SN:Bundestagwahl 2013/Kandidatenfragen/Lqfb
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- In welchem Umfang benutzt du Liquid Feedback?
- Ist Liquid Feedback eine gelungene Implementierung von Liquid Democracy?
- Sollte Liquid Feedback mehr sein als ein unverbindliches Umfragetool?
- Was für Probleme siehst du aktuell bei Liquid Feedback?
- Wie sehr repräsentieren die Ergebnisse aus Liquid Feedback die Piratenpartei?
- Was hälst du von der Darstellung von Liquid Feedback in den Medien? Ist Liquid Feedback unser Herzstück (Spiegel Online) und die 'technische Seele der Piratenpartei' (Heise Telepolis)
- Sollte Liquid Feedback als ständige Mitgliederversammlung in die Satzung aufgenommen werden?
- Für wie vertrauenswürdig hälst du die Ergebnisse von Liquid Feedback? Können vom Liquidizer Zwischenfall in Heidenheim auch etwas für Liquid Feedback lernen?
- Ist jeder Pirat eine politische Person in dem Sinne dass die Privatsphäre zu Gunsten von Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse geopfert werden sollte?
- Gibt es auch dann Probleme beim Einsatz von Liquid Feedback, wenn dort nur Unverbindliches erarbeitet wird, zum Beispiel ein Vorschlag für die Antragsreihenfolge auf dem BPT?
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Impyer
Meiner Meinung nach ist LQFB ein relativ gutes Tool um bspw. die Arbeit von Arbeitsgruppen oder die Antragsausarbeitung zu begleiten - es ermöglicht die schnelle Sammlung von Alternativvorschlägen, Anregungen und Ähnlichem - aber es sollte nicht für Beschlüsse herangezogen werden. LQFB unterstützt keine geheimen Abstimmungen. Wenn damit aber Beschlüsse gefasst werden soll, es also mehr als ein unverbindliches Tool als zusätzlicher Feedbackkanal wird, herrscht eine faktische Partizipationspflicht um die politische Haltung der Piratenpartei beeinflussen zu können. Spätestens in diesem Moment müsste eine geheime Abstimmung aber möglich sein. Da dies nicht möglich ist, kann LQFB nie für Beschlüsse herangezogen werden.
Probleme sehe ich u.A. in der mangelhaften Beteiligung an dem Tool, in der recht komplexen Oberfläche und in der Stimmverzerrung durch unbegrenzte Delegationsketten.
Martin Lorenz
Nein da ich keinen zuganghabe.
Carolin Mahn-Gauseweg
Vorweg muss ich gleich sagen, dass ich zur Bundesinstanz keinen Zugang habe (obgleich mehrfach schon angefordert). LQFB hinkt auf Bundesebene also schon deshalb, weil nicht alle beteiligungswilligen Piraten auch tatsächlich teilhaben können. Daraus ergeben sich folgerichtig und zwangsläufig Probleme (auch mit Hinblick auf das Beispiel Antragsreihenfolgen).
LQFB ist ein guter Start für die technische Umsetzung einer Liquid Democracy. Der Weisheit letzter Schluss ist es sicherlich nicht; schon aufgrund der Delegationsproblematik.
Wie Impyer schon sagt, kann LQFB in seiner aktuellen Form nicht über Umfragen hinaus genutzt werden. Dazu wäre die Möglichkeit geheimer Abstimmung notwendig. Ich bin auf die Umsetzung der SMV in Sachsen gespannt und kann mir gut vorstellen, ein solches Vorhaben, wenn es denn funktioniert, auch bundesweit zu etablieren. Aber dazu müssen wir erst einmal Erfahrungen sammeln.