LiquidFeedback/Themendiskussion/89
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Version vom 16. August 2010, 06:35 Uhr von Wiskyhotel (Diskussion | Beiträge) (Kategorie:LiquidFeedback)
Der Antrag muss natürlich noch ausgearbeitet werden, es gab auch Anträge für den BPT die sich mit dem Thema beschäftigen aber dort bisher nicht abgestimmt wurden.
Danke für die zahlreichen Anregungen, die hier diskutiert werden können:
- Die Liste mit den nötigen Änderungen ist nur eine Auflistung von Beispielen, damit klar ist was eine vollständige Trennung von Kirche und Staat in etwa bewirken würde. Diese würde ich nicht alle im Detail in einen richtigen Antrag schreiben wollen, sie dienen eher der Veranschaulichung.
- Dennoch wäre eine vollständige Liste der betroffenen Änderungen zu Informationszwecken erforderlich, nicht jeder ist mit diesem Thema so vertraut, die Entscheidung der Annahme und Ablehnung würde leichter fallen Miriam
- Hinweis auf überpositives Recht: Philosophische Frage... Bezug auf Menschen und Menschenrechte und ethische Werte selbst muss wahrscheinlich leider genügen, alles andere ist reine Spekulation und ziemlich beliebig, "Gott" als Platzhalter jedoch meist von den bekannten Religionen vorbesetzt und nicht als absolute Wahrheit anzusehen.
- Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre: Warum gibt es an keiner deutschen Uni ein Institut für Regentanz oder Wünschelruten? Es geht darum, dass der Staat diese Fakultäten finanziert, was jemand oder eine Organisation privat "erforschen" möchte spielt natürlich keine Rolle. Natürlich kann auch an Universitäten weiter an Religion und Glaube geforscht werden, nur eben vom direkten Einfluss der Kirchen getrennt, was die einzelnen Professoren, Studenten und sonstigen Mitarbeiter machen können diese selbst entscheiden.
- Regentanz rituelle Tänze wäre Völkerkunde und Geschichte, Wünschelruten - Paraspsychologie, Religionswissenschaften sind von allgemeinen Interesse, die meisten Kritiker stammten hieraus. Den Einfluss kann man anhand derer, die die Vorlesung führen, nicht ausschließen. Wenn es dir um den direkten Einfluss geht, dann bitte konkret formulieren.Miriam
- Rundfunkräte ... Vertreter Bürgerlicher Interessenverbände: Eine solche Teilnahme von Kirchen und anderen Gruppen ist natürlich möglich, jedoch ohne die derzeitigen Privilegien.
- Kein striktes Verbot religiöser Symbole in öffentlichen Gebäuden: Personen sind nicht gemeint, nur die Einrichtungen selbst, wer meint ein Kreuz, Kopftuch, Gottlos-Glücklich-Button tragen zu müssen kann das natürlich tun, das ist Privatsache.
- Kirchensteuer durch "Sozialbeitrag" in halber Höhe ersetzen: Die Kirchen können natürlich einen Mitgliedsbeitrag erheben, die müssten sie in einem säkularen Staat auch machen, da sie Bischöfe, Priester usw. bezahlen müssten (die katholische Kirche könnte auch den Vatikan anpumpen, was der aber eher nicht mitmacht). Bisher geben die Kirchen nur knapp 5% für soziale Einrichtungen aus, tun aber so als würden z.B. ihre Flaggschiffe Diakonie und Caritas (mit die größten Arbeitgeber überhaupt im Land) von ihnen selbst finanziert, dort liegt der kirchliche Anteil z.B. soweit ich weiß aber nur bei 1,8%.
- Ethik- statt Religionsunterricht: Ethik-Unterricht gibt es eigentlich überall schon, dieser könnte dann verpflichtend gemacht werden. Religionsunterricht der von den Kirchen direkt finanziert wird und an Schulen als unbenotetes Wahlfach angeboten wird müsste so gelegt werden, dass denen die ihn nicht wählen keine Hohlstunden entstehen, außerdem müsste man sich aktiv anmelden und wäre nicht je nach Religionszugehörigkeit standardmäßig dort eingeschrieben.
- einfacher: verpflichtender Ethikunterricht, Religionsunterricht außerschulisch mit Angebot, diesen im Schulwesen nach Unterricht abzuhalten.Miriam
- Feiertage: Die Feiertage könnten so beibehalten werden und formal umbenannt werden, da das wohl einfach die unkomplizierteste Lösung ist und sich niemand umstellen müsste.
- Mit den Feiertagen sind viele Volksbräuche und Volksfeste verbunden, diese gehen nicht immer nur auf die ihr zugeordnete Religion zurück, daher benötigt man keine Umbenennung der Feiertage. Miriam 20:23, 15. Aug. 2010 (CEST)