SH:LPT2013.1/Anträge/Sofortige Rezeptfreiheit für die "Pille danach"

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Dies ist ein Antrag zur Änderung des Grundsatzprogramms an den Landesparteitag 2013.1.

Antrag Nummer   an den LPT 2013.1.
Beantragt von
Bardiok
Titel 
Sofortige Rezeptfreiheit für die "Pille danach"
Empfehlung der Antragskommission
 
Hinweise der Antragskommission
 
betrifft Abschnitt/Kapitel 
Abschnitt A/B/C § 42 Abs. 23

Antragstext

Es wird beantragt im Grundsatzprogramm an geeigneter Stelle einzufügen:

Die Piratenpartei fordert die sofortige Rezeptfreiheit für die "Pille danach"! Das Medikament mit dem Wirkstoff Levonorgestrel bleibt apothekenpflichtig und wird mit Einnahmehinweisen durch den Apotheker abgegeben.



Begründung

1. Die "Pille danach" ist nicht mit der "Abtreibungspille" zu verwechseln. Die Forderung zur Rezeptfreiheit entspricht den Empfehlungen der WHO. In weltweit 6o, davon in 28 europäischen Ländern, wie Belgien, Österreich und der Schweiz seit 2009, ist die rezeptfreie Abgabe durch Apotheken die Regel.

Der Sachverständigenausschuss "Verschreibungspflicht" des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte hat das Aufheben der Verschreibungspflicht bereits 2003 für unbedenklich erklärt. Der Berufsverband der Frauenärzte kämpft jedoch seither mit fadenscheinigen Begründungen gegen die Freigabe an, etwa mit dem Argument, man müsse die Frauen vor der Rezeptausstellung über Empfängnisverhütung aufklären. Da "Levonorgestrel" gut verträglich und unbedenklich ist, wenn eine Frau es im Einzelfall unnötigerweise einnimmt, sind die ablehnenden Argumente der Frauenärzte nur vorgeschoben.

Wegen finanzieller Interessen wird die Frau speziell am Wochenende auf eine häufig erniedrigende Odyssee geschickt, da sie zuerst über die Notaufnahme eines Krankenhauses das Rezept erbetteln muß, um es dann in einer Notdienstapotheke einzulösen. Problematisch wird dies für die Frau besonders dann, wenn es nur konfessionell geführte Krankenhäuser im Umfeld gibt, die häufig die Hergabe eines Rezeptes verweigern, während für die Frau speziell am Wochenende die Uhr läuft, denn die "Pille danach" muß innerhalb von 72 Stunden eingenommen werden.


2. Dieser Antrag gehört deshalb ins Grundsatzprogram, da dieses Thema, wie wir oben in der Begründung sehen, seit Jahren stagniert. Das deutet auf einen Stellenwert hin, wie es seinerzeit das Thema Abtreibung per se hatte, also Gegenstand einer gesellschaftlichen Grundsatzdebatte war.

Diskussion
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