HE:Meinungsbilder/Köpfe-statt-Themen
Aus Piratenwiki
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Meinungsbild Müssen wir Köpfe zeigen? vom 06.02.2013 eingereicht durch Matthias Heinz, Ralf Praschak, Juergen Erkmann
- Laufzeit: 14 Tage
- Fragestellung:
- Stimmst du der Ansicht Bernd Schlömmers zu, dass die Abkehr vom bisherigen Grundprinzip "Themen statt Köpfe" eine erstrebenswerte Weiterentwicklung der Partei ist?
- Ergebnis: (Details: [])
- Ja: % Nein: % Enthaltung: %
- Wahlbeteilunng: %
Inhaltsverzeichnis
Hintergrund
- Bei den Piraten war es bisher üblich, das inhaltliche Fragen stets basisdemokratisch getroffen werden, wobei jeder Pirat nur eine Stimme hat.
- Dies sind primär Parteitage in Form von Mitgliederversammlungen. In Hessen haben wir zusätzlich noch das positionierende virtuelle Meinungsbild um zwischen Landesparteitagen so etwas zu ermöglichen, aber unter Vorbehalt des nächsten Landesparteitages.
- Weder Vorstände noch Kandidaten hatten das Recht inhaltliche Entscheidungen zu treffen.
- Am Wochenende gab es mal wieder ein Interview mit dem Bundesvorsitzenden Schlömer, der wiedermal einen Strategiewechsel inkl. Führungsanspruch für Bundesvorstand und Kandidaten proklamiert, der die bisherigen Prinzipien auf den Kopf stellt.
Diskussion über den Sinn und Zweck des vMB
Argumente zur Frage
Eine Diskussion findet nach den Regeln auf der Artikeldiskussionsseite statt!
PRO
+ Antwort Jörg B. (Hessen) (Bemerkung: Meine Antwort erfolgte zur Fragestellung in der Ursprungsform. Jetzt ändert sich die wohl ein wenig :-) ):
- Ja, ich verfolge die Entwicklung der Berichterstattung über die Inhalte der Piratenpartei bzw. deren Köpfe schon lange genug.
- Im derzeitigen Medien- und Parteiensystem erscheint es mir in weiten Teilen unumgänglich, ein paar Köpfe mit konkreten Themen zu verknüpfen, damit ÜBERHAUPT eine sinnvolle und für Bürger/Leser verständliche Medienberichterstattung erfolgt.
- Derzeit sind die "etablierten" Medien nicht willens und/oder bereit, dem Plan bzw. der Vision der Piratenpartei zu folgen, eben über die Sachthemen zu berichten, und zwar losgelöst von konkreten Köpfen. "Die Medien"(tm) sind ja über Jahrzehnte so "sozialisiert" worden. Und jetzt kommt - aus Sicht der Medienvertreter - ein "kleiner Haufen politisch Aktiver daher" und will alles umkrempeln... :-)
- Das braucht (viel) Zeit im Umdenken insbesondere bei Journalisten! Aber die Zeit haben wir nicht im Hinblick auf die anstehenden Wahlen!
- Fazit: Wir gehen einen Kompromis ein, und zwar in der Form, dass wir einige (bedeutende) Themen schon (zeitweise, z.B. bis zur Wahl) mit konkreten Personen verknüpfen. Die Personen sollten wortgewandt und "sprachfähig" sein. Ansonsten werden unsere Themen der Piratenpartei kaum in Medien transportiert werden, so meine Meinung.
CONTRA
Von Matthias Heinz:
- Die Piraten sind einmal angetreten, um zu verändern und Dinge anders zu machen. Wir haben uns auf die Straße gestellt und den Bürgern unsere Ideen im Dialog erklärt. Zu der Zeit zählten die Themen und nicht die Köpfe, die sie transportieren.
- Das Argument, dass den Medien dieser Ansatz egal ist, kann ich nicht gelten lassen. Denn es bedeutet, dass wir uns an ein kaputtes System anpassen, anstatt das System dazu zu zwingen sich an uns anzupassen. Im Übrigen sei erwähnt, dass es vor nicht allzulanger Zeit noch ziemlich gut funktioniert hat. Seit wenigen Monaten erst gibt es die Tendenzen uns zu verändern, vermutlich weil einige sich davor fürchten nicht in den Bundestag einzuziehen.
- Auch wenn ich denke, dass erst der Einzug in den Bundestag uns dauerhaft eine Bühne bieten wird, muss ich im Rückblick gestehen, dass wir sehr viel Politik gemacht haben, ohne darin vertreten gewesen zu sein. Und schaut man genauer hin, so sieht man, wie sehr die Medien sogar Parteien ignoriert, die darin vertreten sind (Die Linke ist sitzemäßig stärker vertreten, als die Grünen. Sie werden weitgehend ignoriert.)
- Aus diesem Grund ist es absolut falsch uns zu verändern und anzupassen, in der Hoffnung, dass wir eher wahrgenommen werden. Durch diese Veränderung verlieren wir unser Alleinstellungsmerkmal.
- tl; dr: Gegen unseren Grundsatz "Themen statt Köpfe" zu verstoßen, ist ein fauler Kompromiss in der Hoffnung die 5%-Hürde zu überschreiten. Das passiert wohlwissend, dass wir auch außerhalb der Parlamente Politik machen können und bereits gemacht haben.
Links/Fakten
Interview in der SZ
Piratenpad zum Thema
Antrag
Hier wird nach dem vMB im Konsens ein Antragstext entwickelt der dann eingereicht werden kann. Ohne Antragstext wird das vMB nur als Umfrage gewertet, ohne damit Position oder Aktion zu forcieren!