SN:Kreisverband/Görlitz/AG Freifunk Zittau
Inhaltsverzeichnis
AG Freifunk Zittau
Ansprechpartner: Niels Seidel (-ns) Beteiligte: Stephan, Dave
Treffen
Der Termin für das nächste Treffen der AG: 26. November 2009, 19 Uhr
Ort des nächsten Treffens wird wieder der Wissenschaftsladen (Innere Weberstr. 28) sein.
Ziel / Vision der Arbeitgruppe
Freier Zugang zu Bildung und Wissen durch einen kostenfreien und flächendeckenden Internetzugang im Stadtzentrum von Zittau.
Philosophie
Jeder Bürger hat das Recht auf ein menschenwürdiges, selbst bestimmtes Leben in Freiheit. Dies kann nur in einer Gesellschaft geschehen, die Bürgern Orte für die Entfaltung der Persönlichkeit und ein menschenwürdiges Leben zur Verfügung stellt, unabhängig von Einkommen und Status. Der freie Zugang zu Wasser, Luft, Strom, öffentlichen Straßen und Plätzen, Schulen und Universitäten muss genauso gesichert sein, wie der ungehinderte Zugang zu freien digitalen Netzen als Orte der Öffentlichkeit im neuen digitalen Raum. Um diese Orte zu ermöglichen und effiziente lokale Netze und Breitbandinternet für alle im städtischen und ländlichem Raum aufzubauen, muss das offene Spektrum neben gegenwärtigen WLAN-Frequenzen ausgeweitet werden. Ein demokratischer Diskurs kann nur gesichert sein, wenn öffentliche Orte hierfür existieren. Offene Infrastrukturen wie Verkehrswege, Telekommunikationsnetze, Energie- und Wasserversorgung sind nicht nur eine Basis für wirtschaftliche Aktivitäten, sondern grundlegend notwendig für das gleichberechtigte Miteinander der Menschen in der Gesellschaft. Sie entscheiden als das zentrale Element, wer aktiv an der Demokratie, in der Wirtschaft und dem kulturellen Leben teil hat. Zugänge zu Infrastrukturen müssen daher frei und ungehindert sein. Der Betrieb von Infrastrukturen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Offene Betriebsmodelle des Teilens von Ressourcen und Arbeit, wie bei freien Bürgernetzen, müssen deshalb gewinnorientierten Geschäftsmodellen gleichgestellt werden. Infrastrukturen dienen zu aller erst dem Gemeinwohl.
Motivation für die Stadt Zittau und die Region der südlichen Oberlausitz
- Ergänzt Zittaus Image als Hochschulstandort und steigert Attraktivität der Innenstadt für Studierende
- ein Freifunk-Netz gibt Besuchern der Stadt die Gelegenheit aktuelle und positionsabhängige Informationen über Sehenswürdigkeiten, Kultur und Gastronomie im Internet abzurufen. Freifunk ist so gesehen ein Geschen der Zittauer Bürger an seine Gäste.
- ein Zugang zum Freifunk stellt insbesondere für Gäste gastronomischer Einrichtungen einen Mehrwert dar, der zum Verweilen anregt.
- Verbesserung der Lebensqualität durch reichhaltige Kommunikationsinfrastruktur
- moderne Wissensarbeiter können überall im Stadtgebiet ihrer Arbeit nachgehen
- das Freifunk-Netz kompensiert die fehlende Verfügbarkeit von UMTS in der Region durch einen Internetzugang für Mobilgeräte, wie Laptops, Handys oder PDAs.
- ungenutzte Kapazitäten des eigenen Internetanschlusses können anderen Bürgern zur Verfügung gestellt werden, wenn man dadurch gleichzeitig anderswo im Stadtgebiet Zugang zum Internet erhält
Bildung und lebenslanges Lernen
- ortsunabhängiger Zugang zu E-Learning-Angeboten der Hochschulen und im WWW
- Chancengleichheit beim Zugang zum Internet unabhängig von Einkommen und technologischem Sachverstand (=> beseitig digitale Kluft)
Ausgangssituation
- Breitbandverfügbarkeit in Sachsen: PDF
DSL-Hauptverteiler im Landkreis Görlitz: karte
Zielgruppen
- Studierende der Hochschule Zittau/Görlitz
- Studierende des Internationalen Hochschulinstitut Zittau
- Gastronomische Einrichtungen in Zittau (siehe freewave)
- Schulen
- Vereine
- IT Unternehmen
- Klinikum Oberlausitzer Bergland
- Stadt Zittau als Unterstützer
Mission
- Vereinsgründung: freifunk e.V.
- Konzept ausarbeiten
- technical proof of concept
- Gewinnung von Multiplikatoren
- PR
Technische Konzeption
WLAN-fähiges Gerät ==> freifunk Zugangspunkt (WLAN-Router) ==> SSL Proxy auf einem dedizierten Server ==> VPN-Tunnel, beispielsweise zu einem schwedischen Provider ==> WWW
Reglementiert auf HTTP/HTTPS, E-Mail, DNS und Bandbreitenbeschränkung je nach Auslastung des Servers.
Kosten: ca. 700 Euro/Jahr bei ehrenamtlicher Installation und Administration der Systeme.
Rechtliche Überlegungen
- ein Blog zum Thema
- Position bzgl. Vorratsdatenspeicherung
- Datenschutz, Vertraulichkeit am Proxy
- mögliche Missbrausszenarien
- Risiken für den Betreiber und Nutzer minimieren
Public Relation
- Webservice
- Sticker für Gastronomie / Plakate
- Verhaltenscodex
- Infoveranstaltungs
- Workshop: "Sicher und frei beim freifunk dabei"
- FAQ
- Tutorials
Erfolgreiche Initiativen andernorts
Was können wir von anderen erfolgreich laufenden Initiativen mitnehmen? Wollen wir uns mal jemanden einladen?
- freifunk in Deutschland
- freifunk in Berlin
- freewave-Netz in Wien
- Piratenfreifunk
- irgendwer in Sachsen??