LQPP/Fragen
Empfänger: Piratenpartei Deutschland Kontonr.: 7006 027 900 BLZ: 430 609 67 Bank: GLS Gemeinschaftsbank Verwendungszweck: Spende von Name, Vorname, PI, LQFB Bei Piraten ist PI die Mitgliedsnummer, bei nicht Piraten empfiehlt sich die Adresse.
Bitte schau vor dem Fragen auch nochmal in das umfangreiche Liquid Feedback FAQ ob Deine Frage vielleicht schon dort beantwortet wurde.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Frage: Welche Anforderungen (und Fragen) zur Ausarbeitung der Nutzungsbedingungen werden gestellt?
- 2 Frage: Speicherung in alle Ewigkeit ?
- 3 Frage: Risiko von Globaldelegationen
- 4 Frage: Wie werden die Einstellungen in Bezug auf Sichtbarkeit von Daten ohne Anmeldung sein?
- 5 Frage: Wird die API erreichbar sein?
- 6 Frage: Verlorengegangene Anmeldedaten?
- 7 Frage: Deine Frage hier kurz?
Frage: Welche Anforderungen (und Fragen) zur Ausarbeitung der Nutzungsbedingungen werden gestellt?
Wenn ich der Rechtsabteilung meiner Firma oder auch unserem Datenschutzbeauftragten (extern) einen Vertrag oder auch Nutzungsbedinungen für unsere Firmenseiten ausarbeiten lassen will - dann muss ich dem Anforderungen stellen.
- Was will ich machen/erreichen
- Was davon kann ich wie erreichen
- Was davon ist nicht oder nur unter großen Risiken möglich
Welche Anforderungen (und Fragen) zur Ausarbeitung der Nutzungsbedingungen werden gestellt?
Antwort
Unser Ziel ist, dass LiquidFeedback möglichst transparent das Meinungsbild der Mitglieder abbildet, was erfordert, dass die Prozesse, die im System stattfinden und vor allem die Abstimmung möglichst dauerhaft nachvollziehbar sind.
Dabei wollen wir neben den hohen Transparenzansprüchen an das System, einen möglichst hohen Datenschutz und Persönlichkeitsschutz für die Mitglieder bieten.
Dies wollen wir dadurch erreichen, dass alle Prozesse, die im System stattfinden dauerhaft gespeichert und öffentlich einsehbar sind, während die Nutzer die Möglichkeit haben ein Pseudonym zu nutzen und umfangreich über Risiken, Systemsicherungsmaßnahmen und Speicherung von Daten sowie Speicherungszweck aufgeklärt werden. Dabei soll sicher gestellt werden, dass möglichst niemand das Pseudonym einzelnen Nutzern zuordnen kann, wenn der Nutzer dies nicht selber preisgibt. Um dies zu gewährleisten, soll unter anderem eine Clearingstelle eingerichtet werden. Die genauen Prozesse diesbezüglich werden hier ausgearbeitet und beschrieben: http://wiki.piratenpartei.de/LQPP/Betriebsdoku
Um eine umfangreiche Aufklärung der Nutzer sicherzustellen, wurde die Kanzlei dazu beauftragt, die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung ohne Schönfärberei so auszuarbeiten, dass diese datenschutzrechtskonform und für jeden Nutzer transparent und klar verständlich sind. Dabei wurde klargestellt, dass wir unter der Maßgabe der Transparenz des Systems einen maximalen Datenschutz für die Nutzer wollen.
Eine anonyme Nutzung ist dabei nicht möglich, da sichergestellt werden muss, dass das System nur von Piraten genutzt wird und entsprechend eine Möglichkeit bestehen muss, dass Accounts beim Austritt gelöscht werden.
Frage: Speicherung in alle Ewigkeit ?
Aus der Antwort kann man herauslesen, das weiterhin beabsichtigt ist, Daten im System niemals zu löschen. Ist das korrekt? ValiDOM
Antwort
Im Moment ist geplant die Daten nicht zu löschen, um das System möglichst transparent zu gestalten und nachvollziehbare Meinungsbilder zu erhalten. Es wird aber über eine Sperrung der Daten nach einer bestimmten Zeit nachgedacht.
- Wo/Wie kann man sich in dieses Nachdenken einbringen? ValiDOM
- Du kannst Dich an christopher.lauer@piratenpartei.de mit Deinen Vorschlägen wenden.--Christopher Lauer 12:55, 23. Jun. 2010 (CEST)
- Danke, das werde ich auch tun. Aber: haben wir sonst nicht eigentlich offene Diskussionsprozesse? Gibt es keine Gruppe, die das LQFB für den Bundesverband voranbringt? Ich habe hier einige bayr. Piraten die sich da gern einbringen würden. Oder sind Diskussionen unerwünscht? :D ValiDOM
- Die Entwickler und ich stehen mit einigen Mitgliedern des Landesverbandes Bayern in Kontakt, die ihr Interesse bekundet haben an LF mitzuarbeiten. Wir haben offene Diskussionsprozesse, Du kannst Dich jederzeit an alle Beteiligten wenden und einbringen. Allerdings werden nicht mehr Grundlegende Voraussetzungen, um Liquid Feedback zu betreiben geändert werden. Das Team um Alexander Morlang, das sich grade mit der Realisierung von LF auf Bundesebene beschäftigt, arbeitet momentan auf hochturen, um den vom Bundesparteitag gesetzten Termin am 15.7. einzuhalten. --Commodore 13:38, 23. Jun. 2010 (CEST)
- Danke, das werde ich auch tun. Aber: haben wir sonst nicht eigentlich offene Diskussionsprozesse? Gibt es keine Gruppe, die das LQFB für den Bundesverband voranbringt? Ich habe hier einige bayr. Piraten die sich da gern einbringen würden. Oder sind Diskussionen unerwünscht? :D ValiDOM
- Du kannst Dich an christopher.lauer@piratenpartei.de mit Deinen Vorschlägen wenden.--Christopher Lauer 12:55, 23. Jun. 2010 (CEST)
Frage: Risiko von Globaldelegationen
Verstehe ich das korrekt, das man durch eine einmalige Aktion die eigene Stimme global/dauerhaft an einen anderen delegieren kann? Wenn ja: Widerspricht dieses "fire and forget" nicht dem Prinzip, das man "mitmachen" soll und und wie werden die Risiken einer solchen "Blankovollmacht" vermieden? tarzun
Antwort
Bitte schau in das bereits bestehende FAQ und überprüfe, ob Deine Frage dadurch geklärt werden konnte.
- Tut es leider nicht. Ich sehe dort nicht, das Variante "Account anlegen, Globaldelegation vergeben und LQFB dann nie wieder anfassen" ausgeschlossen ist. Ich halte es aber für, hm, ungeschickt, wenn man es erlaubt, das man sich nach einer initialen Einrichtung "für immer" ausklinken kann. Ist Ziel von LQFB nicht auch eine *aktive* Teilnahme? tarzun 17:02, 24. Jun. 2010 (CEST)
- Ziel von LiquidFeedback ist, eine aktive Teilnahme zu ermöglichen, nicht aber diese zu erzwingen. So ist es möglich eine Globaldelegation zu vergeben, und sich dann nicht mehr zu beteiligen, wobei diese "Blankovollmacht" jeder Zeit wieder entzogen werden kann. muuhh 17:39, 24. Jun. 2010 (CEST)
- Wann werden Accounts denn inaktiv und stirbt mit dem Account die Delegation?
- Die Accounts werden nicht automatisch inaktiv. Sie werden aber bei einem Stimmrechtsverlust (z.B. weil Mitgliedsbeiträge nicht gezahlt wurden) vorübergehend und bei Parteiaustritt dauerhaft deaktiviert. Damit entfällt dann auch die Stimmbrechtigung und damit die Delegation. muuhh 19:19, 24. Jun. 2010 (CEST)
- Wann werden Accounts denn inaktiv und stirbt mit dem Account die Delegation?
Frage: Wie werden die Einstellungen in Bezug auf Sichtbarkeit von Daten ohne Anmeldung sein?
LF erlaubt ja verschiedene Grundeinstellungen bezüglich der Sichtbarkeit von Initiativen:
- Keine Sichtbarkeit ohne Anmeldung
- Sichtbarkeit der Initiativen (ohne personenbezogene Daten)
- Volle Sichtbarkeit aller Daten
Wir wird dies im Bund sein? Ike 14:19, 23. Jun. 2010 (CEST)
Antwort
Im Moment ist geplant, dass alle Initiativen und die Pseudonyme sichtbar sein werden.
- Zur Klarstellung: Die Initiativen und die Pseudonyme (die ja ggf. auch die Klarnamen sein können) werden also auch ohne Anmeldung sichtbar sein? Dies bedeutet also, dass es passieren kann, dass diese Seiten (incl. des Namens) sicherlich auch von Suchmaschinen indiziert werden - mit allen bekannten Folgen - dies ist Absicht? Ike 14:09, 24. Jun. 2010 (CEST)
- Genau deshalb wird jeder Nutzer in den Nutzungsbedingungen umfangreich aufgeklärt und darauf hingewiesen, dass man ein Pseudonym wählen muss, das man sonnst nirgends verwendet, wenn man vermeiden will, dass Rückschlüsse gezogen werden können. Jeder der dann seinen Klarnamen angibt, muss sich der bekannten Folgen bewusst sein. muuhh
- Auf der Berliner Mailingliste ist eine hitzige Diskussion über eine Initiative entbrannt, die Pseudonyme im Berliner Liquid Feedback abschaffen und alle Nutzer zur Veröffentlichung ihres Realnames zwingen möchte. Damit wären dann vollständige politische "Gesinnungsprofile" möglich. Wie soll eurer Meinung nach sichergestellt werden, dass im Bundes-LF nicht auch eines Tages Pseudonyme aus "Transparenz-Gründen" abgeschafft werden, wenn sich das System erst einmal etabliert hat?
- Genau deshalb wird jeder Nutzer in den Nutzungsbedingungen umfangreich aufgeklärt und darauf hingewiesen, dass man ein Pseudonym wählen muss, das man sonnst nirgends verwendet, wenn man vermeiden will, dass Rückschlüsse gezogen werden können. Jeder der dann seinen Klarnamen angibt, muss sich der bekannten Folgen bewusst sein. muuhh
Frage: Wird die API erreichbar sein?
Einige Landesverbände experimentieren derzeit mit der API und bauen mit dessen Hilfe Mailbenachrichtigungen, Twitter-Nachrichten o.Ä. Dazu muss die API geöffnet sein. Wird dies der Fall sein? Und wie sieht es aus, wenn die API um die Abfrage personenbezogener Daten erweitert wird. Wird dies dann automatisch für den Bund übernommen? Ike 14:19, 23. Jun. 2010 (CEST)
Antwort
Nach dem jetzigen Planungsstand soll die API für die teilnehmenden Piraten in der Form, wie sie jetzt von der Software unterstützt wird, verfügbar sein.
Weitere technische Informationen zur API finden Interessierte hier: http://www.public-software-group.org/liquid_feedback_frontend_api
Frage: Verlorengegangene Anmeldedaten?
Die Clearingstelle soll ja ein dazwischengeschaltetes Element sein, um die Zuordnung zur tatsächlichen Person weiter zu verschleiern. Was passiert aber, wenn man den Token, den man von der Clearingstelle erhalten hat verliert, ohne sich an LF angemeldet zu haben? Wie kann man einen neuen Token anfordern, ohne seine Identität preisgeben zu müssen?
Und was passiert, wenn man die Zugangsdaten an LF (wenn man sich dort per Token angemeldet hat) verloren hat? Ike 14:24, 23. Jun. 2010 (CEST)
Antwort
Die Vergabe der Zugangsschlüssel und die Rolle der Clearingstelle wird hier beschrieben: http://wiki.piratenpartei.de/LQPP/Betriebsdoku#Prozesse_Abgleich_Mitgliederverwaltung_und_LiquidFeedback-System
Geht nun der Referenzschlüssel verloren, bevor sich ein Mitglied angemeldet hat, so kann dieser auch nochmals bei der Mitgliederverwaltung erfragt werden, da die Referenzschlüssel dort den Namen zugeordnet sind.
Falls jemand sein Passwort verliert, besteht die Möglichkeit, dieses zurückzusetzen.
Wenn der Anmeldenamen verloren geht, kann man von der Emailadresse mit der man den LiquidFeedback Account angelegt hat eine Mail an die Admins schicken. Die können der Adresse den Anmeldenamen (welcher ein anderer ist als das ggf. verwendete Pseudonym) zuordnen.
Falls man auch diese Emailadresse nicht mehr findet, muss der Account wie bei einem ausgetretenen Mitglied gelöscht und ein neuer erstellt werden.