NRW:Landesparteitag 2014.1/Anträge/PP013
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| Antragsübersicht | |||
| Antragstyp: | Positionspapier | Antragsnummer: | PP013 |
| Einreichungsdatum: | 9 März 2014 16:50:01
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| Autor: | Netnrd | letzte Änderung: | 11.03.2014 14:23:20 UTC von Netnrd |
| Abstimmungsergebnis: | -6 | ||
| Antrag | |
| Antragstitel: | Nationalsozialismus, 2.Weltkrieg und späterer Revisionismus |
| Antragstext: | |
| Von Deutschland ging Mitte des vergangenen Jahrhunderts ein verheerender Krieg aus. Dabei war die Vernichtung von Zivilbevölkerung von Anfang an ein Ziel des Krieges. Es gibt keine “gute” Wehrmacht neben einer “bösen”.
Deutschland hat sich selbstbestimmt und freiwillig für das Dritte Reich entschieden. Die große Mehrheit der Deutschen hat das nationalsozialistische Regime mit all seinen Folgen gewählt, es zumindest gebilligt oder war darin involviert. Durch Wegsehen lädt man ebenfalls Schuld auf sich. Der Krieg, den Deutschland in die Welt getragen hat, schlug auf Deutschland und die Deutschen zurück. Den Alliierten gebührt unser Dank, Deutschland vom selbstgewählten Nationalsozialismus befreit zu haben. Akte der Alliierten, die diese im Willen ausgeübt haben, den Krieg zu verkürzen oder Unschuldige zu schützen, können wir nicht als Kriegsverbrechen ansehen. Eine Bewertung über die Angemessenheit solcher Maßnahmen mit heutigen Maßstäben steht uns nicht zu. Die Diffamierung solcher Aktionen der Alliierten als Massenmord ist falsch. Geschichtsrevisionismus, beispielsweise in Form von Leugnung oder Relativierung der deutschen Kriegsschuld, der deutschen Kriegsverbrechen oder des Holocaust verabscheuen wir. Freude über getötete Zivilbevölkerung (auch der deutschen) verurteilen wir. Es entspricht nicht unserem Menschenbild, sich über den Tod von Menschen zu freuen. Wir können nachvollziehen, das in Folge von Geschichtsklitterung und Naziaufmärschen Provokationen dieser Art erfolgen, auch wenn wir diese nicht unterstützen oder gutheißen. | |
| Antragsbegründung: | |
| Es gibt in Deutschland verschiedene Trends, deutsche Kriegsschuld, deutsche Kriegsverbrechen und den Holocaust zu relativieren etwa indem man diese mit den Bombardierungen der Alliierten gleichsetzt. Diesen Trends stellen wir uns entschieden entgegen.
Den damaligen Krieg kann man mit heutigen Maßstäben nicht bewerten. Er wurde auf beiden Seiten mit Härte und Brutalität geführt - "chirurgische" Kriegsführung gab es nicht. Angriffe auf Zivilbevölkerung hatten Gründe, die heute schwer nachzuvollziehen sind, etwa die "Demoralisierung". Zu Kriegsverbrechen erklärt wurden sie erst später. Es ist alleine der Krieg, den Deutschland in die Welt getragen hat, der auf Deutschland zurückschlug. Und Deutschland hat von Anfang an Zivilbevölkerung angegriffen. Unserem Menschenbild entspricht es aber nicht, sich über getötete Zivilbevölkerung zu freuen. Auch nicht der deutschen! Antideutsche Sprüche dieser Art sind verletztend und dumm. Das man diese Sprüche Revisionisten und Naziaufm_ärschen entgegenhält, ist zwar nachvollziehbar, aber trotzdem dumm, und wird von uns nicht gutgeheißen. | |
| Zusätzliche Angaben | |||
| Zusammenfassung des Antrags: | Die Nazis sind nicht vom Himmel gefallen - Nazismus war Teil von Deutschland. Den Alliierten gebührt für die Befreiung unser Dank. Geschichtsrevisionismus verurteilen wir, ebenso Freude über getötete Zivilbevölkerung (auch der deutschen). | ||
| Schlagworte: | Krieg, Nationalsozialismus, Revisionismus, Alliierte | ||