NDS:Landesparteitag/2012.Aufstellungsversammlung1/Listenkandidaten/Kandidatengrillen/Erfahrung

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Frage
Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am Meisten und welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Landtag am Meisten helfen? Anhalter 22:38, 11. Mär. 2012 (CET)

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Oliver Niebuhr

Was für eine Frage.

Ich war vor den Piraten ja nicht politisch aktiv.

Z.B. haben meine 15 Jahre Depression und die Suche nach Hilfseinrichtungen gezeigt wie notwendig diese doch sind. Das immer mehr Einrichtungen geschlossen werden, ist ein Grund für mich dort etwas verändern zu wollen.

Meine Erfahrungen mit den Arbeits-/Sozialämtern.

Geprägt hat mich das Verhalten diverser Mitmenschen u.a. in folgenden Bereichen:

  • Der Umgang mit unseren Haus-/Nutztieren (Mastställe, Misshandlungen etc.);
  • Die ungeregelte Gentechnik;
  • Das Leugnen das wir ein "rechtes" Problem in unser Gesellschaft haben;
  • Der skrupellose Umgang der Finanzwelt (Banken, Versicherungen usw.);
  • Das Verhalten unserer Lebensmittelindustrie;

Geprägt hat mich natürlich auch das bisherige Verhalten der Parteien und diverser Politiker. Durch diverse Entscheidungen hat sich für mich im laufe der Jahre einfach raus kristallisiert, was Ich nicht will.

Das die Grünen sich nur für die Macht haben korumpieren lassen, ist mir sauer aufgestoßen. Ich will dazu beitragen, das den Piraten das nicht passiert. Wie? Eine gute Frage! Was Ich persönlich gutheiße, ist, das bei den Piraten niemand etwas verdient. Ein guter Weg "Parteisoldaten" und damit der Gefahr von Korruption vorzubeugen.

Jürgen Hey

Ich war vor den Piraten politisch nicht Aktiv in einer Partei. Aber ich war seid 2003 in diversen politischen Foren unterwegs. Dort wurde ich häufiger zum Mod gewählt. Der Anstoß in die Piratenpartei einzutreten war 2009 das Stoppschild bei Kinderpornografie.

Das war der erste Schritt nach meiner Meinung zu einen Überwachungsstaat. In den politischen Foren hat man mich darauf hingewiesen, mir doch mal die Piraten anzusehen wie ich diesen Fehler wieder immer angeprangert habe. Das habe ich gemacht und was ich da gesehen habe, hat mir gefallen.

Ich will später mal sagen, wir haben versucht das alles zu verhindern und nur deswegen bin ich Aktiv. Wir hatten zwei Überwachungsorgane (Stasie, Gestapo) . Ein drittes Überwachungsorgan brauchen wir nicht.

Auch stört mich, das immer wieder das GG den Gesetzen der Regierung angepasst wird. Nicht das die Regierung sich nach den GG richtet, wie es meiner Meinung nach sein muss.

Die Themen in der Piratenpartei sagen mir zu, sonst hätte ich mich nicht so eingebracht. Auch die Art der Piraten liegt mir sehr.

Beruflich war ich Industriekaufmann und Tischlermeister. In beiden Berufen habe ich immer gern in einen Team gearbeitet.

Ach ja, ich bin Jahrgang 1951, jetzt könnt ihr ausrechnen wie alt ich bin.

Christian Drieling

Die Erfahrung aus meiner Tätigkeit im Stadtrat Delmenhorst, bilden einen wichtigen Baustein für meine Tätigkeit als MdL.

Meine Grundsätzlich sehr piratige Denk- und Arbeitsweise runden das Paket ab.

Roman Grussu

Dies ist eine wirklich gute Frage. Wenn ich mir überlege, welche Lebenserfahrungen mich am meisten geprägt haben, muss ich in Erinnerungen kramen, die über 20 Jahre zurückliegen um schließlich bis zu den aktuellen Ausprägungen zu kommen.

Geprägt hat mich:

  • mein gutbürgerliches Elternhaus. Da wusste ich irgendwann, dass dies nicht mein zukünftiger Lebensentwurf sein wird.
  • meine Großmutter. Ihre Geschichten (sorry Oma "wahre Begebenheiten"), ihr (passiver) Widerstand im Dritten Reich sowie ihr gutes Herz.
  • meine Erfahrungen in der Anti-AKW Bewegung und der linken autonomen Szene. Seit dem weiß ich, was es heißt, gesellschaftlich verantwortlich zu handeln und was es heisst einen mächtigen Gegener (den Staat) gegen sich zu haben, der in den seltensten Fällen die Interessen der Menschen vertritt. Stichworte sind hier Gorleben und Genom-Analyse sowie die Überwachungs und Repressionsmöglichkeiten des Staates.
  • meine kaufmännische Ausbildung und meine Bundeswehrzeit.
  • das Braunschweig Kolleg. Eine der schönsten Zeiten meines Lebens.
  • meine Frau und meine Tochter.
  • meine jetzige Tätigkeit inklusive meiner Betriebsratstätigkeit sowie Gewerkschaftsarbeit.
  • Die Piraten selbst.

Was hilft mir davon:

  • das Wissen über die gesellschaftlichen Verhältnisse und Zustände.
  • das Wissen über die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge.
  • die Fähigkeit auch mal "über den Tellerrand" zu schauen.
  • die Fähigkeit andere Meinungen gelten zu lassen.
  • das Wissen, dass man etwas ändern kann.
  • ....

Wolfgang Zerulla

Ich stamme aus einfachen aber soliden Familienverhältnissen. Schon früh haben mich soziale Missstände und Ungerechtigkeiten geärgert, deshalb wurde ich politisch aktiv, zunächst in der Gewerkschaft und bei den Jusos. Beruflich habe ich mich mühsam hochgearbeitet, mit einigen Höhen und Tiefen.

So sammeln sich im Laufe des Lebens (ich werde 60) Erfahrungen, politische wie auch menschliche und berufliche. Diese Erfahrungen sowie meine vielen gewachsenen Kontakte werden mir bei meiner Arbeit im Landtag helfen. Das ich mich seit vielen Jahren auf den Tierschutz verlegt habe resultiert aus der Erkenntnis, das Tiere immer noch wie seelenlose Gegenstände behandelt werden und sich nicht selbst dagegen wehren können.

Lars Zimmermann

Ich bin zwar noch jung, dennoch passierte in Niedersachsen schon so einiges was mir Magenschmerzen bereitete

Politische Ansichten:

Abrodung des Strandwaldes in Nordenham ohne vorherige Bekanntgabe etc. - Mangelde Transparenz

Bau der A20 (ehmals A22)

E-Mailadressen wurden verkauft etc. - Datenschutz

Hartz IV (ALG 2) bezogen - Ungerechtfertigtes System, Sozialer Abstieg

Mobbing am Arbeitsplatz miterlebt - Soziales

Subventionen vom Betrieb verschwendet um neue zu erhalten - Subventionen Niedersachsen

Arbeitsgerichtverhandlung - Juristische Grundzüge der Arbeitswelt

Ehrenamtliche Arbeit in Vereinen - Soziales

Mahnungen durch "illegales downloaden" von Musik für Schulzwecke - Urheberrecht

Privatisierung von Krankenhäusern

Verschwendung von Steuergeldern etc.

Außerdem habe ich durch Gespräche mit meinen Großeltern und meinen Bekannten immer wieder aufgezeigt bekommen, wie schlecht Politiker sind. Als ich mich dann mehr damit befasste, wurde mir klar. Es muss etwas geändert werden. So landete ich bei den Piraten. Also Klarmachen zum ändern!

Ich denke, meine noch junge Lebenserfahrung hilft mir in sofern, dass ich gelernt habe mich durchzusetzen und mir Dinge selbst zu erarbeiten. Ich bin für andere da und bin sehr kommunikativ. Ich suche stets nach Lösungen und übernehme gerne Aufgaben, welche ich dann auch sorgfältig und genau erledige. Ich habe positive wie auch negative Dinge im Leben erlebt. Egal ob es der Tod von Freunden war oder meine Arbeitslosigkeit. Ich habe gelernt, dass man im Leben nichts geschenkt bekommt. Ich finde wir Piraten müssen einen Kandidaten finden, der die Kriterien erfüllt, sich zu 100 % und auch für mindestens 5 Jahre im Landtag, für die Ziele der Piratenpartei einsetzt.

Miles Möller

Uh, was für eine Frage. Ich versuche es mal.

Ich bin groß geworden in einer der letzten CDU-Hochburgen (Oldenburger Münsterland). Zwar wollte ich schon immer politisch aktiv werden, in der Gegend gab es allerdings nur die Junge Union. Nun ja. Angeschaut, festgestellt, dass das nun wirklich nicht die Art von Politik ist, die ich machen wollte. Alternativen gab es nicht wirklich, dadurch war ich dann lange Zeit politisch "inaktiv".

Als "Digital Native" und als CCCler bin ich aber immer wieder in Kontakt mit politischen Themen gekommen und habe mich immer mal wieder beteiligt, wie z.B. an der Verfassungsklage gegen die Vorratsdatenspeicherung.

Dank den Piraten konnte ich dann endlich so Politik machen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich denke die Zeit seit Juni 2009 haben mich auch am stärksten politisch geprägt!

Seitdem dreht sich letztlich fast mein gesamtes Leben um Politik ;)

Ansonsten finde ich es schwer zu sagen, was mich wie geprägt hat. Letztlich bin ich doch das "Ergebnis" meines gesamten Lebens!

Aljoscha Rittner

Es gibt eine Menge Dinge, die meine politische Erfahrungen prägen und prägten.

Meine Eltern waren schon seit je her politisch sehr engagiert, so dass ich in meiner Jugend schon recht viel politisch (vornehmlich Linke Politik) unterwegs war.

Aus dem heraus entwickelte sich bei mir mit dem Heranwachsen eine starkes Interesse an allen politischen Themen. Ganz besonders fesselten mich, mit meiner Arbeit in der IT, Themen aus der Netzpolitik, Urheberrecht, Patente und Bürgerrechte. Meine ersten Erfahrungen machte ich da als Jugendlicher schon mit dem berühmt berüchtigten Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth, den ich persönlich in den Niederlanden kennenlernen durfte.

Aus dieser Mischung von linker sozialer Prägung, dem Zerfall der sozialistischen Systeme im Ostblock, dem wachsenden Unmut bei der Beschränkung von Bürgerrechten bin ich zu einem sehr überzeugten Basisdemokrat geworden.

In der Piratenpartei fand ich meine Überzeugungen am besten vertreten. Mit dem Eintritt durfte ich gleich intensive Feldarbeit in unserem Northeimer Landkreis durchführen. Das führte dazu, dass mir genug Uslarer das Vertrauen schenkten, damit ich im Rat der Stadt Uslar einen Sitz erhielt.

Diese kommunalpolitische Arbeit im Rat ist ein enormer Gewinn für mich und die Piratenpartei. Es ist eine harte Schule, in der ich lerne, wie man sich in etablierter Politik durchsetzen muss. Dieses Wissen und die erlangten Fähigkeiten möchte ich gerne in der Landespolitik für die Piraten einsetzen.

Meine Themen werden aus dem sozial- und schulpolitischen Bereich kommen, außerdem Erweiterung der Bürgerrechte (z.B. durch ein Informationsfreiheitsgesetz auf Landesebene) und einer verbesserten Interaktion zwischen Kommunal- und Landespolitik. Auch die erzwungenen "Zukunftsverträge", die nicht auf Nachhaltigkeit setzen, gehören auf den Prüfstand.

Rüdiger Pfeilsticker

FRAGE: welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am Meisten und welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Landtag am Meisten helfen?

Wenn ich mir anschaue wo ich im politischen Kompass (oder den anderen Tests) stehe, und überlege wo das wohl herkommen könnte, dann wird das ganz schnell eine Homestory, die ich nicht will.

Das was ich aber sagen kann: Ich arbeite seit ca 10 Jahren im Großen und ganzen als Datenbankspezialist für Marktforschungsunternehmen. In dieser Zeit habe ich das eine oder andere an großen Datensammlungen gesehen und mit ihnen gearbeitet. Selbstverständlich mit Rahmen der Gesetze (Datenschutz, anonymisiert, Nutzungsbedingungen, Double-Opt-In, etc). Ich kann mir also relativ gut vorstellen, was ein Staat mit gesetzmäßig erhobenen Daten der gesammten Bevölkerung anfangen kann - und diese Vorstellung ist ein Alptraum für mich.

Jörg Pfannschmidt

Weil ich durch meinen Werdegang ( Mutter alleinerziehend mit 3 Söhnen) und später einem Stiefvater die gängige Familienrechtspraxis und Situation, wie wir Sie heute in fast jedem 2. Haushalt finden, kenne.

Während meiner aktiven Protestphase als Punk erlebte ich, was es heisst diskriminiert zu werden, verfolgt von rechten Schlägertrupps in der Nacht durch Hildesheim oder Hannover zu rennen mit Panik und Angst um das pure Überleben.

Deshalb wohl erlernte ich später im Bundesstützpunkt für Karate in Alfeld, mich selbst zu verteidigen und auch die Fähigkeit zu besitzen, auch physisch für schwächere, unterlegene Menschen einzustehen, die sich nicht selbst verteidigen konnten.

Heute nennt es jeder ZivilCourage, ich aber nannte es ein mir natürliches Bedürfnis.

Seit meine Tochter auf dieser Welt ist,erkannte ich,es ist wichtig, eine sozialverträgliche, gerechte und friedliche Umwelt zu schaffen und den Kindern später auch so zu hinterlassen.

Das ist mein Motor, und ich denke es ist eine solide Begründung. Nur wenn wir selbst etwas verändern wollen, schaffen wir es auch, Veränderungen herbeizuführen.

Christian Koch

Neben allem was ich erlernt habe, mir beigebracht wurde oder ich selbst erfahren habe, sind hier vier Punkte exemplarisch für mein Handeln als Pirat:

ab 1983 - meine ersten eigenen Heimcomputer
ab 1984 - Weltweite Verbindung per Telefon mit anderen Computern / Nutzern
9. November 1989 - Mauerfall (ich war selber an dem Tag am Brandenburger Tor)
11. September 2001- Anschlag World Trade Center (siehe auch auf meiner Benutzerseite)

Als Resümee kann ich sagen: Ich weiß wie eine Welt aussehen kann; ich muss sie nur noch gestalten.

Peer Kardels

Ich war 1989 als Soldat der Bundeswehr an der innerdeutschen Grenze und erlebte, wie die historische Chance entstand, aus zwei deutschen Staaten, ein neues Deutschland mit einer neuen Verfassung zu formen.

Wie diese historische Chance, die seinerzeit von den DDR-Bürgern "todesmutig" erkämpft wurde, dann von den etablierten Parteien zunichte gemacht wurde, verdeutlichte das diese Parteien bereits zu diesem Zeitpunkt den mächtigen westdeutschen Konzernen viel zu nahe standen.

Meine Mitgliedschaft und Bezirksvorstand-Funktion in der WASG, die von der PDS im Handstreich "feindlich übernommen" wurde, zeigte mir, dass "links" ebenso korrupt ist wie "rechts".

Die etablierten Parteien haben sich von der Bevölkerung abgewandt und stellen inzwischen lediglich eine Interessenvertretung der Konzerne dar.

Es konnte nur dazu kommen, weil diejenigen die unsere Gesetze machen ihren Wählerauftrag missachten. Will man das ändern, muss man in die Lage kommen, diese Gesetze im Sinne der Bürger zu ändern. Also entschloss ich mich dabei intensiv mitzuhelfen.

Helfen werden mir meine Erfahrungen die ich als leitender Dipl.-Ing. im öffentlichen Dienst, bei zwei AKW-Betreibern und später als Kritiker der AKW-Betreiber gesammelt habe.

Aber auch die Erfahrungen bei vielen Auslandstätigkeiten werden mir helfen, denn besonders in Skandinavien konnte ich miterleben, wie einfach es sein kann, Politik im Interesse der Bevölkerung zu machen.

Max Rother

Eine sehr interessante Frage. Ich versuche mal die wichtigsten Punkte zusammenzufassen:

  • als "Nicht-EU"-Ausländer in Niedersachsen aufwachsen (ich komme aus Österreich)
  • erleben der deutschen/niedersächsischen Bildungswelt
  • miterleben, wie sich mit dem Fall der innerdeutschen Grenze sich die Welt schlagartig ändert
  • meine Familie und die Verantwortung die ich als Vater trage
  • beim Aufbau der Piraten mitwirken zu können
  • meine ersten Erfahrungen in der Kommunalpolitik

Heiko Schönemann

  • Vor den Piraten (2009) war ich nicht politisch aktiv. Ich bin demokratisch und sehr frei als Europäer erzogen worden. Somit waren die versuchten Netzsperren (Zensur) der auslösende Punkt, der mit meinem Demokrativerständnis nicht kompatibel ist.
  • Geprägt hat mich das selbstgerechte, arrogante und "fern jeglicher Realitäts-"Verhalten der Politiker. Ich möchte das ändern. Die Wahrheit muss gesagt werden, auch wenn sie vielleicht schwer zu ertragen ist.

Marc Richter

  • am meisten meine Ausbildung im öffentlichen Dienst, da ich hier es eben gelernt habe mit Gesetzen umzugehen und diese auch zu lesen. Weiterhin hat mir die Ausbildung auch Selbstvertrauen gegeben.
  • Meine jetzige Arbeit im Jobcenter in Helmstedt. Ich habe hier mit den unterschiedlichsten Menschen und Problemen zu tun. Dabei lernte ich auch diese Probleme zu lösen und auf verschiedensten Menschen einzugehen.
  • Hinzu kommt auch meine Arbeit im Personalrat und in der Jugendauszubildendenvertretung, wo man auch mit rechtlichen Streitigkeiten zwischen Geschäftsführung und Angestellte/ Auszubildende zu tun hatte.
  • Mein persönliches Interesse an Wirtschaft

Markus Liebs

Geprägt hat mich:


- Mein Elternhaus, bürgerlich, liberal, das Umfeld mit britischen und niederländischen Soldatenkindern

- Der Mannschaftssport Handball, aktiv und als Trainer

- Die Geburt meiner ersten Tochter 1991

- Zivildienst in einer Wohngemeinschaft der Lebenshilfe

- Tschernobyl

- Fußball in einer Mannschaft mit ausschließlich Afghanen

- Die Hafenstraße in Hamburg, St.Paulis Fan-Initiativen gegen Rechts

- Helmut Kohl, der sich an nichts erinnern konnte

- Der Verkauf der Harzwasserwerke des Landes Niedersachsen

- Ein paar Semester Politikwissenschaften und Religionswissenschaften

- Heirat und die Geburt zwei weiterer Töchter

- Die anderen Piraten vom Stammtisch DH


Was hilft mir davon:


Lebenserfahrung im Umgang mit Andersdenkenden aus vielen gesellschaftlichen Schichten und die daraus resultierende Toleranz.

Ich kann mich gut verkaufen, frei reden und Zusammenhänge erkennen und erklären.

Viel Humor, mit einer Prise Zynismus.

Dennis Weitz

Meine politischen Ansichten sind geprägt worden, indem ich selber gespürt habe, was Ungerechtigkeit in unserem Land bedeutet. Mein Vater war Jahrzehnte aktiver Alkoholiker und das hat sich sehr negativ im laufe meiner Jugend ausgewirkt. Gewalt, Armut und Ausgrenzung sind da nur kurze Schlagworte für diese doch lange Zeit. Doch Behörden und Gerichte machten diese Zeit nicht einfacher, stattdessen gab es viele Fehlentscheidungen und eine gewisse "Zuschauermentalität". Doch ich habe Wege gefunden mich aus diesem Sumpf herauszuziehen. Von der Hauptschule mit sehr schlechten Noten zur Fachhochschulreife und einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung als Erzieher habe ich nun mehr Möglichkeiten, mein Leben zu gestalten.

Ich möchte die Möglichkeiten, etwas aus seinem Leben machen zu können, für andere Menschen schaffen. Jeder hat eine Chance verdient und dafür setze ich mich politisch mit aller Kraft ein.

Jochen Lobnig

Erfahrung in der aktiven Politik erlangte ich vor 1980 in der Jungen Union (CDU). Dort betätigte ich mich auf kommunaler Ebene mit Fragen der "Öffentlichen Sicherheit und Ordnung" (/städtische Sicherheitskonzepte). Der Austritt aus der Partei erfolgte aufgrund der immer noch bestehenden "Diktatur der Parteiführung". Die Basis konnte nicht mit entscheiden, Anträge von unten nach oben waren nicht mit Erfolg gekrönt. Daher folgte der Austritt. Seither befand ich mich auf der Suche nach einer basisdemokratischen Vereinigung, die ich nunmehr gefunden habe.

Nicht die Demokratie stirbt sondern ihre Beschützer.

Dieses Lebensmotto, gemeinsam mit 37 Jahren Berufserfahrung als Polizeibeamter in unterschiedlichen Dienststellen und Aufgabengebieten zeigt mir, dass eine Regierung, welche die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land nicht mitnimmt,ihren Aufgaben nicht nachkommt. Die Piraten können das besser. Ich möchte dabei helfen und den Kolleginnen und Kollegen anderer Parteien auf die "Füße treten", damit sie freundlich aber bestimmt wachgerüttelt werden und ihren durch die Bürgerinnen und Bürgern erteilten Aufgaben nachkommen.

Kandidat für NRW

Jason Peper

Sehr stark geprägt hat mich meine Studienzeit in der ich mich sehr intensiv mit Bildungspolitik auseinandergesetzt habe und auch deutlich sah wie wenig Einfluss wir damals - als direkt Betroffene - hatten, selbst bei Uni-internen Entscheidungen. Eine weitere sehr wichtig Erfahrung aus dieser Zeit war es dass es wichtig ist sich für die Probleme Anderer einsetzen zu können und nicht nur für die eigenen. An den Unis ist dies besonders wichtig weil die Studierenden mit der meisten Erfahrung in den höheren Semestern von den meisten Änderungen nicht mehr betroffen sind.

Ebenfalls habe ich gelernt: "Wenn etwas getan werden muss, dann tu es."

Sehr deutlich hat mich die Zensursula-Debatte 2009 geprägt, denn sie hat gleichzeitig gezeigt wie wichtig es ist sich für seine Überzeugungen einzusetzen als auch dass man auf die Weise war erreichen kann.

Eine negative Erfahrung die mich beeinflusst hat waren die "Koalitionsverhandlungen" und Kompromisse im Studierendenrat die dazu geführt haben dass ich Politik nicht weiter aktiv betrieben habe sondern mich eher im Hintergrund und in "kleineren" Projekten engagiert habe.

Einige meiner politischen und persönlichen Überzeugungen werden öfter in Frage gestellt, auch dadurch befinde ich mich teilweise in einer selbstgewählten Außenseiterrolle. Dabei habe ich reichlich Durchhaltevermögen zeigen können/bekommen müssen. Und ich setze meine Überzeugungen auch bei persönlichen Nachteilen konsequent um.

Inwiefern mir diese - und andere - Erfahrungen im Landtag weiterhelfen können kann ich noch nicht abschätzen. Da aber klar ist dass wir wohl gegen scheinbar unüberwindbare Gewohnheiten im Landtag ankämpfen müssen ist Durchhaltevermögen und konsequentes Handeln wohl wichtig.

Jochen Lobnig

Während der Schulzeit bereits in der Schülermitverwaltung langjährig tätig. Letztes Schuljahr als Schulsprecher. Erfahrung in der aktiven Politik erlangte ich vor 1980 in der Jungen Union (CDU). Dort betätigte ich mich auf kommunaler Ebene mit Fragen der "Öffentlichen Sicherheit und Ordnung" (/städtische Sicherheitskonzepte). Der Austritt aus der Partei erfolgte aufgrund der immer noch bestehenden "Diktatur der Parteiführung". Die Basis konnte nicht mit entscheiden, Anträge von unten nach oben waren nicht mit Erfolg gekrönt. Daher folgte der Austritt. Seither befand ich mich auf der Suche nach einer basisdemokratischen Vereinigung, die ich nunmehr gefunden habe. Nicht die Demokratie stirbt sondern ihre Beschützer. Dieses Lebensmotto, gemeinsam mit 37 Jahren Berufserfahrung als Polizeibeamter in unterschiedlichen Dienststellen und Aufgabengebieten zeigt mir, dass eine Regierung, welche die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land nicht mitnimmt,ihren Aufgaben nicht nachkommt. Die Piraten können das besser. Ich möchte dabei helfen und den Kolleginnen und Kollegen anderer Parteien auf die "Füße treten", damit sie freundlich aber bestimmt wachgerüttelt werden und ihren durch die Bürgerinnen und Bürgern erteilten Aufgaben nachkommen.

Steven Maaß

Vorab: Ich bin 31 Jahre alt und sammle jeden Tag neue Lebenserfahrungen. Bisher habe ich eine Ausbildung in einem Unternehmen der Internet-Blase, Zivildienst in einer kirchlichen Einrichtung, Arbeitslosigkeit, eine Anstellung als Vertriebsbeauftragter im IT Bereich und jetzt eine kombinierte Vertriebs- und Consultingstelle inne.

Im Freizeitbereich kann ich eine mehrjährige Vorstandstätigkeit im Verband der Niedersächsichsen Jugendredakteure e.V. (VNJ) und die Gründung des Star Trek Clubs Hannover & Umland vorweisen. Privat bin ich seit 6 Jahren verheiratet und habe noch keine Kinder.

Es ist die Summe aller Erfahrungen in meinem Leben die meine politischen Ansichten seit jeher prägen. Besonders ist vielleicht noch die Zeit im VNJ zu sehen, wo ich wert auf eine politische Neutralität gelegt habe.

Helfen wird mir sicherlich meine aktuelle Arbeitsstelle, wo ich jeden Tag Kunden beraten und unterstützen darf. Es gibt eine wahnsinnig große Bandbreite an unterschiedlichen Menschen. Jeder möchte individuell angesprochen und behandelt werden. Jedes Problem ist wichtig für den Kunden, nicht alle sind es wirklich. Eine Balance zu finden, neben Vertriebsvorgaben und Kundenzufriedenheit, ist eine Aufgabe die ich gut behersche.

Im Landtag wird das Piratenteam (nicht nur ich alleine) "liefern" müssen. Ich bin dazu bereit!

Joshua Brück

Mich haben insbesondere Erfahrungen mit Jobcenter, Versorgnungsämter, die Verwaltung der Stadt Wilhelmshaven, das aufwachsen in einer sozialschwachen Stadt und eine verkorkste Gesundheitspolitik geprägt. Diese Erfahrungen nehme ich auf jedenfall mit in die Landespolitik.

Florian Beyer

Bei der politischen Arbeit werden mir natürlich meine Erfahrungen im Stadtrat und in der Piratenpartei Delmenhorst helfen, aber auch meine allgemeine weltoffene und piratige Einstellung. Besonders wird mir jedoch meine Familie, Freunde und meine Frau helfen, die mich auch politisch geprägt haben. Neben eigentlichen Unterstützung, sind die unterschiedlichen Ansichten und konstruktive Kritiken sehr wichtig im politischen Alltag. Nur wer einen guten Rückhalt hat (nicht nur von Familie, sondern auch von der Partei), kann sich voll und ganz den Herausforderungen stellen.

Phil-Wendland

Ich bin seit meiner Jugend politisch aktiv. Vorzugsweise außerhalb von Parteien in Bürgerinitiativen, NGOs immer wieder gerne als Koordinator von Demonstrationen und basisdemokratischen Kampagnen.

Ich habe ein scharfes Bewusstsein für Klüngel, informelle Eliten, Machtspiele und faule Kompromisse. Für einen Externen kenne ich das Innenleben und die Wiklichkeit von anderen Fraktionen sehr gut.

Geprägt haben mich auch der programmatische Verrat der GRÜNEN, die eine Garantie für AKW Betreiber als Atomkonsens verkauft haben. Prägen tun mich aber auch immer wieder Basisinitiativen von engagierten Bürgern, die unglaublich viel Zeit, Geld und Mut aufbringen, um Proteste zu organisieren (ohne selber in Erscheinung zu treten).

Guido Bautz

Mit der Arbeit im Landtag würde ich "Neuland" betreten, daher glaube ich das mein Wissen mir nicht viel helfen wird. Aber ich bin seit vielen Jahren im "Störungsmanagement" tätig, früher im Außendienst, heute im Innendienst. Dabei habe ich immer dann mit Kunden zu tun wenn gerade etwas nicht so gut läuft. Daher glaube ich das ich mit emotionalen Themen recht gut umgehen kann.

Mirko Klisch

Meine Lebenserfahrungen sind sehr prägend gewesen …und werden Einfluss haben..

  • Aufgewachsen in Berlin damals eine Insel mit vielfälltigen Herausforderungen
  • Soldat auf Zeit – 8 Jahre
  • Erst positive Selbständigkeit und später alles wieder verloren
  • Neuanfang Berufsweg, zweiter Bildungsweg
  • Bis Key Accounter und Verkaufsleiter im LEH bis Einführung Dosenpfand
  • Neuanfang Berufsweg
  • Bis Niederlassungsleiter in der Zeitarbeit – aus sozialen Gründen Aufgabe.
  • Neuanfang
  • Erst Ehrenamtliche Arbeit dann verantwortlicher Angestellter im Kultur – Pool

Ich denke wer meinen Lebensweg hier vom beruflichen Verlauf sieht kann sich vorstellen, dass ich viele Sachen erlebt habe und aus Erfahrung sprechen kann und nicht weil ich jemanden kenne...

Frithjof Schmeer

Ich bin seit 25 Jahren im Beruf. Da macht man eine Menge Erfahrungen. Auch welche, auf die man gern verzichtet hätte... Meine politischen Ansichten sind Bestandteil meiner Persönlichkeit. Daher ist diese Frage sehr schwer zu beantworten. Hierzu müßte ich mich selbst analysieren, was aber unmöglich ist. Zu Selbstkritik bin ich allerdings durchaus fähig.

Marc Herrmann

In der Schulzeit wurde ich sicherlich von der Schulform geprägt. Ich war von 1985 bis 1993 auf der IGS Hannover Roderbruch.

Meine Ehe mit einer Ghanaerin und mein Sohn prägten mich insofern, als dass wir damals gegen die Ausländerbehörde ankämpften, musste, was mich noch heute aufhorchen lässt, wenn es um Behördenwillkür geht. Meine Scheidung Jahre später sensibilisierte mich für das Thema Gleichstellung von Väter in der Gesellschaft und im Familienrecht. Mein Engagement im Kampf gegen Rassismus brauche ich hier eigentlich nicht gesondert zu erwähnen.

Nicht nur mein Leben, sondern auch ein Stück weit meine politischen Ansichten prägten meine drei Auslandeinsätze mit der Bundeswehr im Kosovo. Gerade auch der Einsatz 1999, wo ich zwei Wochen nach Kriegsende auf unterdrückte Kosovaren, verfolgte Roma und verfolgte und getötete Serben traf.

Aber auch Zeiten der Arbeitslosigkeit von bis zu über einem Jahr haben meine politischen Ansichten geprägt, gerade was die Themen Mindestlohn, BGE oder auch Zeitarbeit angehen.

Volker H. Schendel

Ich habe mich entschlossen, nicht alle Fragen zu erörtern. Wer sich ein Bild machen will, sei hierauf verwiesen:

http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Volkerschendel

http://www.vonabisw.de

http://www.piratenpolitik.com

http://www.piratenpolitik.net

LGr. Volker

Kai Orak

Bis zum 25. Lebensjahr habe ich den realen Sozialismus persönlich erlebt und bekämpft (Demonstrationen, Aktionen, Untergrund-Presse). Ich habe mich sehr früh für Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte eingesetzt.

Seit 17 Jahren bin ich ein aktives Mitglied von verschiedenen Schulelternräten (GS, OS, GYM), Mitglied des Vorstandes oder Vorsitzender des Schulelternrates, Mitglied des Schulvorstandes und Mitglied des Schulfördervereins.

In den Jahren 2000, 2001 und 2003 habe ich in Hannover-Ahlem und Davenstedt verschiedene Bürgerinitiativen gegründet, geleitet oder unterstützt. Am 31.12.2007 habe ich, mit vielen anderen, eine Verfassungsklage/Sammelklage gegen das von der Bundesregierung beschlossene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung eingereicht und 2011 Recht bekommen. Persönliche Teilnahme an verschiedenen Landesparteitagen und Bundesparteitagen. Erarbeitung, Einreichung der Anträge für den Bundesparteitag und persönliche Anwesenheit in Offenbach. Regelmäßige Teilnahme an Aktiventreffen, Stammtischen und AGs.

Carsten Schulz

Da gibt es einige. Erst einmal meine Kriegsdienstverweigerung und die folgenden Verfahren. Dann meine aktive Mitgliedschaft in der Friedensbewegung. Ferner mein circa 17-jähriger Auslandsaufenthalt in London, wo ich regelmässigen Kontakt mit Menschen aus weit mehr als 100 Ländern hatte und ein etwas anderes politisches System kennenlernen konnte. Und als letztes, dass ich nach meiner Rückkehr circa 1 jahr lang von Hartz 4 leben und mehrere rechtliche Verfahren gegen das Jobcenter anstrengen musste, um mein Überleben zu sichern....

Ortwin Regel

Darüber, was mich eigentlich politisch geprägt hat, musste ich eine Weile nachdenken. Nach meinen Eltern müssen das wohl hauptsächlich die Romane von Terry Pratchett gewesen sein, und vielleicht ein bisschen Star Trek. Danach kam dann das Internet, und damit lange inhaltliche Diskussionen, auch über politische Themen, mit zunächst völlig fremden Menschen.

In letzter Zeit haben mich (neben den Piraten natürlich) Douglas Adams Ausführungen zum Atheismus, und vor allem meine Ausbildung geprägt. Während meine Schulbildung an einem kirchlichen Gymnasium zwar von hoher Qualität war, habe ich mich bei der Ausbildung unter "normalen" Leuten aber deutlich wohler gefühlt.

In der Ausbildung habe ich dann auch noch mal deutlich meine "Soft Skills" verbessert. Beim Wechsel durch viele verschiedene Abteilung musste ich mit einer Menge verschiedener Menschen klarkommen, und Teamfähigkeit sowie die Fähigkeit zum konstruktiven Problemlösen unter Beweis stellen. Das sind dann wohl auch die Fähigkeiten, die mir im Landtag am meisten helfen würden, neben der handfesten politischen Erfahrung im Stadtrat im letzten halben Jahr.

Heiko Ostendorf

Es war in den 80er Jahren, als mich Altkanzler Helmut Schmidt einerseits mit seiner analytischen Weitsicht, andererseits mit seiner konsequenten Haltung und dem Eintreten für eigene Überzeugungen auch gegen große Widerstände beeindruckte. Umso schändlicher empfand ich den „Verrat“, erst der FDP und dann der eigenen Partei.

Heute denke ich, damals hätte aus mir entweder ein rechtes SPD-Mitglied oder ein linkes CDU-Mitglied werden können. Aber unter solchen „Genossen“ wollte ich nicht sein.

Mit den Erfahrungen von heute relativiert sich natürlich die Grundlage für meinen Eintritt in Junge Union und die CDU. Nach einer etwa fünfjährigen aktiven Zeit ließ mein Engagement frustrationsbedingt nach, mit etwa 30 Jahren verließ ich die Partei im Jahr 1996. Ich glaube immer noch an die Bedeutung von Verlässlichkeit, auch, oder insbesondere im Sinne von Loyalität. Ob sie mir im politischen Alltag helfen wird, kann ich nicht sagen. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie im Alltag hilft – wenn auch mancher Weg dadurch eher steiniger wirkt.

Dirk Hillbrecht

Zur aktiven Politik bin ich 2003 gekommen, als in der EU Softwarepatente legalisiert werden sollten. Ich sah dadurch meine Arbeitsmöglichkeiten als Softwareentwickler im mittelständischen Umfeld massiv bedroht. 2005 konnte eine große Anzahl vernetzter "Graswurzel-Lobbyisten" das Gesetzesvorhaben stoppen. Ich habe gelernt: Man kann etwas bewirken.

Die Änderungen in der Gesellschaft seit 2001 und die immer stärkere Einführung von Überwachungs- und Kontrollmechanismen in die Gesellschaft haben mich zusätzlich zu einem politischen Menschen gemacht. In den 1980er Jahren war die (west-)deutsche Gesellschaft in vielerlei Hinsicht freier als das heute der Fall ist. Ich möchte mich mit diesem Trend nicht abfinden.

Katharina Nocun

Der Mensch ist mehr als die Summe seinere Erfahrungen und doch ist das Erlebte nicht unwesentlich für unsere Art zu denken verantwortlich. Welche Lebenserfahrungen meine politischen Ansichten am meisten prägen will ich anhand einiger Beispiele darstellen:

1. Atomkraft
Ich bin 1986 geboren worden und meine Mutter war mit mir schwanger als Tschernobyl seine Strahlung in feinsten Partikeln über den Ostblock verteilt hat. Wir haben damals in Polen gelebt und in den staatlich kontrollierten Medien hieß es "alles ist in Ordnung und keine Gefahr". Die Läden waren plötzlich voll mit Gemüse, das sonst Mangelware war - weil der Westen es an den Grenzen zurückgeschickt hatte.

Meine Eltern hatten beide Chemie studiert. Sie wussten, dass nichts gut war. Die radioaktive Wolke regnete über Polen ab. Meine Mutter erzählte mir später, sie habe noch nie in ihrem Leben so viel Angst gehabt. Um sich und die Kinder. Währenddessen erzählt man im Fernsehen, alles sei wie immer. Eine Farce und zugleich ein Lehrstück gegen staatlich kontrollierte Medien und für Transparenz.

Diese Geschehnisse haben meine Meinung zu Atomkraft nachhaltig verändert. Neben den hohen steuerfinanzierten Kosten für Zwischen-/Endlager, Transport als Gegenargumente sehe ich noch die menschliche Seite. Hier stehen Menschen und die Zukunft von Generationen auf dem Spiel, die ein Recht auf ein Aufwachsen in einer sauberen Umwelt haben sollten - frei von Angst.

2. Chancengleichheit
Wir sind nach Deutschland ausgewandert als ich drei Jahre alt war und haben die ersten Jahre in einem Asylbewerberheim gelebt. Wir Kinder hatten eine Plastikbadewanne und die Kinder aus der Straße durften nicht mit uns spielen. Später in der Grundschule betrug der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund geschätzte 50%. Immer war jemand in der Klasse, der kein Wort deutsch konnte. Wir hatten nur eine Lehrerin auf 30+ Kinder. Keinen Sozialarbeiter. Wir Kinder mussten uns gegenseitig helfen. Ich ließ immer andere beim Diktat von mir abschreiben und bei den Aufgaben haben wir uns gegenseitig geholfen - war ja sonst keiner da. Oft hat jemand gefehlt, weil er oder sie den Eltern auf dem Amt etwas übersetzen musste. Die Lehrer hatten dafür überhaupt kein Verständnis.

Später haben wir dann Empfehlungen für die weiterführenden Schulen bekommen. Einige meiner Freundinnen wurden für die Realschule vorgeschlagen - trotz Fleiß und guten Noten - weil die Eltern einfache Arbeiter waren und / oder Migrationshintergrund eine Rolle spielte. Das fanden wir ungerecht. Die Freunde bei denen die Eltern sich durchgesetzt haben, haben später erfolgreich studiert - entgegen den Willen und die Erwartung der Lehrer.

Während meiner Schulzeit waren viele meiner Freunde nicht vom Gymnasium und hatten kein Abitur. Einige mussten sich mit HartzIV rumschlagen. Dort habe ich gelernt, wie weit entfernt unser Bildungssystem und auch unser Arbeitsmarkt von Chancengleichheit ist. Ich habe viel von Missbrauch von 1-Euro-Jobbern und Zeitarbeitern gehört. Schlechte Arbeitsbedingungen usw.. Dinge die man nicht in Büchern lesen kann. Weil die Menschen, denen diese Dinge widerfahren sich viel zu selten wehren oder auch machmal gar nicht wehren können.

Bildungspolitik, soziale Gerechtigkeit und Integrationspolitik sind mir daher ein sehr persönliches Anliegen. Ich habe mich später an der Uni aktiv gegen Studiengebühren eingesetzt und wünsche mir gleiche Bildungschancen für alle. Das derzeitige System ist ungerecht und führt dazu, dass Kinder von nicht-Akademikern und Migranten benachteiligt werden, weil die Empfehlungen für die weiterführenden Schulen nicht objektiv sind. Ich bin für das BGE, weil ich es als Ökonomin für machbar und als Mensch für wünschenswert halte. Das Geld, das momentan in einen aufgeblähten Überwachungsapparat bei der ARGE fließt, könnte es Menschen ermöglichen, sich fortzubilden oder einer Beschäftigung nachzugehen, die für die Gesellschaft von Bedeutung ist.

3. Gemeinsam an einem Strang ziehen
Ich engagiere mich seit 2007 intensiv beim AK Vorrat und habe in den letzten zwei Jahren auch bei der Demo-Orga für die Freiheit statt Angst mitgeholfen. Die Demonstration Freiheit statt Angst ist eine jährliche Demo für Grundrechte und gegen Überwachungswahn, an der sich ein breites Spektrum von Gruppen beteiligt. Das Spektrum reicht dabei von den Jungen Liberalen bis zum antikapitalistischen Block. Die Piraten sind jedes Jahr selbstverständlich mit an Bord :)

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist ein Dachverband bei dem viele unterschiedliche Gruppen zusammenkommen, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten - unabhängig von sonstigen Differenzen (siehe Linke und JuLis). Bei der Bündnisarbeit lernt man, Differenzen und eigene Interessen zurückzustecken und stattdessen konstruktiv an einem gemeinsamen Projekt und einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten. Persönliche Anfeindungen oder unkonstruktive Arbeit gehören hier nicht hin. Trotzdem gibt es natürlich immer wieder Befindlichkeiten einzelner Gruppen, die es auszubalancieren gilt, ohne dass sich jemand übergangen fühlt. Ohne einen guten Umgang ist das unmöglich.

Ich habe durch das Engagement in unterschiedlichen Gruppen gelernt, wie wichtig es ist konstruktiv miteinander statt gegen einander zu arbeiten. Es ist wichtig, stets die gemeinsamen Ideale im Kopf zu behalten. Dinge, die Menschen trennen findet man genug, wenn man danach sucht. Politischen Wandel bekommt man aber nur hin, wenn man diese Differenzen für einen Moment auch mal beiseite legen kann um gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Diese Erfahrung kann in einem Landtag von Vorteil sein. Sowohl was die Arbeit mit den Abgeordneten der eigenen Fraktion als auch mit anderen Parteien angeht - beispielsweise wenn man als Oppositionspartei für Projekte Mehrheiten organisieren muss.

Tim Weber

Als Jugendlicher haben mich als Ereignisse Waldsterben und Tschernobyl geprägt. In den 90er Jahren war für mich die Auseinandersetzung mit der direkten Demokratie und mitorganisierte Volksbegehren plus ein Volksentscheid in Bayern wichtig. Ich hatte damals Glück und Menschen kennen gelernt, mit denen wir zusammen einiges bewegen konnten (Einführung des Bürgerentscheids in Bayern).

Für eine evtl. Arbeit im Landtag wäre von Nutzen, dass ich Gesetzentwürfe mitgeschrieben und Gesetzgebungsverfahren begleitet habe (Gespräche, Gutachten). Meine Erfahrungen in Gremien bei Mehr Demokratie e.V., Bewegungsstiftung und im Gemeinderat wären auch hilfreich.

Carsten Bätge

Geboren und aufgewachsen in Wolfenbüttel, hat die Asse mein gesamtes Leben geprägt. Ich habe das Bergwerk in unterschiedlichen Phasen besucht, das erste Mal zur Schulzeit, das letzte Mal vor ca. fünf Jahren. Schon in der Schule habe ich mich mit der verzerrten Darstellung in Statistiken und der gesundheitlichen Risiken beschäftigt. Da ich die Märchen, die damals erzählt wurden, nicht vergessen habe, kann ich umso besser beurteilen, wie auch die Risiken neuer Energiegewinnung statistisch schön geredet werden. Der zweite wichtige Punkt war die Öffnung der Grenze. Hier habe ich das Aufeinanderprallen zweier unterschiedlicher Lebensweisen von Menschen als sehr lehrreich erlebt. Hautnah mitbekommen als Bewohner des Zonenrandgebietes hat mich spätestens die Wandlung der Region auch als Psychologe von der Unvorhersehbarkeit des "Human factors" überzeugt. Helfen bei der politischen Arbeit werden mir diese Erfahrungen sehr stark, der Umgang mit den Menschen - gerade auch mit anderer Meinung - zählt aufgrund meiner Erfahrungen zu meinen Stärken.

Florian Witte

"Die Weisheit eines Menschen mißt man nicht nach seinen Erfahrungen, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen" (George Bernard Shaw)

Ich versuche seit ich denken kann, neue Erfahrungen zu machen. Dies soll auch in Zukunft so weiter gehen.

Welche Erfahrung davon hilfreich gewesen sind?! Alle! Denn all diese Erfahrungen bringen haben dazu geführt, dass ich mich als Listenkanidat zur Verfügung stelle.

Torben Friedrich

Mein Leben als solches.

Meinhart Ramaswamy

Die Erfahrung, dass in den vergangenen Jahren die Politiker anders Reden als Handeln, und das zu verbergen suchen.

Ansonsten das Auf und Ab des Lebens.

Helfen wird mir, dass ich mich nicht Einschüchtern lasse, Ziele vor Augen habe und nach Prinzipien handle. Die Präambel und Charta der Piraten sind da ein guter Leitfaden.

Thomas Gaul

Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am Meisten und welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Landtag am Meisten helfen?


Da ich im Leben schon einiges hinter mir habe lässt sich das nicht so einfach beantworten :)

Geprägt hat mich aber glaube ich meine Tätigkeit im internationalen Bereich. Sowohl bei der praktischen Arbeit als auch die Zusammenarbeit in CEN-Gremien bei der Erstellung von harmonisierten Normen.

Ansonsten natürlich auch die Tiefen, die man im Leben schon erlebt hat.

Natürlich auch das, was man sonst so erfahren und erlebt hat, sei es in Schule, Studium und Beruf als auch im privaten Bereich. Man ist dadurch für viele Dinge sensibilisiert. So auch für die aktuellen Vorgänge die im Bereich Bildung spätestens seit Bologna verschlimmbessert wurden. So z.B. die Verschulung der Universitäten oder das 12 Jahre Abitur.

Constantin Grosch

Als 19-jähriger kann ich natürlich nicht auf solch umfangreichen Erfahrungen zurückgreifen wie andere. Persönlich habe ich aber auf Grund meiner Behinderung schon einige Erfahrungen, im positiven wie auch im negativen gemacht. Das betrifft nicht nur den Umgang mit Personen aller Art, sondern auch das Sozial- und Gesundheitssystem in DE.

Politisch lerne ich fast jeden Tag dazu. Dabei hilft es mir sehr, dass ich hier in Hameln-Pyrmont in einer Mehrheitsgruppe aus SPD + Grünen + Piraten sitze. Da merkt man gerade den extremen Unterschied zwischen Opposition (Stadtrat Hameln) und Mehrheit (Kreistag). Vieles davon würde ich gern ändern und schaffe das auch in kleinen Schritten der SPD und den Grünen beizubringen. Leider gehören zu diesen Erfahrungen auch, wie man in der Politik am Besten taktiert, um etwas als Mehrheit durchzudrücken :(