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Piratenpartei stellt Kandidaten für die Landtagswahl auf
(Kiel) Auf der Mitgliederversammlung des schleswig-holsteinischen Landesverbandes der Piratenpartei wurden am gestern im Restaurant Green Fields in Kiel die Kandidaten für die Direkt- und Listenmandate gewählt. Dass die „Piraten“ die Möglichkeiten des Internets kreativ und pfiffig zu nutzen wissen, belegt die äußerst kurzfristige Einberufung der Mitgliederversammlung innerhalb weniger Tage, die nötig geworden war, weil der Ministerpräsident Carstensen die „gestellte“ Vertrauensfrage zum Herbeiführen der Landtagswahl am 27. September 2009 absichtlich verloren hatte.
Wie sehr die Piratenpartei den Nerv breiter Bevölkerungsschichten getroffen hat, macht spätestens die Liste der gewählten Direkt- und Landeslistenkandidaten deutlich. Es sind eben nicht nur die „Internetfreaks“, die sich aus Sorge um Gegenwart und Zukunft politisch einbringen wollen. Die gewählten Kandidaten der Piratenpartei spiegeln tatsächlich den Durchschnitt der Bevölkerung wieder, wie die Vorstellung der Kandidaten ganz eindeutig belegte. Die Piratenpartei wird nahezu überall in Schleswig-Holstein mit Direktkandidaten zur Landtagswahl antreten. Die Landesliste wird von der 27jährigen Anika Catharina Tanck aus Flensburg angeführt. Ihr folgen auf den nächsten Plätzen Ulrich König, Philipp Stern, Klaus Petersdorf und Adrian Müller.
Der Landesvorsitzende Ulrich König war beeindruckt vom tief in allen Kandidaten sitzenden Willen, Freiheit und Bürgerrechte politisch verteidigen zu wollen. „Heute ist klar geworden, dass der demokratische Widerstand gegen die zunehmenden staatlichen Einschränkungen der Bürgerrechte die Fünf-Prozent-Hürde in Schleswig-Holstein überspringen wird. Die unter Generalverdacht gestellte Bevölkerung kann sich nun auf dem Stimmzettel wehren,“ stellte Ulrich König zum Abschluss der Landesversammlung der schleswig-holsteinischen „Piraten“ fest.