Mittelfranken/KV Nürnberg/Kommunalpolitik/Anträge
Anträge für die Mitgliederversammlungen
Inhaltsverzeichnis
- 1 Antrag 1: Wiederherstellung der historischen Ausmalung des Rathaussaals
- 2 Antrag 2: Öffentliche Behandlung der Projekte im Baukunstbeirat
- 3 Antrag 3: Neue Baumstandorte im städtischen Bereich
- 4 Antrag 4: Verbesserung der Pflege städtischen Grünanlagen
- 5 Antrag 5: Restrukturierung des Servicebetriebes Öffentlicher Raum (SÖR)
- 6 Antrag 6: Größere Finanzielle Selbstbestimmung in den Städten und Kommunen
- 7 Antrag 7: Lichtung des Waldes der Verkehrsschilder
- 8 Antrag 8: Dein Antrag
Antrag 1: Wiederherstellung der historischen Ausmalung des Rathaussaals
- Antrags Nr.
- MV 2012.4.1
- Beantragt von
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- Betreff
- Wiederherstellung der historischen Ausmalung des Rathaussaals
- Antrag
- Die Piraten unterstützen die Initiative zur Wiederherstellung des Vorkriegszustandes der Ausmalung des Rathaussaals
- Begründung
Albrecht Dürer ist unbestritten der berühmteste Sohn der Stadt Nürnberg. Obwohl davon auszugehen ist, das Dürer die Ausmalung des Rathaussaals nicht eigenhändig vorgenommen hat, gehört die Gesamtkonzeption der Ausmalung des Saals zu den größten und wichtigsten seiner künstlerischen Werke. Dabei ist nicht nur die künstlerische Qualität herausragend, sondern auch die inhaltliche Botschaft, die zusammen mit dem bedeutenden Humanisten Willibald Pirckheimer konzipiert worden ist. Die Botschaft geht nicht nur mit Ihrem Bildinhalt auf die Nutzung des Saales ein, sondern mahnt darüber hinaus ein ethisch moralisches Verhalten der Ratsherrn und der Regierenden an. Die Ausmalung steht deswegen auch für die herausragende Rolle Nürnbergs als Keimzelle des deutschen Humanismus in der Renaissance.
Die originale Farbfassung ist zwar im Laufe der Jahrhunderte des öfteren ausgebessert und teilweise übermalt worden. Gerade aber die vollständige Restaurierung aus dem Jahr 1904/05 ist sowohl aus konservatorischer als auch fotografischer Sicht bestens dokumentiert. Darüber hinaus gibt es aus dem Jahr 1943/44 eine Fotodokumentation in Farbe, die sämtliche Hauptmotive abbildet. Im Krieg wurde das Innere des Rathaussaals nahezu vollständig zerstört. Das ursprüngliche Wiederaufbaukonzept sah die Wiederherstellung der Dürerausmalung vor. In den 80er Jahren entbrannte jedoch eine Diskussion über die Art und Weise der Ausführung, die zu keinem eindeutigen Ergebnis führte, so das der Rathaussaal bis heute unvollendet geblieben ist.
Durch das Projekt „Zeitreise“, das den Entwurf Dürers mittels Digitaltechnik an die Wand projizierte, wurde dessen Qualität dwieder sinnlich erfahrbar. In der Folge wurde sowohl von Bürgern als auch von Wissenschaftlern die Wiederherstellung der Farbausmalung des Vorkriegszustand gefordert. Falls der Stadt die Finanzierung aus eigenen Mitteln nicht möglich ist, könnten diese auch über private Mittel aus der Bürgerschaft (Fundraising) oder über Sponsoren aufgebracht werden. Die Wiederherstellung wäre ein Zeichen für die Bürger der Stadt Nürnberg, dass Tugenden wie Vernunft und Weisheit im Rathaus gegenwärtig sind.
Antrag 2: Öffentliche Behandlung der Projekte im Baukunstbeirat
- Antrags Nr.
- MV 2012.4.2
- Beantragt von
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- Betreff
- Öffentliche Behandlung der Projekte im Baukunstbeirat
- Antrag
- Die Piraten fordern eine Änderung der Satzung des Baukunstbeirates, so das anstehende Planungen nur mit wichtiger Begründung im nichtöffentlichen Teil behandelt werden.
- Begründung
Seit der Reformierung des Baukunstbeirates hat sich der Beitrag dieses Gremium äußerst positiv auf die Qualität der vorgestellten Planungen ausgewirkt. Auch die Berichterstattung aus den Sitzungen des BKB wurde umfassender und somit ist der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, sich frühzeitig mit jenen Planungen vertraut zu machen, die einen wichtigen Beitrag zum Stadtbild darstellen.
In den letzten Sitzungen ist aber festzustellen, dass immer mehr Bauherren diese Öffentlichkeit scheuen und deshalb ihre Bauvorhaben im nichtöffentlichen Teil behandelt lassen. Aufgrund der Satzung ist dies schon mittels einfacher Beantragung möglich.
Zwar gibt es vereinzelt triftige Gründe ein anstehendes Bauvorhaben nicht öffentlich zu besprechen (z.B. anstehender Grundstückskauf), jedoch treffen diese Gründe auf den größten Teil der Bauvorhaben nicht zu.
Aus diesem Grunde fordern die Piraten die Änderung der Satzung des Baukunstbeirates (§5 Abs. 4) in der Weise, das Bauvorhaben nur aus schwerwiegendem Grunde in den nichtöffentlichen Teil der Sitzungen verlegt werden.
Antrag 3: Neue Baumstandorte im städtischen Bereich
- Antrags Nr.
- MV 2012.4.3
- Beantragt von
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- Betreff
- Neue Baumstandorte im städtischen Bereich
- Antrag
- Die Piratenpartei setzt sich für die Schaffung neuer Baum- und Grünstandorte in städtischen Flächen, Plätzen und Straßen Nürnbergs ein.
- Begründung
Vergleichende Statistiken weisen Nürnberg als die deutsche Großstadt mit dem nahezu geringsten Grünanteil aus. Dies bemerkt man besonders im innerstädtischen Bereich. Es ist unstrittig, dass Straßenbäume als "grüne Lunge", einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und Stadtökologie leisten. Sie funktionieren unter anderem als CO2-Absorbierer, Feinstaubbinder, Sauerstofflieferanten, Schattenspender, Lärmschlucker und gestalterisches Element.
Trotzdem werden immer weniger Neupflanzungen oder auch Ersatzpflanzungen durch die städtischen Dienststellen vorgenommen. Die Piratenpartei fordert dieses erkante Defizit aktiv anzugehen, und mehr Haushaltsmittel für die Schaffung neuer Grünstandorte zur Verfügung stellen.
Antrag 4: Verbesserung der Pflege städtischen Grünanlagen
- Antrags Nr.
- MV 2012.4.4
- Beantragt von
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- Betreff
- Verbesserung der Pflege städtischen Grünanlagen
- Antrag
- Die Piraten fordern eine bessere Pflege der städtischen Grünanlagen.
- Begründung
Die städtischen Grünanlagen sind überwiegend in einem unbefriedigendem Zustand und geben einen vernachlässigten Eindruck ab. So gibt es im Nürnberger Stadtpark eine Ansammlung von Bauzäunen, die vernachlässigte Bereiche des Parks abtrennen, im Bürgermeistergarten existiert als bodendeckende Bepflanzung hauptsächlich nur Efeu, und wichtige Anlagen an der Pegnitz wie der Nägeleinsplatz werden seit Jahren nicht mehr mit Pflanzen angelegt. Selbst Parkbänke werden hier nicht mehr repariert, sondern entfernt.
Laut städtischen Angaben steht für die Pflegemaßnahmen der Grünanlagen nur ein Betrag von 400.000 Euro zur Verfügung. Die Grünanlagen über Jahre zu vernachlässigen und dann mit aufwendigen und teuren Maßnahmen komplett zu sanieren, um diese Neuanlage dann erneut wieder zu vernachlässigen, ist keine nachhaltige Pflege.
Die Piraten fordern, diesen Betrag für die Pflegemaßnahmen der Grünanlagen zu erhöhen, damit eine kontinuierliche, nachhaltige Pflege der Gärten und Parks ausgeführt werden kann.
Falls dies aus finanzieller Sicht nicht einzurichten ist, sollte die Verwaltung prüfen, in wieweit (alternative Methoden der Grünflächenpflege wie die Einbindung des bürgerliches Engagement umgesetzt werden können, um z.B. mittels Patenschaften und „Urban Gardening“ die öffentlichen Grünanlagen unter Anleitung von städtischen Gärtnern in einen besseren Zustand zu versetzten.
Antrag 5: Restrukturierung des Servicebetriebes Öffentlicher Raum (SÖR)
- Antrags Nr.
- MV 2012.4.5
- Beantragt von
- {{{Antragsteller}}}
- Betreff
- Restrukturierung des Servicebetriebes Öffentlicher Raum (SÖR)
- Antrag
- Die Piraten setzen sich für eine Restrukturierung des städtischen Servicebetriebes Öffentlicher Raum (SÖR) ein.
- Begründung
Seit der Zusammenlegung von mehreren städtischen Einrichtungen (Tiefbauamt, Grünflächenamt, Straßenreinigung u.a.) 2009 zum Servicebetrieb Öffentlicher Raum ist ersichtlich, dass die beauftragten Aufgaben nur zeitlich verzögert, unvollständig und damit letzten Endes ineffizient ausgeführt werden.
Dies wird überall dort deutlich, wo die Bürger direkt betroffen sind, z.B. in der Straßenreinigung, der Grünflächenpflege in öffentlichen Grünanlagen und Parks, und im Winterräumdienst der Hauptverkehrsstraßen.
Da sich auch die Ziele der Reform wie die erhofften personellen Einsparungen nicht erfüllt haben, gibt es keinen ersichtlichen Grund, an dieser Idee eines übergreifenden "Superamtes" festzuhalten. Die Nürnberger Piratenpartei fordert deswegen eine umgehende Restrukturierung von SÖR mit der Aufteilung in die ursprünglichen Verwaltungseinheiten.
Diese kleineren Ämter können sich besser auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und sind leichter zu steuern, als ein riesiger Verwaltungsapparat, der sich mehr mit internen Angelegenheiten beschäftigt, als sich auf die eigentlichen Aufgaben, die Dienstleistungen für den Bürger zu konzentrieren.
Antrag 6: Größere Finanzielle Selbstbestimmung in den Städten und Kommunen
- Antrags Nr.
- MV 2012.4.6
- Beantragt von
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- Betreff
- Größere Finanzielle Selbstbestimmung in den Städten und Kommunen
- Antrag
- Die Piraten fordern eine größere finanzielle Selbstbestimmung in den Städten und Kommunen, um bei Bürgerentscheiden auch über die Finanzierung von Großprojekten und deren steuerliche Auswirkung auf die Bürger abstimmen zu können.
- Begründung
Um Bürgerentscheide auf eine breite und transparente Basis zu stellen, ist es sinnvoll diese nicht nur als reine Sachfrage zu stellen, sondern zugleich die direkten finanziellen Auswirkungen mit darzustellen und mit abzustimmen zu lassen. Dazu ist es notwendig, das Städte und Kommunen mehr finanzielle Selbstbestimmung erhalten, um diese Kosten und Einsparungen direkt an die eigenen Bürger weitergeben zu können.
Hierzu ist eine weitgreifende Gemeindefinanzreform notwendig. Wie in anderen Ländern (z.B. Schweiz) könnte in Zukunft der kommunale Haushalt in Teilen aus Bundes-, Landes- und Eigenmitteln zusammengesetzt werden. Der Eigenanteil kann dann direkt von der Stadtverwaltung als Steuer und Abgabe festgesetzt werden.
Städtische Großprojekte, wie z.B. der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellweges in Nürnberg, können dann vom Bürger nach Kenntnis der tatsächlichen Kosten und Nutzen (ökologisch,sozial, finanzielle Folgen für städt. Haushalt und die direkte Steuerbelastung) diskutiert und beurteilt werden. Im Falle eines Bürgerentscheides wäre der Bürger weitgehend informiert, so dass er wirklich in seinem Sinne urteilen und abstimmen kann.
Antrag 7: Lichtung des Waldes der Verkehrsschilder
- Antrags Nr.
- MV 2012.4.6
- Beantragt von
- {{{Antragsteller}}}
- Betreff
- Lichtung des Waldes der Verkehrsschilder
- Antrag
- Die Piraten fordern eine Überprüfung, Eindämmung und Reduzierung der unnötig anwachsenden Verkehrsbeschilderung im Stadtgebiet.
- Begründung
In den letzten zwei Jahren ist im ganzen Stadtgebiet ein Austausch der Verkehrsschilder mit neueren Typen und eine erhöhte Beschilderung vor allem in der Altstadt zu beobachten.
Das Bundesverkehrsministerium hat zwar 2009 eine Änderung der Beschilderungstypen beschlossen, im Nachgang hat Herr Ramsauer aber noch einmal klargestellt, dass die bestehenden Schilder noch weiter ihre Gültigkeit behalten.
Die Piraten fordern, die Verwaltung möge diesen Sachverhalt prüfen, um weitere Ausgaben durch eine unnötigen Austausch der Beschilderung zu vermeiden. Des weiteren möge die Verwaltung die tatsächliche Notwendigkeit des ausufernden Schilderwaldes, vor allem in Bezug der Einbahnstraßenregelungen und der Fahrradwege prüfen, und die Beschilderung zu minimieren.
Antrag 8: Dein Antrag
- Antrags Nr.
- MV 2012.4.8
- Beantragt von
- {{{Antragsteller}}}
- Betreff
- dein Thema
- Antrag
- dein Antrag
- Begründung
deine Begründung