichen Straßen und Plätzen, Schulen und Universitäten muss genauso gesichert sein, wie der ungehinderte Zugang zu freien digitalen Netzen als Orte der Öffentlichkeit im neuen digitalen Raum. Um diese Orte zu ermöglichen und effiziente lokale Netze und Breitbandinternet für alle im städtischen und ländlichem Raum aufzubauen, muss das offene Spektrum neben gegenwärtigen WLAN-Frequenzen ausgeweitet werden. Ein demokratischer Diskurs kann nur gesichert sein, wenn öffentliche Orte hierfür existieren. Offene Infrastrukturen wie Verkehrswege, Telekommunikationsnetze, Energie- und Wasserversorgung sind nicht nur eine Basis für wirtschaftliche Aktivitäten, sondern grundlegend notwendig für das gleichberechtigte Miteinander der Menschen in der Gesellschaft. Sie entscheiden als das zentrale Element, wer aktiv an der Demokratie, in der Wirtschaft und dem kulturellen Leben teil hat. Zugänge zu Infrastrukturen müssen daher frei und ungehindert sein. Der Betrieb von Infrastrukturen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Offene Betriebsmodelle des Teilens von Ressourcen und Arbeit, wie bei freien Bürgernetzen, müssen deshalb gewinnorientierten Geschäftsmodellen gleichgestellt werden. Infrastrukturen dienen zu aller erst dem Gemeinwohl.


Motivation für die Stadt Zittau und die Region der südlichen Oberlausitz

  • Ergänzt Zittaus Image als Hochschulstandort und steigert Attraktivität der Innenstadt für Studierende
  • ein Freifunk-Netz gibt Besuchern der Stadt die Gelegenheit aktuelle und positionsabhängige Informationen über Sehenswürdigkeiten, Kultur und Gastronomie im Internet abzurufen. Freifunk ist so gesehen ein Geschen der Zittauer Bürger an seine Gäste.
  • ein Zugang zum Freifunk stellt insbesondere für Gäste gastronomischer Einrichtungen einen Mehrwert dar, der zum Verweilen anregt.
  • Verbesserung der Lebensqualität durch reichhaltige Kommunikationsinfrastruktur
  • moderne Wissensarbeiter können überall im Stadtgebiet ihrer Arbeit nachgehen
  • das Freifunk-Netz kompensiert die fehlende Verfügbarkeit von UMTS in der Region durch einen Internetzugang für Mobilgeräte, wie Laptops, Handys oder PDAs.
  • ungenutzte Kapazitäten des eigenen Internetanschlusses können anderen Bürgern zur Verfügung gestellt werden, wenn man dadurch gleichzeitig anderswo im Stadtgebiet Zugang zum Internet erhält


Bildung und lebenslanges Lernen

  • ortsunabhängiger Zugang zu E-Learning-Angeboten der Hochschulen und im WWW
  • Chancengleichheit beim Zugang zum Internet unabhängig von Einkommen und technologischem Sachverstand (=> Maßnahme zur Beseitigung digitalen Kluft)

Ausgangssituation

Breitbandverfügbarkeit in Sachsen: PDF

DSL-Hauptverteiler in und um Zittau

Die Standorte der Hauptverteiler der deutschen Telekom geben Aufschluss über die Verfügbarkeit und die mögliche Bandbreite eines (A)DSL-Anschlusses in den umliegenden Siedlungsgebieten. Genauer gesagt ist die Länge des Kabels zwischen Hauptverteiler und Hausanschluss entscheidend. Beträgt diese mehr als 4-5 km ist meist kein (A)DSL verfügbar. Neben den Hauptverteilern ist aber auch der Abstand zum nächsten Kabelverzweiger ausschlaggebend.

Die folgende Karte zeigt einige Hauptverteiler in der Region: Karte

Zielgruppen

  • Studierende der Hochschule Zittau/Görlitz
  • Studierende des Internationalen Hochschulinstitut Zittau
  • Gastronomische Einrichtungen in Zittau (siehe freewave)
  • Schulen
  • Vereine
  • IT Unternehmen
  • Klinikum Oberlausitzer Bergland
  • Stadt Zittau als Unterstützer


Mission

  1. Vereinsgründung: freifunk e.V.
  2. Konzept ausarbeiten
  3. technical proof of concept
  4. Gewinnung von Multiplikatoren
  5. PR


Technische Konzeption

WLAN-fähiges Gerät ==> freifunk Zugangspunkt (WLAN-Router) ==> SSL Proxy auf einem dedizierten Server ==> VPN-Tunnel, beispielsweise zu einem schwedischen Provider ==> WWW

Reglementiert auf HTTP/HTTPS, E-Mail, DNS und Bandbreitenbeschränkung je nach Auslastung des Servers.

Kosten: ca. 700 Euro/Jahr bei ehrenamtlicher Installation und Administration der Systeme.

Rechtliche Überlegungen

  • ein Blog zum Thema
  • Position bzgl. Vorratsdatenspeicherung
  • Datenschutz, Vertraulichkeit am Proxy
  • mögliche Missbrausszenarien
  • Risiken für den Betreiber und Nutzer minimieren


Public Relation

  • Webservice
  • Sticker für Gastronomie / Plakate
  • Verhaltenscodex
  • Infoveranstaltungs
  • Workshop: "Sicher und frei beim freifunk dabei"
  • FAQ
  • Tutorials


Erfolgreiche Initiativen andernorts

Was können wir von anderen erfolgreich laufenden Initiativen mitnehmen? Wollen wir uns mal jemanden einladen?