NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Erfahrung

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FRAGE:
FRAGE: Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am Meisten und welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Landtag am Meisten helfen? Bitte gib in deiner Antwort auch dein Alter an. Wiskyhotel 05:30, 17. Mär. 2012 (CET)

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Felix Bosseler aka Fx (Textheld) 43 Jahre

Ich wurde politisch sozialisiert als der ewig Kanzler (BuKaKo / Bundeskanzler Kohl) noch im vollen Saft stand. Genau so stelle ich mir Politik nicht vor. Die Hoffnungen als es dann endlich (damals) eine Rot-Grüne Regierung gab begrub ich schnell. Im Grunde änderte sich nichts. Nur ein paar Akzente wurden anderes gesetzt. Das änderte sich auch mit den folgenden Regierungen nicht. Daher habe ich nie erwogen mich in eine Partei zu begeben. So möchte ich nicht gestalten und mitwirken. Die Piratenpartei beachte ich bereits seit etwa 2007/2008. Mitte 2009 entschloß ich mich dann mitzuwirken.

Besonders helfen wird mir im Landtag meine Kommunikationsfähigkeit. Die Fähigkeiten zu managen und zu organisieren. Zuhören. Analysieren. Skepsis. Motivieren. Planen. Ziele setzen. Sich schnell in völlig neue Themen einarbeiten. Alles Dinge die ich beruflich seit Jahren erlernt habe und umsetze. --Fx 14:16, 17. Mär. 2012 (CET)

BauerJup

  • Ich komme Aus einem Tief Schwarzem Loch in NRW wo die Ansicht vorherscht: "egal was ich mache es ändert eh nix " und alle (inklusive Piraten) sind gleich und laufen nur der Wirtschaft hinterher, denen Möchte ich beweisen, das es auch anders geht.
  • Zum ersten mal geprägt hat mich die unsägliche Debatte um "KillerSpiele"
  • Geholfen hat mir (so blöde es klingt) das hohe Dessintresse und der Fehlende wille etwas zu Bewegen in meiner Umgebeung, die stärkt mich in meinem willen , zu zeigen, das sie unrecht haben.
  • Helfen werden Mir vermutlich keine Meine Lebens Erfahrungen :-( ich setze voll auf die Kommunikation nach Ausen, und das Einbinden von betroffenen Privatpersonen
Etwas Hinderlich könnte hingegen meine Schüchternheit gegenüber "Fremden" sein
  • Alter 26

Richard Gösken aka Medicus / 43 Jahre jung

Kungelleien und Überheblichkeit seitens der Politik hat mich schon immer zutiefst angewidert. In den Jahren gewachsener Hoffnungslosigkeit sich diesen Systems zu erwehren, hat mir die Piratenpartei wieder Hoffnung gegeben.

Die Erfahrungen, was man durch gemeinsame Aktionen erreichen kann und das man gemeinsam nicht so hilflos ist wie vermutet, bestärken mich dazu den nächsten Schritt zu machen. Den Kungelleien und den Absprachlern, auf die Finger zu schauen und zu klopfen.


Jorgos Tsichlakis (Admiral) Alter 46

Nun, eine gute Frage. Ich bin in Duisburg bei meinen Großeltern aufgewachsen und habe das Glück gehabt, das mir beide sehr viel aus der Zeit von 1933 bis 1945 erzählt haben. Dies hat mir früh die Augen geöffnet, was der Mensch unter dem Deckmantel der Politik alles für Abscheulichkeiten zu Wege bringen kann. Als mein Großvater starb war ich 14 und mußte dann anfangen, eine Lehre als Bauschlosser zu machen, da wir(Großmutter und Ich) nicht über genügend Geld zum Überleben verfügten, klingt banal, war aber so. Das hat mich gelehrt, das wir offensichtlich in einer Gesellschaft leben, die vor allem durch Geld und Besitz geprägt ist und das Einzelschicksale den politischen Entscheidungsträgern eher lästig als wichtig sind. Als ich nach Abschluß meiner Schlosserlehre und dem Ableisten meiner Wehrdienstzeit bei der Marine mich 1986 entschloß, eine Bewerbung bei der Polizei NRW durchzuführen, wurde mir nach bestandener Prüfung mitgeteilt: "Herr Tsichlakis, wir benötigen von ihnen noch den gesonderten Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit". Ich war einigermaßen verblüfft, da ich meinen Bundespersonalausweis und als aktiver Soldat noch zu diesem Zeitpunkt auch meinen Truppendienstausweis vorgelegt hatte. Die Erklärung kam prompt schon kurze 6 Wochen später: "Da ihr Vater Grieche ist und sie vor dem 01.01.1970 geboren wurden, haben sie automatisch die Staatsangehörigkeit ihres leiblichen Vaters. Sollte dies nicht den Tatsachen entsprechen, weisen sie bitte den Erhalt der deutschen Statsangehörigkeit nach." Doch, mein Vater ist Grieche, meine Mutter war Deutsche. Jedoch war ich unehelich geboren und hatte somit zunächst wie alle sog. unehelich geborenen Kinder die Staatsangehörigkeit der Mutter, also deutsch. Nun hatten meine Eltern 6 Wochen nach meiner Geburt geheiratet und wenn sie dies kirchlich griechisch-orthodox getan hätten, wäre ich nach griechischem Rcht Grieche geworden. Meine Eltern hatten aber nur Standesamtlich geheiratet und somit blieb die bei der Geburt erteilte Staatsangehörigkeit unberührt. Dies nachzuweisen war schwierig, langwierig und mit viel Aufand verbunden, wurde aber letztlich mit viel Hilfe meiner Familie geschafft und ich durfte dann endlich Beamter werden. Dies ist nur eine Kurzversion aber ein wichtiges Erlebnis für mich, das wir in einer Gesellschaft leben, in der Formalien und Gesetzte-Verordnungen offenbar wichtiger sind als der Mensch. Dies sind nur drei von vielen Erlebnissen, die mich gesellschaftlich und politisch geprägt haben und die mir deutlich klargemacht haben: Hier in unsrem Land muß sich vieles ändern, für die Menschen und nicht gegen sie. Deshalb will ich politische Verantwortung übernehmen und sie im Parlament mit den Piraten in der Praxis umsetzen.

Gruß Admiral

Richard Bertram

Mein Interesse für Politik begann während meiner Kindheit als uns die Sozialhilfe gestrichen wurde. Mein Vater ist und war erwerbsunfähig und ist und war durch seine Depressionen nicht in der Lage uns 5 Kinder zu erziehen. Meine Mutter wollte sich deshalb vornehmlich um die Erziehung kümmern. Vor allem um meinen Bruder, der damals 2 Jahre alt war. Das Sozialamt akzeptierte diese Entscheidung nicht und ignorierte auch das amtsärztliche Gutachten bezüglich meines Vaters. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit; in dieser Zeit lebten wir teilweise unter dem Existenzminimum. Wir haben zwar schließlich gewonnen, aber die Verantwortlich wurden nie zur Rechenschaft gezogen. Man könnte ein Buch darüber schreiben. Und dieser kurze Einblick hier wird dem nicht gerecht. Was man aber festhalten kann, ist ein tiefer Vertrauensverlust gegenüber dem Staat und seiner Verwaltung. Diese Ereignisse haben mich wahrscheinlich am tiefsten geprägt.

Am meisten wird mir, glaube ich, mein vierwöchiges Praktikum helfen, welches ich letztes Jahr im Bundestag gemacht habe. Ich habe im Abgeordnetenbüro von Ingrid Remmers (Linke) gearbeitet und einen guten Eindruck in die parlametarische Arbeit gewonnen. Da sie Obfrau im Petitionsausschuss war, habe ich auch Erfahrungen über das Petitionssystem gesammelt. Diese Erfahrung möchte ich der Piratenpartei zur Verfügung stellen.

Am 22. März werde ich 21.

Timm Herbst aka Logos / 47 Jahre

Wie schon auf meiner Benutzerseite vor längerer Zeit ausgeführt hat mich die von Zensursula eröffnete Pseudodebatte nachhaltig geprägt: obwohl ich seit meiner Schulzeit politisch interessiert bin und sogar aus dem "konservativ-bürgerlichen Lager" entstamme habe ich in über 20 Jahren politischen Interesses nicht eine derart verlogenen Pseudodebatte erlebt, die so sehr die Wahrheit auf den Kopf stellt.

Seit dieser Zensusula-Debatte bin ich bei den Piraten politisch aktiv. Die Abgehobenheit und Verlogenheit der Politik der alten Parteien und der fortgesetzte Bürgerrechtsabbau, sei es durch kriminalisierende Gesetzgebung infolge lobbyistischer Tätigkeit der Contentindustrie oder sei es durch Sicherheitsfanatiker, muss endlich gestoppt werden! Wir benötigen endlich eine Politik, welche die legitimen Interessen der Gesellschaft zum Primat erhebt. Dafür brauchen wir mehr Mitbestimmung, demokratische Teilhabe und Transparenz in der Politik. Dafür will ich einstehen und kämpfen. Auch die Themen Verbraucherschutz und Umwelt liegen mir am Herzen.

Ein Treffen mit dem Vorstand der Verbraucherzentrale NRW als Koordinator des AK Verbraucherschutz vor der NRW LTW 2010 hat mich positive Erfahrungen in konstruktiver Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg machen lassen.

Rainer Klute

Besonders wichtig sind mir die Grundrechte und besonders die Freiheitsrechte: die Freiheit, seine Meinung öffentlich zu sagen, die Freiheit, sich zu versammeln, die Freiheit, die die Unverletzlichkeit der Wohnung bietet, und überhaupt all die Dinge, die das Grundgesetz, die Menschenrechtscharta usw. nennen.

Daß mir diese Dinge besonders wichtig sind, kann ich gar nicht an bestimmten Lebenserfahrungen festmachen. Vielleicht hat es mit meinem christlichen Glauben zu tun und der Tatsache, daß Christen in manchen Teilen der Welt verfolgt und unterdrückt werden. Ich möchte, daß in Deutschland auch weiterhin jeder glauben oder nicht glauben kann, was er will, ohne Diskriminierung oder gar Verfolgung und Tod fürchten zu müssen! Als Christ reklamiere ich diese Freiheit für mich selbst, für Angehörige anderer Religionen, für Agnostiker, Atheisten und alle anderen. Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden, hat es Rosa Luxemburg formuliert.

Der Schutz der Freiheitsrechte – und natürlich auch der Freiheitsrechte im Internet – ist mir ein Herzensanliegen. Politisch prägend waren da für mich das Jahr 2009 und die Jahre zuvor: Zunächst die gefühlte Ohnmacht, ansehen zu müssen, wie die Politik hilf- und ahnungslos versucht, dem Internet irgendwelche Regeln aufzudrücken, wie sie auch dort unsere Freiheit beschneiden will, wie sie auch dort dem Grundgesetz einen weiteren Tritt versetzen will. Dann die Begeisterung: Die Piratenpartei holt 0,9 Prozent bei der Europawahl! Das war damals sehr viel und für mich der Anstoß, politisch aktiv zu werden. Und ich wußte auch, wo: Bei 0,9 Prozent, da geht noch mehr!

Helfen bei meiner politischen Arbeit im Landtag dürfte mir, daß ich ganz gut Dinge vermitteln und mit Menschen reden kann. Insbesondere bin ich in der Lage, in der Diskussion Person und Sache sehr deutlich voneinander zu trennen. Ich kann also äußerst kontrovers mit jemandem über eine Sache streiten, ohne daß sich dies auf der menschlichen Ebene auswirkt – jedenfalls, soweit es mich betrifft. Ich möchte dem anderen immer respektvoll begegnen, auch wenn wir in der Sache aber sowas von querliegen. Wenn ich dafür schon in der eigenen Partei Lob erfahre, dürfte das für den Umgang mit dem politischen Gegner im Parlament nicht völlig unnütz sein. Nur mit gegenseitigem Respekt kommen wir in der Diskussion weiter. Nur so können wir gemeinsam Lösungen ausarbeiten.

Helfen dürfte mir auch, daß ich recht gut weiß, was ich selbst leisten kann und wo meine Grenzen sind. Da müssen dann die anderen ran! :-)

Ach ja: Ich bin 50 Jahre alt.

Mark Anthony Carson

Ich bin 51 Jahre alt, arbeite seit 10 Jahren in der Weiterbildungsbranche und habe die Entwicklung der Sozialgesetzgebung und deren Umsetzung in dieser Zeit hautnah miterlebt.

Spätestens mit der Einführung von der "Hartz-Gesetzgebung" hat sich die Lage aller Menschen in diesem Bereich dramatisch verschlechtert. Das betrifft die Desorganisation der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter (ehemals ARGEN), die Menschen, die auf Leistungen angewiesen sind, aber auch die Menschen die in diesem Bereich tätig sind: - Die Leistungen wurden massiv gekürzt - Mitarbeiter der Ämter werden oft nur noch befristet eingestellt, unzureichend ausgestattet und eingewiesen und müssen im Fall der Jobcenter nicht selten mehr als doppelt soviele Menschen betreuen, wie gesetzlich vorgesehen - ständig rückläufige Förderung der Arbeitslosen - flächendeckende Scheinselbstständigkeit und Dumpinglöhne für Mitarbeiter der Bildungsträger, die mit unmittelbarer Verantwortung der Agentur für Arbeit in der Bildungsbranche eingeführt wurden

Seit 2008 betreue ich nun sowohl persönlich, als auch als Maßnahmeverantwortlicher Arbeitlose und sogenannte "Hilfebedürftige" bei einem Bildungsträger. Ich erlebe täglich die Nöte und Probleme der betroffenen Menschen und deren tief empfundene Hilflosigkeit, Machtlosigkeit und Rechtsunsicherheit angesichts eines intransparenten Systems. Daraus resultiert zwangsläufig ein tiefes Misstrauen gegenüber den verantwortlichen Politikern. Hier ist dringend eine umfassende Reform nötig.

Helfen wird mir bei meiner Aufgabe, dass ich bereits parteipolitische Erfahrung habe, den Öffentlichen Dienst kenne und "keine Angst vor großen Tieren" habe. Ich kann mit dem "einfachen Mann von der Straße" genauso umgehen, wie mit Akademikern; komplexe Tatbestände erfassen, verständlich wiedergeben und präsentieren. Meine im Berufsleben nachgewiesene Flexibilität und mein Organisationstalent sind sicherlich auch hilfreich.

Günter Behrens aka weselwiesel, 55 Jahre

Für mich ist eine prägende Lebenserfahrung, dass der demokratische Rechtsstaat nur durch ein aktives Handeln seiner Bürger, sei es im alltäglichen Leben oder in der Politik ,geschützt werden kann. Ein sich zurückziehen oder das passive Inkaufnehmen politischer Entscheidungen ist für mich daher nur noch eine zweitklassige Art, ein Teil der Gesellschaft zu sein. Dem demokrtischen Rechtsstaatn habe ich viel zu verdanken. Einen Teil viel ich damit einen Bürgern in Form meiner aktiven Teilnahme am politischen Lebens zurückgeben.

Chris P. aka Paranoia / 37 Jahre

Ich habe im Rahmen meiner Mitarbeit im Trojaner-Board (Hilfsforum gegen Malware) so ungefähr 2002 bei der damaligen Problematik Dialer (Ein Vor-DSL Problem) intensiv die politischen Bemühungen zur diesbezüglichen Gesetzgebung betrachten dürfen und neben der handwerklichen schlechten Leistung dieser Gesetze hat mich dort auch die intensive Lobbyarbeit abgeschreckt. Im weiteren Verlauf haben mir die politischen "Geschehnisse" zu Themen wie Datenschutz, Überwachung der Bürger, Zensurella aber auch "Killerspiele" immer weitere Tiefschläge verpasst, auch da ich immer wieder sehen konnte, wie die wenigen vernünftigen Stimmen in den "etablierten" Parteien bei den Themen, wo man den Stammtisch bedienen kann, auf verloren Posten standen. Ich verstehe das politische System und auch das Gesetzgebungsverfahren, kann aber dann bislang nur mit dem Kopf schütteln, wie dann trotzdem so ein Murks dabei rumkommt. Aber das wird sich ja hoffentlichen mit der Piratenpartei ändern (können).

Was mir bei einer politischen Arbeit im Landtag aber ebenfalls helfen kann, ist meine juristische Ausbildung. In diesem Rahmen habe ich das Rüstzeug erhalten, um das politische und gesetzgebungstechnische System zu verstehen und auf dieser Grundlage eine Fraktion der Piratenpartei zu unterstützen, auf dem schnellsten Weg mit effektiver Arbeit im Landtag zu beginnen. Dies würde auch die Anleitung/Unterstützung der Fraktion bedeuten, in welchen Verfahren welche Aktion zu welchen Ergebnis führen zu können, was neben der rein rechtlichen Betrachtung auch einen großen Anteil formaler Bedingungen beinhaltet. Die Arbeit im Landtag NRW würde viele Möglichkeiten für die Piratenpartei eröffnen, hat aber auch viele Grenzen, wenn es um Themen geht, die dem Bundesrecht unterliegen. Diese Abgrenzung/Begrenzung erscheint teilweise nicht bekannt zu sein, da hierdurch einige Themen im Landtag NRW nicht an der richtigen Stelle erscheinen.

Niels-Arne Münck (31)

Als junger Mensch habe ich es sehr eindringlich erfahren, dass der demokratische Rechtsstaat nur durch ein aktives Einstehen seiner Bürger für die Demokratie in allen Lebensbereichen vor Schäden geschützt werden kann. Das aktive Einstehen für die Grundrechte ist dabei für mich das Wichtigste. Sei es im Alltagslleben oder im politschen Wirken. Ein "inaktives Dabeisein" oder ein "in Kauf nehmen" politischer Entwicklungen kommt für mich in diesem Stadium des Lebens nicht in Frage. Dem demokratischen Rechtsstaat und damit seinen Bürgern habe ichn dabei viel zu verdanken. Ich möchte nun ,in diesem Stadium meines Lebens,den Bürgern mit meinem aktiven Einstehen für die Demokratie, einen Teil meines Dankes an die Bürger zurückgeben.

Valentin Brückel (31)

Meine erste politische Erfahrung war als Bonner zu erleben, wie 1991 Berlin als Regierungssitz durchgedrückt wurde. Seither begleitet mich ein Interesse für Politik und das politische System. Im Rahmen meiner SPD-Mitgliedschaft habe ich gelernt, wo die politischen Entscheidungen in Wirklichkeit fallen und wo man auf diese Weichenstellungen Einfluss nehmen kann. Eine Landtagsmitgliedschaft hilft beim Zugang zu diesen Entscheiderzirkeln natürlich ungemein. Deshalb erhoffe ich mir, im Landtag auch als Oppositionspolitiker ein wenig gestalten zu können - keine großen Veränderungen, aber kleine Schritte.

Rainer Wiese

Es prägt einen das gesamte bisherige Leben. Ich bin ja schon über 60J. alt. Für die politische Arbeit hilft mir meine Welterfahrung (Umgang mit anderen Menschen und Einsichten. Als guter Pirat bin ich ja schon in der Welt gut rumgekommen.) Da geht man mit eigenwilligen Persönlichkeiten ganz gelassen um. Auch Aufschneider und Querulanten wollen ja nur wahrgenommen (und geliebt) werden.

Ulrich Scharfenort 35 Jahre

Ich kann da nur wie Rainer antworten, es gab jetzt nicht die Erfahrung, sondern viele kleine Erfahrungen, die mich nach und nach geformt haben. Helfen wird mir sicherlich meine Laufbahnausbildung mit juristischem und politischem Lehrgang und meine jetzige Tätigkeit im Umweltschutzbereich.

Prägendste Erfahrung ist sicher das Schicksal meiner Schwester, die im Alter von 26 Jahren ohne Vorankündigung eine Hirnblutung erlitt. Seitdem ist sie stark aphasisch (das ist eine Wortfindungsstörung) und auf der rechten Seite stark gelähmt. Nach der Akutphase in mehreren Krankenhäusern musste meine gesamte Familie erfahren wie schwer es in unserem Gesundheitssystem ist, in einem dermaßen individuellen Fall, die richtigen Therapien und Hilfsmittel zu erhalten. Im zweiten Jahr nach der Hirnblutung habe ich meine Stundenzahl im Job reduziert und Ihr dabei geholfen wieder in ihrer Wohnung leben zu können. Mittlerweile ist sie wieder recht eigenständig und ist auch nicht mehr pflegebedürftig.

Im politischem Betrieb hilft mir sehr wahrscheinlich meine derzeitige Tätigkeit als Controller im Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Dieser Betrieb ist aus den staatlichen Bauämtern und Universitäts Bauämtern entstanden. Seine Aufgabe ist der wirtschaftliche Betrieb der meisten Gebäude und Grundstücke im Besitz des Landes NRW. Team- und Kommunikationsfähigkeit habe ich bei der Einführung von SAP im BLB verbessern können. Ich war im Projektteam für das Customizing der Module PS, MM und am Rande CO und FI beteiligt.

Bevor ihr fragt, ich bin in der Niederlassung Münster angestellt und habe zu den Vorwürfen, die der parlamentarische Untersuchungsausschuss prüft, keine weiteren Informationen. Alles was ich weiss steht bereits in einer Zeitung.

Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre

Prägendste Erfahrung ist sicher das Schicksal meiner Schwester, die im Alter von 26 Jahren ohne Vorankündigung eine Hirnblutung erlitt. Seitdem ist sie stark aphasisch (das ist eine Wortfindungsstörung) und auf der rechten Seite stark gelähmt. Nach der Akutphase in mehreren Krankenhäusern musste meine gesamte Familie erfahren wie schwer es in unserem Gesundheitssystem ist, in einem dermaßen individuellen Fall, die richtigen Therapien und Hilfsmittel zu erhalten. Im zweiten Jahr nach der Hirnblutung habe ich meine Stundenzahl im Job reduziert und Ihr dabei geholfen wieder in ihrer Wohnung leben zu können. Mittlerweile ist sie wieder recht eigenständig und ist auch nicht mehr pflegebedürftig.

Im politischem Betrieb hilft mir sehr wahrscheinlich meine derzeitige Tätigkeit als Controller im Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Dieser Betrieb ist aus den staatlichen Bauämtern und Universitäts Bauämtern entstanden. Seine Aufgabe ist der wirtschaftliche Betrieb der meisten Gebäude und Grundstücke im Besitz des Landes NRW. Team- und Kommunikationsfähigkeit habe ich bei der Einführung von SAP im BLB verbessern können. Ich war im Projektteam für das Customizing der Module PS, MM und am Rande CO und FI beteiligt.

Bevor ihr fragt, ich bin in der Niederlassung Münster angestellt und habe zu den Vorwürfen, die der parlamentarische Untersuchungsausschuss prüft, keine weiteren Informationen. Alles was ich weiss steht bereits in einer Zeitung.

Stefan Fricke

Mein politisches Engagement begann während meiner Schulzeit. Damals verurteilte das Landgericht Frankfurt einen Reiseveranstalter, an eine Kundin Schadenersatz zu zahlen, weil in ihrem Urlaubshotel eine Gruppe von Menschen mit Behinderung ebenfalle ihren Urlaub verbrachte. Immer wieder musste ich im Leben größere oder kleinere Diskriminieruzngen hinnehmen. Da gab es Taxifahrer, die mich trotz Beförderungspflicht auf einen "Krankenwagen" verwiesen. Bei der Bahn musste man früher im Gepäckwagen reisen, der ÖPNV war nur mit Bergsteigerausrüstung benutzbar. Das alles hat mich sensibilisiert für Diskriminierungen, auch anderer "Randgruppen".