SL:Politik/Saarlandprogramm

Aus Piratenwiki
< SL:Politik
Version vom 10. Mai 2016, 11:44 Uhr von Uwe Caspari (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Saarlandprogramm ist das ausführliche Parteiprogramm der Piratenpartei Saarland. Alle beschlossenen Standpunkte der Partei in einer Übersicht, sortiert nach Kategorien. Es erweitert das Grundsatzprogramm und wird auszugsweise verwendet als Wahlprogramm.

Inhaltsverzeichnis

Präambel

Wir sind die Saarpiraten.

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) ist eine am 10. September 2006 in Berlin ge- gründete deutsche Partei. Sie versteht sich in Anlehnung an die schwedische Piratpartiet als Partei der Informationsgesellschaft. Der Landesverband Saarland wurde am 24. Juni 2009 ins Leben gerufen. Die Piratenpartei möchte dazu beitragen, dass die Chancen der modernen Informations- und Wissensgesellschaft im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger weitestgehend genutzt werden und kämpft dafür, die Gefahren des Missbrauchs abzuwenden.

Dazu gehört auch die umfassende Wahrung der Freiheitsrechte. Informationelle Selbst- bestimmung, freier Zugang zu Wissen und Kultur, sowie die Wahrung der Privatsphäre bilden die Basis für eine von den Bürgern getragene, sozial gerechte, freiheitlich- demokratische Grundordnung. Die moderne Informationstechnologie bietet neue Werk- zeuge für die direkte Beteiligung am gesellschaftlichen Diskurs und an der politischen Meinungsbildung. Wir wollen Möglichkeiten schaffen, den direkten Einfluss der Bürger zu erhöhen und den Einfluss von parteipolitischer Einflussnahme sowie Lobbyismus zu verringern.

Für besonders wichtig halten wir dabei:

  1. den Anspruch der Transparenz gegenüber dem Staat und gegenüber allen Institutionen, die eine besondere Machtstellung gegenüber den Bürgern ausüben (»Gläserner Staat« statt »Gläserner Bürger«).
  2. umfassenden Bildungszugang als Voraussetzung, politische Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen.
  3. Möglichkeiten der Teilhabe an Entscheidungsprozessen und Kontrollen.

Diese Begriffe beschreiben ein Fundament, das wir als „piratig“ betrachten. Sie sind ein Leitfaden für unsere Politik und der Grundstock, auf dem dieses Wahlprogramm entstand und sich weiterentwickeln wird. Daher sind wir weder links noch rechts, sondern mutig vorn. Wer sich für öffentliche Angelegenheiten interessiert und engagiert und sich der politischen Auseinandersetzung stellt, ist bei den Saarpiraten willkommen. Eine »Och- sentour« wie bei den bekannten Parteien gibt es hier nicht. Alle Entscheidungen und Forderungen des Landesverbandes Saarland der Piratenpartei werden mit größtmögli- cher Transparenz und Beteiligung der Mitglieder getroffen und formuliert. Wir bieten ein Podium oder Portal für politisch Interessierte, die bereit sind, sich lösungsorientiert der politischen Auseinandersetzung zu stellen.

Unser Verständnis von Demokratie ist geprägt durch ein intensives Miteinander zum Wohle der ganzen Gesellschaft und aller Bürger. Jeder kann jederzeit an der politischen Arbeit der Piraten teilhaben.

Demokratie

Mehr Bürgerbeteiligung - weniger Hürden bei Volksbegehren

Volksantrag

Volksbegehren

Volksentscheid

Wahlrecht ab 16

Offenlegung von Abgeordnetennebeneinkünften

Familie

Gemeinsames Sorgerecht als Regelfall, Stärkung des Umgangsrechtes

Gesellschaft

Rücknahme der aktuellen Verpackungsverordnung

Aufhebung des Tanzverbotes an "stillen Tagen"

Föderalismus

Erhalt des Saarlandes als eigenständiges Bundesland

ÖPNV

Ausbau des ÖPNV

Ausbau des Nahverkehrsnetzes

Energiepolitik

Ausstieg aus der Kernenergie – Ausbau regenerativer Energien

Förderung dezentraler Energieversorgung

Ausbau regenerativer Gasversorgung

Stillgelegte Bergwerke als Energiespeicher

Landwirtschaft

Bessere Standards in der Nutztierhaltung

Keine Gentechnik in der Landwirtschaft

Förderung ökologischer Landwirtschaft

Infrastruktur

Bürgerentscheid bezüglich Nordsaarlandstraße

Erhebung realer Daten der Internetverfügbarkeit

Vorbereitung des Netzausbaus bei Straßenbauarbeiten

Überarbeitung von Förderprogrammen und Förderkriterien für den Breitbandausbau

Haushalt

Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen bei Behörden und Verwaltungen

Konsolidierungshilfen ausschließlich für Reformen und Investitionen

Beibehaltung des Länderfinanzausgleiches

Begrenzung der Fraktionsfinanzierung

Innere Sicherheit

Effizienzsteigerung in der öffentlichen Verwaltung

Gegen Videoüberwachung des öffentlichen Raumes

Innere Sicherheit ohne Einschränkung der Freiheitsrechte

Gegen Nacktscanner

Gegen Sicherheitstheater und Terrorhysterie

Verbesserte Ausstattung der Polizei

Eindeutige Kennzeichnung von Polizisten

Digitale Gesellschaft

Gegen Depublizieren

Freier Zugang zu öffentlich finanzierten Daten

Transparente Parlamente und Räte

Live-Stream und Videoprotokolle des Landtags

Onlinepetitionen nach Bundesvorbild

Freies WLAN in öffentlichen Gebäuden

Einführung neuer Onlinebeteiligungsformen als Pilotprojekte im Saarland

Gesundheitspolitik

Ablehnung der elektronischen Gesundheitskarte

Spezielles Ausbildungsprogramm für Notfallmediziner

Förderung von Senioren-WGs

Berücksichtigung des demographischen Wandels bei Pflegeberufen

Abschaffung der Praxisgebühr

Bildung - frühkindlich

Abschaffung von Krippen-, Kita- und Kindergartengebühren

Garantie gut erreichbarer Krippen-, Kita- und Kindergartenplätze

Förderung von Firmen-Kitas

Bildung – Grundschulen

Vermehrter Einsatz von Verwaltungskräften an Grundschulen

Bildung - Weiterführende Schulen

Stundenkontingente zur Entwicklung eines pädagogischen Schulprofils

Neue Lehrerausbildung an der Universität

Verbesserung der Schulstruktur

Bildung – Gymnasium

Festlegung der Mindestschülerzahl in der Oberstufe

Mehr Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe

Bildung - Hochschule

Präambel

Aufhebung des Kooperationsverbots

Abschaffung aller Studiengebühren

Master für Alle

Reform des Universitätsrates

Erhalt der Kompensationsmittelzahlungen

Langfristige Sicherung der Hochschulfinanzierung

Infrastrukturverbesserung an den Hochschulen

Ausbau der studentischen Mitbestimmung

Erhalt der saarländischen Hochschullandschaft und der Universität als Volluniversität

Zusammenführung der verschiedenen Hochschulgesetze zu einem Landeshochschulgesetz Saarland

Unbefristete Arbeitsverträge an Hochschulen als Normalfall

Befreiung der Professoren und akademischen Mitarbeitern von Verwaltungsdienstleistungen

Bildung – Allgemein

Verbesserungen beim zweiten Bildungsweg

"Lern-, Medien- und Informationskompetenz" als Hauptfach in allen weiterführenden Schulen

Verbesserte Medienausstattung an Schulen

Inklusion

Reform der Lehrerfeuerwehr

Abschaffung der zwangsmobilen Einsatzzeit

Abschaffung der katholischen und evangelischen Religion als ordentliches Schulfach

Allgemeine Ethik als ordentliches Schulfach

An- und Abmeldung vom Religionsunterricht durch religionsmündige Minderjährige ohne Unterschrift der Eltern

Wirtschaft

Förderung des Strukturwandels in der saarländischen Wirtschaft

Förderung offener Arbeitsstrukturen

Ausbau der wirtschaftlichen Kooperation mit benachbarten Regionen

Einführung einer Finanztransaktionssteuer

Servicegesellschaften in öffentlicher Hand

Verbesserungen bei Leih- und Zeitarbeit

Einführung eines allgemeinen Mindestlohnes

Förderung von kooperativen Unternehmensformen

Tierschutz

Verbot der Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben

Ernennung eines Landestierschutzbeauftragten

Fortführung des Runden Tierschutz-Tisches

Einführung eines Heimtiergesetzes

Einführung eines Verbandsklagerechtes

Zoophilie verstößt gegen Tierschutzgesetz

Pflicht zu Katzenschutzverordnungen

Aufhebung von Hunde-Rasselisten