NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Erfahrung
Neue Antwort erstellen
Die Kandidaten klicken bitte auf Neue Antwort, es öffnet sich ein neues Fenster, dort geben Sie bitte als Betreff Ihren Namen ein und in die Textbox die Antwort, anschließend unten auf Seite speichern klicken!
Inhaltsverzeichnis
- 1 Felix Bosseler aka Fx (Textheld) 43 Jahre
- 2 BauerJup
- 3 Richard Gösken aka Medicus / 43 Jahre jung
- 4 Jorgos Tsichlakis (Admiral) Alter 46
- 5 Richard Bertram
- 6 Timm Herbst aka Logos / 47 Jahre
- 7 Rainer Klute
- 8 Mark Anthony Carson
- 9 Günter Behrens aka weselwiesel, 55 Jahre
- 10 Chris P. aka Paranoia / 37 Jahre
- 11 Niels-Arne Münck (31)
- 12 Wem gehört der Text?
- 13 Valentin Brückel (31)
- 14 Rainer Wiese
- 15 Ulrich Scharfenort 35 Jahre
- 16 Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre
- 17 Stefan Fricke
- 18 Stefan Posdzich
- 19 Dr. Thomas Feuerabend 36
- 20 Roland Müller, 48 Jahre, Meerbusch
- 21 Stefan Bohnenpoll
- 22 Schwarzbart: Politik, Erfahrungen, Wirkungen und Nutzen
- 23 Marc Schieferdecker (motorradblogger), 34 Jahre
- 24 Birgit Rydlewski
- 25 Jan Ulrich Hasecke (48 Jahre)
- 26 Andreas Rüßel aka Ryuseru, 40, Neuss
- 27 Sven Leimbach aka SvenOLei
- 28 Monika Pieper
- 29 Heiko Philippski
- 30 Sven Büsgen / 27 Jahre aus Bonn
- 31 Hubert Huthmacher
- 32 Hanns-Jörg Rohwedder
- 33 Und wer den folgenden Text geschrieben hat
- 34 Wilhelm Frömgen aka G-Bär, 29, Korschenbroich
- 35 Patrick Viola, 33, Leverkusen
- 36 Beate Huppertz-Herrmann aka Trinity2864
- 37 Hoffmann, Bert
- 38 Mike Rheindorf aka Sea wolf / 43 Jahre
- 39 Michael Levedag 53Jahre
- 40 Marc Knippen aka Kerrik (41 Jahre)
- 41 Rudolf Lörcks - 47 Jahre
- 42 ???=
- 43 Sebastian Wieloch
- 44 Kai Baumann
- 45 Thomas Weinbrenner (37)
- 46 Simone Brand
- 47 ThomasWeijers
- 48 Daniel Düngel (36)
- 49 Robert Stein (33)
- 50 Kirsten Eickler aka Tigrimus, 43
- 51 Dr. Winny Dehn - Düsseldorf
- 52 Jochen Lobnig - Alter: 54
- 53 Claudia Steimann aka Bugspriet
- 54 Matthias Riedel aka Maths
- 55 Udo Weinrich (53)
- 56 Christian Schimanski (31)
- 57 Peter Klein aka Caergoa (46)
- 58 Udo Pütz aus Aachen, 36 Jahre
- 59 Ulrich Drecker ( 55 Jahre )
- 60 Jan Dörrenhaus (29)
- 61 Stefan Bröse / SQAMPY 26
- 62 Thomas Hegenbarth 47 aka thomas_heg
- 63 Klaus Hammer (44)
- 64 Torsten Ennenbach aka KlarerVerstand 31
- 65 Sylvia Grodde aka Bastel
- 66 Marcus Rosenfeld (28 Jahre)
- 67 Bernhard Smolarz (42) @PiratNRW
- 68 Hans Immanuel Herbers
- 69 Dr. Joachim Paul aka Nick Haflinger
Felix Bosseler aka Fx (Textheld) 43 Jahre
Ich wurde politisch sozialisiert als der ewig Kanzler (BuKaKo / Bundeskanzler Kohl) noch im vollen Saft stand. Genau so stelle ich mir Politik nicht vor. Die Hoffnungen als es dann endlich (damals) eine Rot-Grüne Regierung gab begrub ich schnell. Im Grunde änderte sich nichts. Nur ein paar Akzente wurden anderes gesetzt. Das änderte sich auch mit den folgenden Regierungen nicht. Daher habe ich nie erwogen mich in eine Partei zu begeben. So möchte ich nicht gestalten und mitwirken. Die Piratenpartei beachte ich bereits seit etwa 2007/2008. Mitte 2009 entschloß ich mich dann mitzuwirken.
Besonders helfen wird mir im Landtag meine Kommunikationsfähigkeit. Die Fähigkeiten zu managen und zu organisieren. Zuhören. Analysieren. Skepsis. Motivieren. Planen. Ziele setzen. Sich schnell in völlig neue Themen einarbeiten. Alles Dinge die ich beruflich seit Jahren erlernt habe und umsetze. --Fx 14:16, 17. Mär. 2012 (CET)
BauerJup
- Ich komme Aus einem Tief Schwarzem Loch in NRW wo die Ansicht vorherscht: "egal was ich mache es ändert eh nix " und alle (inklusive Piraten) sind gleich und laufen nur der Wirtschaft hinterher, denen Möchte ich beweisen, das es auch anders geht.
- Zum ersten mal geprägt hat mich die unsägliche Debatte um "KillerSpiele"
- Geholfen hat mir (so blöde es klingt) das hohe Dessintresse und der Fehlende wille etwas zu Bewegen in meiner Umgebeung, die stärkt mich in meinem willen , zu zeigen, das sie unrecht haben.
- Helfen werden Mir vermutlich keine Meine Lebens Erfahrungen :-( ich setze voll auf die Kommunikation nach Ausen, und das Einbinden von betroffenen Privatpersonen
- Etwas Hinderlich könnte hingegen meine Schüchternheit gegenüber "Fremden" sein
- Alter 26
Richard Gösken aka Medicus / 43 Jahre jung
Kungelleien und Überheblichkeit seitens der Politik hat mich schon immer zutiefst angewidert. In den Jahren gewachsener Hoffnungslosigkeit sich diesen Systems zu erwehren, hat mir die Piratenpartei wieder Hoffnung gegeben.
Die Erfahrungen, was man durch gemeinsame Aktionen erreichen kann und das man gemeinsam nicht so hilflos ist wie vermutet, bestärken mich dazu den nächsten Schritt zu machen. Den Kungelleien und den Absprachlern, auf die Finger zu schauen und zu klopfen.
Jorgos Tsichlakis (Admiral) Alter 46
Nun, eine gute Frage. Ich bin in Duisburg bei meinen Großeltern aufgewachsen und habe das Glück gehabt, das mir beide sehr viel aus der Zeit von 1933 bis 1945 erzählt haben. Dies hat mir früh die Augen geöffnet, was der Mensch unter dem Deckmantel der Politik alles für Abscheulichkeiten zu Wege bringen kann. Als mein Großvater starb war ich 14 und mußte dann anfangen, eine Lehre als Bauschlosser zu machen, da wir(Großmutter und Ich) nicht über genügend Geld zum Überleben verfügten, klingt banal, war aber so. Das hat mich gelehrt, das wir offensichtlich in einer Gesellschaft leben, die vor allem durch Geld und Besitz geprägt ist und das Einzelschicksale den politischen Entscheidungsträgern eher lästig als wichtig sind. Als ich nach Abschluß meiner Schlosserlehre und dem Ableisten meiner Wehrdienstzeit bei der Marine mich 1986 entschloß, eine Bewerbung bei der Polizei NRW durchzuführen, wurde mir nach bestandener Prüfung mitgeteilt: "Herr Tsichlakis, wir benötigen von ihnen noch den gesonderten Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit". Ich war einigermaßen verblüfft, da ich meinen Bundespersonalausweis und als aktiver Soldat noch zu diesem Zeitpunkt auch meinen Truppendienstausweis vorgelegt hatte. Die Erklärung kam prompt schon kurze 6 Wochen später: "Da ihr Vater Grieche ist und sie vor dem 01.01.1970 geboren wurden, haben sie automatisch die Staatsangehörigkeit ihres leiblichen Vaters. Sollte dies nicht den Tatsachen entsprechen, weisen sie bitte den Erhalt der deutschen Statsangehörigkeit nach." Doch, mein Vater ist Grieche, meine Mutter war Deutsche. Jedoch war ich unehelich geboren und hatte somit zunächst wie alle sog. unehelich geborenen Kinder die Staatsangehörigkeit der Mutter, also deutsch. Nun hatten meine Eltern 6 Wochen nach meiner Geburt geheiratet und wenn sie dies kirchlich griechisch-orthodox getan hätten, wäre ich nach griechischem Rcht Grieche geworden. Meine Eltern hatten aber nur Standesamtlich geheiratet und somit blieb die bei der Geburt erteilte Staatsangehörigkeit unberührt. Dies nachzuweisen war schwierig, langwierig und mit viel Aufand verbunden, wurde aber letztlich mit viel Hilfe meiner Familie geschafft und ich durfte dann endlich Beamter werden. Dies ist nur eine Kurzversion aber ein wichtiges Erlebnis für mich, das wir in einer Gesellschaft leben, in der Formalien und Gesetze-Verordnungen offenbar wichtiger sind als der Mensch. Dies sind nur drei von vielen Erlebnissen, die mich gesellschaftlich und politisch geprägt haben und die mir deutlich klargemacht haben: Hier in unsrem Land muß sich vieles ändern, für die Menschen und nicht gegen sie. Deshalb will ich politische Verantwortung übernehmen und sie im Parlament mit den Piraten in der Praxis umsetzen.
Gruß Admiral
Richard Bertram
Mein Interesse für Politik begann während meiner Kindheit als uns die Sozialhilfe gestrichen wurde. Mein Vater ist und war erwerbsunfähig und ist und war durch seine Depressionen nicht in der Lage uns 5 Kinder zu erziehen. Meine Mutter wollte sich deshalb vornehmlich um die Erziehung kümmern. Vor allem um meinen Bruder, der damals 2 Jahre alt war. Das Sozialamt akzeptierte diese Entscheidung nicht und ignorierte auch das amtsärztliche Gutachten bezüglich meines Vaters. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit; in dieser Zeit lebten wir teilweise unter dem Existenzminimum. Wir haben zwar schließlich gewonnen, aber die Verantwortlich wurden nie zur Rechenschaft gezogen. Man könnte ein Buch darüber schreiben. Und dieser kurze Einblick hier wird dem nicht gerecht. Was man aber festhalten kann, ist ein tiefer Vertrauensverlust gegenüber dem Staat und seiner Verwaltung. Diese Ereignisse haben mich wahrscheinlich am tiefsten geprägt.
Am meisten wird mir, glaube ich, mein vierwöchiges Praktikum helfen, welches ich letztes Jahr im Bundestag gemacht habe. Ich habe im Abgeordnetenbüro von Ingrid Remmers (Linke) gearbeitet und einen guten Eindruck in die parlametarische Arbeit gewonnen. Da sie Obfrau im Petitionsausschuss war, habe ich auch Erfahrungen über das Petitionssystem gesammelt. Diese Erfahrung möchte ich der Piratenpartei zur Verfügung stellen.
Am 22. März werde ich 21.
Timm Herbst aka Logos / 47 Jahre
Wie schon auf meiner Benutzerseite vor längerer Zeit ausgeführt hat mich die von Zensursula eröffnete Pseudodebatte nachhaltig geprägt: obwohl ich seit meiner Schulzeit politisch interessiert bin und sogar aus dem "konservativ-bürgerlichen Lager" entstamme habe ich in über 20 Jahren politischen Interesses nicht eine derart verlogene Pseudodebatte erlebt, die so sehr die Wahrheit auf den Kopf stellt.
Seit dieser Zensusula-Debatte bin ich bei den Piraten politisch aktiv. Die Abgehobenheit und Verlogenheit der Politik der alten Parteien und der fortgesetzte Bürgerrechtsabbau, sei es durch kriminalisierende Gesetzgebung infolge lobbyistischer Tätigkeit der Contentindustrie oder sei es durch Sicherheitsfanatiker, die mit ständig neuen sog. "Sicherheitsgesetzen" und Maßnahmen (indect, VDS, Quellen-TKÜ, Online-Durchsuchung etc) einem Überwachungsstaat den Weg bereiten, muss endlich gestoppt und umgekehrt werden! Wir benötigen endlich eine Politik, welche die legitimen Interessen der Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt. Um das zu erreichen ist mehr Mitbestimmung, demokratische Teilhabe und Transparenz in der Politik notwendig. Dafür will ich einstehen und kämpfen. Auch die Themen Verbraucherschutz und Umwelt liegen mir am Herzen.
Ein Treffen mit dem Vorstand der Verbraucherzentrale NRW als Koordinator des AK Verbraucherschutz vor der NRW LTW 2010 hat mich positive Erfahrungen in konstruktiver Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg machen lassen.
Rainer Klute
Besonders wichtig sind mir die Grundrechte und besonders die Freiheitsrechte: die Freiheit, seine Meinung öffentlich zu sagen, die Freiheit, sich zu versammeln, die Freiheit, die die Unverletzlichkeit der Wohnung bietet, und überhaupt all die Dinge, die das Grundgesetz, die Menschenrechtscharta usw. nennen.
Daß mir diese Dinge besonders wichtig sind, kann ich gar nicht an bestimmten Lebenserfahrungen festmachen. Vielleicht hat es mit meinem christlichen Glauben zu tun und der Tatsache, daß Christen in manchen Teilen der Welt verfolgt und unterdrückt werden. Ich möchte, daß in Deutschland auch weiterhin jeder glauben oder nicht glauben kann, was er will, ohne Diskriminierung oder gar Verfolgung und Tod fürchten zu müssen! Als Christ reklamiere ich diese Freiheit für mich selbst, für Angehörige anderer Religionen, für Agnostiker, Atheisten und alle anderen. Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden, hat es Rosa Luxemburg formuliert.
Der Schutz der Freiheitsrechte – und natürlich auch der Freiheitsrechte im Internet – ist mir ein Herzensanliegen. Politisch prägend waren da für mich das Jahr 2009 und die Jahre zuvor: Zunächst die gefühlte Ohnmacht, ansehen zu müssen, wie die Politik hilf- und ahnungslos versucht, dem Internet irgendwelche Regeln aufzudrücken, wie sie auch dort unsere Freiheit beschneiden will, wie sie auch dort dem Grundgesetz einen weiteren Tritt versetzen will. Dann die Begeisterung: Die Piratenpartei holt 0,9 Prozent bei der Europawahl! Das war damals sehr viel und für mich der Anstoß, politisch aktiv zu werden. Und ich wußte auch, wo: Bei 0,9 Prozent, da geht noch mehr!
Helfen bei meiner politischen Arbeit im Landtag dürfte mir, daß ich ganz gut Dinge vermitteln und mit Menschen reden kann. Insbesondere bin ich in der Lage, in der Diskussion Person und Sache sehr deutlich voneinander zu trennen. Ich kann also äußerst kontrovers mit jemandem über eine Sache streiten, ohne daß sich dies auf der menschlichen Ebene auswirkt – jedenfalls, soweit es mich betrifft. Ich möchte dem anderen immer respektvoll begegnen, auch wenn wir in der Sache aber sowas von querliegen. Wenn ich dafür schon in der eigenen Partei Lob erfahre, dürfte das für den Umgang mit dem politischen Gegner im Parlament nicht völlig unnütz sein. Nur mit gegenseitigem Respekt kommen wir in der Diskussion weiter. Nur so können wir gemeinsam Lösungen ausarbeiten.
Helfen dürfte mir auch, daß ich recht gut weiß, was ich selbst leisten kann und wo meine Grenzen sind. Da müssen dann die anderen ran! :-)
Ach ja: Ich bin 50 Jahre alt.
Mark Anthony Carson
Ich bin 51 Jahre alt, arbeite seit 10 Jahren in der Weiterbildungsbranche und habe die Entwicklung der Sozialgesetzgebung und deren Umsetzung in dieser Zeit hautnah miterlebt.
Spätestens mit der Einführung von der "Hartz-Gesetzgebung" hat sich die Lage aller Menschen in diesem Bereich dramatisch verschlechtert. Das betrifft die Desorganisation der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter (ehemals ARGEN), die Menschen, die auf Leistungen angewiesen sind, aber auch die Menschen die in diesem Bereich tätig sind: - Die Leistungen wurden massiv gekürzt - Mitarbeiter der Ämter werden oft nur noch befristet eingestellt, unzureichend ausgestattet und eingewiesen und müssen im Fall der Jobcenter nicht selten mehr als doppelt soviele Menschen betreuen, wie gesetzlich vorgesehen - ständig rückläufige Förderung der Arbeitslosen - flächendeckende Scheinselbstständigkeit und Dumpinglöhne für Mitarbeiter der Bildungsträger, die mit unmittelbarer Verantwortung der Agentur für Arbeit in der Bildungsbranche eingeführt wurden
Seit 2008 betreue ich nun sowohl persönlich, als auch als Maßnahmeverantwortlicher Arbeitlose und sogenannte "Hilfebedürftige" bei einem Bildungsträger. Ich erlebe täglich die Nöte und Probleme der betroffenen Menschen und deren tief empfundene Hilflosigkeit, Machtlosigkeit und Rechtsunsicherheit angesichts eines intransparenten Systems. Daraus resultiert zwangsläufig ein tiefes Misstrauen gegenüber den verantwortlichen Politikern. Hier ist dringend eine umfassende Reform nötig.
Helfen wird mir bei meiner Aufgabe, dass ich bereits parteipolitische Erfahrung habe, den Öffentlichen Dienst kenne und "keine Angst vor großen Tieren" habe. Ich kann mit dem "einfachen Mann von der Straße" genauso umgehen, wie mit Akademikern; komplexe Tatbestände erfassen, verständlich wiedergeben und präsentieren. Meine im Berufsleben nachgewiesene Flexibilität und mein Organisationstalent sind sicherlich auch hilfreich.
Günter Behrens aka weselwiesel, 55 Jahre
Für mich ist eine prägende Lebenserfahrung, dass der demokratische Rechtsstaat nur durch ein aktives Handeln seiner Bürger, sei es im alltäglichen Leben oder in der Politik ,geschützt werden kann. Ein sich zurückziehen oder das passive Inkaufnehmen politischer Entscheidungen ist für mich daher nur noch eine zweitklassige Art, ein Teil der Gesellschaft zu sein. Dem demokrtischen Rechtsstaatn habe ich viel zu verdanken. Einen Teil viel ich damit einen Bürgern in Form meiner aktiven Teilnahme am politischen Lebens zurückgeben.
Chris P. aka Paranoia / 37 Jahre
Ich habe im Rahmen meiner Mitarbeit im Trojaner-Board (Hilfsforum gegen Malware) so ungefähr 2002 bei der damaligen Problematik Dialer (Ein Vor-DSL Problem) intensiv die politischen Bemühungen zur diesbezüglichen Gesetzgebung betrachten dürfen und neben der handwerklichen schlechten Leistung dieser Gesetze hat mich dort auch die intensive Lobbyarbeit abgeschreckt. Im weiteren Verlauf haben mir die politischen "Geschehnisse" zu Themen wie Datenschutz, Überwachung der Bürger, Zensurella aber auch "Killerspiele" immer weitere Tiefschläge verpasst, auch da ich immer wieder sehen konnte, wie die wenigen vernünftigen Stimmen in den "etablierten" Parteien bei den Themen, wo man den Stammtisch bedienen kann, auf verloren Posten standen. Ich verstehe das politische System und auch das Gesetzgebungsverfahren, kann aber dann bislang nur mit dem Kopf schütteln, wie dann trotzdem so ein Murks dabei rumkommt. Aber das wird sich ja hoffentlichen mit der Piratenpartei ändern (können).
Was mir bei einer politischen Arbeit im Landtag aber ebenfalls helfen kann, ist meine juristische Ausbildung. In diesem Rahmen habe ich das Rüstzeug erhalten, um das politische und gesetzgebungstechnische System zu verstehen und auf dieser Grundlage eine Fraktion der Piratenpartei zu unterstützen, auf dem schnellsten Weg mit effektiver Arbeit im Landtag zu beginnen. Dies würde auch die Anleitung/Unterstützung der Fraktion bedeuten, in welchen Verfahren welche Aktion zu welchen Ergebnis führen zu können, was neben der rein rechtlichen Betrachtung auch einen großen Anteil formaler Bedingungen beinhaltet. Die Arbeit im Landtag NRW würde viele Möglichkeiten für die Piratenpartei eröffnen, hat aber auch viele Grenzen, wenn es um Themen geht, die dem Bundesrecht unterliegen. Diese Abgrenzung/Begrenzung erscheint teilweise nicht bekannt zu sein, da hierdurch einige Themen im Landtag NRW nicht an der richtigen Stelle erscheinen.
Niels-Arne Münck (31)
Ich möchte mich mal auf den letzten Punkt konzentrieren: was wird mir im Landtag helfen?
- Der Naturwissenschaftler I: Ich habe ich eine hohe Frustrationstoleranz. Ein Jahr Arbeit für den Arsch, weil die Natur eben doch nicht so ist, wie man es sich gedacht hat? Spornt mich nur noch mehr an. Deswegen bin ich auch immer noch bei den Piraten, im Gegensatz zu vielen Mitstreitern aus der Anfangszeit.
- Der Naturwissenschaftler II: Der Prozess der Naturwissenschaften verlangt, dass man bereit ist, seine Meinung zu ändern und seine Hypothesen glaubhaft belegt. Ich denke in Parlamenten sitzen momentan eher Leute, die aus Professionen kommen, wo Meinungen vertreten werden ohne dass man sie einem Realitycheck unterwerfen könnte. Manchmal muss man eben ein Experiment machen. Wir sind dieses Experiment. Hier ist die Frage eher, welche deiner Erfahrungen könnten dem Landtag helfen :)
- Der Naturwissenschaftler III: Ich kenne die Forschung von Innen: Mein Steckenpferd im Landtag würden alle Dinge sein, die mit dem Forschungsstandort NRW zu tun haben. In unserem Wahlprogramm steht dazu erfreulich viel drin, nämlich unter Punkt 8 Open Access [[1]]
Das hilft mir sicher auch in einigen andere Gebieten, in denen ich mich naturgemäß mit der Materie etwas auskenne, vor allem beim Thema Tierschutz in der Wissenschaft. Ich habe einen Nachweis der Versuchstierkunde und habe Einblick in die Wege die die Grundlagenforschung an Tiermodellen in NRW gehen muss, bevor sie zu Werke gehen kann. Verantwortlich hier ist das LANUV NRW[[2]], das ist also Landessache. Tierfreunde, bedenkt bitte das wir hier nicht von Hautcremes am offenen Affenkopf reden, sondern von der Erforschung der Ursachen vieler verschiedener schwerer Erkrankungen an genmanipulierten Mäusen.
- Ich mache immer weiter: Während meiner Diplomarbeit habe ich fast im alleingang meine Mutter gepflegt und musste nach ihrem Tod mit der Trauer, den Formalitäten und der Diplomarbeit fertig werden. Ich hab alles über die Bühne gebracht. Dies spielt zusammen mit der Frustrationstoleranz aus der Wissenschaft. Ich kann mit vorstellen, dass im Landtag langer Atem vonnöten ist, wenn man seine Ideen umsetzen will und man auch ordentlich Stress ausgesetzt ist.
- Ich halt mich an die Regeln: als Brett- und Rollenspieler lerne ich schnell Regeln (wichtig im Parlamant). Ich hab aber auch sowas zwanghaft deutsches an mir, dass ich mich auch dran halten muss (-> Rote Ampeln). Das kann hilfreich sein, ich kann mir vorstellen das es da viele Fallstricke gibt
Wem gehört der Text?
Als junger Mensch habe ich es sehr eindringlich erfahren, dass der demokratische Rechtsstaat nur durch ein aktives Einstehen seiner Bürger für die Demokratie in allen Lebensbereichen vor Schäden geschützt werden kann. Das aktive Einstehen für die Grundrechte ist dabei für mich das Wichtigste. Sei es im Alltagslleben oder im politschen Wirken. Ein "inaktives Dabeisein" oder ein "in Kauf nehmen" politischer Entwicklungen kommt für mich in diesem Stadium des Lebens nicht in Frage. Dem demokratischen Rechtsstaat und damit seinen Bürgern habe ichn dabei viel zu verdanken. Ich möchte nun ,in diesem Stadium meines Lebens,den Bürgern mit meinem aktiven Einstehen für die Demokratie, einen Teil meines Dankes an die Bürger zurückgeben.
Valentin Brückel (31)
Meine erste politische Erfahrung war als Bonner zu erleben, wie 1991 Berlin als Regierungssitz durchgedrückt wurde. Seither begleitet mich ein Interesse für Politik und das politische System. Im Rahmen meiner SPD-Mitgliedschaft habe ich gelernt, wo die politischen Entscheidungen in Wirklichkeit fallen und wo man auf diese Weichenstellungen Einfluss nehmen kann. Eine Landtagsmitgliedschaft hilft beim Zugang zu diesen Entscheiderzirkeln natürlich ungemein. Deshalb erhoffe ich mir, im Landtag auch als Oppositionspolitiker ein wenig gestalten zu können - keine großen Veränderungen, aber kleine Schritte.
Rainer Wiese
Es prägt einen das gesamte bisherige Leben. Ich bin ja schon über 60J. alt. Für die politische Arbeit hilft mir meine Welterfahrung (Umgang mit anderen Menschen und Einsichten. Als guter Pirat bin ich ja schon in der Welt gut rumgekommen.) Da geht man mit eigenwilligen Persönlichkeiten ganz gelassen um. Auch Aufschneider und Querulanten wollen ja nur wahrgenommen (und geliebt) werden.
Ulrich Scharfenort 35 Jahre
Ich kann da nur wie Rainer antworten, es gab jetzt nicht die Erfahrung, sondern viele kleine Erfahrungen, die mich nach und nach geformt haben. Helfen wird mir sicherlich meine Laufbahnausbildung mit juristischem und politischem Lehrgang und meine jetzige Tätigkeit im Umweltschutzbereich.
Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre
Prägendste Erfahrung ist sicher das Schicksal meiner Schwester, die im Alter von 26 Jahren ohne Vorankündigung eine Hirnblutung erlitt. Seitdem ist sie stark aphasisch (das ist eine Wortfindungsstörung) und auf der rechten Seite stark gelähmt. Nach der Akutphase in mehreren Krankenhäusern musste meine gesamte Familie erfahren wie schwer es in unserem Gesundheitssystem ist, in einem dermaßen individuellen Fall, die richtigen Therapien und Hilfsmittel zu erhalten. Im zweiten Jahr nach der Hirnblutung habe ich meine Stundenzahl im Job reduziert und Ihr dabei geholfen wieder in ihrer Wohnung leben zu können. Mittlerweile ist sie wieder recht eigenständig und ist auch nicht mehr pflegebedürftig.
Im politischem Betrieb hilft mir sehr wahrscheinlich meine derzeitige Tätigkeit als Controller im Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Dieser Betrieb ist aus den staatlichen Bauämtern und Universitäts Bauämtern entstanden. Seine Aufgabe ist der wirtschaftliche Betrieb der meisten Gebäude und Grundstücke im Besitz des Landes NRW. Team- und Kommunikationsfähigkeit habe ich bei der Einführung von SAP im BLB verbessern können. Ich war im Projektteam für das Customizing der Module PS, MM und am Rande CO und FI beteiligt.
Bevor ihr fragt, ich bin in der Niederlassung Münster angestellt und habe zu den Vorwürfen, die der parlamentarische Untersuchungsausschuss prüft, keine weiteren Informationen. Alles was ich weiss steht bereits in einer Zeitung.
Stefan Fricke
Ich bin 50 Jahre alt.
Mein politisches Engagement begann während meiner Schulzeit. Damals verurteilte das Landgericht Frankfurt einen Reiseveranstalter, an eine Kundin Schadenersatz zu zahlen, weil in ihrem Urlaubshotel eine Gruppe von Menschen mit Behinderung ebenfalle ihren Urlaub verbrachte. Immer wieder musste ich im Leben größere oder kleinere Diskriminieruzngen hinnehmen. Da gab es Taxifahrer, die mich trotz Beförderungspflicht auf einen "Krankenwagen" verwiesen. Bei der Bahn musste man früher im Gepäckwagen reisen, der ÖPNV war nur mit Bergsteigerausrüstung benutzbar. Das alles hat mich sensibilisiert für Diskriminierungen, auch anderer "Randgruppen".
Stefan Posdzich
Ich bin in Dinslaken geboren und in Duisburg aufgewachsen. Das Ruhrgebiet hat mich geprägt. Mehr aber noch das Verhältnis zu meinen Großeltern und deren sozialdemokratische Verwurzelung. Dann später die Enttäuschung über die wenigen Möglichkeiten noch zu partizipieren und das notgedrungene hinnehmen von Entscheidungen die man weder nachvollziehen noch unterstützen konnte (wollte).
Ich selbst habe dann "einfach mal" die Grünen gewählt. Aus Protest gegen die SPD. Die Piratenpartei kam erst später, brachte aber alles mit um selbst meinen Großvater zu überzeugen!
2 Dinge werden mir helfen:
Die Fehler die ich gemacht habe. Ich hoffe daraus die richtige Schlüsse gezogen zu haben. Ich bin aufgeschlossen, lernfähig und dankbar wenn man mich auf Fehler aufmerksam macht.
und...
Die Erfahrungen in den 2 Jahren die ich im Kreis Soest sammeln konnte.
Dr. Thomas Feuerabend 36
Ich habe in meinem Leben schon viel erlebt, was mich geprägt hat. Eine Selbstständigkeit ist auch nicht immer ein Zuckerschlecken.
Vor einigen Jahren bin ich sehr schwer erkrankt und habe eine wirklich schlimme Zeit durchgemacht. Sowas gönne ich keinem. Jedenfalls bin ich heute wieder fit.
Meine Krankheit hat mich sicher "weicher" gemacht und mein Sicht auf die Welt und die Menschen völlig verändert.
Roland Müller, 48 Jahre, Meerbusch
Meine Lebenserfahrungen sind sehr vielfältig und reichen von "ziemlich weit unten" bis "in 20 Jahren ist das Häuschen bezahlt". Der derzeitige Status liegt irgendwo bei "ob wir uns nächstes Jahr noch einen Zweitwagen leisten können?"
Diese Vollausschläge des Lebens waren sehr prägend und sind unvergessen geblieben. Ich kenne das Leben des Zeitarbeiters mit Minilohn wie auch das des gut bezahlten Consultants mit Zeitverträgen. Ich kenne das Leben des Sozialhilfeempfängers und danke dem Schicksal dafür, dass es den Kelch von Hartz4 an mit vorübergehen ließ.
Vermutlich deshalb sind für mich Arbeits- und Einkommensgerechtigkeit sehr wichtige Themen für mich. Die Auflösung vieler dieser Ungerechtigkeiten unterstelle ich einer vernünftigen Umsetzung des bedingungslosen Grundeinkommens. Einkommen darf in einer Konsumgesellschaft kein "Verdienst" sondern muss Bürgerrecht sein. Erst wenn die Existenz gesichert ist, beginnt der Mensch sein wahres Potential zu entfalten.
Da ich Landtagsunerfahren bin, weiß ich nicht, welche Lebenserfahrungen mir bei der politischen Arbeit dort helfen könnten. Ich vermute, dass all die Fähigkeiten, die mir bisher auch beruflich geholfen haben, wie z.B. eine schnelle Auffassungsgabe, die Fähigkeit Zusammenhänge schnell zu erkennen oder einen Blick für das Ganze zu haben, auch dort hilfreich sein werden. Ich bin sicher kein optimaler Teamplayer, da ich gewohnt bin, Teams entweder anzuführen oder Dinge alleine zu bewerkstelligen. Ich halte mich jedoch für sehr kooperativ und kundenorientiert, Eigenschaften, die ich in meiner Umgebung leider oft vermisse.
Stefan Bohnenpoll
Zu mir, ich bin 29 Jahre alt.
Politisch am meisten geprägt hat mich wohl mein Beruf. Ich bin seit 2001 im öffentlichen Dienst beschäftigt. Angefangen hab ich im mittleren Beamtendienst und nach meiner Ausbildung hab ich dann 5 Jahre im Bauamt gearbeitet, dort habe ich Sozialwohnungen vermittelt und die Zinssenkungsanträge bearbeitet, welche von den Antragstellern dann an die NRW.Bank gingen.
Danach hab ich dann den Aufstieg in den gehobenen Beamtendienst geschafft und mittlerweile mein Diplom als Verwaltungswirt. Jetzt beschäftige ich mich ausgiebig mit dem Waffenrecht. Ein großteil meiner Arbeit verbringe ich jetzt mit Widerrufen von waffenrechtlichen Erlaubnissen und Klageerwiderungen beim Verwaltungsgericht.
Leider musste ich im öffentlichen Dienst immer wieder feststellen, dass der öffentliche Dienst und gerade das Beamtentum nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Immer wieder wurde meine Arbeit durch die Poltik behindert wurde.
Da ich aus einem sehr "schwarzen" Bereich von NRW komme bin ich darauf hin der CDU beigetreten, in der Hoffnung "etwas bewegen" zu können. Nachdem ich dann das eine oder andere Treffen besucht habe wurde mir jedoch schnell klar, dass die Partei nicht die richtige Wahl war. Man fand auch bei den Alt Eigesessenen keinerlei Beachtung und wurde nur belächelt. Entscheidungen auch auf kommunaler Ebene waren für mich kaum bis garnicht nachvollziehbar.
Schwarzbart: Politik, Erfahrungen, Wirkungen und Nutzen
Da war dieses Geraune, von damals, vom Krieg, das immer verstummte, wenn das Kind dazukam, da waren diese Andeutungen über Nachbarn, die mitgemacht hatten - wobei bloß? Es dauerte noch ein paar Jahre, bis mir Geschichtsunterricht eine Ahnung brachte,was da totgeschwiegen wurde. Später war ich dann in einer Gewekschaft, hab dort Gewerkschaftsjugendarbeit gemacht - inklusive der Schulungen. Gewerkschaftsschuluingen waren cool: So viel Sex konnte man als 16-jähriger nirgends sonst haben... Meine erste echte politische Aktion kam mit 19, als ich mich einer Hausbesetzung anschloss, in der Oesterholzstrasse in Dortmund. Da ging es darum, obdachlosen Kindern ein Dach über dem Kopf zu verschaffen, die aus einem der finstersten Höllenlöchern der Schwarzen Pädagogik, dem von katholischen Nonnen geleiteten St.Vincents-Heim, ganz in der Nähe, geflohen waren. Ich nenn mal "Erbrochenes wieder aufessen" als Hausnummer für den Standard dort. Häuser haben wir dann auch besetzt, um Kinder vom Bahnhof wegzubringen. Da hab ich die Grünen kennengelernt. Die fanden ihre Ideologie-Verbreitung grundsätzlich wichtiger, als die Kinder, wegen denen wir die Häuser organisiert haben. Und dann stand das Erdgeschöss voll mit Tapententischen von den $armeunterdrückteMinderheit-Initiativen, über die fand uns die Presse und nach denen kamen die Cops. Und die Kinder standen wieder auf der Strasse. Meine erste Assoziation zu "Grün" ist seither "Arschgeige". Meine erste politische Aktion im Netz war in dem und für das Forum"Gemeinsam-gegen-Stoiber.de" 2002. Und nur 7 Jahre später war ich auch schon Pirat.
Marc Schieferdecker (motorradblogger), 34 Jahre
Ich bin ländlich und in einem sozialdemokratischen Umfeld aufgewachsen, was mich sicher geprägt hat. Mein politische Sozialisation fand statt, als Kohl kurz vor dem Ende seiner Kanzlerära stand, mit der damaligen Regierung war ich sehr unzufrieden. Deswegen habe ich auch zwei Wahlperioden Rot/Grün gewählt, was ich im Nachhinein aber bereue und dann auch aufgewacht bin. Gerade die Grüne Kuschelsicherheitspolitik widert mich an, genau so die unter Schröder beschlossene Agenda 2010 und vorallem Hartz 4 hielt ich für sehr problematisch. Letzendlich hat mich die Diskussion um Killerspiele und die Zensursula Debatte zu den Piraten gebracht. "Endlich normale Leute", hab ich mir damals gedacht und fand den Ansatz der Sachorientierten Politik den richtigen Weg. Es kann keinen anderen Weg geben.
In unserer Crew habe ich immer den Presseverantwortlichen gemacht, war 2010 erfolgloser Direktkandidat, habe aber mit meiner Crew für unserer Verhältnisse einen guten Wahlkampf gemacht. Inzwischen beteilige ich mich auch an der AG Waffenrecht, da ich Sportschütze bin und hier handlungsbedarf sehe.
Auch meine privaten Erfahrungen der letzten Jahre haben mich sehr geprägt, ich bin Patchwork- und Pflegevater von insgesamt 6 Kindern, habe letztes Jahr aufgrund der neuen Situation einen großen Umzug gemacht, da wir für die Pflegekinder (deren Mutter, die unsere Freundin war verstorben ist) mehr Platz brauchten. Ich denke es ist nachvollziehbar, das mich das an Erfahrung reicher gemacht hat und mich im Kopf hat auch ein Stück altern lassen. Ich bin viel Belastbarer, weil Gelassener geworden, trotz meiner "nur" 34 Jahre Lebenserfahrung. Das würde mir sicherlich auch bei einer Tätigkeit als Abgeordneter helfen. Natürlich hat mich auch mein Beruf geprägt, ich bin Programmierer und arbeite seit ungefähr 10 Jahren als Anwendungsentwickler. Analytisches und logisches denken liegt daher in meiner Natur. Vermutlich sind die Piraten auch deswegen zu meiner politischen Heimat geworden.
Das Thema Familie ist mir generell wichtig, aber auch die Themen Umwelt und Verkehr, sowie innere Sicherheit.
Ach, was ich noch vergessen habe: Ich arbeite in einem kommunalen Rechenzentrum im Bereich eGovernment und bin daher recht erfahren, was deutsche Bürokratie angeht und was an ihr krankt.
Birgit Rydlewski
Ich bin 42 Jahre alt. Ich war eine recht große Zeitspanne meines Lebens recht unpolitisch. Das lag einerseits daran, dass ich das Gefühl hatte, ohnehin als einfacher Bürger keinen Einfluss zu haben. Auf der anderen Seite brauchte es irgendwie diverse Erlebnisse, die mich sensibilisiert haben. Dazu zählte das Gefühl, dass unsere Freiheit zunehmend eingeschränkt wird (damals war das "Zensursula".) Weiterhin engagiere ich mich gelegentlich bei Attac, weil es weitere Themen (außer Bildung, was ja mein großes Feld ist schon aufgrund meines Berufs) gibt, die mich bewegen. Dazu gehört das zunächst diffuse Gefühl irgendwann nach meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften, dass ein Teil unseres Wohlstandes auf der Ausbeutung anderer Menschen in anderen Teilen der Welt beruht. Ich bin bis heute unsicher, ob ich irgendetwas bewegen kann, aber ich möchte es zumindest versuchen.
Jan Ulrich Hasecke (48 Jahre)
Ich habe mich in meinem Leben schon für diverse politische Ziele engagiert und dabei gelernt, dass Ideen sich durchsetzen, wenn ihre Zeit gekommen ist. Ich weiß, wie es ist, wenn man sich für etwas einsetzt, was die meisten Menschen für eine versponnene Utopie halten und belächeln.
Aber ich habe auch erlebt, dass die Welt sich von heute auf morgen verändern kann, dass etwas plötzlich möglich wird, was gestern noch für unmöglich gehalten wurde. Der Zusammenbruch der sozialistischen Regime in Osteuropa und die Wiedervereinigung waren solche Ereignisse. Die Veränderungen, die das Internet und die Open-Source-Bewegung ausgelöst haben, sind weitere Beispiele.
Ich bin deshalb davon überzeugt, dass vieles von dem, was bisher nur in unserem Programm steht, eines Tages Wirklichkeit werden wird. Vielleicht nicht genau so, wie wir uns das heute vorstellen, aber es wird kommen.
Es lohnt sich, quer zu denken, Utopien und ehrgeizige Ziele zu haben, gleichzeitig aber auch offen zu bleiben: offen für die Realität und offen für die Chancen, die sich plötzlich und unerwartet bieten.
Gerade letzteres wird mir vermutlich in der parlamentarischen Arbeit helfen. Denn auch wenn das Tagesgeschäft im Landtag von vielen scheinbar nutzlosen Mühen und vielen Enttäuschungen geprägt sein wird. Hier und da werden sich auch riesige Chancen für unsere Ideen eröffnen. Chancen, von denen wir heute nicht einmal ahnen, dass es sie gibt.
Andreas Rüßel aka Ryuseru, 40, Neuss
Meine Eltern waren Taxifahrer im eigenen Wagen. Als Kleinunternehmer der 70er Jahre auch brave FDP Wähler. Der "Verrat" der FDP an der Regierung von Helmut Schmidt zeigte mir sehr früh die Natur diser Partei auf. Der Verrat Ihrer Ideale und die Absegnung von Kampfeinstätzen zeigte mir das Wesen der Grünen. Was Helmut Kohl für Deutschland bedeutete können wir immer noch an seinem weiblichen Abziehbild und Protege sehen. Die SPD ist spätestens seit Schröder unwählbar und damit blieb mir nur die politische Einsamkeit der Kleinparteien oder des taktischen Wählens gegen schwarz/gelb. Real gesehen machte mich das aber eher unpolitisch und zynisch.
Dann kann das Jahr 2009 und die Europawahl. Und da gab es einen Haufen.. So mit Crews und einem Wiki. Im Sommer bildete sich ein Stammtisch in Neuss und seit dem 2. Stammtisch hat es mich gefangen. Eine Partei wo meine Stimme, mein Engagement zählt und gebraucht wird. Ein Feedback mit Ernsthaftigkeit und Lust an der Veränderung auf die Dinge die mich an der Politik immer störten.
Die Piraten sind meine politische Heimat, die einzige die ich mir vorstellen kann und ihr alle seit mein Einfluss. Ich bin eine Stimme bei den Piraten, ich bilde mir nicht ein etwas Besonderes zu sein. Mir wird sich am meisten helfen, daß ich in weiss das mein Einsatz etwas bewegt und das was ich gebe von den Piraten erwidert wird. Auch wenn es ein Shitstorm ist.. Das gehört dazu. Wir sind basisdemokratisch und wir sind teilweise rau. Keiner alleine kann jemals für alle sprechen, aber wir tun es dennoch jeden Tag auf der Strasse und beim Wähler. Ich habe 2010 einen äusserst engagierten Wahlkampf in Neuss organisiert. Und ich habe mich vollkommen verausgabt bei dieser Aufgabe. 6 Monate Zwangspause danach waren die Folge. Ich habe meine Grenzen eindeutig aufgezeigt bekommen, meine Fehler und deren Folgen analysiert und mit einigen Mitpiraten in Neuss diskutiert. Diese Erfahrungen, die Gespräche auf der Strasse mit echten Menschen, die Diskussionen mit Piraten - DAS wird mir am meisten helfen.
Sven Leimbach aka SvenOLei
Ich bin nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Darum 3 Antworten von mir:
Wenn Du wissen möchtest, wie ich zum Thema Politik gekommen bin, so wurde ich schon früh im Leben damit konfrontiert. Erlebnisse meiner Eltern und Großeltern vom Zweiten Weltkrieg und von der Ruhrbesetzung 1923-1925. Ansonsten war die RAF und das Bild von bis auf die Zähne bewaffneten Polizisten am Straßenrand eine prägende Erinnerung. Obgleich meine Eltern nicht arm waren, interessierte mich schon früh das Thema Sozialpolitik und auch die Außenpolitik. Meinen ersten C64 kaufte ich 1985, an Netzpolitik dachte ich damals noch nicht. Die ersten Demonstrationen, an denen ich teilnahm, hatten Friedenspolitik zum Thema. Es folten Bestreikungen der Unis für ein besseres Bildungssystem. Mir ist im Laufe meines Lebens immer klarer geworden, wie wichtig es ist, sich zu engagieren und seine Meinung in die Öffentlichkeit zu bringen. Ich hatte Ende letzten Jahres dann eigentlich vor, mich für das BGE zu engagieren, bis ich feststellte, dass die Piratenpartei für dieses eintritt ... und darüber hinaus für weitaus mehr Dinge, hinter denen ich stehe. Darum bin ich eingetreten und darum engagiere ich mich hier. Gegen ACTA bin ich natürlich auch auf die Straße gegangen.
Wenn die Frage so gemeint war, welches persönliche Erlebnis für mich am prägendsten war, so muss ich sagen, die plötzliche Trennung von meiner Frau und das damit verbundene Alleinerziehenden-Dasein. Infolgedessen habe ich meine Karriere als Personalentwickler aufgegeben, mit fast 40 Jahren nochmal "umgeschult" zum Lehrer auf Teilzeit, um für meine Tochter da sein zu können. Das bedeutete eine krasse Veränderung meines Lebens und eine sehr hohe Verantwortung. Aus Krisen geht man letztlich gestärkt hervor. Man weiß danach vielleicht besser, was die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind. Jedenfalls geht es mir so. Dieses Bewusstsein würde ich ganz sicher in den Landtag mitnehmen.
Oder zielt die Frage auf vorhandene Erfolge ab? Ich hatte in meiner beruflichen Laufbahn mehrere Projektleitungen inne. Sie waren sogar erfolgreich. Aber das war nicht mein Verdienst. Jedenfalls nicht meiner alleine. Ich hatte dabei tolle Teams mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit Know How und Engagement. So erlebe ich bis jetzt auch die Arbeit der Piraten und würde darum gern sehen, wenn das Projekt Landtag eine Teamleistung aller Piraten in NRW werden würde.
Monika Pieper
Es ist wohl die Gesamtheit der Lebenserfahrungen. Ich habe seit meinem 13. Lebensjahr in den Schulferien einen kleinen Lebensmittelladen geführt, damit meine Eltern in den Urlaub fahren konnten.Ich habe während des Studiums mein erstes, im Refrendariat das zweite Kind bekommen. Ich war immer vollzeit berufstätig. Meine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus sehr problematischen und armen Familienverhältnissen hat sicherlich auch zu meiner politischan Haltung beigetragen. Die Leitung der Oberstufe unserer Schule mit zeitweilig 120 Schülern und 13 Kollegen wird sicherlich hilfreich sein, da ich dort die erforderlichen kommunikativen und kooperatven Kompetenzen täglich anwende.Ich bin 48 und habe jetzt den Freiraum, meine Energie für politische Veränderungen einzusetzen.
Heiko Philippski
Schon sehr früh lernte ich mich sozial zu engagieren. Dies wurde mir und meinen drei weiteren Brüdern mit in die Wiege gelegt. Schon meine Eltern waren engagierte SPD-Mitglieder und auch in der AWO tätig. Menschen können einander helfen oder einfach nur da sein und das sollte jeder auch tun, soweit es ihm möglich ist.
Heute bin ich ehrenamtlich in der internationalen Kinder- und Jugendarbeit im VDIJB e.V. Münster tätig. 2001 haben wir in Sousse (Tunesien), zusammen mit benachteiligten Jugendlichen aus Münster und vor Ort, ein Umweltprojekt umgesetzt. Mit dem Verein wollen wir nicht nur Freundschaften zwischen den einzelnen Nationen fördern sondern auch den europäischen Gedanken leben.
Ich denke mal das die Erfahrungen mit den vielen Menschen der verschiedenen Nationen und Kulturen, mir bei der Arbeit im Landtag helfen werden, mich mit anderen Abgeordneten auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Sven Büsgen / 27 Jahre aus Bonn
Mein Leben war bisher nicht langweilig gewesen, weder im privaten noch im beruflichen Bereich. Ich kann sagen, dass ich aus der unteren Mittelschicht komme und ich genau weiß wie es ist auf diverse Dinge verzichten zu müssen (noch zwei Geschwister und die Eltern geschieden), da es der Geldbeutel einfach nicht hergibt wie zum Beispiel Sportvereine, Sommerausflüge, Musikschule, Studium etc. Mir ist klar welch ein Luxus die Freizeitgestaltung und die Bildung sein können.
In einem solchen Umfeld ist man auch schon früh gezwungen Kompromisse zu erarbeiten und einzugehen um für alle Beteiligten eine passende Lösung zu finden. Der demokratische Gedanke wurde also schon sehr früh bei mir erprobt und geschadet hat es nicht. Durch den Austausch von Ansichten oder allgemein Gedankengut kann jeder einzelne seinen Horizont erweitern und es finden sich meistens sogar Lösungsansätze auf die man alleine gar nicht gekommen wäre.
Ich würde sagen, dass ich für Meinungen offen bin, gut zu hören, diskutieren und Lösungen im Team erarbeiten kann.
Hubert Huthmacher
In den letzten 46 Jahren meines Lebens habe ich erfahren dürfen, wie unser Schulsystem funktioniert und mir vorgenommen es zu optimieren, denn die Erkenntnisse aus der Gehirnforschung finden zuwenig Anwendung. Deshalb arbeite ich seit einiger Zeit in der Arbeitsgruppe Bildung mit. Ich durfte zwar nur einen Monat meines Berufslebens die Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen, das reichte aber um es zu bürokratisch zu finden. Deshalb mein Interesse an der Arbeitsgruppe BGE.
Geprägt hat mich die Erkenntnis: Wenn Du was in Deinem Leben verändern willst, dann muss Du was bei Dir verändern. Das heißt für mich aufhören zu motzen über alles was nicht funktioniert (Schulsystem etc.), sondern aktiv gestalten. Die Piraten sind mir Mitte 2011 über den Weg gelaufen, nachdem ich mir einige Programme angesehen habe, fühlte ich mich hier bei Euch/uns angekommen und Zuhause. Diese Erkenntnis hilft Akzeptanz zu pflegen für anders denkende Menschen. Sie lädt ein zur aktiven Suche nach Lösungen für Bürger die uns legitimieren für sie zu sprechen, damit Transparenz kein Fremdwort mehr ist.
Hanns-Jörg Rohwedder
Ich bin 54 Jahre alt.
Ich beziehe die Frage mal auf's politische, das scheint mir hier relevant.
Jugenderfahrungen prägen am meisten. Willy Brandts Aussage "wir wollen mehr Demokratie wagen" und die Berufsverbote und Antiterrorgesetze, die wir dann bekamen. Als 15jähriger war ich mit der SPD (und der FDP) schon ziemlich durch.
Die CDU war in Schleswig-Holstein, wo ich aufwuchs, eh nur eine Zusammenrottung von Altnazis. Waffenschieber wie Stoltenberg waren die nächste Generation, es gab kein Faschistenregime irgendwo auf der Welt, das er nicht mit Waffen unterstützte.
Der Putsch in Chile und die Stellung der deutschen Politik dazu.
Aufgewachsen in Flensburg habe ich den damaligen Unterschied in der Herangehensweise zwischen dem steif-verbohrten Deutschen und dem offenen pragmatischen Dänen kennengelernt. Der Unterschied ist heute nicht mehr so ausgeprägt, aber damals habe ich viel mitnehmen können. Auch mein Hang zur Ironie, und der jütische (manchmal extrem schwarze) Humor stammt von da.
Ich war im klassischen Naturschutz unterwegs, dann kam ab 1974 die Anti-AKW-Bewegung hinzu, ganz stark mit Brokdorf in Schleswig-Holstein ab 1976. Da lernte ich basisdemokratische Konzepte live und in Farbe kennen, mit ihren Stärken und Schwächen, Vor- und Nachteilen.
Die Friedensbewegung in den 80ern, der beginnende Verrat der Grünen.
Was mir davon am meisten helfen wird, kann ich erst sagen, wenn ich es weiß. Ich finde es müßig, jetzt darüber zu spekulieren, ich werde es gegebenenfalls herausfinden. -- Danebod 22:16, 17. Mär. 2012 (CET)
Und wer den folgenden Text geschrieben hat
sollte auf "Bearbeiten" klicken und im Quelltext seinen Namen zwischen die 2 mal 2 Gleichheiszeichen oben schreiben, dann hinter den Text -- und vier Tilden ~ setzen. Dadurch kommen Name und Datums- oder Zeitstempel dahinter. Und diesen kursiven Text inklusive der Hochkommata, zwischen denen er steht, löschen. -- Danebod 11:06, 18. Mär. 2012 (CET)
Ich bin durch meine Eltern bereits früh an politische Themen herangeführt worden, habe bereits im Jugendalter das aktuelle Politikgeschehen und die Parteien verfolgt. Jedoch gab es nie eine Partei, die nicht mindestens einen Punkt vertrat, der sie für mich unwählbar machte. Dies ist mit der Piratenpartei anders geworden. Ich bereits seit 2009 Mitglied und ich denke, dass auch die mittlerweile drei Jahre in der Piratenpartei zu meiner Lebenserfahrung beigetragen haben. Außerdem habe ich mich früher im kirchlichen Bereich engagiert, habe Jugendgruppen geleitet und Jugendfreizeiten mitorganisiert.
Wilhelm Frömgen aka G-Bär, 29, Korschenbroich
Als ich 14 war hab ich mich tierisch aufgeregt das die Fahrradwege in Neuss nicht für Mofas frei gegeben waren. Darauf bin ich mit einer Karte ins Amt für Straßenverkehrslenkung. 7 Monate später waren diese Radwegen freigegebn und ich wusste das Politik funktioniert wenn man sich nur drum kümmert. Leider wurden meine Erwartungen weder von den Falken und noch von den Julis erfüllt. Meine Mitgliedschaft bei beiden Gruppen war entsprechend kurz. Etwas mehr Erfahrung konnte ich als Stufensprecher in der Erwachsenenbildung (Technikerschule) sammeln.
Seit etwa 4 Monaten verfolge ich intensiv die Lokalpolitik in Korschenbroich.
Ich gebe zu: Nicht besonders viel Erfahrung, aber ich lerne schnell, ich bin hoch motiviert und ich bin bereit mich voll in die Arbeit zu stürzen.
Patrick Viola, 33, Leverkusen
Die Politik in Deutschland ist meiner Meinung nach seit vielen Jahren geprägt von übereilten und nicht vollständig durchdachten Handlungen. Der Wille der Bevölkerung wird so lange möglich ignoriert um sich dann zu wundern, wenn es plötzlich Proteste gibt. Das Land ist hoch verschuldet, alle werden zum sparen gezwungen und dennoch erhöht man sich selbst die Diäten.
Die Politik muss wieder verständlich, nachvollziehbar und transparent werden. Die Piraten sind hier eindeutig auf dem richtigen Weg. Das haben sie gezeigt und sie leben als einzige Partei die Basisdemokratie. Ich habe die Piraten als eine Truppe kennen gelernt, die anpacken kann und sich gegenseitig auf ihrem Weg unterstützt. Diesen Weg müssen wir gemeinsam weiter nach vorn bringen.
Beate Huppertz-Herrmann aka Trinity2864
Lebenserfahrung: Ich habe 3 KInder teilweise alleine zu tollen, lebenstüchtigen Menschen erzogen und Ihnen Werte vermittelt. "Nebenbei" habe ich mir alleine eine berufliche Selbstständigkeit als Hochzeitsplanerin aufgebaut! Auch diese Tätigkeit gestattet mir mich ständig neu zu entwickeln und zu orientieren, da kein Tag wie der Andere ist und es immer neue Herausforderungen gibt, genau wie ein Leben mit Kindern :-) Ich halte das für eine sehr gute und sehr praxisorientierte "Lehre" für politische Tätigkeiten und Ämter! Wenn man dabei engagiert und interessiert durchs Leben geht, kommt man an der Auseinandersetzung mit den Themen Verbraucherschutz, Bildungspolitik, KITA-Plätze usw. garnicht herum!
Mein Rechtsempfinden war schon immer stark ausgeprägt. Daher bin ich der Meinung das sich gerade bei den Politikern jeder erklären sollte. Da komme ich aber immer weniger mit. Die bis dato bestehenden Parteien hatten immer Überzeugungen denen ich nicht Zusagen konnte. Diese bitteren Pillen einfach hinzunehmen und nicht zu diskutieren ist mir zu wieder gewesen.Deshalb beschränkten sich meine Tätigkeiten bis jetzt auf Demos zu Themen die mich besonders berührten.
Hoffmann, Bert
Mein Rechtsempfinden war schon immer stark ausgeprägt. Daher bin ich der Meinung das sich gerade bei den Politikern jeder erklären sollte. Da komme ich aber immer weniger mit. Die bis dato bestehenden Parteien hatten immer Überzeugungen denen ich nicht Zusagen konnte. Diese bitteren Pillen einfach hinzunehmen und nicht zu diskutieren ist mir zu wieder gewesen.Deshalb beschränkten sich meine Tätigkeiten bis jetzt auf Demos zu Themen die mich besonders beschäftigen. Politisch stehe ich in der Mitte und habe keinerlei Radikalen Tendenzen. I
Mike Rheindorf aka Sea wolf / 43 Jahre
Ich habe in meinem Leben viele Facetten und Lebens-Situation kennengelernt wo ich die Schwachstellen unseres Systems kennen gelernt habe. Selbst jetzt spüre ich die Fehlleistungen der Schulpolitik aus den 70er und 80er Jahren. Als Unternehmer habe ich die Missstände der Finanzpolitik erlebt. Auch mit der Sozial- und Arbeitspolitik bin ich als Arbeitssuchender in Kontakt gekommen. All die Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es notwendig ist, diese Bereiche zu optimieren. Als Möglichkeit objektiv und tatkräftig das gesellschaftliche System nachhaltig zu gestalten ist dieses nur mit meiner politischen Arbeit im Landtag möglich.
Michael Levedag 53Jahre
Ich bezeichne mich als Menschenfreund und es gibt einige Erfahrungen, die mir im Leben sehr geholfen haben, immer auf Bodenhaftung zu achten und jeden Menschen in seiner Art und Meinung zu respektieren. Da war zunächst meine Zeit bei der Bundeswehr, als ich aus einem "Abiturientenghetto" kommend, lernen musste, dass Leute, die nur halb so viel in der Birne haben, dich bei bestimmten Sachen 3mal in die Tasche stecken. In dieser Zeit habe ich die Basis meiner Grundeinstellung zu Menschen gelegt: Jeder Mensch ist an seiner Stelle wichtig und verdient Respekt. Lassen Sie mal die Putzfrau als Geschäftsführer arbeiten, das Ergebnis wird kläglich sein. Aber lassen Sie mal den Geschäftsführer als Putzfrau arbeiten, das Desaster ist vorprogrammiert. Meine prägendste Erfahrung habe ich dann im Alter von 31 Jahren "erlitten". Ich war damals in einem Handelsunternehmen in führender Position tätig und dachte, ich sei der Größte. Weil ich mich regional verändern wollte, habe ich damals einfach gekündigt und dachte: die holen dich zurück. Haben sie aber nicht. Und dann habe ich 6 Monate gestrampelt, bis ich wieder einen Job hatte. Das eigentlich prägende Erlebnis darin war, dass die Branche, in der ich ja bekannt war wie ein bunter Hund, mich in der Zeit fallengelassen hat wie eine heiße Kartoffel. Keiner wußte ja, ob und wie ich wieder auftauche. All die Schmeichler und Einflüsterer waren auf einmal weg...und da wurde mir klar: die meinten nicht dich! Die meinten deine Position! Und so habe ich seit dieser Zeit eine gesunde Distanz zu allen Schulterklopfern. (Achtung! Satire) Eines ist sicher: die Lobbbyisten werden mit mir einen Riesenspass haben !
Marc Knippen aka Kerrik (41 Jahre)
Politik ist ein abstraktes Gebilde geworden und die Auswirkungen der Politik kann man nur erkennen, wenn man entweder selber betroffen ist oder durch extrem nahe Betrachtung beobachten kann. Was mich in Sachen Menschen- und Gesellschaftsbild geprägt hat, gleichzeitig aber auch zu einer meiner Stärke geworden ist, ist schlichtweg meine Lebens- und Berufserfahrung. Ich kenne als Insider die Strukturen, Probleme und Mächte von globalen Großunternehmen, mittelständischen Betrieben mit viel oder wenig Beschäftigten bis hin zum Familien-Zweipersonen-Kleingewerbe. Ich habe berufliche und finanzielle Erfolge erlebt und deftige Niederlagen. Ich stand selbst am Rande einer Privatinsolvenz und habe selber anderen geholfen solche abzuwehren. Ich habe in meinem Leben schon eine ganze Menge Fehler gemacht, doch ich habe aus jedem einzelnen davon gelernt und keinen ein zweites Mal gemacht. Ich bin sicher, daß mein Engagement bei den Piraten kein Fehler ist und auch nicht meine Kandidatur. Ich habe keine Angst vor Menschen und Diskussionen, auch wenn ich niemad bin der seine Meinung dem anderen ins Gesicht schreit. Ich kann mit stets gut auf meine Gesprächspartner einstellen und es ist mit im Grunde egal ob ich mit einem Vertreter des Hochadels spreche oder mit dem Proll-Assi von der nächsten Straßenecke. Wenn man die Sprache des anderen spricht ist auch Kommunikation möglich. Ich werde mich dafür einsetzen, den Bürgern eine neue Art von Politiker zu präsentieren. Keinen Retortenpolitiker, sondern einen Volksvertreter aus dem Volk! Und generell: Wenn ich etwas mache, dann stets zu 100% und das würde auch im Landtag nicht anders sein!
Rudolf Lörcks - 47 Jahre
- Auslöser um mich in die Piratenpartei einzubringen war die Einführung der Vorratsdatenspeicherung.
Meine ersten Berührungen mit den sich gründenden Piraten stammen aus dem Jahr 2006, eingetreten bin ich dann März 2008.
- Meine Themen kann man grob auf die Stärkung der Bürgerrechte zusammenfassen.
- Von der Ausrichtung her bin ich eher Kernthemenorientiert, sehe die Verbreitung unseres Programms jedoch sehr positiv. Motto: Das eine Tun und das Andere nicht lassen.
- Da ich vor einiger Zeit eine gesundheitlich sehr schwierige Zeit und eine Berufliche Neuorientierung durchgemacht habe, bin ich mir sehr bewusst, wo meine Grenzen sind. Ich habe es geschafft, mich beruflich neu zu orientieren, wohl wissend, dass ich meine frühere Leistungsfähigkeit und Lebensweise nicht mehr erreichen werde und möchte. Aus dieser Erfahrung kann ich die Kraft und das Bewusstsein schöpfen mich weiterhin politisch zu engagieren. Ich habe Respekt davor, wenn man aus gesundheitlichen oder familiären Gründen von einem Amt ausscheidet. Deswegen hoffe ich, dass wir ausreichen Reservekandidaten Akzeptanz finden. Deswegen stehe ich für eine Politik von Menschen für Menschen zur Verfügung.
???=
Ich bin 44 Jahre alt. Vor über 20 Jahren habe ich schon einmal versuchtals FDP-Mitglied und Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen etwas zu bewegen. Doch diese Partei änderte sich von Tag zu Tag hin zu einer frühkapitalistischen Farce. Da habe ich diese Partei verlassen.
Ich strebe nach Humanität und Gleichberechtigung zwischen Geschlechtern, Kulturen und sozialen Gruppen. Die Welt wird sich kein Gegeneinander mehr leisten können. Der Masterplan für das 21. Jahrhundert muss durch eine Öffnung aller verkrusteten Strukturen in Gang gesetzt werden. Wir brauchen Europa und NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland im Herzen Europas.
Ich war vier Jahre im integrierten Dienst der Nato und spreche gut englisch. Außerdem spreche ich polnisch und lerne gerade chinesisch. Mir ist es wichtig fremde Kulturen zu versstehen, dami sich diese Menschen als Partner ernstgenommen fühlen.
Wir Piraten dürfen uns im Landtag nicht von den etablierten Parteien an die Wand drücken lassen, sondern müssen klar unsere Linie verfolgen. Mit dem Einzug in den Landtag fängt der politische Kampf erst richtig an. Aber ich freu mich drauf!
Sebastian Wieloch
Politisch aktiv interessiert habe ich mich das erste Mal zur Wendezeit. Damals war ich 15. Seitdem war ich begeistert davon, etwas in der Politik zu bewegen. Aber es gab damals für mich keine politische Heimat. Nach einer Weile nachforschen und einlesen war schnell klar, dass in den bisherigen Parteien nur Abnicker und Parteitaktiker waren. Bin dann bis 2008 politisch interessiert, aber auf keiner Partei fokussiert gewesen. Dann habe ich die Piraten entdeckt. Ich habe die Partei etwas über ein Jahr kritisch und misstrauisch beäugt und als ich mir ziemlich sicher war, das hier was neues, anderes entsteht bin ich Mitte 2009 mit Freude beigetreten und mit Freude dabei.
Kai Baumann
Zum Alter: ich werde im Mai 40. Ich gehöre zu den Politikern aus Notwehr. Endgültig vom Sofa gejagt hat mich die mit Zensursula eingehende Erkenntnis, dass die Bürger hier nach Strich und Faden belogen wurden. Mir ging der ewige Kreislauf auf den Geist, dass die jeweilige Opposition immer die Ideen der Regierung abgelehnt hat, ungeachtet, dass sie die selben Ideen in Regierungsverantworten selber eingebracht haben. Sozialisiert wurde ich vor allem durch meinen Opa, der noch einen Gerechtigkeitssinn und einen Ehrbegriff hatte, den man bei Politikern leider kaum findet. Ich glaube fast, das mich die diversen Affairen unsere Politiker mehr geprägt haben, als die positiven Dinge die geleistet wurden.
Thomas Weinbrenner (37)
Ich denke grundlegende piratische Neigungen bildeten sich schon in der Kindheit z.B. ein Interesse an Privatsphäre oder eine Abneigung gegen eine zu sehr regulierende Regierung (damals halt die Eltern) und ein Interesse an persönlicher Freiheit. ;-)
Als Jugendlicher erlebte ich dann den Fall der Mauer, aber auch wie ein Urlaubsland in unserer Nähe in blutigen Bürgerkriegen zerfiel. Ich realisierte, dass unsere Welt nicht statisch ist - das was wir heute als gegeben hinnehmen muß nicht so bleiben.
Die Geburt meines ersten Neffen war für mich auch sehr motivierend. So etwas verschiebt die Perspektive von den eigenen Problemen in der Gegenwart hin auf die nächste Generation, der man eine bessere Welt (oder zumindest die bestmögliche Welt) hinterlassen möchte.
Auch meine bisherigen Erfahrungen in der Piratenpartei. Selbst als wir noch nirgendwo in den Parlamenten saßen, fingen doch die anderen Parteien nach den ersten Wahlen an uns zu bemerken - und langsam fangen einzelne Piratenideen an in die Parteiprogramme anderer Parteien zu diffundieren. Natürlich häufig nur als leere Worthülsen, aber es ist ein Anfang.
Simone Brand
Ich kann keine spezielle einzelne Lebenserfahrung benennen, denn es ist meine Lebenserfahrung an sich und zwar als Mensch auf dieser Erde und als Bürger dieses Landes. Soziale Ungerechtigkeit, politische Machenschaften, Vorteilsnahme und der Umgang mit den Ressourcen auf dieser Welt sind mir zuwider und haben mich zu dem Entschluss geführt mich politisch zu engagieren. Besonders helfen wird mir sicher mein Gerechtigkeitssinn, mein diplomatisches Geschick und meine aktuelle Tätigkeit als leitende Angestellte, den hier ist der tägliche Umgang mit Menschen in einem politischen Sinne gefragt.
ThomasWeijers
Mit 16 habe ich die positive Erfahrung gemacht, dass man in einer Gruppe mit einer festen Meinung und einem ehrlichen Auftreten echte Erfolge im politischen System erleben kann. Diese positive Erfahrung einer "Skateboardinitiative" und der Kinder- und Jugendparlamente, hat mich politisch geweckt und getragen.
Die Jahre die darauf folgten haben dieses positive Gefühl zerschlagen und meine politische Wahrnehmung und Willen zum politischen Wirken verändert. Die Mühlen der SPD in der ich Mitglied war, haben mir die Macht von Seilschaften vor Augen geführt. Wie mit Unterschlagung und Manipulation, die Meinung der Bürger verändert wird und die Lüge die Wahrheit übertrifft.
Ich bin organisierter Querulant von Grund auf und diese Eigenschaft ist die Basis meines politischen Wirken. Nur durch die konsequente Aufdeckung von Fehlern des Systems, können die verkalkten Seilschaften dieses Staates aufgeweicht werden.
Leider habe ich mich eine Zeit lang dem Druck persönlicher Machtansprüche, gegenüber dem legitimierten Willen einer Parteibasis gefügt. Diese Erfahrung werde ich nicht noch einmal machen.
Die Philosophie der Basisdemokratie und die Offenheit aller Kommunikationswege in unserer Partei, bieten die Offenheit und Klarheit die ich als Anspruch meines politischen Wirkens für mich anlege.
Daniel Düngel (36)
Ich habe in meinem Leben schon viele Höhen und Tiefen erlebt, viel erreicht usw. Ich möchte diese Lebens- und Berufserfahrung nun nutzen, eine neue Herausforderung zu bewältigen. Und die heißt: Pirat im Landtag NRW!
Robert Stein (33)
Es gibt im Wesentlichen zwei wichtige Faktoren, die mich geprägt haben:
(1) Beruflich habe ich durch meine Selbstständigkeit gelernt, mich selbst und andere zu organisieren und alle anfallenden Aufgaben diszipliniert in der zur Verfügung stehenden Zeit zu bearbeiten.
(2) Privat erlebe ich immer wieder, dass es nur miteinander und nicht gegeneinander geht. Ganz egal, ob in Freizeit, Freundschaft oder Familie, wenn alle mit einbezogen werden, erreiche ich für gewöhnlich die besten Ergebnisse.
Diese Erfahrungen, die ich in Beruf sowie Hilfsorganisationen (wie ai und dem DRK) oder innerhalb meiner Familie erlebt habe, geben mir den richtigen Background, zukünftige Aufgaben im Parlament selbstbewusst für uns alle anzugehen.
Kirsten Eickler aka Tigrimus, 43
Den meisten Einfluss hatte mein Betriebsratstätigkeit. Gewerkschaftslos und Jung , bedeutet das einem die „alten Hasen“ nur ein kurze Aufmerksamkeit schenken.
Kurze aber prägnate Darstellung von Ideen und Ergebnissen wird zur Gewohnheit. Durch den Einblick in die Auswirkungen von Firmenentscheidungen auf den privaten Bereich und die Hilflosigkeit manche Dinge abzuwenden, stellte sich mir immer die Frage warum macht die Politik nix dagegen.
In meiner späteren freiberuflichen Tätigkeit im Kongressmanagement für NRW-Ministerien, habe ich begriffen wie drastisch die Unterschiede von der Darstellung in Medien und der Reälität ist. Besonders deutlich ist mir dies bei den Kongressen zu Harz IV aufgefallen. Ich war schockiert wie wenig unserer Abgeordneten wirklich über das Wissen was sie Abstimmen und vor allem welches Menschenbild zugrunde gelegt wird.
Dann erführ ich durch unseren ex Ministerpräsidenten Rüttgers von Piraten, der vor einem Kongress eine studentische Hilfskraft angeflaumt hat wegen so einem komischen Symbol an der Jacke, das war kurz vor der EU-Wahl. Das Kreuzchen gehörte dann den Piraten und ich bin das erste mal in meinem Leben mit einem Grinsen aus dem Wahllokal gegangen.
Mit meiner damaligen Frau habe ich Heilpflanzen aus Südafrika eingeführt. Um diese bekannt zu machen habe ich diverse Artikel geschrieben. Wir waren sehr überrascht als die Magazine "Natur und Heilen" und "Bio" diese Artikel zu Leitartikeln der jeweiligen Ausgabe machten. Auch die Zusammenarbeit mit Universitäten und meinen Partnern in Südafrika hat mir viel gebracht. Ich weiß nun, wie man Menschen verschiedenster Herkunft und Grundeinstellung dazu bewegen kann gemeinsam für ein Projekt einzutreten.
Im Landtag würde ich dafür sorgen, dass wir Piraten von allen politischen Gruppen und von den Medien ernstgenommen werden. Wir sind keine Kasperles!!!!
Dr. Winny Dehn - Düsseldorf
Grundsätzlich: Ich finde die penetrante Frage nach dem Alter diskriminierend ! Wer so scharf auf die Information ist, der findet es eh heraus. Relevant wäre dagegen die Frage: "Wieviele Wahlperioden willst Du durchexerzieren, willst Du Berufspolitiker auf Lebenszeit werden?" Fehlt nur noch, daß nach dem Geschlecht und der Haarfarbe gefahndet wird. Ich strebe nur eine Legislatur an und will in dieser Zeit so viele Piraten wie möglich "parlamentsreif" machen, wir müssen in die Zukunft blicken.
Kirchenmaus und Perserkatze und die gesamte Fauna dazwischen habe ich gewissermaßen durchlebt. Damit sind wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen verbunden. Aber entscheidend ist – im Nachhinein – der Mensch, sein Charakter, seine Sehnsüchte, seine Ziele. Ich habe gelernt, erfahren, daß das Umfeld, in das ein Mensch hineingestellt wird, förderlich oder hemmend sein kann. Weil ich sowohl das eine, wie das andere erfahren habe, möchte ich anderen Menschen nach Möglichkeit die besten Entwicklungschancen bieten, damit sie das ihnen Gewährte ihrerseits anderen weitergeben. Das ist die Theorie. In der Praxis bekommt der “Gutmensch“ leider allzuoft einen Tritt in den Arsch. Aber ich bin da unverbesserlich.
Die Praxis lehrt, daß Geld die Welt regiert. Das wird ein Gutmensch nicht ändern, aber ich sehe es als eine Aufgabe einer sozial motivierten Politik an, das Kapital an seine Sozialpflichtigkeit zu binden. Mit List und Tücke, mit Zuckerbrot und Peitsche, mit Zuschuß und Gebühr, wenn man so will. Entscheidend ist das Ziel, eine humane Gesellschaft, in der jeder Mensch, der es will, die Chance hat, sich und seine Talente zu entwickeln. Krieg und Selbstgefälligkeit im Luxus sind das negative Extrem. Das hehre Ziel mag jeder für sich selbst definieren. Dazwischen findet das Leben statt.
Für die Arbeit im Landtag wird mir wohl etwas anderes sich als hilfreich erweisen: Hartnäckigkeit. Immer wieder, wenn ich zunächst kontroverse Ideen entwickelte, kamen bequeme Gegenargumente "Das hat doch bisher funktioniert – never change a working system." Doch im Herzen und der Logik entsprechend war ich auf dem richtigen Weg. Ich habe mich durchgewuselt, Divergenzen nivelliert, Teilaspekte ausgegliedert und zur Einigung gebracht, so daß am Schluß eigentlich ohne Krawall sachlich ein “Beschluß“ gefaßt werden konnte. Ich gehe nicht um des Kampfes Willen in die Offensive, ich arbeite lieber penetrant an meinem Sachziel und bin zufrieden, wenn die Dinge sich dann in “meine“ Richtung entwickeln. Es geht mir um die Sache. Dennoch verhehle ich nicht, daß ich oftmals ziemlich sauer war, wenn sich andere dann (auch lukrativ) die Federn an den Hut steckten. Wundert es Euch da, wenn ich gegen Lobby-Politik, Klüngel und Mauscheleien bin?
Jochen Lobnig - Alter: 54
Die ersten Erfahrungen machte ich in der Schülermitverantwortung(SchulsprecherJahr 74/75) Desweiteren nahm ich an den Anti-Atom Demos in Brockdorf , Grohnde, Kalkar teil (Einsätze als Hundertschaftsbeamter der Polizei einerseits und Aktiver andererseits). Bei weiteren Demonstrationen im Wendland sowie in Ahaus musste ich erleben, dass einerseits die Vorgehensweisen der eingesetzten Polizeieinheiten durch ihre Einsatzleiter unnötig verschärft wurden, andererseits die Demonstranten in ihren verzweifelten Benühungen die Bevölkerung wachzurütteln, vermehrt zu rechtswidrigen Aktionen neigten. UNd dennoch sehe ich hier elementare Bürgerrechte (Meinungs- und Demonstrationsfreiheit sowie Pressearbeit vor Ort) eingeschränkt und stark gefährdet. Die mangelnde Wirtschaftsförderung und der damit verbundene Arbeitsplatzabbau im Großraum Rhein-Ruhr mit nicht erfolgter Kommunalreform bringen das BIP in NRW nicht auf Vordermann. Die Kaufkraft der Bürgerinnen und Bürger gehen weiter verloren, den Kommunen droht der absolute Kollaps, so sie nicht schon in Haushaltssicherungskonzepten eingebunden sind. Dieses gilt mittelfristig umzukehren. Dazu passt die Ankündigung von Schäuble die Schuldenbremse füher ziehen will und sie Sozialzuschüsse herabsenken will. Die Gelder für die Herabsenkung der Neuverschuldung will er sich aus den Sozialkassenüberschüssen zimmern. Da sage ich nur: Finger davon lassen. Während meiner Arbeit in verschiedensten Dienststellen/Kommissionen, auch mit VS-Bezug, habe ich Teamfähigkeit und Diskussionsfestigkeit ein ums andere Mal zu Zuge bringen können. Schnelle Reaktionszeiten und kontroverse Diskussionen sind für mich Tagesgeschäft. Diese Fähigkeiten stelle ich im Landtag auch in den entsprechenden Ausschüssen zur Disposition.
Claudia Steimann aka Bugspriet
Etwas, das mir speziell in mehreren Urlauben auf einem Großsegler (3-Mast Rahsegler) aufgefallen ist. Wenn Menschen ein Ziel verbindet, und man ihnen Respekt entgegenbringt und Verantwortung übergibt, wachsen sie über sich selbst hinaus, und finden vollkommen neue Fähigkeiten und Möglichkeiten.
Matthias Riedel aka Maths
Bereits im Bergbau habe ich gelernt, wie wichtig der Zusammenhalt einer Gesellschaft ist. Zur optimalen Zielerreichung ist Teamarbeit das ideale Vorgehen.
Udo Weinrich (53)
- Aufgewachsen in einem klassischen Arbeiterhaushalt im Ruhrgebiet war mein „politisches Erweckungserlebnis“ 1972 das Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt. Im darauf folgenden Bundestagwahlkampf half ich samstags als Schüler beim Verteilen von Flugblättern für die SPD. 1975 wurde ich dort Mitglied. 1977, als Folge des „Deutschen Herbstes“ und des Abbaus demokratischer Grundrechte, trat ich wieder aus.
- Der Unfall im AKW von Harrisburg (1979) und die großen Anti-AKW-Demos in Brokdorf sensibilisierten mich immer stärker für ökologische Fragestellungen. Ich engagierte mich sehr früh für die Grünen, denen ich im Februar 1980 beitrat. In der Folge war ich Gründungsmitglied von zwei Ortsverbänden. 1984 wurde ich als kommunaler Spitzenkandidat mit 11,11% Ratsmitglied.
- 1999 verließ ich die Grünen wegen kommunal- und bundespolitischer Differenzen (Stichwort: Krieg gegen Jugoslawien) und gründete mit Parteilosen, Ex-Sozialdemokraten und CDU-Rebellen eine grün-nahe Wählervereinigung, die seitdem bei jeder Kommunalwahl Stimmen hinzugewonnen hat und zurzeit 8 von 44 Ratssitzen besetzt.
Ich stehe politisch eher links, bin gewerkschaftlich orientiert, habe aber in meinem bisherigen politischen Leben jeder dogmatischen Versuchung widerstanden. Dass ich vor Ort seit nunmehr fast dreizehn Jahren mit Ex-Christdemokaten in einer Wählergemeinschaft erfolgreich und harmonisch zusammenarbeite, werfen manche mir vor, andere können es immer noch nicht glauben.
Christian Schimanski (31)
Es gibt kein einschneidendes Erlebnis, das meine politischen Ansichten geprägt haben könnte. Ich gehöre, wahrscheinlich wie die meisten, die bis vor einiger Zeit die Nase von Politik voll hatten. Mich hätte man bei der letzten Landtagswahl nicht fragen können, wen ich wählen werde. Sei es die Sozialpolitik, die katastrophale Finanzpolitik, Umweltpolitik - nichts hat mich bei den Parteien angesprochen. Als ich mich dann näher mit den Piraten beschäftigt habe, hat sich das geändert. Die Piraten sind eine Partei die ohne starre Ideologie auskommt und bei der jeder von Anfang an die gleichem Möglichkeiten hat. Bei welcher anderen Partei wird so basisdemokratisch gearbeitet wie bei uns? Diese Basisdemokratie muss meiner Meinung nach in die Parlamente - ob Landtag, Bundestag, Stadräte - was auch immer. Da bin ich so gut geeignet wie jeder andere Pirat. Ich habe mir gedacht - tu es einfach - bewirb dich um ein Mandat und setz alles daran die Überzeugungen der Piraten in entscheidende Gremien zu transportieren.
Peter Klein aka Caergoa (46)
Aufgrund einiger Verwandtschaft in die heuten neuen Bundesländern, sind wir früher öfters in die damalige DDR gefahren. Diese damaligen Erfahrungen bei den Grenzkontrollen und auch dann bei den Verwandten und deren Lebensumstände haben mich sicherlich sehr geprägt, gegen Polizeistaat und gegen Überwachung, wie gut diese auch gemeint ist, zu sein.
Später "durfte" ich über meine heutige Lebenspartnerin erfahren, was Hartz IV für eine alleinstehende Frau mit zwei Kindern bedeutet, deren Ex-Ehemann keinen Cent Unterhalt bezahlt.
Sicherlich gibt es noch mehr Punkte die erwähnenswert wären, aber diese beiden Punkte, die mich sehr geprägt haben, würden mich sicherlich unterstützen gegen die momentanen Entwicklungen bzgl. des gläsernen Bürgers und der sozialen Ungerechtigkeiten vorzugehen.
Udo Pütz aus Aachen, 36 Jahre
Ich habe Ideale wie Fairness, Gleichbehandlung, freie Meinungsäußerung, Transparenz und respektvolles Miteinander. Das sind meine "politischen Ansichten".
Aus meinem (nicht abgeschlossenem) Physik-Studium habe ich mitgenommen, Fragestellungen, Probleme und Aufgaben von vielen Seiten und Blickwinkeln zu betrachten und zu hinterfragen - was ich sehr gut kann. Die Problematik aus den Augen eines Anderen zu betrachten hilft, dessen Argumentation zu verstehen, seine Ziele und auch Knackpunkte und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Dies ist der Lösungsfindung sehr zuträglich und sorgt für ein gutes Miteinander, auch in den schlimmsten Diskussionen.
Im Studium habe ich damit auch akzeptierte Lösungen nochmal hinterfragt und auch Machtpositionen wie Professoren. Nur weil jemand Professor ist, heisst das nicht, er hat immer Recht.
Ich akzeptiere daher keine Lösungen per Dekret, sondern Nachvollziehbare. Aus verschiedenen Lösungsansätzen im Landtag, von welcher Partei auch immer, das Optimum rauszuholen - was auch ein Scheitern sein kann wenn es gar nicht (mit den Idealen) akzeptabel ist - ist meine Stärke.
Ulrich Drecker ( 55 Jahre )
Meine 30 jährige Erfahrung als Geschäftsfüherer meiner eigenen Firma haben mir gezeigt wie korrupt das System Deutschland ist. Es zählt nicht die Leistung sondern der gute "Freund". Gebürtig in NRW bin ich in Bayern (kein Stern der Demokratie - es gab die Wahl zwischen CSU und CSU) aufgewachsen und habe dort studiert. Seit 27 Jahren lebe ich nun in Dortmund und sehe hier ein ähnliches System der Demokratie (es gibt SPS oder SPD) und so sieht dann auch das ganze System aus.
Jan Dörrenhaus (29)
Ich fasse mich absichtlich kurz, da ich hier niemanden langweilen will. Ich bin seit jeher ein kritischer Beobachter der Politik gewesen, und entwickelte mich schnell zu einem überzeugten Grund- und Bürgerrechtler. Meine Ansichten in diesem Bereich haben sich über die Jahre hinweg präzisiert, ich bin jedoch nie ins "Wanken" geraten. Die Grundrechte sind das einzige, was uns vor einem totalitären Staat schützt. Genau so gehören sie auch behandelt. Ihr Erhalt ist Pflicht, ihr Schutz Notwehr.
Stefan Bröse / SQAMPY 26
Mhh... ich glaube was mich am meisten geprägt hat war das mein Vater politisch sehr aktiv war und ich deshalb einfach keine lust hatte mich überhaupt mit Politik zu befassen. Dann kam Zensursula, der Gedanke "du musst jetzt etwas tun" und sehr viele gute Erfahrungen und neue Freundschaften die durch die Parteiarbeit entstanden sind. Ich denke das ist ein sehr wichtiger Faktor weil ich einfach Freunde daran habe mich einzubringen, das mit gleichgesinnten zu tun und gemeinsam etwas zu erreichen. Ich denke das mir das auch im Landtag helfen wird in sofern das ich kein Einzelgänger bin und sehr viel wert darauf lege Lösungen zu finden die Praktikabel sind und mit denen möglichst alle leben können.
Thomas Hegenbarth 47 aka thomas_heg
Eine wichtige Frage, denn was prägt und läßt einem zu dem werden wie man so tickt... ich würde das mit diesen Erlebnissen in meinem Leben in Zusammenhang stellen.
Begonnen hat alles mit dem Nato Nachrüstungsbeschluß in den 80ern den Demos und vielen Diskussionen in dieser Zeit bei denen man als Schüler oder Student beteiligt oder einfach nur dabei war.
In meinem Berufsleben als Ingenieur und Architekt hatte ich viele Kontakte mit Ämtern und Behörden. Dabei sind mir immer wieder zweifelhafte, intransparente Vergabeverfahren oder der mangelnde politische Wille Klüngel und Korruption im Kleinen wie im Großen wirklich ernsthaft zu bekämpfen begegnet.
Das einschneidenste Ereignis war aber mit Sicherheit der plötzliche Pflegefall einer mir sehr nahe stehenden Person und der anschließende jahrelange Kampf mit unserem sogenannten Gesundheitssytem. Bei schwierigen Entscheidungen wird für mich die soziale Ausrichtung im Zweifel immer der Leitfaden einer Entscheidung sein.
Klaus Hammer (44)
Wie man in meinem Lebenslauf sehen kann, habe ich bei verschiedenen Unternehmen in Geschäftsfeldern wie dem Bergbau, der Bahntechnik, Satellitenkommunikation, Medientechnik, Mobilfunk usw. gearbeitet.
Dabei habe ich immer wieder mit unterschiedlichsten Menschen aus vielen verschiedenen Nationen zusammen arbeiten dürfen.
Gerade diese Unterschiedlichkeit habe ich nie als Belastung, sondern immer als besondere Bereicherung angesehen.
Darüber hinaus bin ich technisch/handwerklich recht geschickt, so dass ich im Haus alles selber mache. Ich kann also durchaus anpacken.
Seit mein Sohn auf der Welt ist (1998) ist für mich das Thema Bildung ganz stark in den Fokus gerückt.
Am meisten helfen dürfte mir im Landtag meine Fähigkeit, mich in neue Strukturen ein zu arbeiten und auch schwierige Zusammenhänge zu erkennen.
Torsten Ennenbach aka KlarerVerstand 31
Das sind eigentlich 2 Fragen die da Stehen.:
Frage 1: Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am Meisten:
Mein Politisches Weltbild wurde dadurch geprägt, dass man bisher immer nur zwischen dem kleineren Übel wählen konnte. Familiär stamme ich aus einem "SPD" Elternhaus. Wirklich Interessiert für Politik habe ich mich um das Jahr 2009 rum und habe meine politische Heimat bei den Piraten gefunden
Frage 2: Welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Landtag am Meisten helfen? :
Ich glaube am meisten wird mir die Fähigkeit helfen zuzuhören, die Fähigkeit zur gesunden/emotionslosen Diskussion und meine gesundes Misstrauen gegenüber der Politik sowie ein wirklich dickes Fell. Ich bin Selbstkritisch und brauche Feedback um meine Arbeit zu machen. Außerdem zweifele den Menschenverstand in der Politik an - Entscheidungen ohne jede Nachvollziehbarkeit haben in meinen Augen in der Politik nichts verloren.
Sylvia Grodde aka Bastel
Ich war in den Zeit der Wende in der DDR mit sehr vielen anderen auf der Straße und habe da die Erfahrung machen können, dass man sehr wohl etwas verändern kann. Anschließend habe ich als Stadträtin (parteilos) politisch Dinge umgesetzt. Doch keine der etablierten Parteien hat die Ideale der damaligen Zeit mitgenommen.
Erst Jahre später zur Europawahl wusste ich, meine politische Heimat gefunden zu haben. Auch bei den Piraten heißt es: denken - dann machen. Und auch die Piraten wissen, dass gesellschaftliche Veränderungen auch politisch umgesetzt werden müssen.
Durch den Wahlkampf zur BTW und LTW bin ich schnell Teil des Piratennetzwerkes geworden. Hier habe ich festgestellt, dass heftig gestritten wird und große Kompetenz vorhanden ist. Dass es nicht darauf ankommt, etwas effektiv sondern richtig zu machen.
Auf diese Intelligenz der Masse jederzeit zurückgreifen zu können, ist für mich das wichtigste Potential für die Arbeit in einem Parlament.
Ich bin 28 Jahre alt und kann trotzdem keine wirklichen Schlüsselerlebnisse nennen, die meine politische Einstellung geprägt haben. Allerdings habe ich in meinem persönlichen Umfeld schon mehrfach erleben müssen, was die Folgen verfehlter Integrationspolitik für die Menschen bedeuten, die hinterher mit den Folgen leben müssen. Sei es nun, dass eine hervorragend integrierte Familie abgeschoben wird, dass Bildungsabschlüsse nicht anerkannt werden, oder das Migranten sich zusätzlich zum "Kulturschock" auch noch mit (Alltags-)Rassismus auseinandersetzen müssen. Wie wird mir das im Landtag helfen? Diese speziellen Erfahrungen werden mir sicherlich helfen eine gewisse Empathie für migrationspolitische Themen zu entwickeln bzw. zu bewahren. Ansonsten werden mir meine beruflichen und studentischen Erfahrungen auf jeden Fall bei einer möglichen Beschäftigung im Landtag helfen. Als Mitarbeiter im Einzelhandel entwickelt man automatisch eine enorm hohe Frustrationstoleranz und Geduld. Beides sind Eigenschaften, die in einem Landtag enorm wichtig sein dürften. Ich hatte an der Universität außerdem die Chance den Wissenschafts- und Forschungsbetrief von innen kennenzulernen. Die tägliche Erfahrung von Misständen in den Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre haben mich schließlich auch dazu motiviert mich politisch zu engagieren. Desweiteren bringe ich natürlich die Kernkompetenzen eines guten Studenten mit: Ich kann mich schnell in komplizierte Themen einarbeiten und schrecke nicht vor dem Studium eines telefonbuchdicken Stapel Papiers zurück.
Marcus Rosenfeld (28 Jahre)
Ich bin 28 Jahre alt und kann trotzdem keine wirklichen Schlüsselerlebnisse nennen, die meine politische Einstellung geprägt haben. Allerdings habe ich in meinem persönlichen Umfeld schon mehrfach erleben müssen, was die Folgen verfehlter Integrationspolitik für die Menschen bedeuten, die hinterher mit den Folgen leben müssen. Sei es nun, dass eine hervorragend integrierte Familie abgeschoben wird, dass Bildungsabschlüsse nicht anerkannt werden, oder das Migranten sich zusätzlich zum "Kulturschock" auch noch mit (Alltags-)Rassismus auseinandersetzen müssen. Wie wird mir das im Landtag helfen? Diese speziellen Erfahrungen werden mir sicherlich helfen eine gewisse Empathie für migrationspolitische Themen zu entwickeln bzw. zu bewahren. Ansonsten werden mir meine beruflichen und studentischen Erfahrungen auf jeden Fall bei einer möglichen Beschäftigung im Landtag helfen. Als Mitarbeiter im Einzelhandel entwickelt man automatisch eine enorm hohe Frustrationstoleranz und Geduld. Beides sind Eigenschaften, die in einem Landtag enorm wichtig sein dürften. Ich hatte an der Universität außerdem die Chance den Wissenschafts- und Forschungsbetrief von innen kennenzulernen. Die tägliche Erfahrung von Misständen in den Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre haben mich schließlich auch dazu motiviert mich politisch zu engagieren. Desweiteren bringe ich natürlich die Kernkompetenzen eines guten Studenten mit: Ich kann mich schnell in komplizierte Themen einarbeiten und schrecke nicht vor dem Studium eines telefonbuchdicken Stapel Papiers zurück.
Bernhard Smolarz (42) @PiratNRW
In meiner Umgebung wurden nur die zwei großen Parteien gewählt. Wenn dann mal die Frage nach einer Lösung aufkam, dann hieß es meistens "das geht nicht" - Dies wollte und konnte ich nicht einsehen.
Besonders aufgestoßen sind mir dann mitte der 90er die Machenschaften des inzwischen verurteilten Innenministers Kanther der recht motivationslos in hoher Frequenz Verfolgungsgesetze vorlegte. Als sich dies mit Otto Schily und seinem Otto-Katalog steigerte, und er mit einer Unterschrift der Biometrischen Ausweis einführte was das Maß erreicht. IM Schäuble steigerte das noch weiter und als die Chance zur Gründung der Piraten kam, war ich auch sofort dabei. Ich bin in Polen geboren und durch die Reisen dorthin sehr von totalitären Staatsapparaten abgestoßen.
Die absolute Hilflosigkeit in der man sich da befindet ist erschlagend. Leider sind durch die Gesetze der letzten zwei Jahrzehnte (und durch den Radikalenerlass u.ä.) auch hier Tendenzen in diese Richtung erkennbar.
Dies wieder umzudrehen ist eines meiner Ziele.
Hans Immanuel Herbers
Sehr prägend sind meine persönlichen Erfahrungen in der DDR vor 1989. Ich habe als häufiger Gast bei vielen Freunden erlebt, was eine Diktatur im Leben von Menschen anrichtet. Nochmal heftiger wurde das, als ich später erfuhr, wer aus diesen Kreisen zugleich der Stasi als Spitzel diente.Daher mein Engagement für Bündnis 90 vor der Fusion mit den Grünen.
Ganz anderer Art waren viele Jahre im Präsidium des NRW Städte- und Gemeindebundes und im Stadtrat. Ich habe hier Landespoltik und parlamentarische Arbeit im Detail erlebt und gelernt und hoffe, das für uns alle nutzbar machen zu können.
Dr. Joachim Paul aka Nick Haflinger
Ich bin zZ 54 Jahre jung. Die Arbeitswelt kenne ich schon aus Zeiten während meines Physikstudiums. Ich musste arbeiten gehen, um mir das Studium - teilweise - zu finanzieren. Ich war Universitätsangestellter über Zeitverträge. Darüber hinaus habe ich in zwei von der EU finanzierten Forschungsprojekten gearbeitet. Ca. 4 Jahre habe ich in der freien Wirtschaft als Freiberufler für mittelständ. Unternehmen in der beruflichen Weiterbildung und der Erwachsenenbildung gearbeitet. Seit 1998 bin ich wiss. Referent im öffentlichen Dienst. Daher kenne ich alle drei Bereiche, die Uni, die freie Wirtschaft und den öffentlichen Dienst aus eigenem Erleben. Ich weiß, wie die Leute in den Bereichen ticken und kenne ihre Sorgen.