NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Datenschutz bei Facebook
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Was willst du tun, um diesen Mißstand, auch im Land zu beseitigen?
Bitte gib in deiner Antwort auch deine Einstellung zu Facebook, Twitter etc. und deine Nutzung an. Wiskyhotel 06:53, 18. Mär. 2012 (CET)
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Inhaltsverzeichnis
- 1 Ulrich Scharfenort aka ulrics, Duisburg
- 2 Rainer Wiese
- 3 Mike Rheindorf aka Sea wolf /43
- 4 Dr. Thomas Feuerabend
- 5 Michael Levedag 53Jahre
- 6 Chris P. aka Paranoia
- 7 Andreas Rüßel aka Ryuseru, 40, Neuss
- 8 Marc Schieferdecker (motorradblogger)
- 9 Hanns-Jörg Rohwedder
- 10 Daniel Düngel 36
- 11 Simone Brand
- 12 Rudolf Lörcks - 47 Jahre
- 13 Kai Baumannn
- 14 Admiral
- 15 Stefan Fricke
Ulrich Scharfenort aka ulrics, Duisburg
Ich nehme Datenschutz sehr ernst. Vor kurzem hat mir zum Beispiel Google geschrieben, weil ich angeblich einen Account dort hätte (kein Spam) an eine Emailadresse, welche ich nur im Zusammenhang mit Streetview verwendet hatte.
Ich nutze Facebook und Twitter nicht, von Facebook halte ich nicht sonderlich viel. Es mag gut zur Kommunikation sein aber von der Datenschutzseite ist mir das Unternehmen Suspekt. Insbesondere, wo der Firmensitz im Ausland ist, was die Anwendung des BDSG extrem erschwert. Mit Twitter habe ich mich mangels Zeit noch gar nicht befasst.
Der gesetzliche Rahmen für Datenschutz ist Bundesebene. Höchstens über den Bundesrat könnte man da Einfluss nehmen. Die Landesdatenschutzgesetze sind jedenfalls für den Datenschutz in Landes- und Kommunalbehörden gemacht.
Da Bildung Ländersache ist, muss Datenschutz auch ein Thema im Unterricht sein. Allerdings sollte das Thema nicht mit dröger Frontalberieselung rüber gebracht werden. Interaktiver Unterricht ist da der richtige Ansatz.
Die Möglichkeiten was getan werden kann ist gering außer zu Fordern und aufzuklären.
Rainer Wiese
Einige "soziale Netze" sind die Cientology des Internets. Da hilft nur Aufklärung und es ist auch die ureigene Aufgabe unserer Partei die Netzkompetenz zu fördern und zur Landespolitik in NRW zu machen. Ziel sollte es sein Projekte zu unterstützen, die nicht nur virtuelle soziale Netze meinen sondern ihre Ergebnisse im "analogen" realen Miteinander haben.
Mike Rheindorf aka Sea wolf /43
Ich stimme den Datenschutzbeauftragten auf jeden Fall zu. Jedoch ist dieses Verhalten von Facebook, Twitter usw. auch nur möglich weil die Menschen mit Ihrem Nutzungsverhalten dieses fördern. Wenn die Menschen nicht mehr freiwillig so viele Informationen im Internet preisgeben würden wäre auch der Informationsgewinn und damit die Vermarktung der Informationen nicht gegeben. Jedem sollte doch bewusst sein, dass es im Internet nicht kostenlos gibt. Also denk mal drüber nach…..
Mein Tip: Benutzt Facebook, Twitter usw. nicht
Dr. Thomas Feuerabend
Ich glaube nicht, dass auf Landesebene NRW die Datennutzung durch Facebook in Kalifornien beeinflusst werden kann.
Die Nutzer verwenden Facebook und andere soziale Netzwerke immerhin freiwillig und zu großen Teilen auch gerne. Mancher hat dort hunderte von Freunden und wenn er umzieht, packt keiner mit an.
Gegenüber dem "Vorteil" für den Nutzer steht natürlich der "Nachteil" der durch die Vermarktung seiner Daten entsteht. Dieser "Nachteil" für den Nutzer ist wiederum "Vorteil" für den eigentlichen Kunden der sozialen Netzwerke: Den Werbekunden.
Es wird immer davon ausgegangen, dass die sozialen Netzwerke das Produkt und der Nutzer der Kunde ist. Das Gegenteil ist der Fall: Der Nutzer ist das Produkt und die Werbepartner sind die Kunden.
Hier ist mein oberstes Ziel, ein Grundverständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge für die Nutzer zu erreichen. Wo liegen Vorteile und wo liegen Risiken? Das sollte bereits Thema in der frühen schulischen Ausbildung sein.
Ich selbst nutze keine sozialen Netzwerke.
Michael Levedag 53Jahre
Als Partei im Landtag sollten wir zunächst einmal alle Möglichkeiten der Prävention durch Aufklärung der Bürger wahrnehmen. Das Verhalten dieser Firmen ist doch recht einfach. Die wollen alles Mögliche an verwertbaren Daten sammeln und es dann meistbietend verkaufen. Damit uns die Wirtschaft dann noch zielgerichteter mit Werbung bombardieren kann.
Aus meiner Sicht sind zunächst mal unsere Juristen gefragt. Wenn Landesrecht Bundesrecht oder Europäisches Recht umgehen kann, dann hätten wir sicherlich eine Möglichkeit, durch entsprechende Gesetzgebung Facebook, Google und Konsorten angehen zu können.
Sofern es hier im Datenschutz auf Landesebene Chancen gibt, dem Einhalt zu gebieten - gebt mir ein Schwert und ein Schild! Ich bin dabei!
Ach ja, meine persönliche Einstellung. Ich stehe dem Ganzen eher kritisch gegenüber, habe aber in der Hölle für Datenschützer, also bei Facebook, einen Account. Aber eigentlich nur, um zu sehen, was das ist und wie das funktioniert. Aus der Erfahrung kann ich jetzt sagen, dass für aktive Facebook-Nutzer ein 24-Stunden-Tag eigentlich nicht ausreicht. Die Lebenszeit, die man dort verbringen/verschwenden kann, ist schon beträchtlich, wenn man nicht aufpasst. Aber, das ist Privatsphäre.
Chris P. aka Paranoia
In Kombination dieses weltweiten agierenden Unternehmens mit seinem Sitz in den USA können hier nur die Bundes-Bemühungen des Bundesbeauftragten für Datenschutz und des Verbraucherschutzministeriums unterstützt werden, hier eine Einigung mit Facebook zu erreichen. Einen Alleingang eines Landes oder einen einzelnen Landesdatenschutzbeauftragten wie in Schleswig-Holstein halte ich hier für wenig zielführend.
Was in NRW gemacht werden sollte, ist den Datenschutz selber hoch zu halten. Hier sollte auf Grundlage des § 4 II Landesverfassung NRW der Datenschutz wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden und auch die Position des Landesdatenschutzbeauftragten unterstützt und gestärkt werden.
Weiterhin ist eine Aufklärung sowohl in Schulen als auch allgemein der Bürger dringend notwendig. Es muss allen deutlich bewusst gemacht werden, dass Internationale Konzerne wie Facebook und Google mit den Daten oder wie bei Twitter mit den Inhalten Geld verdienen und dies der Unternehmenszweck ist.
Eigene Einstellung: Facebook nutze ich nicht. Twitter und Google+ nutze ich, aber mehr als Nachrichtenreader als als Kommunikationplattform, wobei ich im Rahmen der Piratenpartei langsam an der aktiveren Nutzung von Twitter herantrete. Aber ich halte mit dabei immer im Hinterkopf, dass ich alles was dort veröffentlicht wird, quasi in die Welt hinaus rufe.
Andreas Rüßel aka Ryuseru, 40, Neuss
Es ist nicht möglich auf Landesebene Datenschutzvergehen von international agierenden Konzernen stark zu beeinflussen. Wir können auf Landesebene Druck auf die Bundes- und Europapolitik machen, von dort auf müssen Verbote oder striktere Reglements zum Sammeln und zur Weitergabe von Daten getroffen werden.
Eine Internationale Verbindlichkeit zu erreichen wird das grundsätzliche Problem darstellen.
Auf Landesebene werde ich mich für eine verstärkte Aufklärung der Benutzer einsetzen. Das Benutzen von Kondomen schützt vor AIDS und wir müssen auch die Internetnutzer und Mitglieder von Sozialen Netzwerken für den Schutz ihrer Daten sensibilisieren.
Ich nutze Twitter und Google+, aber ich lehne Facebook ab. Ich bilde mir ein die Datenpreisgabe meinerseits über Twitter und Google+ gut genug kontrollieren zu können. Bei Facebook sehe ich diese Chance auf keinen Fall gegeben. In Zeiten wo selbst das Einwohnermeldeamt Daten herausgeben darf - ohne Optout - ... Vielleicht sollten wir im Land erstmal da anfangen, bevor wir uns auf die Social Networks stürzen :).
Marc Schieferdecker (motorradblogger)
Vorweg: Ich nutze Twitter und Facebook, letzteres auch als zusätzlichen Kommunikationskanal für mein Motorrad Blog.
Zum Thema Datenschutz...
Natürlich könnten wir versuchen da strengere Regeln zu erarbeiten und Möglichkeiten, diese auch durchzusetzen. Unsere Regeln scheitern aber spätestens an der virtuellen Staatsgrenze, spätestens an den Grenzen der EU. Und es bringt alles nichts, wenn sich im Nutzerverhalten nichts ändert.
Ich war mal auf einer Podiumsdiskussion zum Thema Facebook & Co - in einer Schule. Dabei war ein Polizeibeamter, ein Datenschützer und ich als Pirat. Als ich den Schülern mal das Geschäftsmodell von Facebook erklärt habe, war der Datenschützer ganz erstaunt und sagte später zu mir, dass er das von den Piraten gar nicht erwartet hätte. Das sagt mir wiederum, dass wir unser Wissen stärker nach außen transportieren und die Nutzer der sozialen Netzwerke aufklären müssen.
Nur wer weiß, womit er es wirklich zu tun hat, kann frei entscheiden, ob er sein Verhalten nun anpassen will oder nicht.
Den Nutzern muss einfach klar sein: Das Internet vergisst nie. Das geht nur über Aufklärung. Leider Realität: Die überwiegende Mehrheit der Nutzer weiß doch gar nicht genau was Datenschutz bedeutet und postet munter drauf los. Deswegen: Aufklären, das Thema in den Fokus bringen. Und ruhig dort, wo sich die Nutzer bewegen, in den Sozialen Netzwerken.
Hanns-Jörg Rohwedder
Ich benutze Facebook und twitter nicht.
Ich bin kein Datenschutzexperte für soziale Netzwerke und weiß nicht detailliert, was dort auf gesetzlichem Wege mit den zur Zeit geltenden Regelungen auf Landesebene verbessert werden kann und welche gesetzlichen Regelungen man ändern sollte. Das dürfte mindestens teilweise auch Bundes- und EU-Recht sein.
Ansonsten rate ich jedem, sich gut zu überlegen, was man nutzt, wie man es nutzt und welche Informationen man dort reinschaufelt. -- Danebod 14:43, 18. Mär. 2012 (CET)
Daniel Düngel 36
wichtig ist, dass wir den Menschen erklären, wie diese Netze funktionieren. Wichtig ist auch, dass die Datenschutzerklärungen gut einsehbar sind und nicht nur von Juristen lesbar sind.
Simone Brand
Aufklärung, Aufklärung , Aufklärung Bereits in den Grundschulen Unterrichtseinheiten zum Umgang mit den eigenen Daten im Netz durchführen.
Rudolf Lörcks - 47 Jahre
Hier ist das wichtigste die Aufklährung der Nutzer in einer verständlichen Sprache. Der Nutzer ist der Herr der eigenen Daten. Anonymität ist ein Recht. Vondaher sind Klarnamenpflichten abzulehnen. Ansonsten muß der einzelne Risiken und Nutzen abwägen können. Ich nutze Twitter und lehne Facebook ab.
Kai Baumannn
Das Internet macht vor Grenzen keinen Halt und das ist gut so. Ein Aussperren kommt also in keinem Fall in Frage. Ich denke Aufklärungsarbeit, Förderung Datenschutzfreundlicher Alternativen und das Einwirken auf die Datenschutzbestimmungen in den Ursprungsländern könnte hier helfen. Die Erkenntnis, dass Internet kein Nationales Phänomen ist, das man mit Nationalen Regeln „beherrschen“ könnte ist eine der Gründe, warum die Piraten mehr und mehr Zulauf bekommen. Ich selber nutze Twitter, in dem Bewusstsein, das meine Aktionen dort öffentlich sind. Es ist Ausdruck meiner Informationellen Selbstbestimmung. Facebook nutze ich nicht.
Admiral
Das Internet und seine stetige Weiterentwicklung stellen sowohl die Betreiber als auch gerade die Nutzer und vor allem die Politik als Regulierer durch Gesetze und Verordnungen vor immer neue Aufgaben. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und der wohl schier endlosen Phantasie der Entwickler und IT Fachleute auf diesem Gebiet, scheinen keine technischen Grenzen mehr zu stoppen. Insofern ist besonders wichtig, die rechtlichen Grenzen möglichst so zu gestalten, das sie einerseits dem enormen technischen Fortschritt nicht hinterherhinken und andererseits dem Mißbrauch der Datenmengen und damit dem möglichen Schaden des Einzelnen vorbeugen. Dies bedingt für die Politiker immer möglichst auf gleicher Augenhöhe mit den Entwicklungen zu stehen und sich von "unabhängigen" Fachleuten jeweils vernünftig beraten zu lassen. Kein Politiker kann jederzeit alle technischen Innovationen des Internets verstehen, kennen und die Auswirkungen richtig und vorrausschauend beurteilen ohne den Rat von "unabhängigen" Experten. Facebook, Twitter und Co stehen in der Verantwortung, ihren Usern bestmöglichste Aufklärung über den Umgang und Verbleib ihrer ja zum großen Teil freiwillig abgegegeben Daten zukommen zu lassen. Hier muß der Gesetzgeber dann die Rahmen festlegen, die von den Betreibern eingehalten werden müssen und gleichzeitig den Kontrollbehörden auch die Möglichkeit geben, dies effizient überwachen zu können. Kein Gesetz ist so stumpf wie eines, von dem man weis, das es nicht kontrolliert wird.
Gruß
Admiral
Stefan Fricke
Da Facebook, Twitter & Co. ihren Sitz nicht in NRW haben, kann man nicht direkt durch Gesetze Einfluss nehmem. Schoweffekte wie Ilse Aigners Profillöschung lehne ich auch ab, da sie nichts bringen. Aufklärung und Erziehung zur Medienkompetenz ist gefragt.