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Version vom 5. Juli 2009, 16:48 Uhr von Mannometer (Diskussion | Beiträge) (Begründungen der Forderungen)
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Arbeitskreis Umwelt und Energiepolitik

Kurzinformation

Dieser Arbeitskreis beschäftigt sich mit der aktuellen Energie- und Umweltpolitik. Dabei konzentrieren wir uns natürlich zuerst auf Kernthemen, welche in der Bevölkerung sehr auf Interesse stoßen. Da wir zur Landtagswahl Ende August antreten, möchten wir auch zu diesem Thema einen Standpunkt ausbauen. Auch auf bundespolitischer Ebene wird hart an diesem Thema gearbeitet. siehe Energiepolitik

Mitglieder

Energiepolitik

Ziele des Arbeitskreises

Ziel des Arbeitskreises ist es, einen Weg zu finden um unseren Kindern eine intakte Umwelt zu hinterlassen. Unsere aktuelle Energie- und Umweltsituation wird noch viel zu sehr von Lobbyismus und Ausbeutungspolitik gesteuert. Dies dient oft dazu den Profit einiger weniger Konzerne zu steigern anstatt eine nachhaltige Energiewirtschaft und damit eine intakte und lebenswerte Umwelt anzustreben. Ziel ist es auch in Deutschland und gemeinsam mit anderen Nationen den Grundsätzen der Vereinten Nationen gerecht zu werden.

Im Jahre 1992 auf Ihrer Tagung in Rio de Janeiro haben die Vereinten Nationen Grundsätze verabschiedet. Hier sollen nur einige interessante Grundsätze aufgezeigt werden.
Alle Grundsätze der UN als pdf Format. Sehr lesenswert.

Grundsatz 1
Die Menschen stehen im Mittelpunkt der Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung. Sie haben das Recht auf ein gesundes und produktives Leben im Einklang mit der Natur.

Grundsatz 3
Das Recht auf Entwicklung muss so verwirklicht werden, dass den Entwicklungs- und Umweltbedürfnissen der heutigen und der kommenden Generationen in gerechter Weise entsprochen wird.

Grundsatz 4
Damit eine nachhaltige Entwicklung zustande kommt, muss der Umweltschutz Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein und darf nicht von diesem getrennt betrachtet werden.

Grundsatz 8
Um nachhaltige Entwicklung und eine höhere Lebensqualität für alle Menschen herbeizuführen, sollten die Staaten nicht nachhaltige Produktionsweisen und Konsumgewohnheiten abbauen und beseitigen und eine geeignete Bevölkerungspolitik fördern.

Grundsatz 10
Umweltfragen sind am besten auf entsprechender Ebene unter Beteiligung aller betroffenen Bürger zu behandeln. Auf nationaler Ebene erhält jeder Einzelne angemessenen Zugang zu den im Besitz öffentlicher Stellen befindlichen Informationen über die Umwelt, einschließlich Informationen über Gefahrstof- fe und gefährliche Tätigkeiten in ihren Gemeinden, sowie die Gelegenheit zur Teilhabe an Entscheidungsprozessen......

Grundsatz 15
Zum Schutz der Umwelt wenden die Staaten im Rahmen ihrer Möglichkeiten allgemein den Vorsorgegrundsatz an. Drohen schwerwiegende oder bleibende Schäden, so darf ein Mangel an vollständiger wissenschaftlicher Gewissheit kein Grund dafür sein, kostenwirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschlechterungen aufzuschieben.

Grundsatz 21
Die Kreativität, die Ideale und der Mut der Jugend der Welt sollten mobilisiert werden, um eine weltweite Partnerschaft zu schaffen und so eine nachhaltige Entwicklung herbeizuführen und eine bessere Zukunft für alle zu sichern.

Grundsatz 25
Frieden, Entwicklung und Umweltschutz bedingen einander und sind unteilbar.

Forderungen an die Politik

In Bezug auf die Grundsätze der UN sind unsere Forderungen an die Politik folgende:

  • Transparenz zu Risiken und Nebenwirkungen aller fossilen, kerntechnischen und erneuerbaren Energieformen schaffen
  • einen systematischen Übergang zu echten alternativen erneuerbaren Energieformen schaffen
  • Abbau von Lobbyismus, welcher alleinig nur dem Ziel der Profiterhöhung auf Kosten der Umwelt dient
  • mehr und bessere Aufklärung zum Energiesparen betreiben mit konkreten vergleichenden Gegenüberstellungen, sowie schon im Kindesalter ein Überdenken des gewohnten Konsumverhaltens und Energieverbrauches zu fördern.
  • Verzicht auf Subventionen, aber Schaffung von Anreizen (EEG) zum Umbau der Energiewirtschaft hin zur Nachhaltigkeit
  • Verbesserung der Energiepolitik zu anderen Nationen. Anstatt die Gier nach fossilen aber doch endlichen Energieträgern aufrechtzuerhalten, sollten lieber ein Wissenstransfer zur gemeinsamen Nutzung regenerativer Energien ausgearbeitet werden.

Begründungen der Forderungen

Transparenz
Warum eigentlich Transparenz in der Energiepolitik? In unserer aktuellen Politik hat der Bürger kaum eine Chance mitzuverfolgen, was in unserer Energiepolitik geschaffen wird. Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland stehen einer nachhaltigen Energiewirtschaft in Richtung erneuerbare Energien aufgeschlossen gegenüber [1]. Transparenz heißt auch hier, alle Formen der Energieerzeugung gegenüberzustellen sowie Vor- und Nachteile zu benennen und mit Kennwerten soweit wie möglich zu untermauern. Verdeckte Lobbyarbeit zu Ungunsten neuer innovativer Ideen und Entwicklungen darf es nicht geben. Risiken und Nebenwirkungen von energietechnischen Anlagen sollten den betreffenden Bürgern bekannt gemacht werden.


Systematischen Übergang schaffen
Es ist sehr zu begrüßen, dass die deutsche Regierung über den Schritt des Energieeinspeisungsgesetz (EEG) den Ausbau erneuerbarer Energien zur Verringerung des CO2 Ausstoßes fördert. Der Anteil an erneuerbaren Energien in der Gesamtenergiebilanz betrug 2008 immerhin schon stolze 15,1 %! Trotz allem werden mit Hochdruck höchst zweifelhafte Projekte gefördert, wie z.B. die CCS Technologie [2] oder Biodiesel. Außerdem sollen weitere Kohlekraftwerke gebaut werden. Ist das etwa nachhaltig?
Statt das Geld in vorübergehende Entwicklungen zu stecken, sollte an echten CO2 neutralen und zukunftsfähigen Energiegewinnungsmodellen geforscht und diese zielstrebig ausgebaut werden.

Abbau von Lobbyismus

Aufklärung zum Energiesparen

Verzicht auf Subventionen
Generell bewirkt ein Subventionieren immer eine Verzerrung. Würde Strom zum tatsächlichen Erzeugerpreis verkauft werden, wären einige Verfahren zur Erzeugung von Energie unwirtschaftlich.
Beim Atomstrom wird angefangen von der Haftpflichtversicherung der Atomkraftwerke bis zur Untersuchung von Endlagerstätten durch Forschungszentren quersubvensioniert. Der deutsche Steuerzahler bringt hierbei pro Jahr annähernd 2 Milliarden Euro an Steuermittel auf.


Energiepolitik zu anderen Nationen
Durch eine gemeinsame Politik kann in Ländern, welche eine bessere geographische Lage und damit oft einer sinnvolleren Nutzung des Energieertrages versprechen (z.B. Sahara - Solarenergie), kann z.B. durch Schaffung von Arbeitsplätzen mehr Stabilität erreicht werden. Dies ist eine unbedingte Voraussetzung zu einer globalen Energiesicherheit. Die Vereinten Nationen haben diesen Punkt in ihrem Grundsatz Nr. 25 abgebildet.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das aktuelle Desertec Projekt [3]

Techniken der Energieerzeugung

Sonne

Solarthermie
Bei der Solarthermie trifft das Sonnenlicht (die Photonen) auf eine absorbierende Oberfläche (in der Regel sogenannte Solarpanels). In diesem Solarpanel entsteht durch die Strahlungsenergie der Photonen Wärme, welche ein Trägermedium erhitzt (Prinzip eines Durchlauferhitzers). Die entstehende Wärme kann als Brauchwasser bzw. zum Heizen genutzt werden.
Eine zweite Form der Solarthermie beschreibt Kraftwerke, welche aus einer großen Anzahl von Spiegeln bestehen. Diese Strahlen werden gebündelt und auf einen Kollektor (Behältnis mit der zu erhitzenden Flüssigkeit) gerichtet. Hierbei wird Dampf mit Temperaturen erreicht, welche Turbinen zur Stromerzeugung antreiben.


Photovoltaik Bei der Photovoltaik wird Sonnenlicht (Solarenergie) mittels Solarzellen (i.d.R. Silizium) direkt in elektrischen Gleichstrom umgewandelt. Hierbei unterscheidet man noch zwischen den Solarpanels ausgestattet mit Siliziumwafer und der neuen materiealsparenden Dünnschichttechnik.

Wind

Windkraftanlagen (Windparks, Offshore)

Wasser

Pumpspeicherwerke
Laufwasserkraftwerk
Osmosekraftwerk
Gezeitenkraftwerk

Erdwärme

Biomasse

Erdöl

Erdgas

Kohle

Gashydrat

Atomenergie

Uran -> Spaltung von Uran
Plutonium -> schnelle Brüter

Links

Der CDU wird für ihre energiepolitischen Aussagen Wählertäuschung vorgeworfen [4]

Umweltpolitik


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