SN:Kreisverband/Görlitz/AG Freifunk Zittau
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Version vom 5. November 2009, 11:07 Uhr von AlBern (Diskussion | Beiträge)
Inhaltsverzeichnis
AG Freifunk Zittau
Ansprechpartner: Niels Seidel (~~) Beteiligte: ...
Treffen
Der Termin für das erste Treffen der AG: wird in der Mailingliste verhandelt
Ort des nächsten Treffens wird wieder der Wissenschaftsladen sein.
Ziel
Freier Zugang zu Bildung und Wissen durch einen kostenfreien und flächendeckenden Internetzugang im Stadtzentrum von Zittau.
Motivation
- ungenutzte Kapazitäten des eigenen Internetanschlusses können anderen Bürgern zur Verfügung gestellt werden, wenn man dadurch gleichzeitig anderswo im Stadtgebiet Zugang zum Internet erhält
- Internet immer und überall in Zittau
- ein Internetzugang und insbesondere ein Breitbandzugang, ist für untere Einkommensschichten leider nicht immer bezahlbar
- in Zittau ist weder UMTS, noch eine vergleichbare Technologie verfügbar, die einen Netzzugang per Funk ermöglicht
- Imagegewinn für Zittau (touristisch, als Hochschulstandort, Lebensqualität, Chancengleichheit bei Bildung, Demokratieförderung)
- ...
Vorgehen
- Konzept ausarbeiten
- technischer Beweis der Machbarkeit
- Probelauf
- Öffentliche Vorstellung
Umsetzung aus Sicht des freifunk-Nutzers
Möglichkeit A
- es gibt eine Zugangskontrolle (login) und eine Anmeldung bei der die korrekte Anschrift überprüft wird
- alle www-Angebote sind frei zugänglich
- es wird protokolliert, welcher Nutzer sich wann, an welchen Hotspot angemeldet hat
Nachteil:
- login und Registrierung bieten keine ausreichende Sicherheit davor, dass Nutzer kriminelle Handlungen im Internet begehen. Ein psychologischer Effekt der Abschreckung besteht aber sehr wohl.
- die Protokollierung muss nach dem Grundsatz der Datensparsamkeit erfolgen.
- für die Nutzer muss der vertrauliche Umgang mit ihren login-Daten (Ort, Zeit) glaubwürdig sichergestellt werden.
Möglichkeit B
- es gibt keine Zugangskontrolle (login) oder Anmeldung
- der Internetzugang wird auf bestimmte Seiten beschränkt (whitelist)
- die whitelist ist frei zugänglich und Vorschläge zur Erweiterung bedürfen einer mehrheitlichen Zustimmung der Hotspotbetreiber/des Trägers/eines Gremiums
- es wird nichts protokolliert
- um E-Mail-Kommunikation zu gewähren, wird ein webmail-client (nur imap) eingerichtet
Nachteil:
- den Anspruch nach freiem Zugang zu Bildung und Wissen kann man nicht gerecht werden, wenn die Bildungs-/Wissensinhalte gemäß einer whitelist bestimmt werden
- nach welchen Regeln werden die Seiten in die whitelist aufgenommen? Wie geht man insbesondere mit Webangeboten aus der Privatwirtschaft und wie geht man beispielsweise mit Unternehmen aus der Region um?
- es ist fraglich, ob traffic-lastige www-Angebote, wie youtube o.ä. generell vorenthalten werden sollten
- hindert eine whitelist freifunk-Nutzer effektiv am Begehen von Straftaten im www? (Beispiel: Persönliche Beleidigung auf einer Forenseite der Sächsischen Zeitung. Oder: So genannte Denial Of Service (DOS) Attacks, d.h. tausendfache Aufrufung einer Seite bis der Server zusammenbricht)
Umsetzung des freifunk-Netzes aus technischer Sicht
Möglichkeit A
- alle beteiligten Hotspots sind autonom
- nur Leute mit (direktem) Internetzugang können einen Hotspot errichten
- Anbieter haben die Wahl, ob sie sich einen zweiten Router zu ihrem existieren hinstellen oder, ob sie sich einen speziellen Router kaufen, der (a) zwei virtuelle WLAN-Netze anbieten kann und (b) den traffic für das offene Netz zu reglementieren vermag. Bsp: Linksys WRT54 (Auchtung Versionen!!)
- VPN-Tunnel zwischen Router und VPN-Provider optional, weil kostenpflichtig
Nachteil:
- das wird u.U. nicht ganz Flächendecken
- mit Kosten für die Anschaffung von zusätzlichem Router verbunden
- nicht ausreichende Rechtssicherheit, ohne Beschränkung auf eine whitelist
Möglichkeit B
- beteiligte Hotspots sind Teil eines mesh-ups
- ein direkter Internetzugang ist keine Voraussetzung für den Betrieb eines Hotspots, da dieser auch als Brücke im mesh-up dienen kann
- Ziel eines flächendeckenden Zugangs im Stadtgebiet wird realistisch
Nachteil:
- Betrieb ist nur mit speziellen Routern mit einer speziellen Firmware möglich
- nicht alle direkten Internetzugänge können sich mit einem VPN-Tunnel rechtlich absichern bzw. verschleiern (Geldfrage)
- Router sollten mit verbesserten Antennen (Eigenbau) ausgestattet sein
- zwischen zwei benachbarten Router-Antennen muss unmittelbarer oder mittelbarer (über x andere Antennen) Sichtkontakt bestehen.
Erfolgreiche Initiativen andernorts
Was können wir von anderen erfolgreich laufenden Initiativen mitnehmen? Wollen wir uns mal jemanden einladen?
- freifunk in Deutschland
- freifunk in Berlin
- freewave-Netz in Wien
- Piratenfreifunk
- irgendwer in Sachsen??