RP:AG Bauen und Verkehr/Nuerburgring

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Zusammenfassung des Nürburgring Ausbaus

Grundlagen zum N-Ring

Auszug aus Studie zu Freizeitparks in Deutschland
Lehrbuch mit der Geschichte des N-Rings und einer Raumanalyse
Bilder zur Projektplanung des Nürburgrings der Tikle GmbH
Offizielle Broschüre des Nürburgrings
Rechtsgutachten Nürburgring
Publizierte und tatsächliche Zuschauerzahlen
Businessplan Nürburgring 2009
Infos zum Insolvenzverfahren

Presseberichte

Übersicht Berichterstattung Handelsblatt
Grafiken der RZ zu geschönten Zuschauerzahlen und Links zu weiteren RZ Artikeln

Timeline

Quellen:
Chronologie der CDU Gau-Odernheim
Chronologie der Rhein-Zeitung
Chronologie von Ralf Seekatz CDU Landtagsabgeordneter Westerwaldabr>

2004

  • Erlebniszentrum am Nürburgring als Geschäfts- und Freizeitpark vorgestellt
  • Geschätzte Kosten von 150 bis 200 Millionen Euro
  • etwa 50 Prozent der Kosten sollen Privatinvestoren tragen
  • Das Gelände um den defizitären Formel-1-Kurs Nürburgring soll zu einer Erlebnisregion werden - ohne öffentliches Geld.
  • Geplant ist ein in Europa einmaliges Ferien- und Geschäftszentrum.
  • Mit dem Projekt sollen 500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden plus rund 2500 im Umfeld

2006

  • Land und Landkreis beschließen die Nürburgring GmbH in den nächsten drei Jahren mit 30 Millionen Euro.
  • Jahresfehlbetrag der Nürburgring GmbH: 40 Millionen Euro

2007

Baubeginn für das Großprojekt unter der SPD-Alleinregierung. Zunächst sind 215 Millionen Euro veranschlagt. Rund 80 Millionen Euro soll ein Großinvestor tragen, der unter anderem ein Hotel baut. Die restlichen 135 Millionen Euro liegen in der Verantwortung der Nürburgring GmbH, die zu 90 Prozent dem Land und zu 10 Prozent dem Kreis Ahrweiler gehört. Ein weiterer Privatinvestor soll gefunden werden.
November

  • Finanzminister Deubel gibt grünes Licht für Nürburgring Projekt; 252 Millionen Euro Kosten
  • 158 Millionen Euro soll die Landesgesellschaft und 94 Millionen ein Privatinvestor (Kai Richter, Geschäftsführer der Mediinvest GmbH, Düsseldorf und Partner) tragen

Mai

  • Mindestens vier Berater und Mitarbeiter der Bremer Millionenpleite "Space Park" wirken am Nürburgring mit
  • der Bremer Freizeitpark wurde sieben Monate nach Eröffnung geschlossen; 650 Millionen Euro Verlust


2008

Oktober/November

  • Die 80 Millionen Euro fließen laut Deubel mit Zinsen in die Landeskasse zurück, weil die Finanzierung fehlgeschlagen ist.

September

  • Richter informiert Aufsichtsratschef Deubel über Finanzschwierigkeiten; Sofortmaßnahme: 3 Millionen Euro fließen von der Nürburgring GmbH über den Finanzdiensleister IPC/Pinebeck – der 50.000 Euro Provision erhält – an die Motorsportressort Nürburgring GmbH; 38 Millionen Euro gibt die landeseigene Investmentbank ISB und ihre Tochtergesellschaft als Kredit oder stille Einlage für Richters Investition, die inzwischen auf 94 Millionen Euro angewachsen ist.
  • 80 Millionen Euro werden aus der Landeskasse auf ein Schweizer Konto der Nürburgring GmbH bei der Liechtensteiner Landesbank überwiesen; das Bardepot dient einer geplanten, angeblich besonders günstigen Finanzierung der Nürburgring-Projekte durch IPC/Pinebeck und Partnern

August

  • erste Gerüchte über Finanzschwierigkeiten des Privatinvestors Kai Richter kommen auf

2009

  • Das Projekt wird teurer als geplant. Die Summe erhöht sich auf gut 250 Millionen Euro.
  • Die Privatfinanzierung des Nürburgrings scheitert spektakulär, ein angeblicher Vermittler spielt dabei eine dubiose Rolle. Finanzminister Deubel tritt zurück, auch Manager Kafitz muss seinen Hut nehmen. Kurz darauf wird der Freizeitpark eingeweiht.

Januar Ein Kredit der Nürburgring GmbH über 3 Millionen Euro, finanziert aus dem Liquiditätspool des Landes, an die Mediinvest, mit dem kurzfristige Zahlungsschwierigkeiten überbrückt werden sollten, wird bekannt. Die dingliche Sicherung dieses Kredits erweist sich als zumindest unzureichend. Nachdem der Mediinvest die angestrebten Investitionskredite von Banken wegbrechen, muss das Projekt durch eine stille Beteiligung der ISB-Tochter RIM über 29 Millionen Euro und einen Konsortialkredit einer norditalienischen Bank über 33 Millionen, an dem die ISB mit 9 Millionen beteiligt ist, gerettet werden. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf 252 Millionen Euro beziffert.

Februar In der Plenarsitzung des Landtags am 5. Februar 2009 teilt Finanzminister Deubel mit, dass die Nürburgring GmbH im Frühjahr 2008 als Beitrag zu einem Finanzierungsmodell für ihre Investitionen mit privaten Partnern, namentlich der Firma IPC, 80 Millionen Euro, finanziert aus dem Liquiditätspool des Landes, auf einem Konto in der Schweiz deponiert hatte. Im November 2008 musste dieses Modell zunächst als gescheitert aufgegeben werden. Es bestand im Kern aus dem Kauf nicht fertig eingezahlter amerikanischer Lebensversicherungen zu Preisen unter dem aktuellen Barwert, Entrichtung der fehlenden Versicherungsprämien und Auszahlung der Versicherungen an Pinebeck mit Gewinnmargen weit über sonstigen Finanzierungsanlagen. Im Zuge des Scheiterns dieses Modells werden die 80 Millionen aus der Schweiz zurück transferiert. Minister Deubel berichtet im Landtag, dass IPC/Pinebeck über zwei Jahre Beraterhonorar im Gesamtwert von bis zu 750.000 Euro erhalten hat

März Trotz Scheiterns im ersten Anlauf wollen Landesregierung und Nürburgring GmbH das Finanzierungsmodell mit IPC und weiteren Partnern wie dem Schweizer Kaufmann Urs Barandun in einem zweiten Anlauf doch noch verwirklichen. Statt IPC ist nun die Firma Pinebeck, bestehend aus einer Pinebeck S.A. in Luxemburg und GmbH’s mit Sitz in Usingen, Hessen der private Partner, betrieben durch die gleichen Personen wie die Inhaber von IPC. Urs Barandun soll für die Fa. Pinebeck die nötigen Finanzmittel besorgen. Diesmal werden 95 Millionen Euro auf ein Schweizer Konto bei der Liechtensteiner Landesbank überwiesen, damit der Finanzvermittler seine Zahlungs fähigkeit und die seines Geschäftspartners Nürburgring GmbH nachweisen kann. Obendrein gibt es ein "Mitzeichnungsrecht" für das Konto, das nach Presseberichten bei Urs Barandun liegt. Pinebeck will die gesamten, von der Nürburgring GmbH errichteten, Immobilien kaufen und zurück vermieten. Obendrein soll die Nürburgring GmbH an dem Gewinn des sog. "Kerngeschäfts" von Pinebeck beteiligt werden. Gegenüber einer konventionellen Baufinanzierung mit Staatsbürgschaft ergebe sich ein Vorteil von 50 Millionen Euro. CDU- und FPD-Opposition im Landtag schalten Rechnungshof ein

April erste Frist für die Auszahlung des Geldes verstreicht; laut Aussage des Finanzministers wird es weitere 6 Wochen dauern

Mai Die Liechtensteiner Landesbank, bei der die 95 Millionen Euro aus Landesmitteln deponiert sind, steigt aus dem Geschäft aus. Als Begründung nennt Finanzminister Deubel die durch die anhaltende Kritik der Opposition im Land und der Presse drohende Rufschädigung der Bank. Es wird eine neue Bank gesucht, deren Name zunächst geheim gehalten wird. Zwei Fristen für die Auszahlung des Kaufpreises für die von der Nürburgring GmbH errichteten Einrichtungen durch die Fa. Pinebeck verstreichen. Deubel erklärt aber unverdrossen, dass das Geld nun unmittelbar fließen werde. 28. Mai: Boris Becker wird als Ringbotschafter präsentiert. Er erhält eine Gage von 500.000 Euro. Der Aufsichtsrat hatte allerdings nur 250.000 Euro genehmigt