NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Aufklärung an Schulen
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Inhaltsverzeichnis
- 1 Stefan Fricke
- 2 Rainer Wiese
- 3 Chris P. aka Paranoia
- 4 Hanns-Jörg Rohwedder
- 5 Dr. Thomas Feuerabend
- 6 Admiral
- 7 Niels-Arne Münck aka wernermuende
- 8 Sven Leimbach aka SvenOLei
- 9 Udo Weinrich (53)
- 10 Markus Engel
- 11 Christian Schimanski (31)
- 12 Ulrich Scharfenort aka ulrics, Duisburg
- 13 Daniel Horz
- 14 Udo Pütz aus Aachen, 36 Jahre
- 15 Kirsten Eickler aka Tigrimus, 43
- 16 Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre
- 17 Andreas Rüßel aka Ryuseru, 40, Neuss
- 18 Jan Dörrenhaus
- 19 Stefan Bröse / SQAMPY
- 20 Klaus Hammer
- 21 Valentin Brückel
- 22 Felix Bosseler aka Fx (Textheld)
- 23 Hans Immanuel Herbers
- 24 Thomas Weinbrenner (37)
- 25 Marc Schieferdecker, 34
- 26 Richard Bertram
- 27 Dr.Winny Dehn / Berolina
- 28 Katrina (Christoph) Reichert aka qris, 29 Jahre
- 29 Florian Beger
- 30 Jan Ulrich Hasecke
- 31 ulrich schumacher aka florian.turm
- 32 LordofDark
- 33 Rainer Klute
- 34 Hendrik vom Lehn aka Henne
- 35 Alexander Bossert aka BigMag
Stefan Fricke
Ja und ja.
Rainer Wiese
Betont(!!) werden braucht garnichts. Das gehört in den Sexualkundeunterricht wie alles andere auch. Bin jetzt erstmal überrascht. Ist Sexualkunde noch nicht verpflichtend? Das sollte er aber ganz dringend.
Chris P. aka Paranoia
Ja, Sexualkunde sollte verpflichtend sein. Ja, dazu gehören nicht nur heterosexuelle Beziehungsmodelle.
Hanns-Jörg Rohwedder
Ja, verpflichtende Sexualkunde für alle
Ja, Hinweis auf Gleichwertigkeit
SchlauNRW ist ein Verein. Obligatorisch kann man den nicht machen. Bei Bedarf einbinden schon.
Dr. Thomas Feuerabend
Ja.
Admiral
Fakten dazu:
1999 wurden auf Beschluss aller Fraktionen des Landtags die alten Richtlinien überarbeitet. Seit 2000 gilt, dass „die Schule die Aufgabe hat, altersgemäß nicht nur mit den biologischen, sondern auch den ethischen, sozialen und kulturellen Fragen der Sexualität vertraut zu machen“. Teilnehmen muss jedes Kind. Den Versuch konservativer Baptisten aus NRW, ihre Kinder vor so viel lebensnaher Sexualität zu bewahren, wies das Bundesverfassungsgericht Mitte 2009 zurück.
Gruß
Admiral
Niels-Arne Münck aka wernermuende
Der (Sexualkunde)Unterricht ist verpflichtend für alle Schüler. Es ist NICHT gestattet, seine Kinder aus religiösen Gründen für diesen Teil des Curriculums aus dem Unterricht zu nehmen. Siehe Wikipedia. Sexualkunde ist bereits seit ende der 60ger Jahre verpflichten in der BRD. Daran darf sich auch nichts ändern. Selbstverständlich sollten auch die LBGT Thematik nicht zu kurz kommen im Unterricht. Inwieweit Vereine darin eingebunden sein sollen sollte man denk ich den Schulen überlassen.
Sven Leimbach aka SvenOLei
Sexualkunde ist ein wichtiges Thema und verpflichtend für alle Schüler. Initiativen wie Schlau NRW aber auch solche wie Mein Körper gehört mir (http://wissenschule.de/pages/Schule/Schulfaecher/Kreativitaet/Theater/5/71/de/MeinKoerpergehoertmir.php) halte ich für sehr unterstützenswert.
Udo Weinrich (53)
Zweimal ein klares: JA!
Markus Engel
Heterosexuelle Sachen gehen natürlich erstmal vor. Aus dem einfachen Grund, weil es eben die Mehrheit ist. Die beste zeitliche Aufteilung der Themen wäre doch, wenn sie einfach entsprechend der vorkommenden homosexuellen Bevölkerungsanteile aufgeteilt wird. Also 10% der Zeit z.B. für die Homosexuellen Themen. Ich hatte während meiner Schulzeit selber lange schwule Freunde ohne es zu wissen. Später wurde mir dann oft von Gewaltandrohungen berichtet. Diskriminierung war offenbar seltener der Fall. Ich denke, wenn man im Schulunterricht über Schwule und Lesben offen spricht, hilft das auch sehr dabei solche stumpfsinnigen Lebenseinstellungen in Richtung mehr Toleranz oder eventuell sogar Respekt zu beeinflussen.
Christian Schimanski (31)
Meines Wissens nach ist Sexualkunde verpflichtendes Schulfach. Was für mich selbstverständlich in den Unterrciht gehört ist die Klarstellung der Gleichwertigkeit gemischt- oder gleichgeschlechtlicher Sexualität und Liebe - ohne Frage. Einbindung von Vereinen und Aktionsbündnissen? Warum nicht - wäre eine wertvolle Ergänzung des Unterrichts
Ulrich Scharfenort aka ulrics, Duisburg
Meiner Ansicht muss schon recht früh also Grundschule auf die Gleichberechtigung alle Geschlechter und Lebensweise eingegangen werden.
Der sexualpädagogische Unterricht an den ich mich entsinne war in der Form nicht sinnvoll. Zum Beispiel die Sache mit der Größe von Kondomen wurde gar nicht erwähnt. Auch welche Krankheiten neben AIDS drohen kamen nicht vor.
Daniel Horz
Ja.
Ein Sexualkundeunterricht, der über die biologischen Aspekte hinausgeht, ist richtig und wichtig. Wenn wir dem Anspruch gerecht werden wollen, ein freies Land zu sein, dann müssen wir auch aktiv etwas gegen Diskriminierung tun. Gerade Kinder gehen unvoreingenommen an alles heran. Wenn sie rechtzeitig lernen, daß ein Paar nicht zwingend aus Mann und Frau besteht, und auch „Mann“ und „Frau“ nicht in Stein gemeißelt ist, kann eine spätere Begegnung nicht mehr fremdartig sein.
Ein Verein wie SchLAuNRW kann sowohl bei der Zusammenstellung des Curriculums als auch durch Besuche in Schulklassen einen wertvollen Beitrag leisten.
Udo Pütz aus Aachen, 36 Jahre
Ja.
Ja.
Kenne das Projekt nicht. Nachdem, was ich gerade gelesen habe, finde ich nicht, dass dies obligatorisch sein sollte. Schwule, Lesben und Bisexuelle sollten sich im normalen Leben frei bewegen können und müssen nicht "präsentiert" werden.
Upuetz 22:54, 18. Mär. 2012 (CET)
Kirsten Eickler aka Tigrimus, 43
Einfache Antwort Ja!
Ich finde es wichtig das dem Schüler gleichgeschlechtliche Beziehungen als Gleichwertig vermittelt werdern. Dies sollte aber generell so sein und nicht nur im Aufklärungsunterricht.
Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre
Ja.
Alle sollten gleichartig und gleichwertig dargestellt werden.
Zum Aufklärungsunterricht gehört auch die Zeugung und Verhütung, von daher würde die Aufklärung zur Paarung von Frau und Mann etwas mehr Zeit beanspruchen.
Andreas Rüßel aka Ryuseru, 40, Neuss
Ja er sollte verpflichtend sein und ich glaube eine besondere Betonung auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften sollte vermieden werden. Ich denke viel mehr sollte Homosexualität als etwas normales behandelt werden das keine Sonderstellung nötig hat.
Jan Dörrenhaus
Ja.
Stefan Bröse / SQAMPY
Es fällt mir schwer zu sagen "Wir schreiben das jetzt vor". Auf der anderen Seite würde es helfen Intolleranz abzubauen und eine gewisse Weitsicht zu ermöglichen.
Ich finde auch gleichgeschlechtliche Beziehungen gehören zur Sexualität dazu. Wir können etwas was es nunmal gibt, in der Gesellschaft angekommen ist und viele Menschen sehr glücklich macht nicht einfach "totschweigen". Das Thema gehört natürlich mit auf den Lehrplan, betonen im sinne von "hervorheben" würde ich das Thema aber nicht. Wir reden hier schließlich von etwas völlig Natürlichem, eine Hervorhebung würde das gegenteil dessen bedeuten was sich viele menschen wünschen - einfach alls paar akzeptiert zu werden - Ich denke aber das das behandeln im Unterricht viele Vorurteile abbauen und Schubladendenken etwas abmildern würde. Ich denke auch das gerade das einer meiner Persönlichen Schwerpunkte sein wird mit denen ich mich im Landtag befasse.
Klaus Hammer
Ja und Ja.
Valentin Brückel
Sexualität ist ein wichtiger Teil unserer Natur und Regeln zur Sexualität sind Grundpfeiler jeder Gesellschaft.
Damit ein Mensch ein mündiger Teil der Gesellschaft sein kann, muss er über die ihre Grundlagen informiert sein. Neben den Fakten der Fortpflanzung gehört dazu auch, sich mit den gesellschaftlichen Normen dazu kritisch auseinandergesetzt zu haben. Ich bezweifle, dass bestimmte Spielarten der Sexualität einer besonderen Betonung bedürfen, aber sie sollten in jede Fall möglichst unvoreingenommen angesprochen werden, um eine eigenständige Bewertung durch jeden Einzelnen zu ermöglichen.
Felix Bosseler aka Fx (Textheld)
Selbstverständlich muss es sein. Allerdings ohne irgendwelche Betonungen, sondern gleichberechtigt. Betonung suggeriert "Besonderheit". Es sollte "normal" sein. (Fx)
Hans Immanuel Herbers
Ja natürlich! Soweit ich weiss ist das auch bestehende Rechtslage in NRW.
Thomas Weinbrenner (37)
Ja. Wir schulden es den Schülern, das sie sich mit der theoretischen Seite des Sex gut genug auskennen, das sie sich bei ihren ersten praktischen Versuchen vor ungewollten Schwangerschaften aber auch vor Krankheiten schützen können.
Und ja, denn Diskriminierung sollte bekämpft werden.
Marc Schieferdecker, 34
Muss Pflicht werden und sollte alle möglichen Geschlechtskombinationen gleichwertig berücksichtigen.
Richard Bertram
1. Dazu enthalte ich mich noch. Ich habe ein Problem mit der 'Pflicht'. Außerdem geht der Trend dazu über, auch schon Grundschulkinder Sexualkunde zu unterrichten. Ich frage mich, ob das wirklich so sinnvoll ist, wie viele es sagen.
2. Die Gleichwertigkeit ALLER Menschen und ihrer Lebensführung muss immer betont werden. Wenn das gewährleistet ist, dann brauchen wir uns keine Gedanken darum zu machen, ob man Schwule, Frauen, Muslime oder irgendeine neue Erscheinung diskriminieren sollte oder nicht. Dann hat jeder Mensch einen Wert, weil er Mensch ist.
Ansonsten Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung!
Dr.Winny Dehn / Berolina
Ja und Nein.
Viele Elternhäuser sind mit dem Thema überfordert. Die Schule hat nicht nur die Aufgabe der Wissensvermittlung, sondern auch der Erziehung. Nein, betont sollte das Thema nicht werden, denn dadurch wird es ja gerade erst stigmatisiert. Ehe ist für mich eine auf Lebenszeit angelegte Lebensgemeinschaft zweier Menschen. Punkt.
Katrina (Christoph) Reichert aka qris, 29 Jahre
Ja und Ja.
Außerdem sollte dieser Unterricht auch Trans- und Intersexuelle beinhalten, um so schon im Schulalltag Vorurteilen durch fundierte Information entgegen zu wirken.
Florian Beger
Sexualaufklärung sollte Bestandteil des schulischen Pflichtcurriculums sein. Meine Grundsatzüberzeugung, dass schulische Inhalte weniger durch zentrale Bürokratien und stärker durch die örtlichen Überlegungen von Lehrern, Eltern und Schülern bestimmt werden sollten, würden auch diesen Bereich betreffen.
Die Aufklärung über gleichgeschlechtliche Lebensweisen sollte nicht auf den Biologieunterricht beschränkt sein. Hier geht es um das Erlernen des Umgangs mit Vielfalt. Das ist auch Gegenstand von Religion/Ethik/Philosophie und Sozialkunde.
Hinsichtlich Schlau NRW: Es handelt sich um eine Ehrenamtlergruppe, daher kann man die Einbindung in den Unterricht wohl nicht zur Pflicht erklären. Die Lehrer sollten ohnehin so ausgebildet werden, dass sie diesen Themenbereich kompetent bearbeiten können. Schlau sollte vom Land unterstützt werden.
Jan Ulrich Hasecke
Ja und ja.
ulrich schumacher aka florian.turm
Das ist für eine aufgeklärte Gesellschaft unverzichtbar.
Sexualität und die verschiedenen Spielarten sexueller Orientierungen
sind essenzieller Bestandteil menschlicher Existenz.
Das dürfen (aka müssen) auch Kinder wissen (aka lernen).
LordofDark
Mir ist die Stigmatisierung der Sexualität - die auch heute noch in unserer multikulturellen Gesellschaft teilweise erfolgt - seit eh und jeh ein Graus. Ich bin der Auffassung, dass Sexualität weder ein Tabuthema sein darf noch durch falsche Moral eine Aufklärung über Gefahren, Erscheinungsformen, biologischer Funktion, Verhütungsmöglichkeiten und allen anderen mit der Sexualität verbundenen Aspekten verhindert werden darf. Auch wenn wir unseren Schülern im entsprechenden Alter nicht jede Erscheinungsform und Spielart im Detail erläutern müssen (ich wäre eher iritiert, wenn in der Schule jeder Fetish haarklein seziert würde) sollten wir doch Toleranz leben und lehren. Durch Verschweigen der Tatsachen schaffen wir eher Gefahren als dass wir unsere Kinder vor irgendetwas schützen. Im Zeitalter von homosexuellen Partnerschaften mit Ehecharakter solltenwir über dies doch wohl in der Lage sein, unseren nachfolgenden Generationen etwas mehr Toleranz beizubringen. Am Ende kann ich nur sagen, dass ein rechtzeitiges Thematisieren sogar nach meinem Empfinden eine Fokusverlagerung auf die wirklich wichtigen Dinge erreichen kann. So schaffen wir es vielleicht sogar nachhaltig, die Reduktion eines oder mehrerer Menschen auf ihre sexuellen Eigenheiten aus der Welt zu schaffen
Rainer Klute
Soweit ich weiß, ist der Sexualkundeunterricht in NRW bereits verpflichtend. Homosexualität ist zweifellos ein Thema; eine besondere Betonung sehe ich aber nicht.
Zum Hintergrund dieser Frage: Der Fragesteller hat mich auf Twitter massiv angegriffen und als »Homo-Hasser« diffamiert – offenbar, weil ich seinen Vorstellungen in Sachen Homosexualität nicht vollumfänglich zu folgen bereit war.
Als Christ sehe ich mich in der Piratenpartei immer wieder Angriffen ausgesetzt, und immer wieder dreht es sich dann um Homophobie oder Kreationismus. Ich bin diese Diskussionen echt leid und habe keine Lust, sie immer wieder führen zu müssen. Dazu sind sie mir einfach nicht wichtig genug. Daher habe ich bereits vor zwei Jahren einen Blogbeitrag zu meiner Sicht der Dinge geschrieben: »Homophobe Kreationisten? – Was Christen wirklich ausmacht«. Wer also genauer wissen will, was ich denke und was mir wirklich wichtig ist, lese bitte diesen Beitrag! Kommentare und Antworten zum Blogbeitrag tragen weiter zur Erhellung bei.
Hendrik vom Lehn aka Henne
Falls Sexualaufklärung noch nicht verpflichtender Bestandteil der Schulbildung ist, überrascht mich dies ehrlich gesagt. Es sollte auf jeden Fall verpflichtend sein.
Gleichgeschlechtliche Beziehungen sollten auf jeden Fall thematisiert werden und auf gleicher Ebene stehen. Die Gleichwertigkeit sollte jedoch nicht gesondert betont werden, sondern sich aus dem Unterrichtsaufbau her ergeben. Eine besondere Betonung würde es wieder als etwas Gesondertes hervorheben, was dem Ziel zuwiderläuft.
Alexander Bossert aka BigMag
Sollte der sexualpädagogische Aufklärungsunterricht an Schulen für alle Schüler verpflichtend sein?
- Ja
Sollte dabei auch die Gleichwertigkeit gleichgeschlechtlicher Beziehungen betont werden?
- Ja
Bitte gib in deiner Antwort auch an, ob Projekte wie SchlauNRW (oder ähnliches) an Schulen obligatorisch sein sollten.
- Also damit habe ich jetzt so meine Probleme, bei genauerem Nachdenken.
Zum einen finde ich das Projekt gut, nachdem ich mir die seite von schlau-nrw etwas angesehen habe. Mein anderer Gedanke geht dann aber dahin das man eine Schule schlecht dazu zwingen kann, da ich mir nicht vorstellen kann das die Ansprechpartnern/innen diese Veranstaltungen Beruflich ausüben (Im Gegensatz zur Verkehrserziehung durch die Polizei) und sich deswegen immer Freiwillige finden müssen welche dann auchnoch Zeit haben.