NRW:Analyse Bundestagswahl 2009

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Version vom 30. September 2009, 23:50 Uhr von Sevy (Diskussion | Beiträge) (Medienäußerungen)
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Analyse des Wahlkampfes in NRW zur Bundestagswahl 2009 und Ableitung von Konsequenzen

Hintergrund: Bei der Bundestagswahl hat NRW (mit Ausnahme vom kleinen Saarland) das schlechteste Landesergebnis mit 1.7 % hingelegt und bleibt damit neben Rheinland-Pfalz (1.9%) unter dem Bundesdurchschnitt. Wobei anzumerken ist, das bei einem gleichmäßigen oder Überproportionalem Ergebnis und gleichzeitigem Erreichen der 5% Hürde, die NRW Liste ab ca. 3,6% einen Stack Underflow produziert hätte.

Da NRW das einwohnerstärkste Bundesland ist, haute das ziemlich rein und hat den Bundesschnitt deutlich runtergezogen.

Hier soll es nun darum gehen, zu analysieren, welche Ursachen dazu geführt haben und welche Konsequenzen, insbesondere für den anlaufenden Landtagswahlkampf, daraus abgeleitet werden.

Hinweis: Hier bitte zunächst nur grobe Stichpunkte zu relevanten Themen reinschreiben und dazu einen Link auf einen zugehörigen Punkt in der Diskussionsseite posten. Ggf. auch Links auf Forumsthreads möglich. Wenn sich ein Meinungsbild entwickelt, kann dies jeweils unter dem Stichpunkt zusammengefasst werden.

Organisation der Analyse

Folgende Crews / Projektgruppe(n) / Piraten kümmern sich um die Analyse:

Statistik

In folgenden Wahlkreisen / Orten wurden gute Ergebnisse erzielt:

  • Aachen (3,75%), Paderborn (2,61%), Bonn (2,2%), Münster (2,14%)
  • In Aachen und Münster gibt es Stadtratsmitglieder

In folgenden Wahlkreisen / Orten wurden unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt:

  • Herne (1,1%), Bergisch Gladbach (1,4%), Mülheim ohne h (1,47%)

Interpretation / Schlussfolgerung:

  • Direktkandidaten in JEDEM Wahlkreis! (als Ansprechpartner in Podiumsdiskusssionen) - bringt mindestens 1-2 Prozentpunkte
  • Kandidaten für JEDES Kommunalparlament!

Eher unkontrollierbare Faktoren

Landespolitik

  • Stärke anderer Parteien, v.a. der CDU auf dem Land Diskussion
  • Traditionelle Stammwähler

Soziodemografische Struktur und Siedlungssituation

  • Höheres Durchschnittsalter im Ruhrgebiet
  • Höherer Anteil von Kirchenmitgliedern, die durch Wahlkampf zu überzeugen sind (Diskussionsthema im Firm-/Konfirmations-/Religionsunterricht vorantreiben, Video zum Thema: Sind Christentum und Ziele der Piratenpartei vereinbar?)
  • Ostdeutsche sind offener für neue Parteien
  • Stärkere Milieubindung (Fußballvereine, Kneipen)

Medienäußerungen

  • Kinderporno-Raubkopierer-Image (muss thematisiert werden: "Therapieren statt Zensieren" wäre ein gutes Plakatmotto)
  • Witzpartei-Image (trotz mittlerweile vieler guter Medienbeiträge nehmen viele die Piraten immer noch nicht ernst, z.B. aufgrund des Namens. Abhilfe durch gute Medienpräsenz, Infostände, Ansprechen der Piraten im privaten Kreise mit guten Argumenten)

Kontrollierbare Faktoren

Material- und Finanzsituation

Personalsituation (Mitglieder und Aktive)

  • Menge an Aktiven Helfern:

Zeitaufwand

Organisation / Koordination

  • Gebietsverbände statt Crews -> klärt zuständigkeit

Art der Werbung

Plakatwerbung

  • wird auch von Älteren gelesen.

Flyer

Infostände und Kiezspaziergänge

  • Hinweisen, dass die Themen der Piraten gerade auch auf Landesebene von Bedeutung sind (Bildung, Videoüberwachung, Internet ist Ländersache, Polizei, ...)

Pressearbeit

Direktkandidaten

Veranstaltungen vor Ort

  • bislang keine Teilnahme an Podiumsdiskussionen

Online-Wahlkampf

  • Bei Abgeordnetenwatch werden ausschließlich Direktkandidaten befragt.
  • Youtube-Videos gab es in ausreichender Menge.

Besondere Aktionen

Sonstige

Konsequenzen