NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Privatversicherung
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Inhaltsverzeichnis
- 1 Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre
- 2 Birgit Rydlewski
- 3 Dr. Thomas Feuerabend
- 4 Jürgen @Ertelt
- 5 Klaus Benndorf
- 6 Klaus Hammer
- 7 Monika Pieper
- 8 Robert Stein 33
- 9 Jorgos Tsichlakis - Admiral
- 10 Daniel Horz
- 11 Mark Anthony Carson (mcarson)
- 12 Sebastian Wieloch
- 13 Michael Levedag, 53
- 14 Hans Immanuel Herbers
- 15 ulrich schumacher aka florian.turm
- 16 André Landskron
- 17 ThomasWeijers
- 18 --Schimpi 18:54, 22. Mär. 2012 (CET)
- 19 Thomas Weinbrenner (37)
- 20 Jörn Lutat (46)
- 21 Julian Fuhrmann (29)
- 22 Marcel Clostermann
- 23 Daniel Düngel 36
Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre
Meiner Meinung nach sollte die Grundversorgung der Gesundheit auf einer möglichst großen Solidarität fußen.
Ich werde in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben. Für Zahnersatz und einige andere Zusatzleistungen habe ich bereits jetzt eine private Zusatzversicherung abgeschlossen.
Dies gilt sinnähnlich auch für die Altersvorsorge. Beamte, Rechtsanwälte, Architekten (und andere Berufsgruppen) haben sich aus der Gemeinschaft ausgeklinkt. Ich finde, das gehört abgeschaft. Auch hier muss die Grundsicherung auf alle Schultern genommen werden. Private Vorsorge sollte nur darüber hinaus möglich sein.
Birgit Rydlewski
Ich bin derzeit privat versichert bzw. mit Anteilen der Beihilfe, weil ich Landesbeamtin bin. Ich denke, dass ich dies (dann zu etwas anderen Konditionen) beibehalten werde, weil ich eine sehr seltene und schwierig einzuschätzende Augenerkrankung habe, so dass mich ohnehin kaum noch freiwillig Versicherungen nehmen. Meine Beiträge sind aufgrund dieser Erkrankung recht hoch (mit entsprechenden Zusatzbeiträgen für das Risiko), so dass ich auch mehr zahle als gesunde Versicherte. Da ich gerne irgendwann in meinen Beruf zurück gehen würde, würde ich also voraussichtlich die Versicherung angepasst beibehalten.
Dr. Thomas Feuerabend
Ich bin derzeit privat versichert und kann nicht wieder zurück in die GKV wechseln. Nicht weil ich es nicht wollte, sondern weil es nicht zulässig ist.
Jürgen @Ertelt
Ich bin seit mehr als einem Jahrzehnt privat versichert und werde dies fortsetzen müssen.
Klaus Benndorf
Nachdem ich jetzt tausend Fragen beantwortet habe, möchte ich doch mal erwähnen, dass wir eine Landtagswahl haben. OK, ihr möchtet euch ein Bild von uns machen, NRW Themen wären da auch nicht schlecht.
Egal: Das Thema Gesundheitswesen ist eines der Gebiete das mich am meisten berührt. Vor allem weil ich aus internen Diskussionen (meine Frau hat eine Hausarztpraxis) tausend Preistreibereien sehe und der Lobbyismus ganz offen gelebt wird.
Jetzt zu deiner Frage: Ich bin von Geburt an privat versichert, ich werde privat versichert bleiben. Ich bin topfit, fühle mich überhaupt nicht alt, aber in meinem Alter will mich niemand mehr. Noch nicht mal eine andere private. Oder nur gegen horrende Aufschläge. Aber glaub mir: Mit 3 Kindern wäre ich oft gerne gesetzlich versichert gewesen. Billiger ist privat nur dann, wenn du alleine bist. Sonst zahlst du für jedes Familienmitglied extra.
Meine politischen Einstellung zum Thema: Wir brauchen eine Bürgerversicherung
- Zwangsmitgliedschaft für jeden mit Wohnsitz in Deutschland
- Solidarische Verteilung der Kosten
- Baut den Verwaltungsoverhead bei den Kassen ab
- Die Kassenärztlichen Vereinigungen können entfallen, da sie nur benötigt werden umd die Ärzte gegenüber der Unzahl von Kassen zu vertreten
- Die Ärzte hätten weniger Arbeit, da sie sich aufs Heilen konzentrieren könnten
- Private Kassen können freiwillige Zusatzleistungen anbieten, sind aber nicht mehr für die Grundversorgung zuständig
- Unterschiedliche Sätze der Ärzte (z.B. privat oft 3-fach) müssen entfallen
Klaus Hammer
Ich bin bereitz seid vielen Jahren privat versichert. Ein zurückwechseln ist nahezu unmöglich.
Monika Pieper
Als Lehrerin bin ich privat versichert, das nervt mich schon immer. Die private Krankenversicherung muss abgeschafft werden. Ich weiß nicht, ob ich wechseln könnte, da müsste ich mich dann erkundigen.
Robert Stein 33
Die Frage ist etwas unglücklich gestellt. Es gibt bestimmte Berufsgruppen, die im Zusammenhang mit der Beihilfe privat versichert sein müssen (Beamte). Insofern stellt sich für viele gar nicht die Wahl. Ein Wechsel in die GKV ist für diese Personenkreise nach einer Wahl in den Landtag nicht möglich, da deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegen wird.
Ferner:
In Anbetracht des exorbitanten Überschusses, den die GKV zuletzt erwirtschaftet haben (gut 20 Mrd. €), haben wir definitiv kein Solidarproblem. Eine eventuell unterstellte Minderversorgung gesetzlich Versicherter - die ich hier absolut anzweifeln möchte - müssten sich alleine die gesetzlichen Krankenkassen ankreiden lassen. Genug Mittel, um die medizinische Versorgung für die Solidargemeinschaft zu erhöhen, sind jetzt schon vorhanden. Die spannende Frage ist jetzt: Was passiert mit den 20 Mrd. € Überschuss.
Es wären übrigens noch höhere Überschüsse zu erreichen, wenn die gesetzlichen Krankenkassen keinen Verwaltungsapparat hätten, der in etwa 25% ihrer Gesamtausgaben ausmacht.
Privatversicherte sind übrigens keine Nutznießer des Solidarsystems. Sie zahlen nicht ein, erhalten also auch keine Leistung, sondern machen von ihrer Freiheit, entscheiden zu dürfen, Gebrauch. Sie sind gewissermaßen in einem parallelen Solidarsystem. Ob das positiv oder negativ zu bewerten ist, soll jeder für sich selbst beantworten! Die Zahlen sprechen auf jeden Fall für sich...
Jorgos Tsichlakis - Admiral
Ahoi
Da ich als Polizeibeamter über die sog. "freie Heilfürsorge" des Landes NRW quasi krankenversichert bin(wir haben übrigens immer noch Krankenscheine und keine Chipkarte), muß ich meine Familie anteilig privat zusatzversichern. Da mein 11jähriger Sohn zu 50% und meine Frau sowie mein 20jähriger Sohn jeweils zu 30% als "schwerbehindert" (auch ein Thema dem sich die Piraten annnehmen müssen) eingestuft und leider auch chronisch krank sind und dauerhaft Medikamente nehmen müssen, ist dies alleine schon finanziell eine massive Belastung (der menschliche "Faktor" ist da natürlich noch gar nicht drin).
Da man in Deutschland Gehaltsabhängig per Gesetz in die jeweilige Krankenversicherung eingestuft wird, bleibt einem da eh keine Auswahl, außer der Wahl der möglichen Krankenkasse selber und chronisch Kranke werden ja von allen Kassen "unheimlich" gerne und zu besonders "günstigen" Tarifen aufgenommen.
Daher muß ich mich und meine Familie, solte ich Abgeordneter werden, auch weiterhin privat absichern.
Das System der Krankenversicherung in Deutschland, das im wesentlichen darauf beruht, das diejenigen bis zu einem bestimmten Einkommen monatlich den vollen Satz der Beiträge entrichten müssen, diejenigen aber, die ein höheres Einkommen haben, sich die Krankenversicherung de facto aussuchen und oftmals bessere und umfangreichere Leistungen für weniger hohe Beiträge bekommen als die anderen ist ein Skandal. Das derzeitige System ist sozial ungerecht und bevorzugt wie so oft nur die Teile der Gesellschaft, die keine finanziellen Sorgen haben. Dies muß schleunigst geändert werden und eine Bürgerversicherung, in der wirklich alle ohne Ausnahme (wir haben ja die unterschiedlichsten Kassen für die unterschiedlichsten Berufsgruppen) anteilig einzahlen müssen und die völlig überzogene Anzahl an Krankenkassen reduziert wird.
Gruß Admiral
Daniel Horz
Voraussichtlich werde ich gesetzlich versichert bleiben. Ich habe mir zu dem Thema allerdings noch keine Gedanken gemacht und kann es auch nicht hinter dem Rücken meiner Frau entscheiden.
Private Krankenversicherungen sind nur ein Teil des Problems. Meiner Meinung nach sollte sich jeder gesetzlich versichern müssen, und zwar mit vollem Einkommen unter Streichung der Beitragsbemessungsgrenze. Ebenso bei der Rentenversicherung, wo auch ganze Berufsgruppen ihr eigenes Süppchen kochen (beispielsweise Steuerberater und Ärzte). Gerade Vielverdiener sollten sich nicht ausklinken können. Mit dem zusätzlichen Geld können dann mehr Leistungen übernommen werden. Bei zahnärztlichen Behandlungen sieht es zum Beispiel sehr düster aus zur Zeit.
Die Existenzberechtigung privater Versicherungen sehe ich in Zusatzversicherungen, die über den gesetzlichen Versicherungsschutz hinausgehen.
Im Übrigen würde ich die zuletzt erwirtschafteten Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen nicht überbewerten. In den letzten Jahren wurden einige Leistungen zusammengestrichen, da besteht Änderungsbedarf.
Mark Anthony Carson (mcarson)
Ich bin freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse und beabsichtige auch nicht, das zu ändern.
Die Diskussion um dieses Thema ist stark ideologisiert und braucht vielleicht einmal einen anderen Ansatz:
Ich meine die mehr als 180 gesetzlichen Krankenversicherungen sind mehr als überholt. Sie haben viel zu viele Mitarbeiter und viel zu hohe Verwaltungskosten. Ich meine daher, dass alle Menschen in Deutschland privat krankenversichert sein sollten.
Damit wäre die "Entsolidarisierung" an dieser Stelle vom Tisch.
Die Versicherungspflicht und der Versicherungsumfang müssten selbstverständlich gesetzlich geregelt sein, sodass die Risiken für alle Versicherten in klar definiertem Umfang abgedeckt sind.
Dieses Modell funktioniert ja in ähnlicher Form bereits bei den KFZ-Versicherungen. Die sind auch gesetzlich vorgeschrieben, aber es ist noch niemand auf die Idee gekommen eine gesetzliche KFZ-Versicherung einzuführen.
PS: Nicht vergessen, das Problem der Entsolidarisierung gibt es mit der Beitragsbemessungsgrenze auch in der Rentenversicherung!
Sebastian Wieloch
Ich bin gesetzlich versichert und habe auch nicht vor dies zu ändern wenn ich in den Landtag einziehen sollte.
Michael Levedag, 53
Auch wenn diese Frage absolut KEIN Landesthema ist und auch wenn diese Frage ganz doll Privatsphäre ist...absolut nein! Ich habe fast mein ganzes Leben lang so gut verdient, dass ich in die private Krankenversicherung hätte wechseln können. Bin ich aber nicht und werde ich nicht. Aus Überzeugung! Wenn ihr es wissen wollt, das ist meine persönliche Meinung zum Krankenkassensystem in Deutschland, und so würde ich es ändern, wenn ich König von Deutschland wäre:
Wiederbelebung des Solidar-Gedankens. Jeder, der in Deutschland einer Beschäftigung nachgeht, zahlt einen Beitrag in die Krankenkasse. Auch Beamte, Selbstständige, usw. Es gibt keine Obergrenze, jeder zahlt den gleichen %Satz (z.B. zahlt der Vorsitzende der Deutschen Bank prozentual das gleiche wie ein normaler Arbeitnehmer) Jeder, der einzahlt, hat dann auch Anspruch auf die beste Versorgung. Sofortige Abschaffung des Gesundheitsfonds, sofortige Abschaffung der privaten Krankenkassen. > Vorbild Schweizer Modell ( http://de.wikipedia.org/wiki/Krankenversicherung#Schweiz ) - wieso funktioniert das da wohl? Eine Krankenkasse, kontrolliert von einer Behörde mit jährlich wechselndem Aufsichtspersonal und einem jährlich wechselnden unabhängigen Wirtschaftsprüfungs-Institut, reicht. Es sollte nur eine zentrale Gesundheitsbehörde geben. Fehlverhalten muss Konsequenzen nach sich ziehen.
Hans Immanuel Herbers
Die Frage unterstellt Einiges... und das jetzt breit zu diskutieren führt etwas weit. Darum kurz dies:
Ich bin privat versichert - auch bei mir ist es wie andere schrieben berufsbedingt. Beihilfeanspruch geht nur bei Privatversicherung. Und für diese Privatversicherung zahle ich trotz Beihilfe nicht weniger, als ich bei der gesetzlichen Kasse zahlen müsste. Und es wird Jahr für Jahr mehr werden, selbst wenn ich im Alter kaum Geld habe.
Ich möchte jetzt hier nicht zur Neuordnung des Krankenversicherungswesens Stellung nehmen - es ist Bundessache und ich kenne mich da zu wenig aus.
ulrich schumacher aka florian.turm
Aufgrund meines Beamtenstatus bin ich privatversichert.
Der Leistungsumfang entsprich im wesentlichen dem, des gesetzlich
Versicherten. Das würde ich so, wie es ist, fortführen, um meinen
Status, in den ich nach 5 Jahren Landtag wieder einzusteigen beab-
sichtige, nicht zu gefährden.
Die Diskussion über Sinn und Unsinn der Aufteilung von Patienten in
gesetzlich Versicherte (Patienten 2ter Klasse!?)und Privatversicherte
und Absurditäten wie die Beitragsbemessungsgrenzen will ich gerne
und leidenschaftlich führen.
Der gerechte Ansatz nachdem "die 'starken Schultern' auch mehr tragen
können müssen" wird davon unterminiert.
off topic:
Zum Thema private Rentenversicherung empfehle ich die Lektüre der
Folien zum Mackenroth-Theorem
André Landskron
Kurz und Knapp: Ich werde da drin bleiben!
ThomasWeijers
Ich wiederhole hier meine Aussagen die ich in der Mailingliste der AG Gesundheit getroffen habe.
Die Privatversicherung ist für mich als Ersatz der gesetzlichen Versicherung keine Alternative.
Als Abgeordneter bleibe ich in der gesetzlichen Krankenversicherung . Wie bisher, würde ich aber Zusatzleistungen über die Privatversicherung als Zusatzversicherung absichern.
--Schimpi 18:54, 22. Mär. 2012 (CET)
eine private Krankenversicherung kommt für mich nicht in Frage.
Thomas Weinbrenner (37)
Ich werde auf jeden Fall in einer gesetzlichen Krankenkasse bleiben. Selbst wenn ich mir als Abgeordneter eine Privatversicherung leisten könnte, so sollte man doch auch an die Zeit danach denken, wenn man kein Abgeordneteneinkommen mehr hat, aber die Privatversicherungsbeiträge mit dem Alter steigen.
Außerdem überzeugen mich die Vorteile einer Privatversicherung nicht wirklich.
Jörn Lutat (46)
Als Staatsdiener bin ich leider in die private Krankenversicherung gezwungen worden. Ein Vorgehen seitens des Staates, dass ich sehr befremdlich finde.
Ich bin mit 40 Jahren noch nicht einmal gefragt worden, ob ich Beamter werden möchte, sondern bin einfach dazu erklärt worden.
Als Unternehmer war es hingegen kein Problem, in der gesetzlichen Krankenvesicherung zu bleiben.
Ich denke, damit ist klar was ich will; aber auch was ich gezwungen bin zu tun. Vielleicht können wir in einigen Jahren diesen Zustand ja optimieren.
Julian Fuhrmann (29)
Nein, eine private Krankenversicherung kommt für mich persönlich, ungeachtet meines Einkommens nicht in Betracht! Aber dadurch allein wird unser Gesundheitssystem ja auch nicht gerettet. Hier gibt es sehr viel zu tun, um dem Demographie-Wandel etwas entgegenzusetzen.
Marcel Clostermann
Ich würde mir vorbehalten, mich privat zu versichern, da ich mich mit diesem Thema bislang nur nebenbei befasst habe. Bis vor 2 Monaten war ich ehrlich gesagt noch familienversichert.
Daniel Düngel 36
Puuuh ... hier schreiben einige ziemlich viel, sagen wir mal, nicht Stimmiges ;-) Ich halte es für wichtig, dass die Krankenversorgung in Deutschland in der Tat solidarisch aufgestellt ist. Auch wenn Du als geringer verdienender Kassenpatient nicht direkt finanziell vom höher verdiendenden Privatversicherten unterstützt wirst, leistet der Privatpatient viel für den Kassenpatienten. Da können wir uns aber gern mal in ruhiger Minute drüber unterhalten :)
Zur Frage: Ich hätte bereits jetzt die Möglichkeit mich in der PKV zu versichern, bin es derzeit aber nicht.