NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Videoüberwachung
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- Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen
- Videoüberwachung in/an Fahrzeugen/Anlagen des ÖPNV
- Videoüberwachung in teil-/staatlichen Einrichtungen
- Videoüberwachung in Stadien
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Inhaltsverzeichnis
Valentin Brückel
Generell kann man zur Videoüberwachung festhalten, dass sie nur dann ein wirksames Mittel zur Verhinderung unerwünschten Verhaltens (bewusst offen formuliert) ist, wenn die Bilder live ausgewertet werden und ausreichend Personal vor Ort ist, das auf die gewonnenen Erkenntnisse reagieren kann. Kameras alleine sind weitestgehend unwirksam.
Die Bewertung der Videoüberwachung ist eine Gratwanderung zwischen einer sinnlosen Datenerhebung auf der einen Seite und einem in Einzelfällen durchaus wirksamen Instrument bei der Sicherheit besonders schutzbedürftiger Gebäude oder Veranstaltungen auf der anderen Seite.
Ich tue mich schwer mit einem generellen Verbot der Videoüberwachung, sehe den heutigen Einsatz aber als eindeutig exzessiv an. Jedenfalls sollten Überwachungskameras die Ausnahme und nicht die Regel sein.
Felix Bosseler aka Fx (Textheld)
Ich hatte die Idee für den AK Überwachung.org und habe den mit anderen Aachener Piraten als überparteilichen Arbeitskreis ins Leben gerufen. Ich lehne Videoüberwachung generell ab (z. B. auch Resto und Gastrobereiche).
Admiral
Da ich als Polizeibeamter 16 Jahre in Düsseldorf Dienst versehen habe und lange Jahre davon auf der Altstadtwache, kann ich sagen, das die Liveüberwachung bestimmter öffentlicher Plätze, die nachweislich Kriminalitätsbrennpunkte waren und sind, in ganz konkreten Fällen Menschen in Notlagen (Raubüberfälle, Schlägereien etc.) geholfen haben. Neue Techniken insbesondere bei der Polizei nicht anzuwenden wäre meines Erachtens eine fatale und falsche Entscheidung. Die Auswertung und vor allem der Verbleib/Speicherung sowie der Schutz vor unbefugtem Zugriff muß allerdings transparent und mit der größtmöglichen Sicherheit gewährleistet werden. Das die anderen bereits bestehenden Schutzvorschriften vor illegaler Überwachung einzuhalten sind, versteht sich von selbst und das sie den technischen Möglichkeiten der Überwachung stets aktuell angepaßt werden müssen genauso.
Gruß
Jorgos
Hans Immanuel Herbers
Ich bin im Grundsatz für eine personelle Stärkung der Polizei: Mehr Menschen und dafür weniger Kameras. Bauen wir Bürojratie in der Verwaltung ab, setzen freiwerdende Verwaltungsleute im inneren Dienst der Polizei ein, lassen wir die meist motivierten Polizisten am Ort ihre Arbeit tun und präsent sein - das erhöht nicht nur das "Gefühl der Sicherheit" wie es Kameras oft tun, sondern es schafft Sicherheit und Bürgernähe.
Im ÖPNV wäre Videoüberwachung völlig überflüssig, wenn es mehr Personal gäbe. Der gute alte Schaffner ist besser als jede Kamera.
Videoüberwachung lehne ich mit wenigen Ausnahmen ab. Wo sie eingesetzt wird müssen strenge Regeln für Datenschutz und Speicherung gelten - und kontrolliert werden.