NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Kreationismus Evolutionstheorie

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FRAGE:
FRAGE: Sollte der Schöpfungsmythos oder eine seiner Spielarten (Kreationismus, Intelligent Design) als Alternative zur Evolutionstheorie im Biologieunterricht gelehrt werden? Kai Denker 16:48, 18. Mär. 2012 (CET)

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Daniel Horz

Auf keinen Fall. Im Biologieunterricht ist Wissenschaft das Thema. Religiöse Schöpfungsmythen haben ihren Platz im Religionsunterricht.

Zwei Punkte sollte man allerdings (über die Fragestellung hinausgehend) noch beachten:

  1. Falls alternative Theorien zur Evolution in ähnlichem Umfang belegt werden können, muss man sie als objektiver Wissenschaftler anerkennen und in letzter Konsequenz auch im Unterricht behandeln. Ich gehe nicht davon aus, daß Derartiges passieren wird.
  2. In Hinblick auf die Trennung von Kirche und Staat sollte man den Religionsunterricht an sich auf den Prüfstand stellen. Mögliche Verbesserungen wären in meinen Augen beispielsweise ein neutraler Religionsunterricht, der nicht auf eine Glaubensrichtung beschränkt ist, aber auch die ersatzlose Streichung.

Full disclosure: ich habe ein bischöfliches Gymnasium besucht, bin aber nicht gläubig.

Hanns-Jörg Rohwedder

Nein.

Kreationismus ist keine Alternative zur Evolutionstheorie. Evolotionstheorie ist eine wissenschaftliche Theorie, Kreationismus ist eine Ideologie. Wissenschaftliche Theorie und unwissenschaftliche Ideologie sind zwei ganz unterschiedliche Konzepte, die schon formell nicht alternativ stehen können. -- Danebod 17:25, 18. Mär. 2012 (CET)

Dr. Thomas Feuerabend

Ich kann mich Herrn Rohwedder nur anschließen.

Niels Arne Münck aka Wernermuende

Ich bin Diplombiologe und Naturalist. Der Kreationismus ist für mich vergleichbar mit dem Feudalismus: Er ist Geschichte. Und so wie man im Physikunterricht auch mal was von der Äthertheorie hört, so haben wir auch in Biologie was über Kreationismus gehört. Aber nicht als alternative "Theorie". Sondern als dem "Zustand vor Darwin" (und die paar Spinner, die immer noch daran glauben) Die Argumente gegen den Kreationismus sind keine religiösen Argumente sondern naturwissenchaftliche und somit gehörten sie auch in den Biologieunterricht, so wie Aufklärung über Nazis in den Politikunterricht gehört (*trollface* ich weiss, der Vergleich hinkt, aber nicht so sehr wie man meint)

Schöpfungsglauben ist heutzutage kein naturwissenschaftlicher Standpunkt mehr und darf nicht als alternative dargestellt werden, sondern als das, was es ist: ein historischer Vorläufer der Evolutionstheorie.

Im Reglionsunterricht amtskirchlicher Prägung hat der Kreationismus auch nichts verloren. Die Papierchristen interpretieren die Genesis ja etwas moderner :)

Also "neben" der Evolutionstheorie: NEIN!

Als historischer Vorläufer und politisch-religiöse Bedrohung der Aufklärung: unbedingt!


Admiral

Philosophie, Religion, Biologie und Wissenschaft haben einen festen Platz in unserer Gesellschaft. Da sollte man ihnen auch genügend Freiraum bieten. Wissenschaftlich bewiesene Tatsachen jedoch bleiben wie sie sind, werden zwar ab und an von weiteren Experimenten ergänzt, verbessert aber nur selten im Ursprung verändert. Und sollten schon gar nicht von halbseidenen Ideologien, Sektenkundlern oder anderen "Erleuchteten" zum Spielball für die Bildungspolitik in unserem Land mißbraucht werden.


Gruß

Admiral

Rainer Wiese

Creationismus und Schöpfungsmythos gehören in den Weltanschauungsunterricht. Natürlich gibt es immer noch bedauernswerte Mitbürger die solchen Ideen folgen. Darüber sollte wertfrei informiert werden, damit sich jeder eine eigene Meinung bilden kann. In sachkundlich orientierten Unterricht gehört das natürlich nicht rein. Und schon garnicht in den offiziellen Biologieunterricht.

Dr.Winny Dehn / Berolina

Mythen haben in der Biologie keinen Platz.

Diese Themen haben ihren Ort in anderen Schulfächern. Ich plädiere allerdings auch dafür, daß den Schülern vermittelt wird, wie Forschungstheorien mit gesellschaftlicher Anerkennung zu ringen haben.

Die Schüler müssen lernen, daß nicht alles, was "Laborkittel" (bin selber einer ;-) ) verkünden, wahr sein muß, bestenfalls sehr wahrscheinlich. Das schärft das Kritikbewußtsein.

Chris P. aka Paranoia

Kurz und knapp > Nein !

Die Piratenpartei tritt für die strikte Trennung von Staat und Kirche ein, da darf pseudowissenschaftliche Religionslehre nicht Bestandteil von wissenschaftlichen Unterricht werden.

Sven Leimbach aka SvenOLei

Hat im Biologieunterricht nichts zu suchen!

Udo Weinrich (53)

Ein klares NEIN!

Christian Schimanski (31)

Religiöse Themen gehören in den Religionsunterricht. Im Biologieunterricht sollten Fakten ein Rolle spielen: also NEIN

Ulrich Scharfenort aka ulrics, Duisburg

Religiöse Ansichten haben in der Biologie nichts zu suchen.

Markus Engel

Solche Themen gehören, wenn überhaupt, in den Religionsunterricht.

Stefan Fricke

Wissenschaft und Religion sollten nicht vermischt werden. Solange die Wissenschaft keinerlei Beweise findet, die eine Alternative zur Evolutionstheorie belegen, sollte diese auch nicht im Biologieunterricht gelehrt werden. Schöpfungslehre gehört in den Religionsunterricht!

Intelligent Design? Warum hat der Designer dann bei der "Krone der Schöpfung", dem menschlichen Körper, seinen Praktikanten rangelassen? ;)

Jochen Lobnig - Alter: 54

Nein dazu. Wo Wissenschaft(Evolutionsbiologie) und Theologie(Teilaspekt eines religiösen Fundamentalismus) zusammentreffen, ist die Diskussion im vollen Gange. Die unterschiedlichsten Religionen erklären die Entstehungsgeschichte der Erde ebenso, wie wissenschaftliche Forschungen. Letztlich geklärt, wird diese Angelegenheit nie und bleibt m. E. Anschauung des Betrachters. Ob einer Verunsicherung von Schülern auftritt, die beide Theorien im Biologieunterricht vermittelt bekommen, beurteile ich nicht. Auswirkungen auf religiöse Weltanschauungen sind ebenfalls nicht mein Ding.

Jochen Lobnig - Alter: 54

Nein. Wo Wissenschaft(Evolutionsbiologie) und Theologie(Teilaspekt eines religiösen Fundamentalismus) zusammentreffen, ist die Diskussion im vollen Gange. Die Unterschiedlichsten Religionen erklären die Entstehungsgeschichte der Erde ebenso, wie wissenschaftliche Forschungen. Letztlich geklärt, wird diese Angelegenheit nie und bleibt Anschauung des Betrachters. Ob einer Verunsicherung von Schülern auftritt, die beide Theorien im Biologieunterricht vermittelt bekommen, beurteile ich nicht. Auswirkungen auf religiöse Weltanschauungen sind ebenfalls nicht mein Ding.

Udo Pütz aus Aachen, 36 Jahre

Diese Theorien sollen angesprochen werden, neben dann aber auch Pastafarismus.

Gelehrt werden sollen aber wissenschaftliche und nachprüfbare Erkenntnisse, andere Theorien sollen aber auch erwähnt werden.


Upuetz 22:59, 18. Mär. 2012 (CET)

Kirsten Eickler aka Tigrimus, 43

Ich bin für eine Trennung von Kirche und Staat und besonders in der Schule. Kinder sind sehr leicht zu beeinflussen deshalb sollte Lehrstoff auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und frei von Ideologien sein.

Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre

Nein. Der Schöpfungsmythos hat in der Biologie nichts zu suchen.

Andreas Rüßel aka Ryuseru, 40, Neuss

Nein! Mehr habe ich dazu nicht zu sagen!

Schwarzbart aka John Martin Ungar

Nein.

Jan Dörrenhaus

Nein. Wessen Weltanschauung so tickt, der braucht dafür keine Schule.

Stefan Bröse / SQAMPY

Ich vertsehe gerade nicht was daran "Biologie" ist. Zu meiner Schulzeit gab es dafür ein Fach namens "Religion" und Biologie ist nun wirklich was anderes...

Als Anhänger der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters ist es mir schon wichtig das jeder das glauben darf was er will. Im Biologieunterricht hat das aber nichts zu suchen. Ich denke dafür gibt es nunmal den Religionsunterricht und der sollte natürlich auch freiwillig sein, halt für die Leute die an was glauben. Ein Ethikunterricht wäre natürlich auch eine nette Alternative für die die eben nicht Religiös sind :)

Jan Ulrich Hasecke

Nein.

Torsten Ennenbach aka KlarerVerstand 31

Nein, wenn überhaupt könnte "sowas" bestandteil des Religionsunterichts sein.

Klaus Hammer

In der Schule sollen Fakten vermittelt werden. Keine Mythen.
Weder Kreationismus, Intelligent Design noch Schöpfungsgeschichte. Und auch nicht FSM. Religion und Glauben sind Privatangelegenheiten die in einer Öffentlichen Bildungseinrichtung nicht zu suchen haben.

Valentin Brückel

Religion hat ihren Platz, aber dieser Platz ist nicht in den Naturwissenschaften.

Naturwissenschaftlicher Unterricht sollte sich an der naturwissenschaftlichen Forschung orientieren und nicht an literarischen Quellen.

Felix Bosseler aka Fx (Textheld)

Kreationismus oder Intelligentes Design ist keine Wissenschaft, sondern der Versuch Schöpfungslehre auf die gleiche Ebene wie Wissenschaft zu stellen. Absoluter Bullshit.

Das hat dort nichts verloren. Selbst Religion halte ich in der Schule für überflüssig. Privatsache.

Lieber ein Fach "Ethik" wo man dann u. a. auch kritisch auf diese Themen eingehen darf. (Fx)

Dr. Joachim Paul aka Nick Haflinger

Kreationismus gehört nicht in den Biologieunterricht. Etwas anderes umgäbe ihn mit dem Deckmäntelchen der Wissenschaftlichkeit und zerstört den wissenschaftspropädeutischen Unterricht.

Hans Immanuel Herbers

Die Evolutionstheorie und auch wissenschaftlich begründete Anfragen daran gehören in den naturwissenschaftlichen Unterricht.

Mythen haben ihren Platz an anderer Stelle - in der Philosophie, Ethik, im Religionsunterricht und da wo Literatur behandelt wird (Deutschunterricht). Wohlgemerkt: Mythen sind wichtig für die Kultur - aber nicht als Alternative zu Wissen und Wissenschaft.

Der "Kreationismus" und die "inteligent Design" Konzepte sind von amerikanischen Fundamentalisten gepushte sektiererische Ideologien. Über diese Fundamentalisten und ihre reaktionäre Ideologie aufzuklären ist ebenso wichtig!

Thomas Weinbrenner (37)

Auf gar keinen Fall.

Andererseits wäre es vielleicht sinnvoll, den Schülern einen kurzen Überblick über solche Lehren zu geben und ihnen dann genau darzulegen, warum diese unwissenschaftlich sind. Dann sind die Schüler gewappnet, wenn sie solchem Unfug außerhalb des Unterrichts begegnen.

Marc Schieferdecker, 34

Kreationismus ist Bullshit. Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Das wäre ein Thema für den Politik-/Religionsunterricht und sollte dort kritisch behandelt werden.

Richard Gösken aka Medicus / 43 Jahre jung

Warum sollte das? So was gehört in den Religions Unterricht.

Richard Gösken aka Medicus / 43 Jahre jung

Das Eheversprechen ist ein Vertrag (oder sollte zumindest) zum gegenseitigen Vorteil. Welches Geschlecht die Vertragspartner sind, sollte irrelevant sein.

Richard Bertram

Alle Theorien sollten neutral dargelegt werden. Die naturwissenschaftlichen Theorien können in der Biologie gelehrt werden und was ins spirituell/philosophisch/religiöse hinein geht, kann man in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern lehren.

Nach dem Motto: Es gibt so und so viele Menschen, die glauben an A, weil...


Katrina (Christoph) Reichert aka qris, 29 Jahre

Außerhalb des Religionsunterrichts (den ich in seiner gegenwärtigen Form sehr kritisch betrachte) haben religiöse, nicht sachlich belegbare Theorien nichts verloren.

Ehe die Frage kommt: ich bin römisch-katholisch getauft, widerrief mein Glaubensbekenntnis mit 12 und bin dieser Tage Agnostikerin mit gaianesken, kopimistischen und diskordianischen Einschlägen.

Florian Beger

Kreationistische Theorien sollten nicht Bestandteil des Biologieunterrichts sein.

Auch gegenüber wissenschaftlichen Theorien sollte umgekehrt kritische Reflexionsfähigkeit entwickelt werden. Im Biologieunterricht würde sich dies auf eine Diskussion verschiedener wissenschaftlicher Ansätze und Nuancen ergeben.

ulrich schumacher aka florian.turm

Nein, es darf nicht staatliche Aufgabe sein, Inhalte von (spirituellen) Weltanschauungsvereinen zu propagieren.
Staatliche Aufgabe ist es, allenfalls, mit der gebotenen Neutralität über das Gesamtspektrum der vorhandenen,
unterschiedlichen Weltanschauungsmodelle zu informieren.

Ein breiter gesellschaftlicher Konsens, etwa über die Evolution, ist weit hinaus über das Stadium einer
Weltanschauung.

Ich vermisse hier eine weitergehende Fragestellung in Richtung auf Homöopathie und dem weiten Feld sonstiger
esoterischer Heilslehren.

Rainer Klute

Das Schöpfungsmodell spielt in der naturwissenschaftlichen Diskussion durchaus eine gewisse Rolle, und es gibt keinen Grund, dies Schülern zu verschweigen.

Eine theologische oder religionswissenschaftliche Diskussion meine ich hier nicht. Auch vermeide ich möglichst den Begriff Kreationismus, weil man da schnell an bestimmte Vorstellungen bestimmter US-amerikanischer, hm, Kreise denkt. Selbstverständlich stecken hinter beiden Theorien, also dem Schöpfungsmodell wie dem Evolutionsmodell, jeweils bestimmte weltanschauliche Grundannahmen, die letztlich zur Entwicklung dieser Theorien geführt haben.

Als Christ sehe ich mich in der Piratenpartei immer wieder Angriffen ausgesetzt, und immer wieder dreht es sich dann um Homophobie oder Kreationismus. Ich bin diese Diskussionen echt leid und habe keine Lust, sie immer wieder führen zu müssen. Dazu sind sie mir einfach nicht wichtig genug. Übrigens habe ich auch keine Ambitionen auf Bildungspolitik.

Zu meiner Sicht der Dinge habe ich bereits vor zwei Jahren einen Blogbeitrag geschrieben: »Homophobe Kreationisten? – Was Christen wirklich ausmacht«. Wer also genauer wissen will, was ich denke und was mir wirklich wichtig ist, lese bitte diesen Beitrag! Kommentare und Antworten zum Blogbeitrag tragen weiter zur Erhellung bei – speziell zur vorliegenden Frage auch dieser Kommentar.

Hendrik vom Lehn aka Henne

Nein, Kreationismus gehört meiner Meinung nach nicht in den Biologie-Unterricht. Ich könnte mir jedoch vorstellen als Teil des Religionsunterrichts (der in Zukunft hoffentlich ein für alle gleiches Fach "Religion und Ethik" ist) über das Thema Kreationismus zu informieren.

Alexander Bossert aka BigMag

Der Biologieunterricht gehört für mich zu den Wissenschaftlichen Schulfächern. Die anderen erwähnten Dinge haben mit Wissenschaft nichts zu tun.