NDS:Landesparteitag/2012.Aufstellungsversammlung1/Listenkandidaten/Kandidatengrillen/Endlagerfrage

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Frage
Wie stehst Du zur Endlagerfrage in Gorleben?

Falls du dafür bist, erkläre warum? Falls du dagegen bist zeige Alternativen auf und erkläre warum diese besser sind.

Housetier84 13:22, 5. Mär. 2012 (CET)

Die Kandidaten klicken bitte auf Neue Antwort, es öffnet sich ein neues Fenster, dort geben Sie bitte als Betreff Ihren Namen ein und in die Textbox die Antwort, anschließend unten auf Seite speichern klicken!

Wolfgang Zerulla

Das wir ein Endlager für den produzierten Atommüll brauchen ist klar. Aber Gorleben ist aus mehreren Gründen ungeeignet: z. B. fehlt eine wasserundurchlässige Deckschicht über dem Salzstock und die Probleme mit den Gasvorkommen sind unkalkulierbar.

Überhaupt war die Entscheidung für Gorleben ein Politikum: die CDU/CSU war zwar für die Atomkraft, mochte ihren Stammwählern in Süddeutschland aber das notwendige Endlager nicht zumuten. Also hat Albrecht Gorleben angeboten. Das lag an der damaligen Grenze und interessierte nach Albrechts Meinung sowieso niemanden. Da hatte er aber nicht mit dem Widerstand der Wendländer gerechnet.  ;-)))

Constantin Grosch

Gründe gegen Gorleben gibt es genug und auch Wolfgang hat schon einige aufgezählt.

Interessanter ist die Frage nach der Alternative! Leider habe auch ich nicht aus dem Kelch der Erkenntnis getrunken. Daher schlage ich vor, solche Dinge von wirklichen Experten ausführen zu lassen, die sich mit Geologie usw. auskennen. mMn bewirkt es recht wenig, wenn wir jetzt hier anfangen Standorter zu suchen. Aber vll. haben wir in Zukunft ja die Möglichkeit, den Atommüll ins All zu jagen ;-)

Miles Möller

Ich bin kein Experte für die Frage, was genau bei Endlagern zu beachten ist, welche Standorte usw. geeignet sind.

Leider ist es so, dass wir Endlager brauchen, das können wir jetzt nicht mehr verhindern. Wir sollten sachlich an das Thema herangehen und möglichst neutral versuchen geeignete Orte zu finden.

Die komplette "Ausschreibung" (Anforderungen, Untersuchungen, Messergebnisse usw.) muss vollständig transparent ablaufen. Nur so haben wir eine Chance das Thema wenigstens halbwegs gut über die Bühne zu bekommen.

Hierfür muss die Suche natürlich komplett neu beginnen.

Jürgen Hey

Das Endlager in Gorleben ist nicht machbar. Es ist zu viel Gas und Wasser in den Schacht. Auch gibt es den sogenannten Gorleben-Graben über den Wasser zu den Schacht geführt werden kann. Damit meine ich Oberflächenwasser.

Die Endlagerantwort wird in einen Ton-Standort liegen. Die gibt es in Süddeutschland. Leider mögen das die Landesregierungen der betreffenden Länder nicht.

Volker H. Schendel

Wenn ich die Debatte richtig verstehe, ist der Salzstock objektiv ungeeignet. Wenn dem nicht so sein sollte, würde ich mich darauf zurückziehen, die Basismeinung in Nds. zu vertreten. Warum ich das so penetrant basisdemokratisch abarbeiten würde - das ist das für mich so Reizvolle in dem neuen Politikansatz von uns Piraten - und ich glaube auch, daß das funktionieren würde. Die Grünen sind daran zwar gescheitert - aber damals gab es auch nicht die heutigen Möglichkeiten zur kurzfristigen Befragung der Piraten - z.B. lime survey, LQFB etc.

Das übliche Politikgeschäft ohne Basisdemokratie und Transparenz kenne ich zur Genüge. Und Kungeln ist irgendwann auch nur langweilig.

Ylva Meier

Ich bin mir fast sicher, es wird uns nicht gelingen, die Antwort nach der seit Jahren gesucht wird aus dem Ärmel zu schütteln.
Gorleben kommt als Endlager nicht in Frage. Das es nicht geeignet ist, ist inzwischen mehrfach belegt. Es muss ein neues Endlager gefunden werden. Ich habe dafür keine Patentlösung parat, jede Idee birgt Risiken und muss genau abgewogen werden.
Aufgrund der sich zuspitzenden Situation in Gorleben muss jedoch eine Lösung gefunden werden. Notfalls auch eine Zwischenlösung, etwa mit einem überirdischen und gut überwachbaren Zwischenlager, in dem Vorfälle wie unerwartete Wassereinbrüche usw. ausgeschlossen werden können.
Der Stein der Weisen ist da leider noch nicht erfunden. Sicher ist nur, dass der Atommüll ein Problem ist, das uns noch über viele Generationen erhalten bleiben wird.

Marc Richter

Die Endlagerfrage ist wirklich eine unendliche Geschichte. Zum einen sind, solange wir noch Atommüll haben, Endlager nötig. Doch ob Gorleben hierfür ein geeigneter Ort ist halte ich für strittig. Auch ob die Prüfberichte wirklich glaubhaft sind bezweifle ich zum Teil. Man müsste eine Neuprüfung vornehmen und versuchen, wirklich Neutrale Personen dabei einzubeziehen.

Harald Kibbat

Gorleben ist ungeeignet. Ein alternativer Ansatz steht in unserem Parteiprogramm.

"Die PIRATEN Niedersachsen lehnen eine weitere Erkundung des Salzstockes in Gorleben ab. Wir halten die Erkenntnisse die in den letzten 30 Jahren über den Salzstock gewonnen wurden und die politischen Vorgänge zu dessen Auswahl für ausreichend, um den Salzstock als nicht geeignet und nicht genehmigungsfähig einzustufen.

Wir setzten uns dafür ein, dass nuklearer Müll grundsätzlich so gelagert wird, dass bei Bedarf eine Rückholung erfolgen kann, damit im Falle einer nicht vorhergesehenen oder plötzlich eintretenden Unsicherheit der Lagerstätte das Lager zügig und geordnet geräumt werden kann."

Ich bin für eine ergebnisoffene bundesweite Endlagersuche. Wenn das Endlager dann unter meinem Haus läge und relativ zu Gorleben viel sicherer wäre: So sei es.

Jason Peper

Ich denke das alle unterirdischen Endlager ungeeignet sind. Auch der Begriff Endlager ist meiner Ansicht nach falsch. Wir können den Müll nicht einfach irgendwo einlagern, Deckel drauf und gut is. Es wird wohl darauf hinauslaufen dass der Müll oberirdisch (im Sinne von: Man kommt jederzeit ran, ein paar Meter Untertage sollte drin sein) lagern muss bis die Strahlung weit genug abgeklungen ist.

Joshua Brück

Es gibt genügend Gründe gegen Gorleben und das ein neues Endlager gefunden werden muss ist eigentlich auch klar. Atommüll wird uns noch Jahrhunderte begleiten und solange muss eine sichere Endlagerung auch vorhanden sein. Oberirdische bzw Halboberirdische (wenige Meter unter der Erde) Lagerung ist sicherlich eine mögliche Alternative, sie bietet bei Bedarf die schnellstmögliche Rückholung, sollte aufgrund unvorhergesehenen Probleme es nötig sein das Lager zu räumen.

Lars Zimmermann

Ich habe dazu nur Halbwissen und bin in diesem Thema noch nicht wirklich drin. Dennoch denke ich, dass wir grade in solchen Dingen basisdemokratisch vorgehen sollten und das anpeilen sollten, was die Basis möchte. Außerdem transparenz zeigen, um auch das Vertrauen in unsere Arbeit zu erhalten. Dieses Thema wird uns jedoch noch über Jahre hinweg beschäftigen.

Markus Liebs

Ich halte Gorleben und die unterirdische Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen für ungeeignet. Die *Aus dem Auge aus dem Sinn Politik* führt offensichtlich zu Zuständen wie in der Asse. Wir haben diese Abfälle leider produziert und es wird noch eine Menge dazukommen, sie sollten so gelagert werden, das eine permanente Überwachung gewährleistet werden kann. Ein Bunker macht für mich mehr Sinn als ein Bergwerk. Vielleicht können kommende Generationen unseren Müll noch verwerten, die Möglichkeit des Transports finde ich wünschenswert.

Mario Espenschied

In Chemnitz zu habe ich zu Gorleben dieses Positionspapier eingebracht[[1]] und vertreten. Meine Meinung zu Gorleben und Atomenergie im Allgemeinen hat sich seit dem nicht geändert. Was wir machen sollten ist eine ergebnisoffen Endlagersuche, die bundesweit nach nachvollziehbaren und transparenten Kriterien betrieben wird. Nach dieser Suche, sollten mindestens mehrere Standorte erforscht und auf Eignung geprüft sein. Am Schluss muss ein Volksentscheid zwischen mehren Standorten für die nötige Akzeptanz bei allen sorgen.

Ortwin Regel

Ich muss mich da auf das Urteil von Experten verlassen, und die sagen, dass Gorleben ungeeignet ist.

Grundsätzlich habe ich nicht den Eindruck, dass wir technisch aktuell in der Lage sind, etwas zu bauen, das sich guten Gewissens als "Endlager" bezeichnen lässt. Eine "nach mir die Sintflut"-Einlagerung, wie zum Beispiel in der Asse, ist daher unverantwortlich. Eine Rückholmöglichkeit muss immer fest mit eingeplant sein.

Um eine konkrete Alternative zu nennen, fehlt mir aber der Sachverstand.

Aljoscha Rittner

Ich bin klar für eine Endlagersuche.

Ich sehe für Gorleben keine wissenschaftlichen Punkte, die für das Lager sprechen würden. Die Erkundungsarbeiten in Gorleben liefern schon lange keine Punkte für eine dortige Lagerstätte.

Meiner Meinung nach müssen wir aber auch dringend die "wilden" Lager an den zig Standorten in Deutschland auf den Plan stellen. Wir brauchen eine Zwischenlösung mit 100%-iger Rückholbarkeit für die nächsten 100 bis 500 Jahre (Man sieht die Probleme in Asse). Meiner persönlichen Einschätzung nach gibt es nämlich zur Zeit keinerlei Lagerstätte, der man mehrere 10.000 Jahren trauen könnte. Da muss noch einiges an Forschung investiert werden. Bis zu einer Lösung, brauchen wir Zwischenlager, die wir beherrschen.

Max Rother

Salzlagerstätten sind geologisch instabile Konstrukte. Daher gibt es kaum schlechter geeignete Orte, die man sich als Endlager für Atommüll vorstellen kann.

Der beste Ansatz wäre natürlich, gar keinen Atommüll zu produzieren. Da das nicht mehr möglich ist, sollte jeder seine persönliche Marktmacht nutzen und zu einem Stromanbieter wechseln, der keinen Atomstrom in seinem Portfolio hat (ich hege immer noch die Hoffnung, so den Atommüll etwas zu reduzieren).

Dennoch ist bereits eine Menge Atommüll angefallen und fällt weiter an. Für diesen kann es kein "Endlager" geben, denn spätestens mit Fraking kann überall ein Erdbeben ausgelöst werden. Der Atommüll muss geologisch stabil so gelagert werden, dass er jederzeit ohne großen Aufwand umgelagert werden kann. Die Kosten für Lagerung und Umlagerung dürfen nicht dem Steuerzahler aufgebürdet werden sondern müssen von den Atomkonzernen getragen werden.

Roman Grussu

Ich bin gegen das Endlager Gorleben, da ein Salzstock (s. Asse) nicht der geeignete Lagerplatz ist. Dass der Atommüll irgendwo lagern muss, ist klar. Vorübergehend, bis ein Endlager gefunden wird, hat der Atommüll bei den Verursachern zu bleiben.

Christian Koch

Ich finde es gut das die Frage nach einem Endlager neu gestellt wird, und diesmal, mit nach heutigen Erkenntnissen in der Problematik, Bundesweit gesucht wird.

Ich bezweifele aber das es in Niedersachsen oder auch überhaupt in Deutschland eine Akzeptanz für ein wie auch immer geartetes Endlager geben wird.

Heiko Schönemann

Deutschlandweit muss man öffentlich und transparent nach einem oder mehreren möglichen Endlagern suchen. Sowohl Gorleben als auch die Asse scheinen nicht geeignet zu sein.

Oliver Niebuhr

Auch Ich schliesse mich Wolfgang Zerulla da in gänze an. Wir brauchen eine neue Suche in die alle Bundesländer einbezogen werden, die in frage kommende Standorte haben. Völlige Transparenz und Aufklärung der Bürger sind dringend geboten. Die Art und Weise der Entscheidungsfindung in Gorleben darf sich nicht wiederholen.

Klar, auch Ich möchte das Zeug nicht in meinem Wohnort haben. Aber wir haben den Atommüll und irgendwo muss dieser untergebracht werden. Eine weitere Einarbeitung bzw. Auffrischung in dem Thema meinerseits ist zu gegebener Zeit notwendig. Niemand kann sich vor der Verantwortung drücken.

Was aber auch nicht passieren darf: Den Leuten Phrasen um die Ohren werfen wie "... 10.000 Jahre Sicherheit..." - das kann einfach niemand garantieren.

Wenn es Risiken gibt, müssen diese klar benannt werden. Womit wir Menschen am besten umgehen können ist nun mal: Klarheit

Rüdiger Pfeilsticker

Gorleben (und andere End/Zwischenlager) scheint nach einhelliger Meinung als Salzstock ungeeignet zu sein.

Die Schweizer haben nach meinem Kenntnisstand Tunnel im Granit gewählt, umfangreiche Bürgerbeteiligung gewährleistet und führen das Projekt wissenschaftlich begleitet nach hohen Standards durch. Die Schweizer Endlagerlösung ist aber auch sehr sehr viel teurer als die deutsche.

Grundsätzlich muß zunächst ein neues Endlager her, daß ruhig nach schweizer Vorbild gesucht und gebaut werden kann. Das andere technisch heftige Problem wird sein, den Müll aus Gorleben wieder raus zu bekommen (siehe Asse)

Florian Beyer

Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich Gorleben als nicht geeignet für eine Endlagerung radioaktiver Abfälle, da z.B. nicht gewährleistet werden kann, dass hochradioaktive Schadstoffe in das Grundwasser gelangen. Was mich persönlich jedoch am meisten ärgert ist die Tatsache, dass man sich auf Gorleben eingeschossen hat, um so schnell wie möglich diese "unangenehme Sache" vom Tisch zu bekommen, auch wenn man sagt, dass man in ganz Deutschland suche. Diese Suche muss ernst gemeint, aktiv umgesetzt und ggf. auf ganz Europa ausgeweitet werden. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn man sich für ein Endlager entscheiden würde, welches nicht optimal dafür geeignet ist. Der Abfall geht jeden etwas an, und deshalb muss länderübergreifend nach Lösungen gesucht werden.

Torbjörn Bartels

Ich bin gegen das Endlager in Gorleben. Hier in lüneburg sind wir sehr nah drann und bekommen die Problematik hautnah mit. Die Tatsache, dass wir hier massiv mit unsere Salzvergangenheit zu kämpfen haben, zeigt wie ungeignet der Salzstock eigentlich ist. Hier in Lüneburg haben wir ein großese Senkungsgebite, wiel in einen ehemaligen Salzstock Wasser eingedrungen ist. Von befreundeten Physikern habe ich erfahren, dass sei normal. Ein Salzstock geht irgendwann unter. Das alles zeigt, wie ungeignet Gorleben ist.

Die Frage nach der Alternative kann ich allerdings auch nicht beantworten. Wenn ich einen hätte, würde ich sicher irgendwo als Berater arbeiten. Wichtig ist eine Deutschlandweite, ergebnissoffene Suche unter einbezihung von echten experten. Wenn wir was anderes machen wollen als die anderen Parteien, und so habe ich uns Piraten immer gesehen, dann sollten wir hier wirklich gründlich und vernünftig Suchen und nicht mit Schnellschüssen handeln.

Christian Drieling

Die Endlagerfrage ist eher eine globale Frage, als nur eine in Niedersachsen. Derzeit gibt es für mich noch keine vernünftige Lösung.

Jörg Pfannschmidt

Nun, wo auch immer Atommüll gelagert werden sollte oder wird...eines ist klar:

Bei der Findung von diesen "Lagerstätten" muss demokratische Ordnung Einzug halten, es kann nicht sein (nur weil etwas wie damals zu jener Zeit an der "Zonengrenze" liegt), die Entscheidung darüber einfach undemokratisch ohne Überprüfung aller in Betracht kommenden Aspekte per se und per Gesetzgebung durchgewunken wird.

Nun haben wir es, Gorleben liegt nicht mehr an der "Zonengrenze", wir können keine "kommunistischen" Anwohner bestrahlen.....und müssen uns mal überlegen, wohin denn wirklich ?

Als nächstes kommt dann wahrscheinlich eine Region an der Grenze zu Polen, Tschechien oder doch in die Berge zum österreichischen Nachbarn ?

Wie wäre die Grenzregion zu den Niederlanden, oder Frankreich ?

Ihr seht, es gibt keine Alternative als sich ganzheitlich Europaweit zu einem Konsens zu bewegen, der reine Sicherheits-Aspekte der Langzeitlagerung berücksichtigt, und keine vorschnellen Schüsse aus der Hüfte, wenn ich das mal so salopp formulieren darf.

Sachkundige Experten müssen hier vor den politischen, emotionalen Befindlichkeiten den Vorzug finden, und zwar in einem demokratischen, alle mit einbeziehenden Prozess.

Guido Bautz

Da das dort gelagerte Material noch einige Generationen Strahlen wird, halte ich die Suche nach einem Endlager für Utopie. Niemand weiß heute das in 30 Jahren sein wird. Die Behälter sollten so gelagert werden, das sie ohne großen Aufwand jederzeit kontrolliert werden können. Das zukünftige Zwischenlager sollte nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt werden und möglichst breite Zustimmung in der Bevölkerung finden. Ich nehme aber an das jeder Bürger das Zeug möglichst weit weg haben möchte, da schließe ich mich ein.

Steven Maaß

Gorleben ist als Endlager nicht geeignet. Punkt.

Es gibt keine Lagerstätte in Deutschland, Europa, auf der Erde oder im Weltraum, welche über Jahrtausende! eine hohe Sicherheit zur Lagerung des Atommülls gewährleisten kann.

Ich präferiere daher eine dezentrale Lagerung des Atommülls, in speziellen gesicherten teilunterirdischen Komplexen, die eine rückholbare Neuverpackung des Atommülls ermöglichen. Diese dezentrale Lagerung, bei den ehemaligen Atomkraftwerken, verhindert unnötige Transportkosten und damit die punktuelle Belastung eines Gebietes in Deutschland.

Regelmässige transparente Kontrollen müssen die Bürger immer wieder daran erinnern, welche Langzeitfolgen der Einsatz von Atomkraft hat.

Jörg Renziehausen

Gorleben ist als Endlager ungeeignet.Die Suche nach einem Endlager sollte in der ganzen Bundesrepublik erfolgen (auch Bayern).Die Vermeidung von Atommüll sollte an erster Stelle stehen.

Sören Tesch

Nach den bisher bekannten Fakten, ist Gorleben als Endlagerstandort ungeeignet und somit abzulehnen. Eine politische Entscheidung für Gorleben ist nicht der richtige Weg. Es muss nicht nur gesagt werden "Wir suchen jetzt in ganz Deutschland", sondern es muss auch getan werden. Punkt.

Mirko Klisch

Wie soll man diese Frage beantworten. Nein ich bin nicht für die Lösung Endlager ..weil es kein END – Lager gibt ...es ist immer eine Vertagung des Problems ! Das Problem ist aber da und muss gelöst werden … wie … ich habe keine Lösung. Alles ist lediglich eine Verschiebung des Problems eine Lösung wäre für mich die Umwandlung des Stoffes / Materials in Bio Müll.

Phil-Wendland

"Wir können mehr herstellen, als wir uns vorstellen können" (sinngemäß Günther Anders). Das ist für mich das große Problem der Lagerfage. Wir werden nirgends ein sicheres Endlager finden, weil der radioaktive Müll ewig strahlen wird. Uns Menschen ist es aber nicht gegeben, Ewigkeitsprognosen anzustellen.
Es wird auch keine Wissenschaftler geben, die sich einig sein werden, was das beste Endlager wäre. Das hängt auch immer von den (politischen) Anforderungen ab, die man stellt.
Ganz allgemein bin ich für eine rückholbare Lagerung (damit man das Zeug in 300 Jahren vielleicht behandeln kann) und eine unterirdische Lagerung.

Gorleben halte ich für ungeeignet und ich glaube nicht an eine ergebnisoffene Suche, wenn man mit Gorleben schon ein weitgehend erschlossenes "Endlager" hat.

Dirk Hillbrecht

Soll das ein Witz sein? Du willst hier ernsthaft von Listenkandidaten tragfähige Lösungen für Probleme hören, nach denen Heerscharen von Menschen schon seit über 50 Jahren suchen? Sorry, aber so ein Genie bin ich nicht.

Das gesamte Konzept "Atomkraft" fußt auf der Lebenslüge, die damit einhergehenden Risiken seien "beherrschbar". Die Endlagerung von Atommüll ist so ein "beherrschbares Risiko". Tatsächlich weiß niemand, wohin mit dem Mist. Ich auch nicht. Wir sollten nur schnellstens damit aufhören, noch mehr von dem Zeug zu produzieren.

Das Endlager Gorleben ist einstweilen in einem politischen Prozess vom Tisch, ohne dass die Piraten daran beteiligt waren. Ich hielte es nicht für sinnvoll, es zurück auf die Tagesordnung zu holen. Letztlich halte ich die Abschätzung seiner langfristigen Sicherheit für genauso wenig verlässlich wie bei jedem beliebigen anderen potentiellen "Endlager".

Gilbert Oltmanns

Es ist hinlänglich bekannt, das Gorleben definitiv nicht sicher ist.

Und warum soll der atomare Müll hier gelagert werden, wenn er doch zumeist aus Mittel- und Süddeutschland, Europa kommt? Wenn Gorleben 100 % sicher wäre und es keine Alternative gäbe, dann muss es halt sein. Dem ist aber nicht so.

Es gibt genügend andere Standorte, die wesentlich sicherer sind. Und das Argument der Südstaaten, das der Tourismus darunter leidet, kann ja wohl nicht ernst genommen werden.

Des weiteren bin ich der Ansicht, dass die Profiteure (Energiewirtschaft weltweit) eine gehörige Portion zur Lösung beitragen müssten. Die Forschung sollte finanziell ausgestattet werden, um das Problem Endlagerung anderweitig zu lösen. Dies ist nicht nur ein niedersächsisches, sondern ein weltweites Problem. Da müsste die EU und alle Atomstaaten der Welt Forschungsgelder bereitstellen.

Der Focus wird von der bisherigen Politik auf die Endlagerung gelegt.

Der Focus sollte sich auf die Erforschung zur Lösung des Problems verändern.

Torben Friedrich

Ich bin nicht gegen ein Endlager in Gorleben, aber auch nicht dafür. Irgendwo müssen wir den Mist der vorherigen Generationen lassen, dies sollte aber mit größter Sorgfalt für folgende Generationen geplant und vorbereitet werden in Absprache mit allen anderen Nationen die Kernkraftwerke betreiben. Wenn sich danach Gorleben am geeignetsten herausstellt, ist es halt so.

Kai Orak

Gorleben darf nicht als Endlager betrachtet werden, da es absolut ungeeignet dafür ist. Ich bin aber der Meinung, dass die Bundesländer die sich in der Vergangenheit besonders stark für Atomenergie eingesetzt haben (Bayern, Baden-Württenberg, Hessen) in der Pflicht sind ein Endlager in den eigenen Bundesländern vorzuschlagen.

Carsten Bätge

Gorleben als Salzstock ist schon per se genauso unsinnig wie die Asse. Salzstöcke sind nicht einmal als Zwischenlager geeignet. Bei Halbwertzeiten des Müllgemischs von Plutonium 239 (über 20T Jahre) und Uran 238 (4,5Mio Jahre), muss man von Lagerzeiten in einem Endlager von bis zu 20 Halbwertzeiten (also 90Mio Jahren) ausgehen. Wer jetzt noch glaubt, dass es ein echtes Endlager geben kann, sollte sich etwas mehr mit Geologie beschäftigen: Dann dürfte sich nämlich seit der Kreidezeit die Erde nicht mehr verändert haben. Ein Zwischenlager in geologisch besser geigneten Schichten (Ton z.B.) für vielleicht 150 Jahre, mit einfachster Rückholmöglichkeit und dennoch sicher vor Anschlägen und Naturkatastrophen, muss noch gefunden werden. Ich hoffe auf eine Lösung, die den Atommüll endgültig entfernt, beispielsweise sichere Entsorgung in der Sonne. Da der Abtransport mittels Raketen utopische Kosten verursacht und neue Risiken birgt (GAU >1%), kann die Lösung wahrscheinlich nur ballistisch erfolgen - und das wird mindestens 100 Jahre dauern.

Tim Weber

Der Arbeitskreis Endlager hatte m.E. gute Ergebnisse erzielt, wie ein Endlager für radioaktiven Abfall zu suchen sei. Die Schweiz hat einiges von den Ergebnissen übernommen. In Deutschland ist dieser Prozess leider ins Stocken geraten. Zwei Voraussetzungen des AK Endlager fand ich problematisch: 1. Es sollte nur ein Endlager gesucht werden. 2. Der radioaktive Abfall sollte nicht rückholbar sein.

Gorleben kommt nicht mehr in Frage, da die Sicherheit nicht gewährleistet ist und der Ort politisch nicht mehr vermittelbar ist. Käme also noch die Lagerung in Granit, Tonschichten oder die oberirdische Lagerung in Frage. Die Lagerung in Granit oder Ton setzt umfangreiche Untersuchungen voraus. Absolute Sicherheit kann kaum gewährleistet werden. Ich neige deswegen zur oberirdischen Lagerung an drei oder vier Standorten. Die Lasten würden gleichmäßiger verteilt, die Transportwege wären kürzer, die Lagerstätten würden nicht so einfach in Vergessenheit geraten. Diese Gefahr sähe ich bei einer unterirdischen Lagerung, nicht jetzt, aber in 1.000 oder 10.000 Jahren.

Ralf Kleyer

Eine möglicherweise jahrzehntelange dauernde, ergebnisoffene Endlagersuche wird zu keinem Ergebnis führen. Keiner will diesen Müll haben. Das heißt, solange es kein Ergebnis dieser ergebnisoffenen Suche gibt, bleibt alles wie es ist. Eine Lösung für dieses Dilemma habe ich leider auch nicht anzubieten. Konstruktive Vorschläge bitte per E-Mail an mich.

Martin Rieth

  • Es gibt kein Konzept der sicheren Endlagerung
  • Weder Gorleben noch Asse noch sonstwo
    • Ich bin gegen alle Konzepte für Endlager hochradioaktiver Stoffe

Zwischenlager hingegen, die vom Konzept her lagern, bis die Wissenschaft eine Lösung gefunden hat, kann ich mir vorstellen. Ein Zwischenlager hat aber sehr viel kurzfristigere Anforderungen zu erfüllen (ca. 10-50 Jahre)
Gerade am Beispiel Asse, der angeblichen Nicht-Wiederholbarkeit der Abfälle ist nicht vertretbar

  • In meinen Augen kann ein sicheres Konzept zum Umgang mit radioaktiven Stoffen nur die Forschung bieten, die auf den erzwungenen Abbau/Zerfall der hochradioaktiven Stoffe abzielt. Wir müssen Prozesse finden, die auf langjährige Zerfallsprozesse einwirken.
    • Wiederaufbereitung kann hier international helfen hochradioaktives Material zu verringern. Die Forschung muss hier deutlich gefördert werden. Besonders im Hinblick darauf, dass Atomkraftwerke außerhalb Deutschlands noch lange arbeiten werden
  • Endlager für aktivierte und kontaminierte Materialien (ca. 500Jahre) können geprüft und umgesetzt werden

Manche Aspekte sind aber Bundes- und internationale Themen.

Stephan Heinicke

So weit ich weiß, gibt es Weltweit noch kein "echtes" Endlager für Atommüll. Gorleben halte ich nach dem was ich bisher aus den Medien erfahren habe für nicht geeignet. Dies spiegelt jedoch aktuell meine persönliche Meinung wieder die noch durch weitere Informationen untermauert werden müsste. Meine Befürchtung ist, dass niemand in der Lage sein wird eine endgültige Garantie für die Sicherheit eines Endlagers zu geben.

Thomas Sokolowski

Gorleben ist nicht als Endlager geeignet. Ich bin für eine bundesweite Endlagersuche. Gute geologische Bedingungen liegen insbesondere in Süddeutschland vor.

Hannes Amelung

Grundsätzlich kenne ich die Argumente für und gegen das Endlager Gorleben nicht im Detail. Eine erneute Suche halte ich aber in Hinblick auf neue Erkenntnisse für zwingend notwendig. Weiter müssen aber auch Alternativen zur Lagerung in einem Salzstock überprüft werden. Gerade die Vorfälle in der Asse zeigen deutliche Probleme bei der Endlagerung auf. Der Müll sollte meiner Ansicht nach jederzeit rückholbar sein.

Florian Witte

Mein Wissen zum Thema Gorleben habe ich mir im Internet angeeignet. Basierend auf den Informationen bin ich gegen eine Endlagerung in Gorleben, da es als Lagerstätte ungeeignet ist.

(Auszug aus dem NDS-Parteiprogramm: "Die PIRATEN Niedersachsen lehnen eine weitere Erkundung des Salzstockes in Gorleben ab. Wir halten die Erkenntnisse die in den letzten 30 Jahren über den Salzstock gewonnen wurden und die politischen Vorgänge zu dessen Auswahl für ausreichend, um den Salzstock als nicht geeignet und nicht genehmigungsfähig einzustufen.")

Fakt ist, dass niemand den Müll haben möchte. An der Stelle sollte über zwei Dinge nachgedacht werden:

- eine verursachungsgerechte Endlagerung oder

- die möglichst sicherste Endlagerung

Jens Ohme

Aus technischer Sicht kann es kein Endlager geben. Es ist blauäugig zu glauben, das wir die radioaktiven Abfälle des Atomstromwohlstandes der letzten 50 Jahre einfach irgendwo mit dem Mäntelchen des vergessen bedecken können. Die kurzfristige Handhabung geht nur über höchstmöglich kontrollierte Zwischenlager mit wenig Überlandtransporten. Dafür bieten sich leider die alten AKW Standorte teilweise an Das Erbe der AKW- befürworteter wird uns nach dem heutigen Stand der Forschung leider noch einige Generationen erhalten bleiben.

Joachim Jördens

Bei der Genehmigung von Atomkraftwerken musste ein sog. Entsorgungsnachweis erbracht werden. Soweit ich weiß haben alle Gorleben als Entlager angegeben. Uns hat man erzählt Gorleben sei nur ein Erkundungsberwerk.

Somit sind alle AKW`s eigentlich illegal ans Netz gegangen. Ich lasse die Formulierungen jetzt mal weg und sage: Wer uns so verscheißert weiß das es nicht der beste Standort ist, will trotzdem Fakten schaffen und sagt dann: Wenn der Müll schon mal da ist und die Transporte so aufwendig sind lassen wir ihn lieber dort. Vielleicht ist Gorleben der richtige Standort für verantwortungslose Politiker, für Atommüll sicherlich nicht.

Florian Sievert

Unabhängig vom Standort, halte ich es für unmöglich ein "Endlager" zu finden. Die Kriterien, die an ein solches gestellt werden sind für kein Lager über den Zeitraum zu garantieren - vermutlich auf der gesamten Welt nicht. Die Kernenergie hat uns dort ein Problem bescherrt, dass sich nicht innerhalb einer Generation lösen lassen wird. Eine Situation wie im Schacht Konrad mit einer teuren (wenn nicht sogar unmöglichen Rückholung) muss unbedingt vermieden werden. Wir müssen künftigen Generationen die Möglichkeit geben, unsere Lagerungsfragen wieder revidieren zu können.

Oliver Blume

Ich würde mich freuen, wenn wir in Niedersachsen kein Lager hätten. Ich möchte mich aber auch nicht aus der Verantwortung stehlen und es in Drittländer abschieben.

Kay Westphal

Ein Endlager muss leider sein, aber Gorleben ist absolut ungeeignet. Wer Salzstöcke als sicher verkauft, hat u.a. im Unterricht nicht aufgepasst, denn Salz zerfrisst u.a. Metalle (zum Zersetzen der Metalle hat das Salz ausreichend Zeit – ein paar Millionen Jahre), Salzstöcke sind instabil (sieht man an der Entstehung des Arendsees und den Absenkungen in Lüneburg) und im Fall von Gorleben sind u.a. Gasrisiken seit langer Zeit bekannt. Zusätzlich wird Salz durch Strahlung verändert.

Als Endlagerstandort eignen sich tektonisch stabile Orte und davon gibt es viele in Deutschland.

Bei der Endlagersuche sollten wir uns ein Beispiel an der Schweiz nehmen, denn dort erfolgt eine (aus meiner Sicht) transparente, wissenschaftliche Standortsuche mit Bürgerbeteiligung.

Christl Dietrich

Ich bin für eine ergebnisoffene neue Suche im gesamten Bundesgebiet.

Katharina Nocun

Gorleben ist kein Endlager und ist es nie gewesen. Es ist hochgradig unsicher, darunter befnden sich Gasvorkommen und Wasser kann den Standort gefährden. Es ist ein unkalkulierbares Risiko für Anwohner und auch die gesamt Bevölkerung. Denn falls es mal zu einem Zwischenfall kommen sollte wird es schwierig werden den atomaren Müll aus einem desolaten Salzstock zu bergen ohne die Umgebung zu verseuchen.

Eine Alternative sehe ich in einer ergebnisoffenen Suche eines Zwischenlagers das möglichst viel Sicherheit bietet. Absolute Sicherheit gibt es nicht. Es gibt jedoch Standorte, die weniger schlecht geeignet sind um dort hochgefährliche Stoffe zwischenzulagern. Alternativen sollten Wissenschaftler und nicht etwa Politiker bestimmen. Ein Endlager wird es aus meiner Sicht nie geben. Es gibt keinen Ort der für die nächsten paar Tausend Jahre als sicher betrachtet werden könnte.

Eine Suche nach einem neuen Standort sollte objektiv anhand von geologischen und wissenschaftlichen Kriterien vorgenommen werden. In der endgültigen Entscheidung sollte jedoch auch berücksichtigt werden, inwiefern die Anwohner angemessen entschädigt werden können und wie viele Menschen im Umkreis wohnen. Ergebnisoffenheit ist aus meiner Sicht der wichtigste Aspekt einer neuen Suche - die dringend notwendig ist.

Heiko Ostendorf

Als Erstes einmal ist unser Atommüll unsere Angelegenheit, und sollte es auch bleiben. Damit vertrete ich die Ansicht, dass wir uns dieses Problems durch Lagerung in anderen Ländern nicht entledigen dürfen.

Damit wäre der Dreck nun hier.

Ich vertrete die Auffassung, dass wir im gesamten Bundesgebiet ergebnisoffen nach geeigneten Lagerstätten forschen müssen, und dabei die Bevölkerungsdichte auch Berücksichtigung finden muß.

Hier werden wir Piraten noch viel Arbeit und wohl auch Ärger bekommen. Unser Ansatz sieht immer die Einbeziehung der Betroffenen vor. Mir fehlt der Glaube daran, dass sich irgendwo in Deutschland ein geeigneter Landstrich mit Menschen finden wird, die sich dann mehrheitlich ein Endlager im Vorgarten wünschen.

Gorleben scheidet nach meinem aktuellen Kenntisstand als Endlager aus, und wäre ohne politisch gewollte Manipulation auch wohl zu keinem geworden.

Heinrich Schmidt

Ich kenne mich mit Endlagern nur ungenügend aus. Ein solches sollte auf jedenfall möglichst sicher sein, und Atomenergiebefürworter sollten eigentlich auch auf einem solchen Endlager wohnen wollen. Sonst ist das immer ein guter Anhaltspunkt zum zweifeln.

Axel Widiger

Eine seriöse Antwort auf die Endlagerfrage zu finden, wird schlechterdings nicht möglich sein. Es ist jedoch nicht nur eine geologisch-wissenschaftliches Frage, ob es Gorleben oder andere Orte werden sollen, sondern, wie jeder weiß, der sich des Themas annimmt, vorrangig eine politische. Zu Suggerieren, es gäbe grundsätzlich einen für mehrere Zehntausende Jahre sicheren Endlagerplatz, ist ohnehin eine Frechheit und fester Bestandteil der großen Atomlobby-Lüge der letzten Vierzig, Fünfzig Jahre !

Kevin Price

Gorleben ist nach den Berichten ungeeignet. Daher muß weltweit nach alternativen Orten und Verfahren gesucht werden. Die Kosten sind den Verursachern (Energieerzeugern) aufzuerlegen.

Dr. Michael Berndt

Es ist gut, dass die alten Entscheidungsprozesse endlich offengelegt sind. Die Nicht-Eignung als Endlager steht ja wohl inzwischen außer Frage. Was ich gerne in die Diskussion um die Standortsuche für ein Endlager einbringen würde:

Den Versuch, ein geeignetes „Endlager für 100.000 Jahre“ finden zu wollen, finde ich unsinnig. Das ist ein Zeitraum den wir heute unmöglich überblicken, höchstens unter dem Gesichtspunkt geologischer Prozesse etwas einordnen können. Wenn man sich den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt in den letzten 100 Jahren anschaut, kann man nur feststellen, dass heute überhaupt nicht einschätzbar ist, welche technischen Möglichkeiten die Menschen in 100, 200, usw. Jahren haben werden. Die logische Schlussfolgerung ist für mich, dass nicht über ein „End“lager zu entscheiden ist, sondern dass der Atommüll nach dem heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand sicher zu lagern ist (sicherer als in der Asse) und in jedem Fall r ü c k h o l b a r! Ich bin mir sicher, dass in ferner Zukunft der Atommüll sinnvoll genutzt oder unschädlich werden kann.

Heinrich Rode

Ein Endlager wird benötigt. Punkt. Schließlich haben wir die letzten Jahrzehnte diesen radioaktiven Müll produziert. Und irgendwo müssen wir damit hin.

Aber ob es denn unbedingt Gorleben sein muß, kann ich als Nicht-Experte nicht beurteilen. Wenn nicht, muß ein neues Endlager (oder vielleicht sogar ein paar neue) gefunden werden. Dabei muß eine faire und ergebnisoffene Suche vorausgehen.

Jürgen Stemke

Ich halte Gorleben nicht für geeignet.

Ausführlicher bei den AntiAtomPiraten

Olaf Müller

Wie so viele andere hier war ich auch zweimal bei den Anti-Castor-Demos in Gorleben. Dies hatte im wesentlichen drei Gründe:

  • Widerstand gegen Atomkraft als verantwortungslose und hochgefährliche Energiequelle
  • Öffentlicher Hinweis darauf, dass die Endlagerfrage seit Anbeginn des Atomzeitalters ungelöst ist
  • Widerstand gegen die Schaffung von Fakten und eindimensionale Ausrichtung auf den Gorlebener Salzstock als Endlager

Es ist entmutigend, wie wenig sich während der ganzen Zeit geändert hat.

Wir benötigen endlich eine breit aufgestellte Kommission aus unabhängigen(!) Wissenschaftlern, Technikern, Bürgervertretern und Politikern die sich absolut transparent und jederzeit überprüfbar unvoreingenommen innerhalb eines gewissen Zeitrahmens (5-10 Jahre) bundesweit auf die Suche nach dem bestgeeigneten Endlager macht.

Eine Endlagerung wird niemals absolut sicher sein. Es werden Kompromisse eingegangen werden müssen. Die hohe Gefahr dieser Kompromisse läßt daher eine Entscheidung nur zu, wenn ALLE Alternativen dazu abgewogen wurden und die Bürger uber den gesamten Entscheidungsprozess hinweg vollumfassend informiert werden.

Rainer Stieg

Für den vorhandenen Atommüll habe ich keinen Vorschlag, wie er gelagert werden kann. Ich weiß aber, dass Salz sich bewegt, es fließt. Daher ist es gefährlich, dort langfristig solche gefährlichen Dinge zu lagern. Wir sehen das gerade bei der Asse. Niemand kann sagen, dass nicht in 10 oder 2000 Jahren im Boden Veränderungen ablaufen und ein Endlager läuft voll Wasser.......dann haben wir oder unsere Nachkommen ein echtes Problem. Wenn das Wasser bis oben steigt, tritt ein "strahlender Quell" aus dem Gestein. Das kann nie ausgeschlossen werden. Ich weiß nicht, wo das Zeug gelagert werden könnte, ich weiß nur, wo nicht.

Diana Grussu

Gorleben eignet sich nicht als Endlager, daher bin ich dagegen. Bisher wurde noch kein geeignetes Endlager gefunden, insofern kann ich kein alternatives Endlager nennen. Wichtig ist vor allem, nicht noch mehr Müll zu produzieren. Von daher sind mir die geplanten Restlaufzeiten der Atomkraftwerke viel zu hoch. Ich bin für einen kurzfristigen Ausstieg. Es muss deutlich mehr auf regenative Energien gesetzt werden. Ebenso auf Energieumwandlung (Kraft-Wärme-Kopplung). Und schließlich auf Energieeinsparung – zum Beispiel nur noch energieeffiziente Geräte.

Christian Nobis

Diese Frage muss wohl ein Geologe beantworten, jedoch ist es selbst für mich als Laien anhand des Negativbeispieles Asse zu sehen, dass hier in der Vergangenheit zu schnell Fakten geschaffen wurden.

Eine ergebisoffene Endlagersuche ist daher unbedingt notwendig.

Ein Faktum, das nie hätte geschaffen werden dürfen ist eigentlich der Einstieg in die Atomkraft. Den kann keiner mehr rückgängig machen, dafür gilt es möglichst schnell auszusteigen, um nicht mehr Probleme / mehr Müll zu produzieren.

Kine Haasler

Gorleben ist ungeeignet, da gibt es keinerlei Diskussionen für mich (warum? Siehe dazu u. a. einige Artikel von mir: http://www.anti-atom-piraten.de/?s=gorleben).

Wir müssen uns endlich vom Konzept "Endlager" verabschieden und andere Lösungsmöglichkeiten suchen. Der Gedanke, ein für eine Millionen Jahre sicheres Endlager auf dieser Erde finden zu können, ist lediglich eine Illusion, mit welcher wir unser Gewissen vor unseren Nachkommen reinwaschen wollen.

Jan Sicars

Ein Endlager benötigen wir, ob wir wollen oder nicht. Ich bin kein Experte in Geologie halte einen Salzstock jedoch prinzipiell für wenig geeignet. Die Finanzen für ein Endlager sollten meiner Ansicht nach eine untergeordnete Rolle spielen. Eine sichere Verwahrung wäre zum Beispiel:

In einem Autotunnel in den Alpen einen tiefen Quertunnel graben, den Atommüll in ausreichender Tiefe in diesen Tunnel verbringen und mit dem Bohrgestein und Beton verschließen.

Teuer aber sehr sicher im Vergleich zum Salzstock.

Sascha Potrykus

Ich würde mich hier Phil-Wendland und Kine Haasler anschliessen.

Die ergebnissoffene Suche ist allerdings eine Frage des politischen Willens. Da werden die Bundesländer im Süden noch dran zuknabbern haben.

Volker Tschirner

Gorleben ist ungeeignet. Die Erde bewegt sich ständig. Ein Bergwerk scheint mir grundsätzlich nicht die Lösung zu sein.

Hans-Jürgen Fischer

Ich halte den Salzstock in Gorleben für ungeeignet. Siehe Wassereinbrüche in Asse. Auch wenn Norddeutschland ein tektonisch ruhiges Gebiet ist, so sind Erdverschiebung die zu Wassereinbrüchen führen könnten, nicht auszuschließen.

Auch "fracking" im weiteren Umfeld von Salzstöcken könnte denkbarerweise zu solchen Szenarien führen.

Ich würde eine Lagerung in tektonisch ruhigen Lagen, etwa Granitgebirgen (Bayern!), vorziehen. Eine mögliche Ausfuhr des Atommülls in Drittländer, wie beispielsweise Russland oder die Mongolei, sehe ich sehr kritisch!

Joachim Winters

ablehnend, aber auch hilflos, weil schlichtweg vernünftige Konzepte fehlen, und wir alle sind jahrzehntelang in "Sachzwänge" getrieben worden.

Jannik Winkel

Unabhängig davon, ob man für oder Gegen Kernenergie ist, haben wir nun den Müll. Ich bin für die Förderung der Erforschung von Alternativen (was von vielen Atomkraftgegner erstaunlicherweise blockiert wird). Ein Interessantes Konzept _könnte_ z.B. der Rubbiatron sein (google hilft). (fast) Niemand hat gerne Atommüll in seiner Nachbarschaft. Aber wenn keine alternative Entsorgungstechnik gefunden wird, muss das Zeug irgendwo lagern. Die Bewohner jeder Gegend haben in gleichem Maße legitime Gründe, dass es nun ausgerechnet nicht vor der eigenen Haustür sein sollte... Unterm Strich würde ich den Atommüll bis zum Auffinden einer BESSEREN Alternative dort belassen wo er ist.

Thomas Gaul

Da kommt schon wieder der Bauingenieur in mir durch. Geologisch ist nach den mir bekannten Daten Gorleben ein No Go.

Alternativen gäbe es vermutlich (zumindest geologisch) in anderen Bereichen Deutschlands. Eine Prüfung hat nach meiner Kenntnis (die mag falsch sein) noch nicht stattgefunden. Bislang hat wohl nur die Schweiz ein evtl. taugliches Konzept entwickelt. Details dazu habe ich aber nicht mehr in Erinnerung.

Gefährlicher ist das Endlager in Morsleben. Gut, das ist Sachsen-Anhalt. Leider mit einem hohen Einfluß auf Niedersachsen. Grenznah ist schon fast eine Übertreibung. IMHO gehörte hier mal ein wirklicher Untersuchungssausschuß her, der müßte aber im BT angesiedelt sein, denn irgendwie ist da wohl manches nicht so gelaufen, wie es sein sollte.

Andreas Briese

Kein Endlager in Gorleben. *Ironie an* Bis sich ein aktiver Vulkan gefunden hat, der tief genug zum Versenken ist, *Ironie aus* sollte m. E. dezentral zwischengelagert werden, um Risiken zu streuen und gleichzeitig lokale GAU Folgen zu verringern.

Zwischenlager an den Betriebsstandorten der AKW - mit Befristungen, hohen Auflagen und mit einer stringenten behördlichen Überwachung selbstverständlich auf Kosten der Betreiber.

Stefan Schulz

Natürlich ist ein Endlager in Gorleben abzulehnen. Da gibt es natürlich gar keine Diskussion.
Atomenergie ist aber leider nicht mein Fachgebiet. Von daher kann ich nicht so ohne Weiteres eine Alternative aufzeigen.
Die hier öfter genannte Theorie mit dem tiefen Loch in den Alpen klingt aber erstmal plausibel für mich

Martina Hattendorf

Die Leute in der Region Gorleben sind jahrelang verarscht worden. Einzig denkbare Alternative: Neutrale Endlagersuche. Einzige Bedingung: Rückholbar. Siehe auch unter Asse2.

Johannes Rieder

Irgendwo muss gelagert werden, das ist klar. Ich bin jedoch zu wenig Experte und es wird dort zuviel verheimlicht um ein Endlager bestimmen zu können. Das Gorleben ungeeignet scheint, ist schon oft aufgezeigt wurden, aber wo sonst? Und auch: Warum nur ein Endlager? Da sollte man generell sehr offen dran gehen.

Dennis Weitz

Gorleben ist aus fachlicher Sicht völlig unbrauchbar. Nach meinem bisherigen Informationen ist eine überirdische Lagerung von Atommüll in massiven Castoren, die in bewachten Lagerhallen aus Beton gelagert werden sinnvoll. Der Standort muss im dünnbesiedelsten Gebiet Deutschlands errichtet werden um bei einem möglichen Störfall eine möglichst geringe Gefährdung vorhanden ist.

TaktikusArne Langmack

Gorleben wurde nie wissenschaftlich entschieden, wie immer propagiert wurde, sondern politisch. Die CDU in Nds. wollte das Endlager, und der Rest der Republik war schlauer.

Aber selbst die Wissenschaft konnte nie hinreichend und zweifelsfrei nachweisen, daß das Endlager für die gesamte Dauer der Einlagerung sicher ist. Wie auch, niemand kann soweit in die Zukunft sehen und eine Wahrscheinlichkeit von 1:1 000 000 000 000 heißt eben nicht, daß erst so lange Ruhe ist bis dann nach Ablauf der Zeit vielleicht etwas passiert, sondern es kann eben auch heißen, das gleich etwas passiert, und dann ist eben solange Ruhe (Grabesruhe).

Atomkraft ist nicht beherrschbar, und es ist unverantwortlich, den kommenden Generationen soviel Müll und Verantwortung zu hinterlassen, ohne die Betreffenden auch nur zu fragen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Energie ohne so große Risiken zu produzieren (wie sieht denn der Gau in einem Kohlekraftwerk aus, 2 Tage schlechte Luft?), wie man jetzt sieht, nachdem die Kernkraft in Fukushima so schief gegangen ist. Und dabei haben die in Japan mit dem Wind noch unglaublich viel Glück gehabt. Es hätte auch sein können, daß Tokio unbewohnbar geworden wäre. Dann hätten sie dort den Laden Japan zumachen können.

Wer meint, Atomkraft ist eine gute Idee, kann ja mal einen maßstabgerechten Plan der Evakuierungszone aus Japan an eines unserer Kernkraftwerke halten und nachsehen, was wir dann evakuieren dürfen.

Für mich ist Atomkraft Mist.

Friedrich Bohm

Atomkraft funktioniert nur in Planwirtschaften oder Pseudodemokratien und hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun, allein die Haftung ist privatwirtschaftlich nicht zu versichern(alle Gebäudeversicherungen schließen radioaktive Versschmutzung aus). Dementsprechend war Gorleben eine rein politische Entscheidung. Den Müll dezentral an den Kraftwerken zu lagern ist eine gute Idee, zumindest liegt dann nicht alles in Niedersachsen.