Energiepolitik

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Tango-dialog-warning.svg Dieser Artikel ist keine offizielle Aussage der Piratenpartei; die Idee ist von Ralph, Jamasi, Jan Huwald, Carlos

Wenn du meinst diese Idee erweitern zu können, tu es. Diskutiert ihr zu mehreren an der Idee, könnt ihr auch die Vorlage:Diskussion setzen.

Dies ist eine Arbeitsvorlage.

Zielstellung

Unter welchen Gesichtspunkten soll eine Energiepolitik stehen? Zum Beibehalten rationaler Diskussion darf hier keine Energieerzeugungsform diskriminiert werden (erst unter Durchführung und auch dann nur begründet).

  • Ökologische Verträglichkeit (mit Priorität gemäß der Reihenfolge):
    1. mittel- (bzw. besser kurz-)fristige Reduktion der CO2-Emission
    2. keine Produktion unkontrollierbarer Nebenprodukte (giftige chem. Verbindungen, Lautstärke, Wärme, tektonische Spannungen, radioaktive Stoffe)
    3. keine vollständige oder großflächige Zerstörung von Lebensräumen (eher an Diversität als an Flächen orientiert)
  • Sicherheit
    • ökonomische Durchführbarkeit (insbesondere in der Resourcenbeschaffung)
    • negative Rückkopplung bei Ausfällen
    • günstige redundante Systeme
  • Effizienzsteigerung (Wichtigstes Kritierium. Jedes nicht produziertes kWh Spart CO2, Müll und Kosten)
    • Energiesparen(!)
    • Engergiespeicherung
    • "intelligente", automatisierte Energienutzung (zB. lastbasierter Kühlschrank, Gefrierschrank, Geschirrspüler oder Waschmaschinen, wenn per Langwellenrundfunk die Programme der Geräte von EVU verzögert werden können. Hier gilt es eine geeignete Infrastruktur zu schaffen, mit der eine Vergütung der EVU den Gerätepreis reduzieren kann, so das der Verbraucher für seine Geduld dann auch belohnt wird.)
  • Strom zu einen gerechten Preisleistungsverhältnis


Dabei müssen Beschaffung und Spätwirkungen selbstverständlich berücksichtigt werden. Blinder Zukunftsglaube darf ebensowenig wie Pessimusmus die Planung diktieren.

Energieverteilung

Geänderte Anforderungen an das Stromnetz

Der typische Energieverbraucher bezieht aktuell seine Grundlast aus den überregionalen Großkraftwerken in seiner Nähe, die Lastspitzen werden durch lokale Kraftwerke und Energiespeicher abgefangen.

Zukünftig muss das Netz die Energie, die aus Offshore-Windparks in der Nordsee oder Solarparks aus Spanien oder der Sahara (Desertec) stammt, über weite Strecken verteilen können. Es wird also mehr Energie über weitere Strecken übertragen und die Last wechselt häufiger. Dieser Netzumbau muss von der Politik gefördert und gefordert werden, damit alternative Energieerzeugung eine Chance hat, um von ihrem Entstehungsort auch bis zum Endverbraucher zu kommen. --Dwark 03:26, 15. Aug. 2009 (CEST)

Hochspannungsgleichstromnetz (HVDC)

Man überträgt Strom überregional über Hoch- bzw. Höchstspannungsnetze um die Verluste durch den Leitungswiderstand der Leitungen zu verringern. Das in Deutschland existierende Hochspannungsverbundnetz basiert auf Wechselspannung. Das hat einen historischen Grund: Wechselspannung läßt sich sehr leicht transformieren (in eine andere Spannung umwandeln). Gleichspannung mit früherer Technik nicht. Der große Nachteil: Es geht mehr Energie beim Transport über große Strecken verloren als bei einem Gleichstromnetz. Aber eben diese überregionale Verteilung wird immer mehr zunehmen.

Es ist aber inzwischen kein technisches Problem mehr, auch Gleichspannungen auf Hochspannungen zu "tranformieren" bzw. Gleichspannungen und Wechselspannungen ineinander umzuwandeln.

Es ist daher sinnvoll die regionalen Netze weiterhin mit Wechselspannung zu betreiben, aber das für die überregionale Energieverteilung zuständige "Verbundnetz" schrittweise auf Gleichspannung umzustellen. --Dwark 03:46, 15. Aug. 2009 (CEST)

Quelle siehe hier. Bin ebenfalls dafür HGÜs in Deutschland zügig auszubauen. Ich wäre auch dafür, HGÜs rund um Europa herum durch Ostsee, Nordsee, Atlantik, Mittlemeer zu legen. Das geht schnell, unbürokratisch, kostengünstig. So könnte man in einer Anfangsphase sehr schnell alle Zentren an der Küste mit regenerativem Strom (z. B. aus Offshore-Windanlagen, aus Wüstenstrom, aus Pumpspeicherkraftwerken aus Norwegen (Batterie Europas) versorgen.) Von diesem Verteilungsnetz könnte man dann in einem zweiten Schritt küstennahe Zentren (London, Paris, Rom usw.) mit HGÜs anbinden. AlexBu 20:32, 3. Okt. 2009 (CEST)

Energiequellen

Primärenergievorräte in Deutschland

Kraftwerke

Fakten

Grundlastkraftwerke produzieren den billigsten Strom, lassen sich jedoch am schwierigsten regeln und laufen deswegen im Dauerbetrieb. In ihrer Leistung orientieren sie sich an der Netzlast bei Nacht (durch Industrieanlagen, Straßenbeleuchtung etc.) Der höhere Strombedarf bei Tag wird durch höhere Leistung der Mittellastkraftwerke ausgeglichen. Unvorhergesehene Schwankungen im Leistungsbedarf werden durch Spitzenlastkraftwerke gedeckt die in der Regel auch den teuersten Strom liefern.

Energiequelle Art Wirkungsgrad Stromgestehungskosten1) Deckungsbeitrag zum Verbrauch 2008[1]
Steinkohle Mittellast 40% - 50% ca. 30 Eur / MWh 19%
Braunkohle Grundlast 40% - 50% ca. 30 Eur / MWh 19%
Erdgas Spitzenlast 50% - 60% ca. 40 Eur / MWh 12%
Kernkraftwerk Grundlast 35% ca. 35 Eur / MWh 24%
Windkraftwerk ca 75% des theoretischen Maximums 100 - 200 Eur / MWh 6%
Wasserkraftwerk haupts. Grundlast ca 90% des theoretischen Maximums 100 Eur / MWh 4%

1) Gilt für Neubauten. Inklusive Betriebs-, Rohstoff-, Rückbau- und Kapitalkosten sowie Kosten zur Bereitstellung von Alternativen bei Kraftwerkstypen mit hoher Schwankung (Wind, Sonne ...) Quelle: [2]

Ziele

Wegen der ungelösten Probleme bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle lehnt die Piratenpartei den Neubau von Kernkraftwerken ab und steht zum Atomausstieg in seiner geplanten Form. Wir halten den CO2-Ausstoß für eine Ursache des Klimawandels und aus ökologischen sowie vertraglichen Gründen (Kyoto...) setzen wir uns für schadstoffarme Kraftwerke ein. Engpässe in der Rohstoffversorgung für konventionelle Kraftwerke sind langfristig absehbar, daher fördern wir alternative Energien. Damit schonen wir Ressourcen die auch in anderen Bereichen wie der Pharmazie von Bedeutung sind und sichern unseren technologischen Vorsprung auf diesem wichtigen Gebiet.

  • Mit Bezug auf die Prioritäten der Energiepolitik (oben) und die verschiedenen Beiträge zu Energieträgern (unten) möchte ich anregen die Zielvorstellung zu ändern. Solange CO2 Reduktion als höchtste Priorität im Rahmen der ökologischen Verträglichkeit bestehen bleibt, und alternative Energieträger noch nicht weit genug entwickelt sind um die Grundlast in der Energieversorgung zu übernehmen, ist der einzig zulässige logische Schluss Atomkraft zu unterstützen, und nicht zum Atomausstieg zu stehen. Derzeit ist die hier dargestellte Darstellung der Ziele in sich widersprüchlich (CO2 reduzieren ist wichtiger als keine giftigen Nebenprodukte herzustellen (siehe http://wiki.piratenpartei.de/Energiepolitik#Zielstellung), gleichzeitig am Atomausstieg festhalten). elThomaso
    • Dieses Argument ist imho eine Variation des Stromlückenarguments, welches vielfach widerlegt wurde. Es ist ohne zusätzliche Genehmigungen von Kohlekraftwerken sehr gut möglich, aus der Atomkraft auszusteigen. Ein wichtiger Punkt hierbei muss auch sein, dass vor allem die norddeutschen Kraftwerke Leitungskapazitäten für Offshore-Windparks blockieren.
      • Leute, die das Stromlückenargument widerlegen haben i.d.R. keine Ahnung von Technik. Wind und Sonne sind nur dann verfügbar wenn es weht und scheint. Wenn Flaute ist und eine Wolke die Sonne verdeckt ist es käse mit strom.. Es gibt bei weitem nicht genug Speicherkapazitäten in diesem Land um das abzupuffern! Bedarfsgerechte (und ich schreibe extra nicht "grundlastfähige") regenerative Energien sind: Wasserkraft, Geothermie und Strom aus der wüste.
vielleicht mal dieses Video anschauen: video Da wird gezeigt, dass es ohne Probleme funktioniert, sogenannte Kombikraftwerke. Man sollte die Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen mit 60 GW in Betracht ziehen. Diese Speicher reichen locker für ganz Europa. AlexBu 13:33, 8. Okt. 2009 (CEST)
www.kombikraftwerk.de kenne ich auch. Das Problem ist, dass es sich nicht hochskalieren lässt. Wenn man also sagt, wir machen was für ein Dorf funktioniert für ganz Deutschland braucht man das zigfache der Biomasse, die überhaupt in diesem Land existiert. Das selbe gilt für Pumpspeicherkraftwerke. Zubau in Norwegen würde dort die Natur verschandeln und spricht gegen die norwegische Wirtschaft: http://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherkraftwerk#Norwegen , aber vielleicht lassen sie sich ja überreden?
der Text bei Wikipedia stimmt so nicht . siehe hier die 60 GW in Norwegen sind ja schon gebaut. 60 GW entspricht etwa 60 Atomkraftwerken. Das reicht für ganz Europa. Die Pumpkraftwerke sind jedoch bisher Speicherseen, das heißt, das Wasser läuft nur in eine Richtung. (Es gab mal ein video der Sendung hitec, 3sat: Der große Blackout. Leider ist das video nicht mehr online, wurde gelöscht. wurde auch bei youtube gelöscht. Ich vermute hier fast Lobby-arbeit: Falscher Eintrag bei wikipedia, videos gelöscht usw.) Aber selbst in eine Richtung wäre es derzeit verwendbar. Man braucht nur noch eine lange Leitung (HGÜ) nach Norwegen z. B. von Hamburg durch die Nordsee. Bei zu viel Wind wird Strom nach Norwegen gebracht. Die Norweger schalten ihre Turbinen an den Speicherseen aus. Bei zu wenig Wind schalten die Norweger die Turbinen der Speicherseen ein und liefern Strom nach Deutschland oder sonstwohin. AlexBu 19:13, 8. Okt. 2009 (CEST)

Ideen

  • Konventionelle fossile Kraftwerke
  • Outphasen von Kraftwerken, die fossile Brennstoffe benutzen.
    • Die sorgen für ca. 50% unseres Energiebedarfs... das ist utopisch zumal du keine Alternative nennst Basti
    • Insbesondere solange dem Atomausstieg zugestimmt wird, _kann_ dem Fossilausstieg nicht zugestimmt werden. Technisch machbar ist derzeit, und voraussichtlich auch in den kommenden 20 Jahren, entweder das eine, oder das andere. Beides auszschließen macht die Energiepolitik zu einer dilettantisch anmutenden, idealistischen Phantasie, aber nicht zu einer ernstnehmbaren politischen Haltung. Ich schlage dringend vor konsequent entweder das eine oder das andere zu befürworten. elThomaso
    • wir können ganz locker unseren gesamten Energiebedarf über regenerative bzw. Solar- und Windenergie decken. Deshalb sollten fossile Energieerzeugung sowie Kernenergie zügig entfernt werden. Die Nachteile sind bekannt und brauchen nicht mehr hingenommen werden. siehe z. B. hier . Die roten Quadrate sind wichtig: das größte rote Quadrat repräsentiert die Fläche, die mit aktueller Solartechnik bebaut werden muß, um den gesamten Weltstrombedarf zu decken ! AlexBu 13:54, 4. Okt. 2009 (CEST)
  • Keine unterirdische Lagerung von CO2, da die von diesem Endlager ausgehenden Gefahren nicht wie bei der Radioaktivität abklingen, sondern für immer bestehen bleiben.
  • Prinzipielle Zustimmung zur These. Aber: Hier müssen verschiedene Risiken gegeneinander abgewägt werden: CO2 vielleicht später freisetzen, oder CO2 sicher sofort freisetzen? Das "Sicher sofort freisetzen" kann keine wünschenswerte Option sein. elThomaso
  • bin ich auch dafür. Wir brauchen das nicht mehr. Solar- und Windenergie ist in sehr großer Menge verfügbar. AlexBu 13:56, 4. Okt. 2009 (CEST)
  • Ausnahme möglich bei dezentralen kommunalen Blockheizkraftwerke (Bis 5MW) mit ~100% thermischen Wirkungsgrad (Fernwärme)
  • Der theoretische Wirkungsgrad eines idealen Blockheizkraftwerkes, das Strom + Wärme nutzt, ist tatsächlich 100%. Der Carnot-Wirkungsgrad begrenzt nur den Stromanteil. Statt "thermischer Wirkungsgrad" sollte man vielleicht besser "theoretischer Gesamtwirkungsgrad" schreiben. --Pewa 11:34, 1. Sep. 2009 (CEST)
das ist richtig. Beim Wirkungsgrad wird die Abwärme üblicherweise als Abfall betrachtet und nicht in die Energiebilanz miteinbezogen. Bei einem Blockheizkrafwerk wird Abwärme zum Heizen z. B. einer Wohnung genutzt. Dadurch entsteht also kein Abfall. Jedoch werden Blockheizkraftwerke meist mit Erdgas gespeist. Dadurch wieder Probleme mit CO2 Belastung. AlexBu 14:07, 4. Okt. 2009 (CEST)
  • Kerntechnik
  • langsames Outphasen von Kernkraftwerken der heutigen Bauart/Techniken
    • Insbesondere solange dem Ausstieg aus fossil befeuerten Kraftwerken zugestimmt wird, _kann_ dem Atomausstieg nicht zugestimmt werden. Technisch machbar ist derzeit, und voraussichtlich auch in den kommenden 20 Jahren, entweder das eine, oder das andere. Beides auszschließen macht die Energiepolitik zu einer dilettantisch anmutenden, idealistischen Phantasie, aber nicht zu einer ernstnehmbaren politischen Haltung. Ich schlage dringend vor konsequent entweder das eine oder das andere zu befürworten. Atomausstieg bedeutet in der Praxis, wie man auch beobachten kann, _mehr_ fossil befeuerte Kraftwerke (derzeit werden überall neue Kohlekraftwerke hochgezogen!), sowie den Zukauf von Atomstrom aus dem Ausland. Die Annahme, durch Atomausstieg die Entwicklung alternativer Energieträger zu unterstützen, ist irrig. Da der Energiesektor wirtschaftlich denkt und handelt, werden günstige Energieformen genutzt, und das sind nunmal hauptsächlich Kernkraft und Kohle. Hier ist also bewusstes Risikomanagement notwendig. Abzuwägen ist das Risiko der Endlagerung des Atommülls gegen das Risiko des Klimawandels bei fossilen Energieträgern. Atomausstieg verursacht zwingend mehr CO2! -- elThomaso
wir können ganz locker unsere gesamte Energie über regenerative Energien erzeugen siehe z. B. hier. das ist nur ein Beispiel. Die roten Quadrate stellen die Fläche dar, mit der man die gesamte Erde mit Strom versorgen kann. Daran sieht man, wie locker wird das erreichen können. Wir haben es hier mit viel Lobby zu tun. AlexBu 14:01, 4. Okt. 2009 (CEST)
  • Ich möchte infragestellen ob bei einem Atomausstieg die weitere Erfoschung der Technologie in einer praxisrelevanten Größenordnung stattfinden kann. elThomaso
  • Aufbau von neuen Atomreaktoren (klassische und neue Typen) tief unter der Erde in endlagerfähigen Formationen
    • ->Es gibt keine 'endlagerfähigen Formationen'. Jedes 'Endlager' kann und wird mit der Zeit unsicher werden. Daher ist die die einzige verantwortungsvolle Möglichkeit der Endlagerung, rückholbar zu lagern. D.h. sobald das Lager unsicher wird, muss der Müll wieder geborgen und in einem anderen, dann derzeitigen sicheren Lager gelagert werden.--Stemke 16:24, 21. Sep. 2009 (CEST)
‡? Erklärt mir das mal genauer, verstehe nicht was jetzt genau gewollt ist und wie das umsetzbar ist ? --Dwark 03:54, 15. Aug. 2009 (CEST)
  • Kernenergietechnik gleich welcher Art führt praktisch immer zu Großkraftwerken mit langen Regelzeiten, die für den weiteren Ausbau von regenerativen Energien kontraproduktiv wirken. Außerdem binden sie große Mengen an Subventionsgeldern und bergen nicht zu beherrschende technische Risiken. Die Endlagerproblematik lässt sich wahrscheinlich nicht lösen, sonst wäre das in den letzten 30 Jahren schon gelungen (siehe Asse II). (Navigator 01:07, 4. Jul. 2009 (CEST))
    • Regelzeiten sind im Dauerbetrieb eher zweitrangig. KKW sind sowieso nur Grundlastkraftwerke und benötigen somit keine große Regelungsspanne. Das Problem mit der Einspeisung durch Kraftwerke auf regenerativer Basis löst sich mit dem (noch) gültigem Ausstieg aus der Kernenergie von selbst wenn die Grundlast durch Kohlekraftwerke mehr gedeckt werden muss. Ein Speicherkonzept ist da jedoch die bessere Lösung. --F_T 22:30, 31. Jul. 2009
    • Das Großkraftwerke keine beherrschbaren Risiken bergen, sollte alleine die Tatsache zeigen,das diese seit Jahren die Grundlast der BRD decken und immer noch nicht Explodiert sind(entgegen immer wieder gehörten Verlautbarungen).Die immer wieder auftretenden "Störfälle" sind oftmals Probleme die in anderen Betrieben so täglich auftreten dort jedoch nie erwähnt werden, weil es kein Interesse daran gibt. Wene
  • Die Störfälle, die in anderen Betrieben täglich auftreten und die auch in Kernkraftwerken nicht zu vermeiden sind, können sich aber in Kernkraftwerken zu einer lebensbedrohenden und existenzvernichtenden Katastrophe für Millionen Menschen entwickeln. --Pewa 20:29, 4. Sep. 2009 (CEST)
  • Potenzielle Auswirkungen von Störfällen sind in Kernkraftwerken nachweislich höher als in allen anderen mir bekannten Industrieanlagen. Daher auch das unterschiedliche öffentliche Interesse. Darum muss man die Wahrscheinlichkeit für diese Störfälle soweit reduzieren, dass das Gesamtrisiko vertretbar bleibt. Bei entsprechender Kontrolle und Aufmerksamkeit durch den Betreiber möglicherweise noch weiter verbesserbar - natürlich nur dann wenn man der Technologie auch Zukunft gibt. elThomaso
  • Nach Abschaltung des letzten Reaktors Verwendung alter hoch belasteter Reaktorgrundstücke für den Bau von neuen Forschungszentren.(max 4 Stück - jeder Standort erhält mehrere verschiedene Reaktortypen zur Erforschung der Atommüll-Entsorgung; als Nebenprodukt Stromerzeugung zur Netzstabilizierung. Ansiedelung in die Nähe von großen Ballungszentren. Kurze Leitungswege, um Verluste zu vermeiden. Fernwärme-Erzeugung wenn angebracht. Staatliche Einrichtungen, öffentlicher Einsicht immer gegeben)
  • nicht gut! Oberirdische Nutzung ist und bleibt mit dem Restrisiko behaftet! Erst recht bei neuen Typen Und in Siedlungsnähe ist keine Akzeptanz zu erwarten! Die Leute kommen im Ernstfall denn auch schlicht nicht weg! --Carlos 08:01, 28. Jun. 2009 (CEST)
  • von welchem Ernstfall sprichst du, der unterirdisch sicherer sein sollte, eigentlich solltest du es als Physiker besser wissen. Das es den Ernstfall nicht gibt, bei der die Bevölkerung sowieso nicht weg kommt. Wene
  • wenn Entsorgungproblem gelöst, Nutzung von p:Hochtemperaturreaktoren während der Übergangszeit zu rein regenerativer Energieversorgung
  • nicht gut! Oberirdische Nutzung ist und bleibt mit dem Restrisiko behaftet! Und in Siedlungsnähe ist keine Akzeptanz zu erwarten! Die Leute kommen im Ernstfall denn auch schlicht nicht weg! --Carlos 08:01, 28. Jun. 2009 (CEST)
  • Übernahme der Endlagerkosten durch die Produzenten, nicht durch den Staat, um so der Bevölkerung die bisher verdeckten Kosten der Atomnutzung vor Augen zu führen und den Mythos der "billigen" Atomkraft zu widerlegen. --Mus 15:03, 29. Aug. 2009 (CEST)
  • Einrichtung eines Ewigkeitsfonds (zur Übernahme der "Ewigkeitskosten" http://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeitskosten) mit einer soliden Finanzbasis durch eine Abgabe der Atommüll produzierenden Industrie (dort müssen auch andere Einrichtungen einzahlen, die radioaktiven Müll produzieren) und Verwaltug der Zwischen- und Endlager durch diesen Fonds, wie RAG Aktiengesellschaft für Kohleförderung-Ewigkeitskosten. Möglicher Weg: Für die Einlagerung von Atommüll ist - je nach Menge und Kontanimierungsgrad - dann ein bestimmter Betrag vom Verursacher zu entrichten. Somit bewahrt man die Industrie vor einem Kostenschock und sorgt für eine adäquate Umlage der Kosten auf die Bilanzen und Energiepreise. Dann erledigt sich Atomkraft von selbst. Lesq 00:14, 30. Sep. 2009 (CEST)
  • Beseitigung aller Privilegien der Kernkraftwerksbetreiber. Alle mit dem Betrieb von Kernkraftwerken verbundenen Haftungsrisiken müssen durch Eigenkapital und Versicherungen durch die Betreiber voll abgesichert werden. Vor der Inbetriebnahme eines Kernkraftwerks muss der Betreiber ein Endlager für die ganze Betriebsdauer errichten und seine Sicherheit in einem öffentlichen Verfahren nachweisen. --Pewa 13:13, 7. Sep. 2009 (CEST)


  • Förderung der Erneuerbaren Energien
  • Vorschlag für einen regulierenden Ansatz: Kosten der Endlagerung für Atommüll auf Atomstrompreis umschlagen (Vorschlag von Mus). Kosten für Klimaverschlechterung durch CO2 auf alle Energieformen umschlagen die CO2 erzeugen. Mineralölsteuer weiter anheben. Dadurch werden die konventionellen Energieträger zwar nicht abgeschafft, so dass die Energiesicherheit gewährleistet bleibt, aber alle konventionellen Energieformen werden teurer, so dass alternative Energieträger erstmals wirklich konkurrenzfähig werden. Dies ist rein regulativ umsetzbar und verursacht keine Kosten für den Staat (eher eine Entlastung), die Wirtschaft wird auf Basis der neuen Vorgaben von selbst einen anderen Energiemix hervorbringen, sofern die Vorgaben langfristig bestehen bleiben. elThomaso
  • Sonne
  • Photovoltaik-Anlagen
  • Privathaushalte: Beratung und Hilfestellung zum Kauf und Errichtung der Anlage.
  • Industrie: Beratung und Hilfestellung zum Kauf und Errichtung der Anlage, Verwendung von Hallendächer etc.
  • aber noch VIEL ZU TEUER und dann noch ohne Speicherung! nur langsamer Ausbau, um Forschung weiter am laufen zu halten --Carlos 06:25, 28. Jun. 2009 (CEST)
  • Solarthermische Anlagen
  • Überschaubare europaweite Genehmigungsverfahren für neue Leitungen, um Strom von Solarthermischen Kraftwerken aus Südeuropa kostengünstig transportieren zu können. Völkerrechtliche Verträge mit diesen Staaten zum Investitionsschutz.
  • Besonders empfehlenswert in Kombination mit dezentralen BHKWs mit Mikro/Makro/Stadt-Fernwärmenetz, mit möglichen zentralen Speicher.
‡? Ist damit gemeint, dass lokale BHKW in ein noch zu errichtendes überregionales Fernwärmenetz Wärme einspeisen? --Dwark 03:59, 15. Aug. 2009 (CEST)
  • Fernwärmenetz müsste aber neu errichtet werden und wäre extrem teuer! (--Carlos 05:57, 28. Jun. 2009 (CEST))
  • Nicht überall (Ostdeutschland >50% am Fernwärmenetz)(Sandwurm 00:14, 18. Aug. 2009 (CEST))
  • Wasserstoffwirtschaft: Große Photovoltaikanlagen in der Wüste (z.B. Sahara), vor Ort durch Elektrolyse Wasserstoff herstellen, diesen komprimieren und per Schiff in ein europäisches Wasserstoffnetz einspeisen oder per LKW zu den Verbrauchspunkten transportieren. Ist eine Option die Sonnenenergie aus der Wüste hier zu nutzen, ohne durch die vergleichsweise geringen Sonnenestunden einen Nachteil zu haben. Nachteil sind sehr hohe Investitionskosten und noch zu wenige Wasserstoffverbraucher. Konzept ist mit vorhandener Technologie umsetzbar. -- elThomaso
  • Die Anlagen sind i.d.R. keine PV Anlagen, sondern Solarthermische Anlagen, auch CSP genannt. Man kann damit auch direkt den strom nach Europa und auch Deutschland bringen. (CSP siehe Desertec, wasserstoff siehe Hydrosol)--phen
  • Wind
  • Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee
  • Ausnutzen wildreicher, hoher und abgelegener Standorte an Land
  • Mehr Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Klein- und Kleinstwindkraftanlagen bis 5kW. (Bereich besitzt ein großes Potenzial)
  • Dann hätten viele Häuser eine Mast wie auf einer amerikanischen Farm ... ich kenne Leute denen das gar nicht passen wird (--Carlos 05:57, 28. Jun. 2009 (CEST))
  • Leider sind kleine Windkraftanlagen deutlich ineffizienter als Großanlagen. Mit jedem Meter Nabenhöhe gewinnt man in etwa ein Prozent an Ertrag. (Navigator 01:07, 4. Jul. 2009 (CEST))
  • Wenn man den leuten PV auf dem Dach und Windrad im Garten schmackhaft macht, werden die Besitzer sich nicht mehr am Netz beteiligen wollen. Oben wird der nötige teure umbau besprochen. leute die sich windrad und pv leisten können sind hausbesitzer. so lastet man den anderen stromnutzern eine mehrbelastung auf, die vom staat subventioniert wird.
  • Ausweisung von Vorrangsflächen für Windenergieanlagen, die sich auch wirtschaftlich lohnen und nicht - wie teilweise jetzt - reine Alibi-Standorte sind. (Navigator 01:07, 4. Jul. 2009 (CEST))
  • Wasser
  • Hohes Potenzial auf Gemeinde/Kommunal-Ebene oder in Verbindung mit Vereinen der Wasserwirtschaft.
  • Potential ist nach meinem Wissen ausgeschöpft. d.h. es gibt kaum noch geeignete Stellen für neue Wasserkraftwerke.
  • Biomasse
  • Anbau von Biomasse als Energieträger sollte nicht auf Agrar/Landwirtschaftlichen Flächen gefordert oder gefördert werden.(inkl. Ölpflanzen)
  • Keinen Einwand beim Anbau auf brachliegenden Flächen.
  • Besonders interessant in Heizkraftwerk-Anlagen ab 5MW (wirtschaftlich gesehen)
  • Problematik der hohen Transportkosten für einen Brennstoff mit geringer Heizwertdichte (Wirtschaftlicher Radius ca. 25km). Ideal in landwirtschaftlichen und/oder holzbearbeitenden Gemeinden, besonders in Verbindung mit einem Makrofernwärmenetz.
  • Biogas
  • Ideal für die Versorgung größerer Städte: geringe Transportkosten, Verteilernetz schon vorhanden.
  • Verpflichtung/Forderung an größere Klärwerke zur Erzeugung von Biogas aus Abfällen und Verwertung vor Ort (Verstromung und Wärmebereitstellung für den Klärwerksbetrieb, wie bei "VERA" in Hamburg)
  • Tiefengeothermie
  • Nur in geologisch geeigneten Regionen wirtschaftlich
  • in Deutschland: Oberrheingraben, Molassebecken, Norddeutsches Becken (Sandwurm 00:14, 18. Aug. 2009 (CEST))
  • Grundlastfähig
  • Anschluss an Fernwärmenetze möglich
  • hohe Explorationskosten
  • Oberflächengeothermie
  • zur Beheizung Betriebskosten etwa genauso hoch wie bei fossilen Brennstoffen
  • macht ökonomisch viel Sinn bei Kühlungsbedarf
  • Interessante Möglichkeit der thermische Speicherung von Regenerativer Energie
  • Forschung für alternative und regenerative Energiequellen vorantreiben
  • Photovoltaik
  • Kernfusion (Sonnenfeuer)
  • Meeresströmungen
  • Erdwärme
  • Lastspitzen durch Erneuerbare Energien auffangen
  • Der Endkunde könnte einen "aktuellen Marktpreis" für Strom zahlen, so dass der Strom beispielsweise bei ausgelasteten Windkraftwerken günstiger wird. Praktikabel und sinnvoll wird dies dann, wenn auch Geräte wie Gefriertruhe und Akkku-Lader das Angebot intelligent nutzen und vorzugsweise dann Strom beziehen, wenn dieser gerade günstig ist. (Beispiel: Intelligente Stromzähler bei Siemens)
  • Zusätzliche mit der Haus-Heizung kombinierte Mini-Kraftwerke; Beispiel: Lichtblick (Zuhause-Kraftwerk mit Golf-Motor)
  • Die ohnehin vorhandenen Akkus von Elektroautos können als Zwischenspeicher für Lastspitzen dienen. (Elektroautos als Zwischenspeicher für überflüssigen Strom) - Nachteil: Rückeinspeisung funktioniert evtl. nur mit entsprechender Vergütung des Autobesitzers.
  • Ohne Rückeinspeisung können Elektroautos zumindest als intelligente Nutzer der Lastspitzen wirken (mit Preisvorteil für den Autobesitzer). Damit könnte man Elektroautos auch wirklich als umweltfreundlicher als solche mit Verbrennungsmotor bezeichnen, da sie regenerative Energien (Wind, Sonne) nutzen würden, ohne sie anderen Nutzern zu entziehen.
(siehe auch Verkehr#Elektroautos_.2F_Elektromobilit.C3.A4t)
--Kreon 21:24, 3. Okt. 2009 (CEST)
  • Installation oder Verwendung von Speichern: Andasol hat einen Energie-Speicher, der es ermöglicht, rund um die Uhr Strom nach Bedarf zu liefern. Norwegen hat 60 GW Pumpspeicherkraftwerke. Mit HGÜs angebunden, könnte Norwegen die Batterie Europas sein. AlexBu 13:26, 4. Okt. 2009 (CEST)

Energieverbrauch

Haushalt

  • Jedes Haus muss ab 2019 dem Nullenergiestandard entsprechen.(CAP)
  • Jedes Haus, dass ab 2019 nicht dem Nullenergiestandard entspricht, muss per Fernwärme versorgt werden.(CAP)
  • Das würde horrende Erschließungskosten nach sich ziehen, die viele Menschen schlicht ruinieren werden! (--Carlos 05:46, 28. Jun. 2009 (CEST))
  • Diese ist nicht verantwortbar oder möglich. beispiel Denkmalschutz.schlechte energetische Lage.etc etc.--lookingforthemeaning 10.06.2009
  • Realistischer. Vorgabe alle Neubauten müssen Aktivhaus Standard vorweisen (Automatische Lüftungsanlagen währen vorteilhaft/gewünscht)--lookingforthemeaning 10.06.2009
  • Altbauten nach begutachtung/ermessen der Kommune ein 20jahresplan erstellt werden--lookingforthemeaning 10.06.2009
  • was wieder ein eingriff in die Persönliche entfalltung darstellt.--lookingforthemeaning 10.06.2009
  • Die Sache mit Brennstoffsteuern zu belegen trifft dann die Armen mehr als die Reichen. das währe Unrecht.--lookingforthemeaning 10.06.2009
  • wobei die auflage mit Aktivehausstandard die möglichkeit des erfinderreichtums ermöglicht. alles erlaubt (bezogen auf BauGB.BauGB beschutz die unbeteiligte gegen die willkur des verursachers)--lookingforthemeaning 10.06.2009
    • Uhm, gibt's hier eine Expertenkommission oder so zu dem Thema? Das ist ja nicht nur rein politisch; es wäre sehr zu begrüßen, Kompetenzträger für technische Themen zu haben.. siehe die momentane Regierung, die wirre Ideen über Technologien dann zu seltsamen und wirklichkeitsfremden Gesetzen verspinnt.. so mal als genereller Vorschlag für eure Kursplanung. -sey, 19.7.2009
  • Alternative: Hüllflächentemperierung - Also nicht mehr heizen der Luft, sondern der Wände - Die müssen dazu Wärmespeichernd sein - z.B. hoher Lehmanteil. Weiterer Vorteil: Gesünder, keine feuchten Wände (Schimmel), permanentes Lüften durch 'undichte' Fenster, keine / kaum Wärmeverluste durch Lüften. Nachteil: Es eignen sich nur unsanierte oder ökologisch sanierte Altbauten--Stemke 16:18, 21. Sep. 2009 (CEST)


  • Dezentrale Heizkraftwerke und die Verwendung von Fernwärme.
  • Die Verwendung von Fernwärme sollte für die Brauchwassererwärmung und Raumbeheizung bevorzugt werden.
  • Fernwärme ist wirtschaftlich ab Mikrogrößenordnungen.
  • Die Anpassung des Wärmebedarfs nach einer kontinuierlichen energietechnischen Sanierung ist ohne Aufwand.
  • Die verwendete Wärme entsteht als Nebenprodukt (Hochtemperaturwärme sollte nicht als Abfallprodukt gelten) aus der Herstellung des höherwertigen Elektrischen Stroms.(Ca. 50-70% je nach Anlagentyp, eine 5MW elek. Kraftwerk würde 5 bis 11,7MW an Wärme produzieren, ausreichend für min.500 EFHäuser im tiefsten Winter)
  • Schon und gut, geht aber nur bei Häuserblocks mit Regelungen, die Nachbarschaftsstreit in Grenzen halten können. (Leute schaut euch man an, was 15 Meter Kanalerschliesung kosten!! Ansonsten viel zu Teuer! --Carlos 06:39, 28. Jun. 2009 (CEST))
  • Höchstgrenzen für den Standby-Betrieb bzw Verpflichtung für einen Schalter zur kompletten Netztrennung bei elektrischen Geräten <Benutzer:Propagandalf|Basti>
  • Förderung der LED - Birnen? <Benutzer:Propagandalf|Basti>

Verkehr

  • Schifffahrt
  • Gestalten der Rahmenbedingungen, sodass die Nutzung des Windes wie bei Skysails wirtschaftlich vorteilhaft wird
  • Stromversorgung von Land im Hafen --Carlos 06:25, 28. Jun. 2009 (CEST)
  • Luftfahrt
  • Bei Flugzeugen empfiehlt sich der Wasserstoff, schon wegen seines sehr geringen Gewichts. Das macht einen Teil des Verlustes, der bei der Herstellung des sekundären Energieträgers entsteht, wieder wett. Dieser kann z.B. auch von Ländern mit großen Wüsten solarthermisch erzeugt werden, die weit vom Schuss sind wie z.B. Australien. --Carlos 06:14, 28. Jun. 2009 (CEST)
  • Der volumenspezifische Heizwert von Wasserstoff ist im Vergleich zu Kerosin schlecht. Wird der Wasserstoff unter höherem Druck gespeichert, nimmt das Gewicht des Flugzeugs überproportional zu. Es gibt allerdings von den Flugzeug/Triebwerksherstellern einige Tests mit "Bio-Kerosin". --Zaph 20:53, 25. Jul. 2009 (CEST)
  • Wie Zaph schreibt, eignet sich Wasserstoff nicht direkt für den Luftverkehr. Das Gewicht und auch das Volumen würde für Flugzeuge große Nachteile bringen. Muss ein Flugzeug zwischenlanden, verbrennt dies sehr viel zusätzliche Energie. Der Umstieg für den Strassenverkehr könnte vergleichsweise deutlich einfacher geschehen. Der Anteil der Luftverkehrs am co2 ausstoß ist sowieso im Bereich von 3-5% Es gibt mit sicherheit einfachere Möglichkeiten, der Umwelt etwas gutes zu tun. und wenn es der ausbau des ICE-netzes wäre?! Denn kurzstreckenflüge sind die eigentlichen umweltkiller und sowieso kaum schneller. --phen
  • Individualverkehr
  • Die Zukunft gehört der elektrifizierte Strasse, allerdings nicht wie bei der Eisenbahn und den O-Bussen, wo überall Oberleitungen installiert sind. Vielmehr werden Elektroautos in der Zukunft eine Reichweite von circa 30 km mit Batterien haben, sodass sie Fahrten in Orten ohne(!) neue Infrastruktur bewältigen können. Nur auf den Fernstraßen, also typischerweise Autobahnen und Kraftfahrstraßen, wird es Möglichkeiten geben, die Autos während des Fahrens mit den Linearmotor des Transrapid nachzuladen. Dieser kann auf vier Weisen gleichzeitig Energie auf die Autos übertragen: (1) Aufbau kinetische Energie durch Beschleunigung z.B. in den Auffahrten oder am Ortsausgang. Spätere Bremsungen über den Elektromotor können dann die Batterie laden. (2) Aufbau potentieller Energie durch das Bergaufschleppen der Fahrzeuge. Spätere Bremsungen über den Elektromotor beim Bergabfahren können dann ebenfalls die Batterie laden. (3) Während des Überfahren des Linearmotors kann der Elektromotor durch dem Antrieb entgegengesetztes Bremsens weiteren Strom für die Batterie erzeugen. (4) Für hochwertige Fahrzeuge und LKW kann der Linearmotor, sofern ein geeigneter Empfänger vorhanden ist, wie beim Transrapid, auch Strom auch direkt auf das Fahrzeug übertragen. Deshalb wird bei geeigneter Wahl der Standorte die Verlegung der Linearmotore nur auf einem Bruchteil von einigen Prozent der Fernstraßen gebraucht. Da diese Planung eng mit der Dimensionierung der Batterien verwoben ist, sollten die Eckwerte in nicht allzuferner Zukunft feststehen. --Carlos 06:14, 28. Jun. 2009 (CEST)
  • Sollte die Politik wirklich so genaue Daten vorgeben? -sey, 19.7.2009
  • Zumindest sollte die Politik die richtigen Konzepte fördern. Hat sich mal jemand BetterPlace angesehen? Ich denke da steckt wirklich eine Menge Potential drin. Siehe BetterPlace und diverse Interviews, Reden von Shai Agassi. Die sprechen auch gezielt mit Regierungen. Schaut es euch einfach mal an, ich denke jedes Detail jetzt nochmal hier anzusprechen sprengt den Rahmen. -mbraun 01.09.2009
  • Individualverkehr wird man in einer freiheitlichen Grundordnung nicht untersagen können, es wäre auch sinnlos die vorhandene Infrastruktur brach liegen zu lassen. Anreize wie 180% Steuer für ein Auto mit Verbrennungsmotor und 0% Steuern für ein Elektroauto wirken Wunder. Mit der Zeit wird dann der Steuersatz angehoben, das Delta zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb bleibt jedoch gleich. Damit erhält man sich Steuereinnahmen und macht Transportmittel mit Verbrennungsmotor uninteressant. Sowas in der Art wird heute schon gemacht - siehe Mineralölsteuer vs. Stromsteuer. Problematisch ist, dass die Autoindustrie und die Erdölindustrie relativ entkoppelt sind. Man kann Autos günstig herstellen und verkaufen obwohl sie im Unterhalt immer teurer werden. Für den Kunden zählt erstmal der Kaufpreis - wenn ich einen Wagen mit 200PS Diesel für 70.000€ neben einem Wagen mit 200kW Elektromotor für 30.000€ stehen habe wird die Entscheidung eindeutig sein. Elektrisch getriebene Fahrzeuge haben den Vorteil dass man die Energie auf sehr vielfältige Weisen, auch über erneuerbare Energien, erzeugen kann. Beim Verbrennungsmotor ist man auf das Vernichten fossiler Brennstoffe in einem Motor mit schlechtem Wirkungsgrad angewiesen. Setzt man die Gesamtkosten für Mobilität auf Öl-Basis in Relation zu den Kosten für Mobilität auf Elektrobasis fällt der Vergleich jetzt schon für den Kunden UND die Umwelt deutlich für elektrische Antriebe aus. Das so ein Modell auch Freude am Fahren bringen kann beweisen Tesla und andere. Das Problem war bisher immer die Batterie - aber dieses Problem wird sich nicht lösen lassen. Selbst wenn man eine Batterie bauen könnte die 2kg wiegt und 500km Reichweite ermöglicht, würde ich gerne die Anlage sehen die solch ein Energiespeicher in unter 5 Minuten aufläd. Die Belastung und das Risiko für das Stromnetz ist enorm. Besser: Das Auto gehört dem Besitzer, die Batterie ist nur geliehen und es wird per Kilometer gezahlt, ähnlich wie beim Handy. Es gibt öffentliche/private Ladeterminals sowie Stationen die die Batterie im Auto sehr schnell durch eine neue ersetzen können - den Fahrer interessiert das nicht, er hat die Battrie ja nur gemietet und zahlt pro Kilometer. Die Leute von BetterPlace sind mit diversen Regierungen in Kontakt, Deutschland wäre sicher *die* Referenz da wir ein recht dicht bevölkertes aber auch kleines Land sind. Es gibt praktisch keine Gegenden wo man im Radius von 200km keine Infrastruktur findet. Für die meisten Menschen würde ein Elektroauto mit 200km Reichweite bedeuten dass sie de-fakto weniger oft "tanken" müssten als mit einem Benziner. Die Technik ist heute schon verfügbar und es funktioniert, was fehlt ist der politische Wille und Unabhängigkeit von einer unglaublich starken Autolobby. Es ist durchaus möglich bis 2020 den Großteil des Individualverkehrs elektrisch zu regeln. Derzeit haben wir ein Henne-Ei Problem, ohne Infrastruktur keine Elektroautos, ohne Elektroautos keine Investition in Infrastruktur. Bei Infrastrukturprojekten muss die Politik einfach vorran gehen, vielleicht kostet es >100Mrd€ - aber an einer aussterbenden Technologie festzuhalten ist tödlich. Neue Technologien bedeuten Wachstum, festhalten an altem bedeutet Stillstand. Durch den Einsatz und die Förderung solcher Technologie erarbeitet sich Deutschland Kompentenzen die dann weiter monetarisiert werden. An dieser Stelle auf den Markt zu warten wird uns den Kragen kosten da niemand wirklich den großen Schritt wagt und man derzeit das Risiko scheut. Audi, VW, Mercedes oder andere bauen auch weiterhin gute Autos - ob nun mit Elektro oder Verbrennungsmotor ist zweitrangig. -mbraun 01.09.2009


  • Kraftfahrzeugsteuer auf Treibstoff umlegen, insoweit sie CO2 orientiert sein soll, damit der Fahrstil gewürdigt wird!
  • Wechselkennzeichen wie in der Schweiz, damit keine doppelten Versicherungen und Steuern für ein kleines kraftsparendes Auto anfallen, das nicht alle Anforderungen des Halters erfüllt (z.B. Anhängerlast).

Industrie

Infrastruktur

  • Wie wäre es mit einer Verstaatlichung des Stromnetzes? Schließlich schafft der Privatbesitz blos ein künstliches Monopol mit Verzerrungen im Wettbewerb die dann wieder umständlich durch die Bundesnetzagentur versucht wird zu regulieren. Außerdem scheinen sich die Betreiber auch nicht immer angemessen um die Instandhaltung der Netze zu kümmern Basti
ich halte eine Verstaatlichung von Stromnetzen wie allgemein der Infrastruktur in Gemeinden und Städten für erstrebenswert. Jedoch die 'Backbones' (Leitungen über große Entfernungen) könnten durchaus in privater Hand bleiben. Es sollte nur eventuell über eine Regulierungsbehörde für einen Wettbewerb gesorgt werden, den es heute nicht gibt. AlexBu 20:21, 3. Okt. 2009 (CEST)


  • Aufbau eines (dezentralen) Marktes für energetisch nutzbare Biomasse
    • Geregelter Ankauf von Biomasse, die in der Landwirtschaft als Abfall anfällt.
    • Sammlung in dezentralen Lagern, z.B. staatliche Forst-/Straßenbau-/landwirtschafts Betrieben (kommunale Ebene, Transport von Biomasse nur bis c a.25km wirtschaftlich)
      • In wie weit wird Grüngut (Wertstoffhofsammlung, kommunale Sammelbehälter) derzeit verwertet? --F_T 22:20, 31. Jul. 2009
    • Biomassenzusammenflüsse erleichtern die Platzierung und den Aufbau von Bioenergieanlagen.
    • Biomasseanlagen sollten nach Möglichkeit als KWK-Anlage ausgeführt werden.
    • Biogasanlagen sollten in die unmittelbare Nähe großer Betriebe und Kläranlagen gebaut werden, um Transportwege kleinzuhalten und keine zusätzliche Geruchsbelästigungen zu verursachen.(sowie aus Sicherheit)

Unsortiert

SUBVENTIONEN SIND NICHT GEWOLLT


  • Allgemeine Aussagen
  • Forderung: Es sollte eine Regelung geschaffen werden, wonach Zugang zu Abfallenergie (z.B. Abwärme) gewährt werden muss.
  • Förderung/Fordern einer (Kommunale)dezentralen , regenerativen Energieversorgung (Blockheizkraftwerke, Biogas, Solarthermie, ...)
  • weitere Forschung und Bau von p:Speicherkraftwerken um Energieproduktionsspitzen zu speichern und bei Bedarf schnell abzugeben.(Bau auf belasteten Grundstücke. Staatliche Einrichtungen, öffentlicher Einsicht immer gegeben)

(korrektur rechtschreibung erfolgt noch) (ist passiert. aua. -sey)



Strom aus der Wüste

  • Dies widerspricht zwar dem Gedanken der dezentralen Energieversorgung, jedoch wird heute die meiste Energie verschwendet, indem wir die Sonnenenergie mit heutigen technischen Möglichkeiten nicht nutzen. Beste Wirkungsgrade haben solarthermische Kraftwerke bei hohen Temperaturen (vgl. Andasol). (siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Desertec) Kohlestrom und Atomstrom brauchen wir nicht mehr. Wir können heute schon allein aus Solarenergie mehr als genug Strom erzeugen. Stromtransport via HGÜ (3 Prozent Verlust auf 1000 km). Speicherung in Pumpspeicherkraftwerken in Norwegen (ca. 60 GW für mehrere Tage in wenigen Sekunden abrufbar. Genügt für ganz Europa als Batterie.) Heizen mit Strom z. B. Wärmepumpe, Autos: Elektrofahrzeug. Damit Kohle, Erdgas, Erdöl ade. Geht mit heutiger Technik schon alles ziemlich problemlos bis auf Akkus bei Autos. AlexBu 03:03, 6. Jul. 2009 (CEST)
    • Der Umweg über Norwegen ist bei Solarthermischen Systemen nicht nötig, das sich die Hochtemperaturwärme als Schmelzwärme gut speichern lässt! Problematisch ist die Zuverlässigkeit der afrikanischen Länder. Lieber Sizilien, Giechenland und Spanien, auch wenn ein paar % weniger Ausbeute dabei rauskommt --Carlos 00:04, 10. Jul. 2009 (CEST)
    • Zweischneidiges Schwert. Versorgungssicherheit trifft hier auf politische Stabilität. Es ist auch zu bedenken in wie weit hier eine langfristige Abhängigkeit aufgebaut wird die in der Zukunft gegen die Interessen Europas eingesetzt werden kann. Andererseits bietet Desertec auch die Möglichkeit hier konkrete Entwicklungshilfe am Rande Europas zu leisten, denn die Anlagen müssen gewartet und betrieben werden. Vielleicht ergibt sich daraus sogar durch Überkapazitäten der Kraftwerke die Möglichkeit mittels Umkehrosmose Teile der Sahara landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Ich halte es für illusorisch zu sagen das Kohleverstromung und Kernenergie nicht mehr benötigt werden. Dass die Kernenergie langfristig durch regenerative Energieträger substituiert wird, steht außer Frage. Kurz- und mittelfristig ist dies jedoch nur durch den Ausbau von Kohle möglich, was im Rahmen der Klimaerwärmung fragwürdig ist wenn eine CO2-Vermeidung nicht umsetzbar ist. --F_T 22:17, 31. Jul. 2009 (CEST)
    • Ich war vor 20 Jahren ein Fan von Strom aus der Wüste, genauer für Strom aus aus Saudi-Arabien und all den anderen Erdöl-Ländern, um damit die Wirtschaftsverhältnisse stabil halten zu können. Aber:
    • Wenn wir Deutschland autonom regenerativ versorgen können - und das können wir mehrfach - dann halte ich es für sinvoll, genau dies zu tun. --Stemke 15:23, 21. Sep. 2009 (CEST)
ich stimme zu, dass wir Deutschland autark regenerativ versorgen können und dass dies langfristig das Ziel sein sollte. Kurzfristig halte ich es jedoch für sinnvoll, Strom aus der Wüste der Kernenergie und dem Kohlestrom, sowie dem Verbrauch von Erdgas und Erdöl vorzuziehen. Strom aus der Wüste ist sehr kurzfristig und in großer Menge verfügbar. Im Übrigen sind wir bei Erdöl und Erdgas und Uran und Kohle ebenfalls nicht autark. AlexBu 20:06, 3. Okt. 2009 (CEST)
    • Warum soll strom aus der wüste nicht das ein oder andere AKW ersetzen können? Baut man die anlagen geographisch verteilt sind sie durchaus planbar einsetzbar (grundlastfähig). Die vorhandene Energie reicht mehrfach, nur politisch muss man sehen, dass man sich nicht zu sehr in die Abhängigkeit begibt. Bewährt sich das system, kann man es immernoch erweitern, hier ist interessant, ab welcher leistung der bau der infrastruktur (wenigstens einigermaßen) lohnt. -- phen
so sehe ich das auch. Man könnte ja Kohlekraftwerke herunterfahren, jedoch für den Fall von politischen Instabilitäten einsatzbereit halten. Vielleicht geht das auch mit AKWs ? Quasi die alte Technik als Notstromversorgung aufrechterhalten. AlexBu 20:16, 3. Okt. 2009 (CEST)

geistiges Eigentum vs. Klimawandel

Global gesehen ist die Scheu vor dem Eingriff in die Eigentumsrechte europäischer Unternehmen bzw. vor der Bereitstellung hoher Entschädigungsleistungen für den Aufkauf von Patenten wiegt derzeit noch schwerer, als die Furcht vor dem Ansteigen der Meeresspiegel.

Klimaschutzanstrengungen haben eindeutig Vorrang vor neoliberalen Interessen an geistigen Eigentum

  • Es sollte eindeutig bewiesen werden, das der Klimawandel verursacht worden ist und nicht naturlichen ursprung hat.(Bitte nicht einfach auf Al Gore zeigen)--lookingforthemeaning 10.06.2009
    • --> Das ist nicht hundertprozentig und ganz eindeutig zu beweisen, genauso wie die Evolutionstheorie, physikalische Gesetze oder auch wirtschaftliche Theorien nicht eindeutig bewiesen werden können! Alles, was wir tun können, ist, eine Theorie aufzustellen und zu schauen, ob sie die Realität, wie wir sie wahrnehmen, wiedergibt. Im Fall des Klimawandels passt die Theorie der Treibhausgase *mit Abstand* ab besten (und jeder seriöse Wissenschaftler wird dir zustimmen).. -sey, 19.7.2009
    • In Kapitel 9 IPCC Report ist es recht deutlich aufgeschlüsselt. Die Wahrscheinlichkeiten sind auf S. 729 --Data 12:47, 2. Okt. 2009 (CEST)
  • Eine Entkoppelung der Energietechnische Abhängigkeit zu andern Staat Sollte trotzdem fortgeführt werden.--lookingforthemeaning 10.06.2009
  • Eine Energiepolitik mit +-0 Auswirkung auf die Umwelt ist besonders anstrebenswert.--lookingforthemeaning 10.06.2009
    • --> dto. Es ist sehr nahe liegend, dass die Verwendung regenerativer Energien nachhaltig ist, d.h. das die Verwendung regenerativer Energien wesentlich geringere Auswirkungen auf Klimawandel (in Richtung Erderwärmung) und nukleare Verseuchung hat, als das Verbrennen fossiler Brennstoffe und das Verwenden von Nukleartechnik.--Stemke 15:48, 21. Sep. 2009 (CEST)

Quellen und Literatur

  • Unter Verschluss(?): Ralf Bischof, 65% als "Möglicher Beitrag der Photovoltaik zur elektrischen Energieversorgung einer Stadt", Diplomarbeit am Institut für Elektrowärme der Universität Hannover, Juni 1993


  1. bmwi.de BMWi Energie in Deutschland, S.19 PDF, Größe: 1,1 MB
  2. Prof. Voß: Arbeitsbericht Nr. 4, 2008, S14