SH:LPT2012.3/Anträge/P0303 Schulsozialarbeit langfristig absichern

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Dies ist ein Antrag zur Änderung des Grundsatzprogramms an den Landesparteitag 2012.3.

Antrag Nummer   an den LPT 2012.3.
Beantragt von
Ghurki
Titel 
Schulsozialarbeit langfristig absichern
Empfehlung der Antragskommission
 
Hinweise der Antragskommission
 
betrifft Abschnitt/Kapitel 
Landeswahlprogramm 2012 9. Bereich „Bildung“ / "Bessere Betreuung"

Antragstext

Es wird beantragt im Landeswahlprogramm folgende Änderung vorzunehmen:

Aktuelle Fassung:

9. Bildung

9.19 Bessere Betreuung

Wir fordern einen Betreuungsschlüssel bzw. eine Klassengröße, die einen verbesserten Unterricht sowie eine individuelle Betreuung zum Ziel hat. Dazu gehört die Schaffung neuer Lehrerstellen und eine angemessene Fort- und Weiterbildung der Lehrer. Auch die Qualität des Unterrichts soll regelmäßig überprüft werden. Wir streben die verbindliche Umsetzung der für die bestmögliche Förderung notwendigen Betreuungsschlüssel und Klassengrößen im Bildungswesen bis zum Jahr 2022 an. Dabei sollte man sich an aktuellen psychologisch-pädagogisch und soziologisch anerkannten internationalen und nationalen Bildungsstudien für die entsprechenden Lerngruppen orientieren. In den Bereichen Medienkompetenz und Pädagogik sehen wir einen besonderen Bedarf an Weiterbildung für Lehrer. Zudem wollen wir Angebote schaffen, bei denen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern an das Thema Mediennutzung herangeführt werden. Die Anzahl der Schulsozialarbeiter – auch an Gymnasien – muss erhöht werden. Dies ist Ländersache und darf nicht den Kommunen aufgebürdet werden.

Neue Fassung:

Statt der letzten 2 Sätze soll eingefügt werden:

Die durch Bundesmittel in Höhe von derzeit jährlich 13 Mio. € geschaffenen Maßnahmen der Schulsozialarbeit müssen über das Jahr 2013 hinaus längerfristig abgesichert werden. Bereits 2009 schätze der Landesrechnungshof den Bedarf an Schulsozialarbeit auf mind. 500 Stellen in Schleswig Holstein und es kann aktuell eher von einer noch höheren Bedarfslage ausgegangen werden. Jugendhilfe und Schule stehen in gemeinsamer Verantwortung im Hinblick auf die Bildungs- und Zukunftschancen der Kinder und Jugendlichen in unserem Land. Schulsozialarbeit versteht sich als ein professionelles, sozialpädagogisches Angebot, das durch verbindlich vereinbarte und gleichberechtigte Kooperation von Jugendhilfe und Schule dauerhaft im Schulalltag verankert ist. Angebote und Methoden der Jugendhilfe werden somit integrativer Bestandteil der Schule. Durch ihre ganzheitliche Sichtweise von SchülerInnen, die systemische Herangehensweise an Problemlagen und den Grundsatz der Freiwilligkeit bringt Schulsozialarbeit eine andere pädagogische Qualität in die Schule. Dies trägt zur Verbesserung der Lern und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen bei. Wir begrüßen daher, dass seit dem Jahr 2011 auch in Schleswig Holstein die Notwendigkeit von Schulsozialarbeit offiziell anerkannt wurde und im Bildungshaushalt ein eigener Etat für Schulsozialarbeit geschaffen wurde. Wir Piraten in Schleswig Holstein setzen uns ein für die Aufstockung dieses Etats, die Ausweitung der Schulsozialarbeit und die Schaffung eines eigene „Landesprogramms Schulsozialarbeit“. Die derzeitige Landesförderung beschränkt sich auf die Förderung von Schulsozialarbeit an Grundschulen. Ein neues „Landesprogramm Schulsozialarbeit“ muss eine Förderung von Maßnahmen der Schulsozialarbeit an allen Schultypen – auch an Gymnasien – ermöglichen. Nur so kann verhindert werden, dass die Kommunen von 2013 an allein in der Verantwortung stehen, die Schulsozialarbeit aus eigenen Mitteln fortzuführen zu müssen - was angesichts der geringen finanziellen Spielräume mit Sicherheit bei einer Vielzahl von Kommunen dazu führen wird, dass die gerade neu entstandenen Netzwerke der Schulsozialarbeit sofort wieder zerstört würden.

Begründung

Das Thema Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit wird sich Mitte 2013 m.E. nach in der politischen Diskussion zuspitzen und sicherlich auch an der einen oder anderen Stelle im Kommunalwahlkampf eine Rolle spielen. Insofern finde ich es sinnvoll, hierzu eine etwas ausführlichere Position in´s grundsätzliche Parteiprogramm aufzunehmen.

Diskussion
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