Postgender

Aus Piratenwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tango-preferences-system.svg Diese Seite ist noch im Entwurfs-Stadium und wird gerade gemeinschaftlich erstellt. Beteilige Dich und beachte die Artikeldiskussionsseite.

Wie definierst Du den Begriff "postgender"? Was bedeutet er für Dich?

  • Für mich ist Post-Gender vor allem das stetige, aufrichtige Bemühen, über sämtliche geschlechtsspezifischen Merkmale hinweg, den Menschen wahrzunehmen und dennoch Rücksicht nehmen zu können, auf die Besonderheiten der unterschiedlichen Bedürfnisse (auch biologischer) und der Sozialisation. Es ist aber vor allem das bewusste Verneinen einer wie auch immer gearteten Hierarchie "des einen über das andere". Die Bereicherung des eigenen Lebens durch die Andersartigkeit von Identifikationen, Sichtweisen und Erfahrungen anzunehmen und wertzuschätzen, egal, ob diese nun weiblich, männlich, hermaphrodit, bi, asexuell, lesbisch, schwul oder bewusst queer (ohne besondere Reihenfolge) sind oder eine Kombination aus alledem. Für mich verhält es sich mit Gender zu Sexus genauso, wie mit Menschsein zu Religion. Das biologische Geschlecht ist so oder so, das soziale Geschlecht wählt sich (hoffentlich) jeder selbst (oder eben keines). Alles davon ist gleich zu schützen und nicht zu diskriminieren, sondern gleichberechtigt zu ermöglichen und zu fördern. --Arnd Klinkhart
  • Dass man es lassen kann, über das Thema zu sprechen weil keiner mehr danach fragt, wie die Chromosomenzusammensetzung aussieht oder wem man was wo rein steckt.

Wir sind alle Menschen und das reicht mir als Info! Und selbst mit Aliens hab ich kein Problem so lange die nett zu mir sind.

Diskriminierung ist immer scheiße und muss bekämpft werden, ganz klar. Und darum mag ich die Piraten: Hier kann jeder machen was er will und keiner wird ausgeschlossen weil er anders ist.

Von dem her: Lasst uns in der Welt ein Fass aufmachen, wo immer wir Diskriminierung finden. Hier haben wir sie meiner Ansicht nach bereits erfolgreich hinter uns gebracht, das einzige was hier diskriminiert wird ist Dummheit, Arroganz und unzweckmäßiges Handeln. --Laird_Dave 13:25, 20. Mai 2010 (CEST)


Es wäre gut, wenn die einzelnen Schreiber_innen hier ihre jeweilige Signatur zum Beitrag setzen würden. Danke. --Piratenweib 18:36, 20. Mai 2010 (CEST)

Post-Gender heißt, dass die Existenz von y- und x- Chromosomen anerkannt, eine Relevanz für ein immanentes Verhalten jedoch abgelehnt wird. - laprintemps

Gender, Diskriminierung, et al

Gender Bedeutungen:

  1. Biologie: Geschlecht
  2. Soziologie: Gender, soziales Geschlecht
  3. Grammatik: Geschlecht, Genus


lat. discriminare "trennen, absondern" Bedeutungen des Wortes Diskriminierung:

  1. die Trennung oder unterschiedliche Behandlung von Objekten
  2. die Ungleichbehandlung von Individuen oder Gruppen; im strengen Wortsinn („Unterscheidung“ umfasst das Wort negative Diskriminierung (relative Benachteiligung) und positive Diskriminierung (relative Bevorzugung)
  3. umgangssprachlich, (zum Teil auch in den Sozialwissenschaften): überwiegend eine Herabsetzung gegenüber anderen (der Mehrzahl), eine Herabwürdigung in der Geltung, im Wert
  4. eine unterschiedliche wirtschaftliche Behandlung von Staaten (zum Beispiel: Einfuhrzölle)
  5. Psychologie: die Fähigkeit, Unterschiede zwischen verschiedenen Stimuli wahrzunehmen sowie auf sie zu antworten
  6. Naturwissenschaften: die Unterscheidung von Messergebnissen oder von Untersuchungsgegenständen

Das Geschlecht (hier mal vereinfacht für Gender verwendet) unterscheidet Männer von Frauen, es trennt sie also voneinander, insofern, als diese separate Gruppen darstellen. Ob diese Trennung gesellschaftlich wirksam wird oder nicht, ist eine Frage der Kultur.

Die Kultur bei den Piraten besteht darin, Personen ohne Ansehen des Geschlechtes zu beurteilen und für Aufgaben als qualifiziert zu betrachten oder eben nicht.

In der Realität ist es etwas anders, Frauen haben wegen der Seltenheit eher einen Bonus, als einen Nachteil. Das wird sich mit steigender Anzahl von Frauem die Mitglieder der Partei werden, auch relativieren. Mit dieser Kultur stehen wir in der Parteienlandschaft ziemlich singulär da. Die meisten Parteien unterstützen Gleichstellungskonzept und zum Teil sind soclche ("Frauenförderpläne") auf Vorraussetzung um an Auschreibungen des Staates oder der EU teilnehmen zu dürfen.

Gleichstellung bedeutet aber nicht Chancengleichheit ("alle starten an der gleichen Stelle"), sondern Gleichheit im Ziel ("unabhängig von Leistung, werden die bevorzugten and die gleiche Position gestellt"). Wir müssen also aufpassen nicht in der Falle der Gender- und Gleichstellungspolitik zu landen, sondern strikt unseren Kurs einzuhalten: Postgender.

Nach deisem Exkurs komme ich nun zu der Beschreibung dessen, was Postgender für mich bedeutet. Postgender ist eine Kultur, die nicht auf das Geschlecht achtet, wenn es darum geht, die Qualifikation einer Person zu beurteilen. Davon sind wir derzeit, wie oben angeführt, noch ein Stück weit entfernt, aber in der anderen Richtung, als die Genderfetischisten behaupten.

Genderpolitik für dazu, dass im Prinzip nicht geeignete oder weniger geeignete Personen, geeigneten oder besser geeigneten vorgezogen werden. Mit allen Nachteilien, die das sowohl auf der persönlichen Ebene, als auch auf gesellschaftlicher Ebene mit sich bringt.

Mir ist es egal, ob wir 100 Prozent Frauen oder Männer in den Ämter haben, solange wir die richtige Politik machen. Andererseits würde genau diese Politik dazu führen, dass sich eine Normalverteilung einstellt, je neutraler die Personen inkulturiert sein werden, wozu wir mit unserer Politik beitragen.

Arvid Doerwald 18:44, 20. Mai 2010 (CEST)