NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Zeitarbeit

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FRAGE:
FRAGE: Wie ist Dein Standpunkt zu der Tatsache, dass seit mehreren Jahren der Löwenanteil der neu entstandenen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse über Zeitarbeit zustande kommt, mit der Folge, dass die oft unter dem Existenzminimum liegenden Einkommen vom Staat aufgestockt werden müssen?
Wo/Wie siehst du Lösungsansätze, möglichst am Beispiel.

Zur Fragestellung wurde die Fachfrau genötigt und ich weis nicht ob es ihr recht wäre, deshalb übernehme ich das gerne. Wiskyhotel 23:44, 20. Mär. 2012 (CET)

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Hans Immanuel Herbers

Kurzfristig helfen können hier Mindestlöhne, die ich als eine Art Brückentechnik richtig finde. Damit lässt sich die Zahl der völlig unterbezahlen Arbeitsverhältnisse deutlich verringern - allerdings vermutlich nicht auf Null.

Ich denke, dass unser Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens hier eine Lösung wäre. Aber es wäre Illusion zu glauben das würden wir in kürzerer Zeit erreichen.

Das Problem des Misbrauchs der Zeitarbeit muss schnell angegangen werden. Dazu gehören zwar auch tarifliche regeln. Im Kern aber ist es eine Frage der Arbeitsgesetzgebung, ähnlich wie Kettenverträge auch. Hier muss die Bundespolitik für schnelle Abhilfe sorgen. Darum 2013 Piraten in den bundestag!

Timm Herbst aka Logos

Im Sinne von sozialer Gerechtigkeit ist meine Standpunkt sonnenklar: Ausgehend vom Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" -was auch für Frauen gelten sollte- sollte wenigstens der Mindeststandard, dass Zeitarbeiter für gleiche Arbeit das bekommen sollten, wie Festangestellte. Tatsächlich kann man sich sogar auf den Standpunkt stellen, und das tue ich, dass sie -in Maßen- mehr bekommen sollen, weil ihre Arbeitsplätze i.d.R. wechseln. Das wird auch so in mind. einem anderen europ. Land so gehandhabt. Ich meine, es wäre in Frankreich.

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts scheint es sich abzuzeichnen, dass sich wenigstens der Mindeststandard -gleicher Lohn für gleiche Arbeit- durchsetzt. Immerhin ein Anfang. Jede der beiden Ansätze löst das Problem, "dass die oft unter dem Existenzminimum liegenden Einkommen vom Staat aufgestockt werden müssen".