NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Coffee-Shop

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FRAGE:
FRAGE: Wie stehst du zu der Idee, von den Erfahrungen unseren niederländischen Nachbarn zu lernen und die Wirtschaft anzukurbeln, indem bspw. legale und besteuerte Coffee-Shops in NRW eingeführt werden?

zusätzliche Erklärung: Dies hat natürlich nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Auswirkungen z.B. zur Drogenpolitik bzw. Suchtpolitik
Kebap 12:01, 20. Mär. 2012 (CET)(kein Kandidat)

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Timm Herbst aka Logos

Es ist in jedem Fall ein guter Ansatz, aus dem Erfahrungen Anderer zu lernen. Sollte analysiert und dann Schlüsse gezogen werden, die zu den Piratenpartei-Werten und Zielen konform sind. Wenn sich so Beschaffungskriminalität verringern lässt, ist das ein interessante Ansatz. Den wirtschaftlichen Aspekt sehe ich nachrangig hinter Entkriminalisierung, Gesundheitsstandards und Verringerung von Beschaffungskriminalität

Niels-Arne Münck aka Wernermuende

Das niederländische Modell wäre besser als nichts. Wenn man es aber in der Hand hat, geht es bei weitem nicht weit genug, da dort Besitz und Handel lediglich entkriminalsiert sind und NICHT legalisiert Was Steuern angeht: die Shops werden lizensiert, es ist nicht das Gras was da besteuert wird. Insofern wäre das niederländische Modell nur als Übergangslösung denkbar, da z.B. der Anbau und Handel dort immmernoch verboten sind.

Wenns legal und besteuert ist, bräuchte man meiner Meinung nach keine Coffeshops, sondern dann finde ich müsste es wie Tabak behandelt werden, d.h. überall erhältlich sein bzw (wenn man das verschärft) überall dort, wo Tabak erhältlich ist.


Admiral

Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das die Niederländer "Coffee Shops" eingerichtet haben, um damit ihre Wirtschaft anzukurbeln. Allein der Gedanke, die Wirtschaft mit der Genusssucht der Menschen ankurbeln zu wollen, ist mir fremd und läßt mich schaudern.

Über Maßnahmen in der Drogenpolitik ist es sinnvoll, die Ergebnisse anderer Länder zu analysieren und Gutes auch zu übernehmen (sieh u.a. Portugal). Darstellungen, das wir der Meinung seien, der Genuß von berauschenden Mitteln (gleich welcher Art) sei was Tolles, Normales etc. kann ich persönlich nicht mittragen. Jedwede bewußte oder auch unbewußte Maßnahme, meinen gesunden Menschenverstand und meine Sinne einzutrüben, zu unterdrücken oder so zu beeinflussen, das ich hinterher dastehe und sagen müßte: "Oh, wenn ich klar im Kopf gewesen wäre hätte ich das aber nicht so getan." möchte ich auf ein Mindestmaß beschränken. Natürlich hat es in der Geschichte der Menschheit schon seit Jahrtausenden berauschende Mittel gegeben, die aus den unterschiedlichsten Gründen (Religion, Suggestion, Medizin etc.) benutzt wurden. Der Mißbrauch und der damit einhergehende Kontroll- und Realitätsverlust ist eine Gefahr, die bei einem solchen Genuß durchaus besteht und der natürlich von Mensch zu Mensch verschieden ausfällt aber der nicht verharmlost werden darf. Mir kommt es darauf an, das wir eine neue, moderne und wissenschaftlich fundierte Auf- und Erklärung erreichen, mit der wir die Menschen zu selbstbewußten und selbsterkennenden Individuen machen und uns gerade bei diesem Thema nicht von Wirtschaftsfaktoren beeinflussen lassen.

Gruß

Admiral

Alexander Bossert aka BigMag

Von anderen Lernen ist natürlich immer gut, aber es läuft wohl den Rauchverbots Gesetzen zuwider. Ausserdem ist meine persönliche Meinung, das man lieber den Anbau von Cannabis für den Eigenverbrauch legalisieren sollte. Denn in den Niederlanden ist der Anbau, und der Import, nach wie vor illegal und bleibt damit in Kriminellen Strukturen.

Birgit Rydlewski

Ganz damals im Studium habe ich mal an einer Untersuchung teilgenommen, die sich damit beschäftigt hat, welche Folgen die Legalisierung von Cannabis auf die Volkswirtschaft hat. Die Erkenntnis ist also durchaus da (und wird von anderen Ländern angewendet (Portugal, Niederlande etc.).

Ich sehe auch ein Problem in der Kriminalisierung von Drogenkonsumenten. Insofern bin ich sehr dafür, ein Umdenken anzuregen (ähnlich dem Programm der Berliner Piraten).

Andreas Rüßel aka Ryuseru

Ich denke der wirtschaftliche Nutzen wird messbar sein und wahrscheinlich so groß sein, da es viele Konsumenten aus benachbarten Bundesländern anziehen wird.

Wir müssen neue Wege in der Bewertung von Drogen gehen und die Einrichtungen von Orten zum geduldeten/lizensierten Konsum von Cannabis ist ein möglicher Schritt zur Entkriminalisierung von Drogenkonsum.

Es müssen aber viele Faktoren betrachtet werden. So wird eine erweiterte Sorge dafür zu tragen sein, dass keine Dritten durch diese Einrichtungen mittelbar zu Schaden kommen. THC wirkt eine lange Zeit im Körper und somit ist das Führen eines Fahrzeuges derzeit für mindestens einige Tage nicht erlaubt. Da werden z.B. Grenzwerte geschaffen werden müssen.

Es steht also auch zu erwarten, dass eine erhebliche Mehreinnahme durch Bussgelder und Strafen für Fahren unter Drogeneinfluss entsteht... usw..

Grundsätzlich eine keine schlechte Idee, aber es braucht viele Überlegungen bis dieser Schritt wirklich einmal getan werden kann.

Hans Immanuel Herbers

Richtiger Ansatz. Das Strafrecht ist eh der falsche Weg mit Drogenproblemen in der Gesellschaft klarzukommen.

Zudem kann ich als jemand der gern Pfeife raucht, Portwein liebt und auch durchaus schon mit Genuss gekifft hat bei diesen Dingen wenig Unterschied sehn: Tabak, Alkohol und Cannabis sind nicht gesund, das weiß jeder. Und ob ichs konsumiere ist meine Entscheidung.