NRW:Landtagsfraktion/Antragsübersicht/Kleine Anfrage Situation der Contergan-Opfer in NRW
Kleine Anfrage
Situation der Contergan-Opfer in NRW
Das Schlafmittel Contergan löste in den 60er-Jahren einen der größten Medizinskandale der Geschichte aus. Weltweit kamen 10 000 Kinder zum Teil schwer fehlgebildet zur Welt, oft fehlten Gliedmaßen.
Neben den äußerlich erkennbaren Schädigungen konnten auch innere Organe, Sinnesorgane und das Nervensystem betroffen sein. Dies war nicht immer sofort erkennbar.
Zum 60-jährigen Jubiläum der Markteinführung von Contergan flammte die Debatte um eine angemessene Entschädigung der Opfer wieder auf.
Im Jahr 2009 erklärte der damalige Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl Josef Laumann: „Aus Sicht der Landesregierung besteht gegenwärtig kein weiterer Handlungsbedarf."
Im Lichte neuerer Studien, Erkenntnisse und internationaler Klagen gegen das verursachende pharmazeutische Unternehmen frage ich die nordrhein-westfälische Landesregierung:
1. Wie hoch ist die Anzahl der Contergan-Opfer in NRW?
2. Wie schätzt die Landesregierung die Situation der Contergan-Opfer in NRW ein?
3. Welche Schlussfolgerungen zieht die NRW-Landesregierung aus den vorläufigen Ergebnissen der Studie der Uni Heidelberg zur Situation der Contergan-Opfer?
4. Was wird die Landesregierung zur Verbesserung der Situation der Contergan-Opfer unternehmen?
5. Erhalten die ehemalige Herstellerin Grünenthal GmbH oder ihre Tochtergesellschaften Zuwendungen aus Landesmitteln sowie aus Bundes- und EU-Mitteln?
Stefan Fricke
Anfrage in der Landtagsdatenbank: [1]