Liquid Democracy
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Dieser Artikel ist keine offizielle Aussage der Piratenpartei; die Idee ist von Benutzer:Dwt Wenn du meinst diese Idee erweitern zu können, tu es. Diskutiert ihr zu mehreren an der Idee, könnt ihr auch die Vorlage:Diskussion setzen. |
Eines der wichtigsten Ziele für die Piratenpartei ist das wir die Ziele der Partei klarstellen. Neben groben Zielen wie Filesharing, Privatsphäre und Transparenz haben wir bisher noch wenig ausformuliert.
Um aber positiv zu Arbeiten brauchen wir echte richtungsweisende Konzepte - und einem davon haben wir (der LV Berlin Brandenburg) den Namen 'Liquid Democracy' gegeben. Diese Seite soll die zentrale Koordinierungsseite für die Diskussion über dieses Thema werden.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Jeder Teilnehmer kann zu jedem Zeitpunkt für sich selbst entscheiden wo auf dem Kontinuum zwischen repräsentativer und direkter Demokratie er sich aufhalten möchte. Jederzeit. Das bedeutet das ich als Teilnehmer beispielsweise sagen kann: Für Steuerrecht möchte ich gerne durch die SPD, für Umweltpolitik durch die Grünen und für die Schulpolitik durch Herrn Sarrazin (wirklich?) vertreten werden. Für die Entscheidung über das neue Hochschul-Zulassungsgesetzt an den Universitäten möchte ich aber selber abstimmen.
Dieses Mix-Prinzip ist entscheidend, da man sich nicht mehr für ein Bündel von Prinzipien entscheiden muss, wie es beispielsweise eine Partei bietet, sondern man sich je nach Thema die Experten aussuchen kann denen man vertraut - oder selbst entscheiden kann.
Dabei ist essenziell, dass man diese "Stimmvergabeentscheidung" jederzeit ändern kann.
Umsetzung
Ok, wie wollen wir das in der Piratenpartei umsetzen?
- Zuerst wollen wir das Proxy-Prinzip für unsere internen Entscheidungen einführen. Das heißt, das jedes Mitglied berechtigt ist zu einem Thema selbst zu entscheiden oder seine Stimme an jemand anderes abzugeben wenn er selbst nicht erscheinen kann. Diese Vertrauenspersonen können ihre gewichtigere Stimme dann wieder weitergeben etc. Damit wollen wir Erfahrung sammeln wie Liquid Democracy funktioniert wobei allerdings der Kontext klein genug ist, dass wir experimentieren können, ohne das ganze gleich in eine Software gießen zu müssen.
- Schritt zwei ist die Verankerung der Liquid Democracy in den Grundsätzen der Piratenpartei.
- Schritt drei wäre ein Testlauf auf einem Piraten Parteitag (vor allem interessant für die die nicht kommen können).
- Daran anschließend (und vorrausgesetzt das der Versuch ein Erfrolg war) kommt dann die Evaluierung von Softwarelösungen um das zu unterstützen. Dabei graußt es mir aber noch vor dem Problemen die dieser Schritt mit sich bringt. Naja, mal schaun.
Ziel
Ziel des ganzen ist einerseits das Lobbywesen in seinen Grundfesten anzugreifen, und andererseits die anderen Parteien unter moralischen Druck zu setzen, wieso sie so etwas nicht anbieten - schließlich ist jeder Wähler in irgend einer Hinsicht mit seiner gewählten Partei unglücklich. Ausserdem sind wir der Meinung das so ein System ein echter Grund ist die Piratenpartei zu wählen, schließlich 'verliert' man so seine Stimme nicht, sondern kann selbst abstimmen - wenn man das möchte.
Auf jeden fall müssen wir diese Ideen sorgfältig ausformulieren, schließlich sind wir nicht nur für Datenschutz und Datensparsamkeit, sondern auch gegen die nahezu dilettantischen Fehler, die bei der Implementierung von Wahlcomputern gemacht wurden. Die wollen wir nicht wiederholen. Elektronische Demokratie darf nicht 'zentrale Wahl-Manipulation' bedeuten.
Ausarbeitung
- Die Maßgeschneiderte Demokratie
- Rationalia
- Deliberative Demokratie
- Liquid Democracy: When, not if, Liquid Democracy Definition (Wikipedia)
- Einführung in die Kryptographischen Algorithmen die eine Online Wahl sicherstellen können
- SK-Prinzip (Abstimmungsprinzip für kleine Gruppen)
- The Wisdom of Crowds als versuch zu erklären wieso so ein Systeem besser Funktionieren kann als bestehenden demokratische Strukturen
Probleme
- Geht nur mit zentraler Registratur wer was wann wo gewählt hat. (Datensparsamkeit?)
- Leidet ganz extrem unter dem Banzhaf-Paradox (Unterschied zwischen nomineller und reeller Stimmkraft): Markus Schulze auf der Electorama-Mailinglist dazu