SN:Bundestagwahl 2013/Kandidatenfragen/thema

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Thema
FRAGE:

Welches politische Thema ist dir besonders wichtig?



Jonas M.

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Impyer

Besonders wichtig sind mit:

sehr wichtig:

  • Steuerrecht
  • Haushaltsrecht
  • Energiepolitik

wichtig:

  • Wirtschaft
  • Forschung und Bildung

Martin Lorenz

Bildung, Verkehr, Steuer, Mitbestimmung, Tranzparent, Kultur.

Neismark

Obwohl momentan Finanzpolitik ganz oben auf der Agenda zu stehen scheint (Eurokrise), halte ich mittelfristig andere Themen für wesentlicher. Nicht zuletzt die Wirtschaftspolitik, die allerdings mit der Finanzpolitik eng verzahnt ist. Des Weiteren ist Bildung ungemein wichtig, gerade weil sie in der aktuellen Politik offensichtlich nicht den nötigen Stellenwert genießt. Aber was, wenn nicht unser gut ausgebildeter Nachwuchs, soll in Zukunft unseren Wohlstand sichern!? Und letzten Endes ist das Alles wenig wert, wenn bürgerliche Freiheiten unter dem Deckmantel der "Alternativlosigkeit" geschleift werden - insofern spielen auch die Ressorts der Innen- und Sicherheitspolitik wie auch der Justiz eine wichtige Rolle.

Voltaire07

nur Stichpunkte:

Bildung,

Wirtschaft (BGE gehört für mich nicht zu "Soziales", sondern Wirtschaft, weil es einen dauerhaften Einfluß aufs ganze System haben wird)

Gesundheit (endlich weg von Tarifen und Beiträgen, hin zu Inhalten und Verbesserung der Ausbildung). Hier sollte auch die Auseinandersetzung um und mit den Drogen angesiedelt sein. Das hat mit Strafrecht etc. erst mal nichts zu tun, sondern bestenfalls mit Betäubungsmitteln. Aber erst mal mit Gesundheit. Definieren wir nach Suchtpotential und Folgekosten, krempelt sich alles um.

Sebastian "Altstadtpirat" Harmel

Mir liegen die Themen Außen-, Sicherheits-, Verteidigungs-, Friedens- und Entwicklungspolitik besonders am Herzen. Als Offizier habe ich die Auswirkungen der derzeitig katastrophalen Politik im Kosovo und Afghanistan in vollem Ausmaß miterlebt. Die Reflexion der Ereignisse brachte mich zum Schluss, dass eine Umdenken und eine Veränderung nur auf politischer Ebene zu erreichen ist. Mein Ziel ist es statt auf Interventionen, eine nachhaltige, faire und friedliche Zusammenarbeit mit anderen Staaten durchzusetzen. Zudem möchte ich eine Alternative zum Umbau der Bundeswehr in ein weltweit einsetzbares Expeditionskorps erarbeiten.

Außen- und Sicherheitspolitik

Motto: unu mondo („Eine Welt“ in Esperanto)

Problematik:

Durchsetzung einseitiger geostrategischer und wirtschaftlicher Interessen statt Zusammenarbeit

Schwächung und Erpressung (mittels Beitragszahlung) der Vereinten Nationen

Unterminierung des Völkerrechts

Unilaterale Machtpolitik unter Abstützung auf eine "Koalition der Willigen"

Nichtanerkennung internationaler Organisationen Beispiel: Internationaler Gerichtshof in Den Haag

Lösungsansätze:

Akzeptanz der Selbstbestimmung, Entwicklung und Souveränität anderer Staaten

Institutionalisierung und Einhaltung des Völkerrechts

Reform der Vereinten Nationen

Unterstützung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)

Vorrang und Förderung von Krisenprävention und ziviler Konfliktbewältigung

Umsetzung der besonderen Schutzbedürftigkeit von Frauen (VN-Resolution 1325)

Sicherheit wird durch Dialog, Transparenz (Auswärtiges Amt) und Solidarität erreicht

Ende der Doppelstandards im Umgang mit anderen Staaten

Krieg ist kein Mittel der Politik

Ablehnung von Interventionen

Defensive Ausrichtung deutscher Nachrichtendienste und keine Einmischung in Angelegenheiten anderer Staaten

Fokussierung auf die Ursachen von Krieg und daraufhin Entwicklung von Lösungen

Freier Austausch von Wissen

Unterstützung der Anti-Kriegsbewegungen weltweit

Einsatz einer zivilen Friedensbrigade zur Vermittlung von gewaltfreien Konfliktlösungsstrategien und Hilfe zur Selbsthilfe

In der AG Außen- und Sicherheitspolitik engagiere ich mich vor allem in der kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzepten "Responsibility to Protect"/"Vernetzte Sicherheit". Zudem habe ich an der Potsdamer Konferenz 2012 und dem Internationalen Afghanistan Friedenskongress Bonn teilgenommen. In meinem Auslandsstudium an der University of New South Wales habe ich Sicherheitspolitik studiert. Als Student nahm ich an den Model United Nations (NMUN) am UN-Hauptsitz in New York und an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main teil. Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit besuchte ich zahlreiche Weiterbildungen/Seminaren zur Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik und führte diese mit unterschiedlichsten Lerngruppen auch selbst durch.

Verteidigungspolitik

Motto: Übergang zur Friedenspolitik

Problematik:

Unverständnis und Unzufriedenheit mit politischen Entscheidungen bei den Soldaten

Beteiligung an völkerrechtlich umstrittenen Einsätzen

Transformation einer Wehrpflichtarmee mit dem Auftrag Heimatverteidigung hin zu einem weltweit einsetzbaren Expeditionskorps

Auflösung des Trennungsgebots bzgl. des Bundeswehreinsatzes im Inneren

Bündnispolitische Nibelungentreue statt kritisch-konstruktive Solidarität

Mangelnde Umsetzung der Vereinbarkeit von Familie und Dienst

Lösungsansätze:

Erarbeitung verteidigungspolitischer Richtlinien und einer alternativen Bundeswehrreform

Ende der Einsätze (ISAF/ATALANTA/KFOR)

Einsatz für ein Verbot von chemischen, biologischen und Kernwaffen sowie atomarer Militärtechnik sowie Uran-, Phospor-, Streumunition sowie Anti-Personenminen

Ausbau und Förderung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der Europäischen Union

Austritt aus der NATO bedingt durch die eingeschränkte Beistandspflicht Artikel 5 NATO-Vertrag und Völkerrechtsverletzungen Beispiel: Missbrauch der UN-Resolution 1973

Der Schwerpunkt meiner inhaltlichen Arbeit liegt bei der Untergruppe Verteidigungspolitik. Der Antrieb zum Engagement und letztendlich Gründung der Untergruppe basiert auf persönlichen Erfahrungen. Mit dem Gefühl der Ohnmacht und Unzufriedenheit mit der derzeitigen Verteidigungspolitik bin ich nicht allein. 76,2% der militärischen Führungskräfte geben an, nicht an der Bundeswehrreform mitwirken bzw. eigene Vorstellungen und Ideen einbringen zu können. Mein Ziel ist es, fundierte unideologische und nachhaltige Alternativen aufzuzeigen und damit die Programmarbeit der Piraten zu gestalten.

Entwicklungspolitik

Motto: FreiheitGerechtigkeitNachhaltigkeit

Zitat: „Entwicklung kostet – keine Entwicklung kostet die Zukunft“ (Zitat KfW)

Problematik:

Unterschiedliches Verständnis von Entwicklung

Fragwürdige Wirksamkeit, mangelnde Nachhaltigkeit und Gefahr des Assistenzialismus

Betroffenheitsmüdigkeit & Entsolidarisierung = öffentliches & politisches Desinteresse

Skepsis gegenüber Entwicklungspolitik da Verquickung von außenpolitischen, sicherheitspolitischen oder kommerziellen Eigeninteressen

Überforderung mit Aufgaben gemessen an Mittelausstattung = Ohnmacht & Frustration bei den Aktiven

Informationsflut führt zu mangelnder Orientierung

Lösungsansätze:

Solidarische, nachhaltige und faire Entwicklungszusammenarbeit

Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen

Feedbackkultur, Transparenz und konstruktiver Umgang mit Kritik

Wissensmanagement und Erfahrungsaustausch

Nationale und transnationale Vernetzung der Zivilgesellschaft

Not- und Katastrophenhilfsbrigade als Alternative zum Militäreinsatz

Ablehnung der Vereinnahmung der Entwicklungspolitik durch die Sicherheitspolitik (Vernetzte Sicherheit)

Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele

Initiativen von unten

1% des Bruttonationaleinkommens als Nettoauszahlungen an staatlicher Entwicklungshilfe (Official Development Assistance, ODA)


Entwicklungspolitik ist eines meiner Interessengebiete. Im Studium hatte ich im Nebenfach Politikwissenschaft Vorlesungen/Seminare zur Thematik. Die praktische Umsetzung, mit all ihren Herausforderungen, erlebte ich dann im Kosovo und Afghanistan. Ich hoffe mich in Zukunft mehr in die Arbeitsgruppe einbringen zu können und habe den Workshop auf der PK12 besucht.

Florian Bokor

Die Frage ist dann zum dritten Mal hier. Nur halt anders formuliert.

Es geht mir immer noch darum, wie wir als Gesellschaft funktionieren und wie wir das besser machen können. Und, wie wir die von Veränderungen des 21. Jahrhunderts – die ja von vielen als Bedrohung wahrgenommen werden – als Chancen nutzen können.

Christian Hoffmann

Maximale Transparenz der Warenketten

Rücksichtsvoller Umgang mit Ressourcen

Globale soziale Gerechtigkeit

Politik nachvollziehbar machen

Frank Umann

Allgemein: Wirtschafts- und Sozialpolitik

Speziell:

  • BGE
  • Soziale Gerechtigkeit: Keine Armut, kein Hartz4, keine Niedriglöhne, keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit, keine hohen Sozialabgaben auf niedrige Löhne. Ein BGE kann all dies lösen.
  • Abmahnindustrie
  • Erbschaftsteuer
  • Energiewende

Carolin Mahn-Gauseweg

  • Verkehrspolitik / Bau / Stadtentwicklung:
    • Verkehrsinfrastrukturen in öffentliche Hand
    • Energetisch sinnvolle Sanierungen
    • Alternative Verkehrskonzepte / Antriebskonzepte
    • Verbrauchsreduzierung
    • Ausbau öffentlichen Verkehrs
  • Außenpolitik / Entwicklungszusammenarbeit


Generell ist es mir wichtig, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass es für komplexe Probleme keine holzschnittartigen Lösungen geben kann. Außerdem scheint es mir wichtig, besser abzuschätzen, welche Auswirkungen die Entscheidungen eines Politikfeldes auf andere Themenfelder hat (Föderung der Flexibilisierung von Arbeit <-> Umweltschutz durch geringeres Verkehrsaufkommen).