NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Qualfikation

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FRAGE:
FRAGE: Hast du schon Personal eingestellt ? Welchen Führungsstil wendest du persönlich an ? Indigo 16:29, 17. Mär. 2012 (CET)

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Ulrich Scharfenort aka ulrics

Eingestellt habe ich noch niemanden aber man wächst an den Aufgaben. Ich wende den demokratisch bzw. kooperativen Führungsstil an. Jeder Mensch hat Erfahrungen die bei der Arbeit helfen können.

Chris P. aka Paranoia

Ich habe bislang keine eigenen Mitarbeiter eingestellt, war aber an Einstellungsverfahren und der Personalauswahl beteiligt.

Ich bevorzuge den Führungsstil "primus inter pares", soweit dies möglich ist. Ansonsten ist mein Arbeitsstil davon geprägt, dass ich darauf abziele jede meiner Entscheidungen logisch begründen zu können. Dies ermöglicht es auch, jeden Schritt und jede Anweisung argumentativ in Frage stellen zu lassen. Ich wünsche mir Kollegen und Mitarbeiter, die meine Entscheidungen auch hinterfragen, wenn sie Ihre Zweifel begründen können, so wie ich meine Entscheidung begründen können muss. Dies bewahrt auch vor Fehlern, da niemand unfehlbar ist.

Dr. Thomas Feuerabend

In meiner Zeit als Personalrat an der TU Dortmund war ich an vielen Einstellungsverfahren beteiligt. Die endgültigen Entscheidungen oblagen mir jedoch nicht.

Als Vorstand habe ich selbstverständlich oft Personal eingestellt. Dabei war für mir die Frage der Loyalität eines Bewerbers zu unserem Unternehmen stets ausschlaggebend. So wie die Mitarbeiter für Ihren Arbeitgeber einstehen, so steht ein guter Arbeitgeber auch dauerhaft loyal zu seinen Mitarbeitern.

Ich bevorzuge einen demokratischen Führungsstil.

Jorgos Tsichlakis aka Admiral, 46

"Personal" einstellen ist in erster Linie Aufgabe von Firmeninhabern, Personalchefs etc. Ich sehe die Mitarbeit in einer Partei nicht auf der klassischen Ebene der Wirtschaftsleute sondern eher als teamorientiertes gleichberechtigtes Zusammenwirken von Fachleuten unterschiedlichster Kompetenzen, die es gilt, vernünftig und gerecht zusammen zu führen.

Meine Aufgaben als Polizeibeamter haben mich in den letzten 26 Jahren vielfach auch als stellvertretender Wachdienstführer, Teamleiter und Streifenführer gefordert und mich sehr viel Erfahrung im Umgang mit Menschen sammeln lassen. Dabei ist der koopertaive Führungsstil, der gerne gepredigt aber selten wirklich mit Leben erfüllt wird, durchaus ein guter und sinnvoller Ansatzpunkt. Der wichtigste Punkt bleibt jedoch, den Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen im Mittelpunkt zu sehen.

Gruß Admiral

Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre

Nein, Personal habe ich noch nie eingestellt. Führungsstil? Habe ich nicht. Brauch ich sowas?

Stefan Posdzich

Ich habe für ein halbes Jahr bei Burger King als Schichtleiter gearbeitet und dort auch Einstellungsgespräche geführt.

Die Personalführung, nach Vorgaben der "Firma", kann man in etwa so zusammenfassen:

Restaurantleiter (Gott) -> alle anderen (Schäfchen)

Was ich dort gelernt habe ist das ich so nicht mit Menschen umgehen kann und will.

Basisdemokratie und Transparenz von Entscheidungen ist mir das wichtigste.

Rainer Klute

In meiner Zeit als GmbH-Geschäftsführer habe ich Mitarbeiter eingestellt.

In meiner Gemeinde habe ich in den vergangenen Jahren die Gesamtleitung des Projekts »Ostergarten« mit jeweils 130-150 ehrenamtlichen Mitarbeitern und verschiedenen Teilteams übernommen. Mein Führungsstil ist kooperativ. Alles andere wäre nicht sinnvoll – und bei Ehrenamtlichen auch gar nicht möglich.

Stefan Bohnenpoll

Personal einstellen musste ich noch nie.

Zum Führungsstil: Grundsätzlich würde ich den kooperativen Führungsstil bevorzugen, jedoch mit Tendenzen zum autoriätaren, da in manchen Situationen eine schnelle Entscheidung getroffen werden muss.

BauerJup

  • Nein
  • Führungsstiel? 'nen dämlicheres Wort ist dir nicht ein gefallen? also ich würde Personal nach Fähigkeiten und Kompetenzen Individuell koordinieren.

Rainer Wiese

Ich hatte in Übersee zeitweilig bis zu 50 Mitarbeiter. Da werde ich wohl mit einer Bürokraft gerade noch so eben gut zusammenarbeiten können, oder?

Schwarzbart aka John Martin Ungar

Führungsstil? Sind die Fragesteller in der selben Partei wie ich? Schwarmintelligenz heisst die Antwort. Und falls wir auf ein Schiff geraten, miteinander: Jean Luc Picard

Sven Leimbach aka SvenOLei

In meiner Tätigkeit als Personalentwickler war ich unter anderem für Mitarbeitereinstellungen zuständig, aber auch für das Optimieren von Einstellungsverfahren. Hier ging es in erster Linie darum, nicht nur die "Hard facts" zu begutachten (gerade Zensuren haben eine geringe Aussagekraft), sondern vor allem "Soft Skills" zu erkennen. Hier spielt die sogenannte Soziale Kompetenz eine immer wichtigere Rolle. Kooperation statt Konkurrenz! Doch auch das beste Auswahlverfahren und gut formulierte Stellenbilder können das Bauchgefühl nicht völlig ersetzen.

Was den Führungsstil angeht, so habe ich in den Führungsseminaren, die ich über Jahre beruflich durchführte, das DISG Modell (http://de.wikipedia.org/wiki/DISG) benutzt. Für mich kam dabei der SG-Typ (Stetig-gewissenhaft) heraus. An dieser Stelle sei aber gesagt, dass jeder Führungsstil Vor- und Nachteile hat, so wie jeder Mensch Stärken und Lernfelder besitzt. Wichtig ist viel mehr, diese zu erkennen, authentisch zu sein und an seinen Lernfeldern zu arbeiten. Ich habe lang dafür gebraucht, mir selbst auch Fehler zu erlauben und auch zu diesen zu stehen. Führungserfahrung meinerseits ist vorhanden.

Jan Ulrich Hasecke

Ich bin Freiberufler und arbeite mit Kunden und anderen Freiberuflern projektbezogen zusammen. Ich bin im Vorstand des Python Software Verbands und arbeite dort mit anderen Personen konsensorientiert zusammen. Mein Führungsstil ist pragmatisch und erfolgsorientiert.

Dass ich mich für soziokratische Führungsmethoden interessiere und diese gerne populärer machen würde, kann man in meinem Blog nachlesen.

Marc Schieferdecker (motorradblogger)

Da ich in unserer Firma Mitglied im Betriebsrat bin, habe ich mit Einstellungen und Entlassungen (letzteres eher leider) häufig zu tun. Bei Bewerbungsgesprächen bin ich ebenfalls oft anwesend, wenn die Bewerbung unsere Abteilung bespricht. Im Beurteilen von Qualifikation und persönlicher Eignung für eine berufliche Tätigkeit habe ich dadurch einiges an Erfahrung gewonnen.

Meinen Führungsstil würde ich als "straight" bezeichnen.

Birgit Rydlewski

Ich war zwar vor meiner Tätigkeit als Lehrerin auch in diversen Jobs tätig, habe aber nur selten bei der Einstellung von Personal mitgewirkt. Führungsstil ist aber auch als Lehrerin wichtig, denn die Zeiten sind glücklicherweise vorbei, in denen Lehrer einfach so aufgrund des Amtes Respekt verdient hatten;-)

Ich versuche also im Rahmen der Arbeit mit meinen Klassen deren Positionen, Wünsche und Interessen zu berücksichtigen. Das passt zu meinem Menschenbild. Wenn man Menschen mit ihren Bedürfnissen ernst nimmt, wird die gemeinsame Arbeit interessanter und für alle Beteiligten befriedigender. Menschen wollen etwas bewirken, wirksam sein und anerkannt werden. Diese Überzeugungen würde ich auch im Landtag umsetzen wollen.

Niels-Arne Münck

Tatsächlich habe ich schon mal an einem Bewerbungsgespräch auf der anderen Seite teilgenommen, auch wenn mein Chef die Entscheidung gefällt hat, wurd ich zumindest nach meiner Meinung gefragt. Bis jetzt hats noch keiner bereut. Da ich auch schon mal Studenten angeleitet habe oder Medizindokoranden würde ich sagen: "Verständnisvoll- geduldiger preussischer Kasernenton. Oder sowas. Erstmal Zeig ich euch, wie herum man die Pipette hält. Wers beim nächsten mal nich kann, wird erschossen."

Andreas Rüßel aka Ryuseru, 40, Neuss

Ich bin Pirat und nicht Vorstand einer AG. Ich habe keinen Führungsstil, ich bin Teil des Piratenschwarms und auch Mitarbeiter werden im Team sein und keine "Untergebenen".

Ausserdem fragt das doch lieber meine Mitpiraten in Neuss. ;). Kann ja sein, dass ich ein Arschloch bin, aber es mir keiner sagt.. :)